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Vektor (im Rn)
Ein n-Tupel x=(x1â,âŠ,xnâ)T reeller Zahlen, wobei xiâ die i-te Koordinate heiĂt.
Transponierter Vektor (xT)
Die Darstellung eines Spaltenvektors als Zeilenvektor (x1â,âŠ,xnâ). Weiter gilt (xT)T=x.
Ortsvektor
Ein Vektor, der von einem gewĂ€hlten Koordinatenursprung 0 auf einen festen Punkt Q zeigt, oft als 0Qâ oder q bezeichnet.
Vektoraddition
Die komponentenweise Summe zweier Vektoren a+b=(a1â+b1â,âŠ,anâ+bnâ)T.
Skalierung (Skalarmultiplikation)
Die Multiplikation eines Vektors mit einer Zahl λâR, definiert durch λa=(λa1â,âŠ,λanâ)T.
ParallelitÀt von Vektoren
Zwei Vektoren a,bî =0 heiĂen parallel (aâ„b), wenn ein αâR existiert, sodass a=αb.
m x n - Matrix
Ein rechteckiges Schema von reellen oder komplexen Zahlen aijâ mit m Zeilen und n Spalten.
Transponierte Matrix (AT)
Die Matrix, die entsteht, wenn man die Spalten von A als Zeilen von AT verwendet (AT=(ajiâ)).
Erweiterte Koeffizientenmatrix
Die Matrix (A,b), die entsteht, wenn die Koeffizientenmatrix eines linearen Gleichungssystems rechts um den Vektor der rechten Seite ergÀnzt wird.
Quadratische Matrix
Eine Matrix mit einer gleichen Anzahl von Zeilen und Spalten (nĂn).
Hauptdiagonale
Die Elemente aijâ einer quadratischen Matrix, fĂŒr die i=j gilt.
Untere/Obere Dreiecksmatrix
Eine quadratische Matrix, bei der alle Elemente oberhalb (untere) bzw. unterhalb (obere) der Hauptdiagonalen gleich 0 sind.
Einheitsmatrix (Enâ)
Die Diagonalmatrix im KnĂn, bei der alle Hauptdiagonalelemente 1 und alle anderen Elemente 0 sind.
Ăquivalente Gleichungssysteme
Zwei Gleichungssysteme heiĂen Ă€quivalent, falls sie die gleiche Lösungsmenge haben.
GauĂsche Eliminationsverfahren
Ein Standard-Verfahren zum Lösen linearer Gleichungssysteme durch ĂberfĂŒhrung in Stufenform mittels Zeilenumformungen.
Pivot-Element
Der erste Nicht-Null-Eintrag jeder Zeile einer Matrix. In der reduzierten Stufenform ist dieser immer 1.
Ăberbestimmtes lineares Gleichungssystem
Ein System mit mehr Gleichungen als Unbekannten, das oft keine klassische Lösung besitzt.
Unterbestimmtes lineares Gleichungssystem
Ein System mit weniger Gleichungen als Unbekannten, das (falls lösbar) unendlich viele Lösungen besitzt.
Skalarprodukt (Axiome)
Eine Abbildung âšâ ,â â©, die Symmetrie (SP1), AdditivitĂ€t (SP2), HomogenitĂ€t (SP3) und positive Definitheit (SP4) erfĂŒllt.
Euklidisches Skalarprodukt (Punktprodukt)
âša,bâ©=âi=1nâaiâbiâ. Es induziert die herkömmliche geometrische LĂ€nge.
Euklidische Norm (Standardnorm)
Die LĂ€nge eines Vektors a, definiert durch â„aâ„=(âai2â)1/2.
Dreiecksungleichung
Die Norm-Eigenschaft â„a+bâ„â€â„aâ„+â„bâ„.
Maximumnorm (lââ-Norm)
Die Norm eines Vektors definiert durch â„aâ„ââ=max{âŁa1ââŁ,âŠ,âŁanââŁ}.
Einheitskreis (EinheitssphÀre S1)
Die Menge aller Vektoren im R2 mit der Norm 1.
Kanonische Einheitsvektoren
Vektoren eiâ, die in der i-ten Komponente eine 1 und sonst nur Nullen haben.
Orthogonale Vektoren
Vektoren a,b, fĂŒr die bzgl. eines Skalarprodukts âša,bâ©=0 gilt (Schreibweise aâ„b).
Satz des Pythagoras (Vektorraum)
FĂŒr orthogonal stehende Vektoren a,b gilt â„a+bâ„2=â„aâ„2+â„bâ„2.
Orthogonale Projektion (pbâ(a))
Der fĂŒr bî =0 eindeutig bestimmte Vektor p=âšb,bâ©âša,bâ©âb.
Cauchy-Schwarzsche Ungleichung
FĂŒr Vektoren a,b gilt stets $| \langle a, b \rangle | \leq \parallel a \parallel \parallel b \parallel$$, wobei Gleichheit nur bei linearer AbhĂ€ngigkeit eintritt.
Winkel zwischen Vektoren
Definiert durch cosΞ=â„aâ„â„bâ„âša,bâ©â.
Vektorprodukt (Kreuzprodukt)
Ein nur im R3 definiertes Produkt, das einen Vektor liefert, der senkrecht auf den beiden Ausgangsvektoren steht.
GraĂmannsche IdentitĂ€t
Die Rechenregel aĂ(bĂc)=âša,câ©bââša,bâ©c.
Punkt-Richtungsgleichung einer Geraden
Die Form x=p+αv, wobei p der Aufpunkt und v der Richtungsvektor ist.
Normalenvektor (n)
Ein Vektor, der senkrecht auf einer Geraden (in der Ebene) oder einer Ebene (im Raum) steht.
Hessesche Normalform
Eine Normalform â„nâ„âšx,nâ©â=â„nâ„âšp,nâ©â, bei der der Normalenvektor auf die LĂ€nge 1 normiert ist.
Hyperebene
Die Verallgemeinerung einer Geraden im R2 oder einer Ebene im R3 auf den Rn. Sie besitzt die Dimension nâ1.
LotfuĂpunkt (q~â)
Der Punkt auf einer Hyperebene oder Geraden, der einem gegebenen Punkt q am nÀchsten liegt.
Determinante
Eine reelle Zahl, die den FlÀchen- (n=2) oder Rauminhalt (n=3) des von den Spaltenvektoren aufgespannten Parallelepipeds beschreibt.
Spatprodukt
Der Ausdruck âša,bĂcâ©, der das orientierte Volumen eines Spats im R3 angibt.
Gruppe (Algebraische Struktur)
Ein Paar (M,â), das AssoziativitĂ€t (G1), Existenz eines neutralen Elements (G2) und Existenz inverser Elemente (G3) erfĂŒllt.
Abelsche Gruppe
Eine Gruppe, in der das Kommutativgesetz xây=yâx fĂŒr alle Elemente gilt.
Isomorphie
Eine bijektive Abbildung zwischen zwei Strukturen, die die jeweiligen Operationen respektiert (strukturerhaltend).
Körper (Field)
Eine Menge mit Addition und Multiplikation, die bzgl. beider Operationen Gruppenaxiome und Distributivgesetze erfĂŒllt (z. B. R,Q,C).
Vektorraum
Eine Menge V ĂŒber einem Körper K, die bzgl. Vektoraddition eine abelsche Gruppe bildet und bzgl. Skalarmultiplikation fĂŒnf Axiome erfĂŒllt.
Untervektorraum
Eine Teilmenge UâV, die selbst ein Vektorraum ist (abgeschlossen unter Addition und Skalierung).
Direkte Summe (U1ââU2â)
Die Summe zweier UnterrĂ€ume, deren Schnitt nur den Nullvektor enthĂ€lt (U1ââ©U2â={0}).
Linearkombination
Ein Vektor der Form v=âλiâviâ mit Skalaren λiâ.
Lineare HĂŒlle (Spann)
Die Menge L(v1â,âŠ,vrâ) aller möglichen Linearkombinationen einer Vektormenge.
Lineare UnabhÀngigkeit
Ein Tupel von Vektoren heiĂt so, wenn der Nullvektor nur durch eine triviale Linearkombination (alle Koeffizienten Null) dargestellt werden kann.
Basis
Ein linear unabhÀngiges Erzeugendensystem eines Vektorraums.
Dimension (dim(V))
Die Anzahl der Vektoren in einer Basis von V. Der Nullvektorraum hat die Dimension 0.
Normiertes Polynom
Ein Polynom, dessen Leitkoeffizient anâ=1 ist.
Fundamentalsatz der Algebra
Jedes nichtkonstante Polynom besitzt mindestens eine komplexe Nullstelle.
Interpolationspolynom
Das eindeutig bestimmte Polynom pnââPnâ, das n+1 vorgegebene Datenpunkte (xkâ,ykâ) exakt durchlĂ€uft.
Euklidischer / UnitÀrer Raum
Ein reeller (euklidisch) oder komplexer (unitÀr) Vektorraum, der mit einem Skalarprodukt versehen ist.
Orthogonales Komplement (Mâ„)
Die Menge aller Vektoren im Raum, die senkrecht auf allen Elementen einer Menge M stehen.
Orthonormalsystem
Ein Orthogonalsystem, bei dem alle Vektoren zusÀtzlich die Norm 1 besitzen.
Verfahren von Gram-Schmidt
Ein Algorithmus zur Konstruktion einer Orthonormalbasis aus einer beliebigen Basis.
Bestapproximation
Der Vektor v^ in einem Unterraum U, der den kleinsten Abstand zu einem Vektor v hat; entspricht der orthogonalen Projektion pUâ(v).
Lineare Abbildung (Homomorphismus)
Eine Abbildung f zwischen VektorrĂ€umen, die AdditivitĂ€t und HomogenitĂ€t erfĂŒllt.
Kern (ker(f))
Die Menge aller Vektoren des Definitionsbereichs, die auf den Nullvektor abgebildet werden (fâ1(0)).
Bild (Bild(f))
Die Menge aller tatsÀchlichen Werte der Abbildung im Zielbereich (f(V)).
Rang (rg(f))
Die Dimension des Bildes einer linearen Abbildung.
Dimensionsformel fĂŒr lineare Abbildungen
dim(ker(f))+rg(f)=dim(V).
Isomorphismus / Automorphismus
Ein Isomorphismus ist eine bijektive lineare Abbildung. Ist Start- und Zielraum gleich, heiĂt sie Automorphismus.
Darstellungsmatrix
Die Matrix MBAâ(f), die eine lineare Abbildung bezĂŒglich gewĂ€hlter Basen A und B vollstĂ€ndig beschreibt.
Invertierbare (RegulÀre) Matrix
Eine quadratische Matrix A, fĂŒr die eine Matrix Aâ1 existiert, sodass AAâ1=E gilt.
Transformationsmatrix (TABâ)
Die Matrix, die Koordinaten bezĂŒglich der Basis A in Koordinaten bezĂŒglich der Basis B umrechnet.
Leibniz-Formel
Die allgemeine Formel zur Berechnung der Determinante unter Verwendung von Permutationen.
Laplacescher Entwicklungssatz
Ein Verfahren zur rekursiven Berechnung der Determinante durch Entwicklung nach einer Zeile oder Spalte.
Cramersche Regel
Ein Verfahren zur expliziten Lösung eines LGS mittels Quotienten von Determinanten.
Normalgleichungen
ATAx=ATb. Diese dienen zur Bestimmung der NÀherungslösung nach der Methode der kleinsten Quadrate.
QR-Zer