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Diese Flashcards decken die wesentlichen Begriffe und gesetzlichen Grundlagen des Property Managements sowie des Wohn- und Geschäftsraummietrechts gemäß der Vorlesung am KIT ab.
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Property Management (PrM)
Ein ganzheitlicher Ansatz der strategischen und operativen Bewirtschaftung sowie Verwertung einzelner Immobilien und Portfolios gemäß den Zielen des Investors oder Eigentümers.
Übergabeprotokoll
Ein Dokument zur Beweissicherung, das den Zustand der Mietsache, vorhandene Mängel, Zählerstände sowie die Anzahl und Art der Schlüssel bei Ein- oder Auszug festhält.
Mieterselbstauskunft
Eine freiwillige schriftliche Erklärung des Mietinteressenten über seine persönlichen und finanziellen Verhältnisse (z. B. Einkommen, Beruf, laufende Vollstreckungsmaßnahmen).
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Gesetzliche Regelung, die untersagt, Mieter aufgrund ethnischer Herkunft, Alter, Geschlecht, Religion oder Behinderung zu benachteiligen, insbesondere bei Massengeschäften (>50 Wohnungen).
Pachtvertrag
Ein Vertrag, bei dem der Pächter im Gegensatz zum Mieter nicht nur zum Gebrauch der Sache berechtigt ist, sondern auch dazu, "Früchte zu ziehen" (Ertragsnutzung).
Leihe
Die unentgeltliche Überlassung einer Sache, bei der der Entleiher lediglich die gewöhnlichen Kosten der Erhaltung trägt.
Leasingvertrag
Ein Vertrag über die Nutzung einer Sache gegen Entgelt, bei dem das Instandhaltungs- und Gewährleistungsrisiko sowie die Verkehrssicherheit in der Regel beim Leasingnehmer liegen.
Schriftformgebot (§550 BGB)
Regelung, nach der Mietverträge, die für länger als ein Jahr geschlossen werden, schriftlich fixiert sein müssen; andernfalls gelten sie als auf unbestimmte Zeit geschlossen.
Stellvertretungskette
Die Anforderung, dass bei Unterzeichnung eines Mietvertrags durch Vertreter deren Befugnis deutlich erkennbar sein muss, um die Schriftform gemäß §126 BGB zu erfüllen.
Betriebskosten (§1 Abs. 1 BetrKV)
Kosten, die dem Eigentümer durch das Eigentum am Grundstück oder durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Gebäudes und seiner Anlagen laufend entstehen.
Betriebskostenpauschale
Eine monatliche Zahlung, mit der alle Betriebskosten abgegolten sind, ohne dass der Vermieter zur Erstellung einer jährlichen Abrechnung verpflichtet ist.
Heizkostenverordnung (HeizkostenVO)
Vorschrift, nach der Heiz- und Warmwasserkosten zu mindestens 50\text{ %} und höchstens 70\text{ %} nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet werden müssen.
Schönheitsreparaturen
Instandhaltungsmaßnahmen in Wohnräumen wie Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken sowie das Streichen von Fußböden, Heizkörpern und Innentüren.
Kleinreparaturen
Das Beheben kleiner Schäden an Installationsgegenständen (Elektrizität, Wasser, Gas), für die im Mietvertrag Kostenobergrenzen (z. B. 75 € pro Einzelreparatur) vereinbart werden können.
Ortsübliche Vergleichsmiete (§558 BGB)
Referenzwert für Mieterhöhungen, der aus Entgelten für vergleichbare Wohnungen in der Gemeinde gebildet wird, oft dokumentiert durch einen Mietspiegel.
Kappungsgrenze
Gesetzliche Begrenzung, nach der eine Miete innerhalb von 3 Jahren um nicht mehr als 20\text{ %} (bzw. 15\text{ %} in angespannten Wohnungsmärkten) steigen darf.
Staffelmiete (§557a BGB)
Vertragliche Vereinbarung von zu bestimmten Zeitpunkten gestaffelten Mieterhöhungen, bei denen die Intervalle mindestens ein Jahr betragen müssen.
Indexmiete (§557b BGB)
Kopplung der Miete an den Verbraucherpreisindex, wodurch sich die Miethöhe prozentual zur Indexveränderung anpasst.
Qualifizierter Zeitmietvertrag
Ein befristeter Mietvertrag im Wohnraumrecht, der nur zulässig ist, wenn bei Vertragsschluss ein gesetzlicher Befristungsgrund (z. B. Eigenbedarf) schriftlich angegeben wird.
Asymmetrische Kündigungsfristen
Gesetzliche Regelung im Wohnraummietrecht, bei der die Frist für den Mieter stets 3 Monate beträgt, für den Vermieter jedoch je nach Mietdauer auf bis zu 9 Monate ansteigt.
Außerordentliche fristlose Kündigung
Beendigung des Mietverhältnisses aus wichtigem Grund (z. B. Zahlungsverzug von mehr als 2 Monatsmieten oder erhebliche Gefährdung der Mietsache).
Mietminderung (§536 BGB)
Die Herabsetzung der Miete bei Mängeln, die die Tauglichkeit der Mietsache zum vertragsgemäßen Gebrauch einschränken.
Wertsicherungsklausel
Eine Indexklausel im Geschäftsraummietrecht, die nach dem Preisklauselgesetz (PrKG) oft eine langfristige Bindung von mindestens 10 Jahren erfordert.
Umsatzklausel
Eine Vereinbarung im Gewerbebereich, bei der die Miethöhe ganz oder teilweise vom erzielten Umsatz des Mieters abhängt.
Leistungsvorbehaltungsklausel
Eine Klausel, die bei Veränderung einer Bezugsgröße neue Verhandlungen über die Miethöhe unter Einbeziehung von Billigkeitserwägungen vorsieht.