Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie - Vorlesungsübersicht

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Umfassende Vokabelsammlung zur Vorlesung Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie, abdeckend die Themen Grundoperationen, Pharmakokinetik, Darreichungsformen und Stabilität.

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54 Terms

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Pharmazie

Allumfassende Lehre von Arzneimitteln, deren Eigenschaften, Zusammensetzung, Herstellung und Inverkehrbindung.

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Pharmakologie

Wissenschaft von der Wechselwirkung zwischen StoAen und Lebewesen.

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Therapie (Pharmakodynamik)

Lehre von der Wirkung der ArzneistoAe im menschlichen Körper; Interaktion zwischen Pharmakon und Rezeptor ("Was macht der Wirksto0 mit dem Körper").

4
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Pharmakokinetik

Lehre von Freisetzung, Aufnahme, Verteilung, VerstoAwechslung und Ausscheidung von ArzneistoAen sowie deren Messung ("Was macht der Körper mit dem Wirksto0").

5
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Biopharmazie

Lehre von der Beeinflussung der Wirksamkeit eines WirkstoAs durch die Arzneiform und deren Verhalten im Körper.

6
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Arzneisto9

WirkstoA, also eine chemische oder biologische Substanz, die im lebenden Organismus eine Wirkung hervorrufen kann oder der Vorbeugung, Linderung, Heilung oder Erkennung von Krankheiten dient.

7
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Hilfssto9

Alle Substanzen in einer Arzneiform neben dem Arzneisto9, die für die Herstellung benötigt werden, aber nicht für die Hauptwirkung verantwortlich sind.

8
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Arzneimittel

Synonym für Medikament; Kombination aus Arzneiform, Beipackzettel und Verpackung.

9
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Arzneiform

Zubereitung bestehend aus mindestens 11 ArzneistoA und Hilfsmitteln, wie zum Beispiel Tabletten, Salben oder Tropfen.

10
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Darreichungsform

Beschreibt die zu applizierende Form, die sich von der Arzneiform unterscheiden kann (z. B. Brausetabletten oder Trockensäfte).

11
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AMG

Arzneimittelgesetz; es definiert Arzneimittel und fordert Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit.

12
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Arzneibuch

Rechtsverbindliche Textsammlung (in Europa das Europäische Arzneibuch) zu Herstellung, Prüfung, Verpackung, PuAer und HilfsstoAen.

13
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Pharmazeutische Technologie

Synonym für Arzneiformlehre; befasst sich mit der Entwicklung, Herstellung und Prüfung von Arzneiformen.

14
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Unterkorn

Teilchen mit einer Größe X<GrenzkornX < \text{Grenzkorn}, die sich fälschlicherweise im Siebrückstand RR befinden.

15
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Überkorn

Teilchen mit einer Größe X>GrenzkornX > \text{Grenzkorn}, die sich fälschlicherweise im Siebdurchgang DD befinden.

16
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Mesh-Sieb

US-Standard für Siebe, der angibt, wie viele Maschen sich auf der Länge von 1 Zoll1 \text{ Zoll} befinden.

17
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DIN-Sieb

Europäischer Standard, der die tatsächliche lichte Maschenweite direkt in mm\text{mm} oder µm\text{µm} angibt.

18
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Bubble point Test

Verfahren zur Filterprüfung, bei dem der Druck ermittelt wird, an dem ein kontinuierlicher Blasenstrom aus dem mit Wasser benetzten Filter perlt.

19
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Bacterial-Challenge-Test

Präzise Prüfung der Sterilfilter durch Filtration eines kleinen Keimes und anschließende Bebrütung.

20
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Gefriertrocknung

Sehr energieaufwendiges Verfahren, bei dem Wasser im Vakuum mittels Heizplatte sublimiert wird.

21
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Richtigkeit

Beschreibt, wie nah der Mittelwert mehrerer Messungen am tatsächlichen, wahren Wert liegt.

22
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Präzision

Maß für die statistische Abweichung; beschreibt, wie nah die Werte bei mehreren Messungen beieinander liegen.

23
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Zufallsmischung

Ziel des Mischprozesses; die zufällige Verteilung der zwei StoAe in einer Pulvermischung.

24
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Absorption (Resorption)

Durchtritt des ArzneistoAes durch eine biologische Membran und der darauAolgende Eintritt in den Blutkreislauf.

25
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Caco-2-Zellen

Zelllinie zur Bildung von Monolayern mit tight junctions, die zur Vorhersage der Permeation durch die menschliche Darmwand dient.

26
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Biopharmaceutical Classification Scheme

Klassifizierung jedes ArzneistoAes basierend auf dessen Permeabilität und Löslichkeit.

27
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Clearance

In der Pharmakokinetik das Volumen an Blut/Plasma, aus dem ein Wirkstoff pro Zeiteinheit (l/hl/h) komplett eliminiert wird.

28
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Invasionskonstante kk

Konstante, die angibt, wie schnell die Verteilung eines Wirkstoffs erfolgt; ein größeres kk bedeutet einen steileren Konzentrationsanstieg.

29
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Pro-drugs

ArzneistoAe, die erst durch den körpereigenen Metabolismus wirksam werden.

30
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First-pass-eAect

Teilweiser Metabolismus und Ausscheidung eines WirkstoAes bei der ersten Passage durch die Leber direkt nach der Aufnahme.

31
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Bioverfügbarkeit

Kennzahl für Ausmaß und Geschwindigkeit, in der ein ArzneistoA im Körper zur Verfügung gestellt wird.

32
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AUC

Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve; Kennzahl zur Ermittlung der Bioverfügbarkeit in der Einheit ng×min/mlng \times min/ml.

33
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Bioäquivalenz

Statistischer Beweis, dass zwei Arzneimittel innerhalb festgelegter Grenzen eine vergleichbare Bioverfügbarkeit aufweisen.

34
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Oberflächenspannung

Nach innen gerichtete Kraft an der Oberfläche von Flüssigkeiten in der Einheit N/mN/m oder J/m2J/m^2.

35
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Zeta Potential

Maß für die elektrische Ladung an der Oberfläche von Partikeln in einer kolloidalen Lösung; bestimmt maßgeblich die Stabilität.

36
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DLVO-Theorie

Theorie zur Stabilisierung von Kolloiden durch die Kombination von Abstoßungs- und Anziehungskräften.

37
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Tenside

Oberflächenaktive Substanzen mit einem polaren Kopf und unpolaren Schwanz, die die Oberflächenspannung senken können.

38
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HLB-Wert

Hydrophil-lipophil Balance; beschreibt das Verhältnis zwischen dem hydrophilen und lipophilen Teil eines Tensids.

39
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CMC

Kritische Mizellenbildungs-Konzentration; Schwellenwert, ab dem Tenside Mizellen bilden können.

40
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Solubilisation

Einlagerung hydrophober StoAe in Mizellen, um lipophile Substanzen in wässriger Umgebung stabil in Lösung zu bringen.

41
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Parenterale Arzneiformen

Arzneiformen wie Injektionen oder Implantate, die unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts appliziert werden und steril sein müssen.

42
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Pyrogenfrei

Zustand einer Arzneiform, bei dem keine fiebererzeugenden StoAe wie Endotoxine enthalten sind.

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Autoklaviren

Sterilisationsverfahren mit gespanntem Wasserdampf bei 121 oC121\text{ }^\text{o}\text{C}, 2 bar2\text{ bar} für 15 min15\text{ min}.

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Aseptischer Prozess

Verfahren, bei dem jeder Schritt zur Abreicherung der Keimzahl beiträgt, wenn thermolabile WirkstoAe nicht im Endbehältnis sterilisiert werden können.

45
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Rheologie

Lehre der Konsistenz sowie dem Fließ- und Verformungsverhalten von StoQen.

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Thixotropes Fließen

Fließverhalten, bei dem die Viskosität zeitabhängig während der Scherung abnimmt und in Ruhe wieder zunimmt.

47
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Kristallitätsindex (KI)

Kennzahl für die Ordnung eines Feststoffs, wobei 11 einen Idealkristall und 00 einen amorphen StoA beschreibt.

48
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Polymorphie

Eigenschaft eines StoAes, in unterschiedlichen Kristallstrukturen vorliegen zu können.

49
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Böschungswinkel

Maß für die statistische Reibung in einem Haufwerk; ein kleinerer Winkel korreliert mit einem besseren Fließverhalten.

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Kompaktibilität

Die Fähigkeit eines Materials, unter Druckeinwirkung einen formstabilen Körper zu bilden.

51
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Dose dumping

Gefahr der plötzlichen Freisetzung der gesamten Wirkstoffmenge bei monolithischen Retardformen im Falle eines Filmrisses.

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Matrixbildner

Polymere, die ein Gerüst für die verzögerte Freisetzung bilden, entweder als quellende Gelbildner oder unlösliche Gerüstbildner.

53
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Inkompabilität

Schlechte Haltbarkeit durch langsame Prozesse während der Lagerung (z. B. elektrische Ladungen oder Entmischung).

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Instabilität

Unverträglichkeit, die schnell auftritt, oft bereits während der Herstellung (z. B. Hydrolyse oder Oxidation).