Enzymatik und Proteinstruktur

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Diese Vokabel-Lernkarten decken die Grundlagen der Enzymkinetik (Michaelis-Menten), verschiedene Mechanismen der Enzymhemmung sowie die hierarchischen Ebenen der Proteinstruktur ab.

Last updated 4:42 PM on 6/11/26
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1
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Michaelis-Menten-Gleichung

Die zentrale Formel zur Berechnung der initialen Reaktionsgeschwindigkeit V0V_0: V0=Vmax[S]KM+[S]V_0 = \frac{V_{max} [S]}{K_M + [S]}.

2
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V0V_0 (Initiale Reaktionsgeschwindigkeit)

Die Geschwindigkeit zu Beginn der Reaktion, bevor sich nennenswerte Produkte ansammeln; sie zeigt, wie schnell ein Enzym arbeitet.

3
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VmaxV_{max}

Die maximale Reaktionsgeschwindigkeit, die erreicht wird, wenn alle Enzymmoleküle mit Substrat gesättigt sind.

4
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KMK_M (Michaelis-Konstante)

Die Substratkonzentration, bei der die Reaktionsgeschwindigkeit genau die Hälfte von VmaxV_{max} erreicht (V0=12VmaxV_0 = \frac{1}{2} V_{max}). Sie dient als Maß für die Affinität des Enzyms.

5
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Affinität

Die Bindungsstärke des Enzyms zum Substrat. Ein niedriger KMK_M-Wert bedeutet eine hohe Affinität.

6
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Sättigung (Enzymatisch)

Zustand bei hoher Substratkonzentration ([S]>KM[S] > K_M), in dem die Geschwindigkeit nahezu unabhängig von [S][S] ist, da alle Enzyme besetzt sind.

7
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Aktivierungsenergie

Die Energie, die zugeführt werden muss, damit Stoffe miteinander reagieren können; Enzyme wirken als Biokatalysatoren und setzen diese Energie herab.

8
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Substratspezifität

Eigenschaft eines Enzyms, nach der es immer nur ein ganz bestimmtes Substrat im aktiven Zentrum umsetzt.

9
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Schlüssel-Schloss-Prinzip

Wirkungsweise von Enzymen, bei der das Substrat passgenau im aktiven Zentrum gebunden wird, um einen Enzym-Substrat-Komplex zu bilden.

10
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RGT-Regel

Besagt, dass steigende Temperaturen zu schnellerer und häufigerer Teilchenbewegung führen, wodurch die Reaktionsgeschwindigkeit steigt.

11
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Temperaturoptimum

Der Temperaturbereich, in dem ein Enzym seine maximale Reaktionsgeschwindigkeit erreicht.

12
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pH-Optimum

Der pH-Wert, unter dem ein Enzym seine maximale Aktivität entfaltet; er passt sich oft der jeweiligen Umgebung an.

13
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Denaturierung

Die Veränderung bzw. Zerstörung der Raumstruktur des Enzyms (z.B. bei zu hoher Temperatur oder falschem pH-Wert), wodurch das Enzym inaktiviert wird.

14
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Kompetitive Hemmung

Ein Hemmstoff mit ähnlicher Struktur wie das Substrat konkurriert um das aktive Zentrum; die Hemmung ist durch Erhöhung der Substratkonzentration reversibel.

15
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Allosterische Hemmung

Ein Hemmstoff bindet an eine allosterische Bindungsstelle außerhalb des aktiven Zentrums, verändert die Raumstruktur (Konformationsänderung) und verhindert so die Substratbindung.

16
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Unkompetitive Hemmung

Der Hemmstoff bindet ausschließlich an den Enzym-Substrat-Komplex, wodurch die Reaktionsgeschwindigkeit stark verringert wird.

17
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Allosterische Aktivierung

Ein Aktivator bindet außerhalb des aktiven Zentrums, ändert die Form des Enzyms und ermöglicht oder verbessert dadurch die Bindung des Substrats.

18
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Aminosäure-Grundaufbau

Besteht aus einem α\alpha-C-Atom, einer variablen Seitenkette (Rest), einer Carboxygruppe (COOH-COOH), einem Wasserstoffatom und einer Aminogruppe (NH2-NH_2).

19
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Peptidbindung

Die chemische Verknüpfung von Aminosäuren zu Ketten (Dipeptid, Tripeptid, etc.) unter Abspaltung von Wasser.

20
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Primärstruktur

Die exakte Reihenfolge (Aminosäuresequenz) der jeweiligen Aminosäuren innerhalb eines Proteins.

21
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Sekundärstruktur

Faltung der Aminosäurekette durch Wasserstoffbrückenbindungen in Formen wie die α\alpha-Helix (Spirale) oder das β\beta-Faltblatt.

22
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Tertiärstruktur

Die vollständige dreidimensionale Gestalt (Konformation) einer Polypeptidkette, die durch Wechselwirkungen zwischen den Resten der Aminosäuren entsteht.