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Diese Vokabel-Lernkarten decken die Grundlagen der Enzymkinetik (Michaelis-Menten), verschiedene Mechanismen der Enzymhemmung sowie die hierarchischen Ebenen der Proteinstruktur ab.
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Michaelis-Menten-Gleichung
Die zentrale Formel zur Berechnung der initialen Reaktionsgeschwindigkeit V0: V0=KM+[S]Vmax[S].
V0 (Initiale Reaktionsgeschwindigkeit)
Die Geschwindigkeit zu Beginn der Reaktion, bevor sich nennenswerte Produkte ansammeln; sie zeigt, wie schnell ein Enzym arbeitet.
Vmax
Die maximale Reaktionsgeschwindigkeit, die erreicht wird, wenn alle Enzymmoleküle mit Substrat gesättigt sind.
KM (Michaelis-Konstante)
Die Substratkonzentration, bei der die Reaktionsgeschwindigkeit genau die Hälfte von Vmax erreicht (V0=21Vmax). Sie dient als Maß für die Affinität des Enzyms.
Affinität
Die Bindungsstärke des Enzyms zum Substrat. Ein niedriger KM-Wert bedeutet eine hohe Affinität.
Sättigung (Enzymatisch)
Zustand bei hoher Substratkonzentration ([S]>KM), in dem die Geschwindigkeit nahezu unabhängig von [S] ist, da alle Enzyme besetzt sind.
Aktivierungsenergie
Die Energie, die zugeführt werden muss, damit Stoffe miteinander reagieren können; Enzyme wirken als Biokatalysatoren und setzen diese Energie herab.
Substratspezifität
Eigenschaft eines Enzyms, nach der es immer nur ein ganz bestimmtes Substrat im aktiven Zentrum umsetzt.
Schlüssel-Schloss-Prinzip
Wirkungsweise von Enzymen, bei der das Substrat passgenau im aktiven Zentrum gebunden wird, um einen Enzym-Substrat-Komplex zu bilden.
RGT-Regel
Besagt, dass steigende Temperaturen zu schnellerer und häufigerer Teilchenbewegung führen, wodurch die Reaktionsgeschwindigkeit steigt.
Temperaturoptimum
Der Temperaturbereich, in dem ein Enzym seine maximale Reaktionsgeschwindigkeit erreicht.
pH-Optimum
Der pH-Wert, unter dem ein Enzym seine maximale Aktivität entfaltet; er passt sich oft der jeweiligen Umgebung an.
Denaturierung
Die Veränderung bzw. Zerstörung der Raumstruktur des Enzyms (z.B. bei zu hoher Temperatur oder falschem pH-Wert), wodurch das Enzym inaktiviert wird.
Kompetitive Hemmung
Ein Hemmstoff mit ähnlicher Struktur wie das Substrat konkurriert um das aktive Zentrum; die Hemmung ist durch Erhöhung der Substratkonzentration reversibel.
Allosterische Hemmung
Ein Hemmstoff bindet an eine allosterische Bindungsstelle außerhalb des aktiven Zentrums, verändert die Raumstruktur (Konformationsänderung) und verhindert so die Substratbindung.
Unkompetitive Hemmung
Der Hemmstoff bindet ausschließlich an den Enzym-Substrat-Komplex, wodurch die Reaktionsgeschwindigkeit stark verringert wird.
Allosterische Aktivierung
Ein Aktivator bindet außerhalb des aktiven Zentrums, ändert die Form des Enzyms und ermöglicht oder verbessert dadurch die Bindung des Substrats.
Aminosäure-Grundaufbau
Besteht aus einem α-C-Atom, einer variablen Seitenkette (Rest), einer Carboxygruppe (−COOH), einem Wasserstoffatom und einer Aminogruppe (−NH2).
Peptidbindung
Die chemische Verknüpfung von Aminosäuren zu Ketten (Dipeptid, Tripeptid, etc.) unter Abspaltung von Wasser.
Primärstruktur
Die exakte Reihenfolge (Aminosäuresequenz) der jeweiligen Aminosäuren innerhalb eines Proteins.
Sekundärstruktur
Faltung der Aminosäurekette durch Wasserstoffbrückenbindungen in Formen wie die α-Helix (Spirale) oder das β-Faltblatt.
Tertiärstruktur
Die vollständige dreidimensionale Gestalt (Konformation) einer Polypeptidkette, die durch Wechselwirkungen zwischen den Resten der Aminosäuren entsteht.