Kapitel 12: Monopolistischer Wettbewerb und Oligopol

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Vokabel-Flashcards zu den Themen monopolistischer Wettbewerb, Oligopol-Modelle (Cournot, Bertrand, Stackelberg) und Kartelltheorie.

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Monopolistischer Wettbewerb

  • Unternehmen stehen im Wettbewerb mit differenzierte Produkte

  • endliche Nachfrageelastizität, daher Monopolmacht

    • Wenn ein Unternehmen seinen Preis erhöht, verliert es nicht sofort alle Kunden, weil manche sein Produkt bevorzugen, dadurch kann es Preis über MC verlangen

    • Freier Marktzutritt

    • Keine strategische Interaktion

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Produktdifferenzierung

  • Marken, gleicher Inhalt, andere Verpackung

  • Variationen in Farbe, Geschmack, etc

    • Horizontale Differenzierung: verschiedene Nachfrager mögen verschiedene Ausprägungen (kein objektiv besser für alle)

  • Variationen in Qualität: vertikale Differenzierung

  • Räumliche Variation (Ort der Verfügbarkeit)

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Kurzfristiges Gleichgewicht

  • (MR ist die Winkelhalbierende)

Solange Gewinne erzielt werden treten weitere Unternehmen in den Markt ein und senken somit die Nachfragekurve für jedes einzelne Unternehmen, bis keine Gewinne mehr erzielt werden

<ul><li><p>(MR ist die Winkelhalbierende)</p></li></ul><p>Solange Gewinne erzielt werden treten weitere Unternehmen in den Markt ein und senken somit die Nachfragekurve für jedes einzelne Unternehmen, bis keine Gewinne mehr erzielt werden</p>
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Langfristiges Gleichgewicht (Monopolistischer Wettbewerb)

  • freier Marktzutritt führt langfristig dazu, dass Gewinne gegen 0 gehen

    • Neue Firmen treten hinzu → Nachfrage verteilt sich → firmenspezifische Nachfrage sinkt, bis das Unternehmen langfristig nur noch Nullgewinn macht

<ul><li><p>freier Marktzutritt führt langfristig dazu, dass Gewinne gegen 0 gehen</p><ul><li><p>Neue Firmen treten hinzu → Nachfrage verteilt sich → firmenspezifische Nachfrage sinkt, bis das Unternehmen langfristig nur noch Nullgewinn macht</p></li></ul></li></ul><p></p>
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Warum können Gewinne beim langfristigen Gleichgewicht trotzdem unterschiedlich hoch sein

  • Differenzierte Kosten

    • Verschiedene Kosten

    • Verschiedene firmenspezifische Nachfrage

    • zB starke Brand, geringere Nachfrageelastizität, höhere Monopolmacht

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Ökonomische Effizienz beim monopolistischen Wettbewerb

  • Minimum von AC liegt bei höherer Menge: Unternehmen produziert nicht bei der kostengünstigsten Menge, produziert zu wenig

  • Effizienz könnte gesteigert werden durch weniger Firmen: Firmen hätten mehr Kunden und würden mehr produzieren

  • Trade-off: dem steht entgegen die Präferenz für Diversität (Kunden mögen Vielfalt)

  • Daher meist keine Regulierung

<ul><li><p>Minimum von AC liegt bei höherer Menge: Unternehmen produziert nicht bei der kostengünstigsten Menge, produziert zu wenig</p></li><li><p>Effizienz könnte gesteigert werden durch weniger Firmen: Firmen hätten mehr Kunden und würden mehr produzieren</p></li><li><p>Trade-off: dem steht entgegen die Präferenz für Diversität (Kunden mögen Vielfalt)</p></li><li><p>Daher meist keine Regulierung</p></li></ul><p></p>
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Oligopol

  • wenige Firmen

  • Eventuelle Eintrittsbarrieren

  • Strategische Interaktion → Entscheidungen der einzelnen Unternehmen hängen von den Entscheidungen der anderen Unternehmen ab

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Cournot-Modell

  • Unternehmen wählen gleichzeitig ihre optimale Menge, über Preis-Absatz-Funktion p(y) stellt sich dann ein Marktpreis für alle ein

  • Duopol: 2 Unternehmen auf einem Markt

  • Annahme Symmetrie

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Gleichgewicht im Cournot-Mengenwettbewerb berechnen

  1. Gewinnfunktion für ein Unternehmen aufstellen

  2. Gewinn für ein Unternehmen maximieren → Reaktionsfunktion

  3. Bei Symmetrie: Reaktionsfunktion y1=y2 und ausrechnen

  4. wenn kein Symmetrie: Reaktionsfunktion y2 in Reaktionfunktion y1 einsetzen

  5. gesamte Marktmenge: Y = y_1 + y_2

  6. Mit p(Y) Preis ausrechnen (wichtig gesamte Marktmenge einsetzen)

  7. Gewinne müssen jeweils mit y1 & y2 berechnet

SS21 5

<ol><li><p>Gewinnfunktion für ein Unternehmen aufstellen</p></li><li><p>Gewinn für ein Unternehmen maximieren → Reaktionsfunktion</p></li><li><p>Bei Symmetrie: Reaktionsfunktion y1=y2 und ausrechnen</p></li><li><p class="has-focus">wenn kein Symmetrie: Reaktionsfunktion y2 in Reaktionfunktion y1 einsetzen </p></li><li><p>gesamte Marktmenge: Y = y_1 + y_2 </p></li><li><p>Mit p(Y) Preis ausrechnen (wichtig gesamte Marktmenge einsetzen)</p></li><li><p>Gewinne müssen jeweils mit y1 &amp; y2 berechnet </p></li></ol><p></p><p>SS21 5</p>
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Bertrand-Preiswettbewerb

Unternehmen wählen gleichzeitig ihren optimalen Preis

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Stackelberg-Modell

  • Unternehmen wählen ihre Menge nacheinander

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Stackelberg-Führer

Der Marktteilnehmer, der im Stackelberg-Modell zuerst über seine Menge oder seinen Preis entscheidet.

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Stackelberg-Folger

Der Marktteilnehmer, der erst nach dem Führer entscheidet und seine optimale Antwort auf dessen gewählte Menge abstimmt

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First-Mover-Advantage

  • Obwohl beide Unternehmen identisch sind, kann der Stackelberg-Führer seinen Gewinn vergrößern, er nutzt seinen First-Mover-Advantage

  • Stackelberg-Folger kann nur noch seine optimale Antwort auf die bereits gewählte Menge des Stackelberg-Führers geben und verschlechtert sich im Vergleich zum Cournot-Wettbewerb

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Reaktionsfunktion

  • gibt die optimale Antwort eines Spielers auf die Aktion des anderen Spielers an

  • Mengenwettbewerb: y_1(y_2) ← Reaktion von Spieler 1 auf Spieler 2

  • Preiswettbewerb p_1(p_2) ← Reaktion von Spieler 1 auf Spieler 2

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Optimierung Stackelberg-Modell

  1. Optimierungsproblem für Stackelberg-Folger aufstellen

  2. Gewinn des Stackelberg-Folgers optimieren → Reaktionsfunktion

  3. Reaktionsfunktion des Stackelberg-Folgers in die Gewinnfunktion des Stackelberg-Führers einsetzen

  4. Gewinnfunktion des Stackelberg-Führers ableiten und optimieren

  5. Optimale Menge des Stackelberg-Führers nutzen, um Menge des Stackelberg-Folgers, den Marktpreis und die Gewinne auszurechnen

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Absprache beider Unternehmen (Kartell)

  • welche Gesamtmenge und welcher Preis würden sich einstellen, wenn die Unternehmen sich absprechen würde bzw. welche Menge wäre aus Sicht beider Unternehmen effizient

  • Normale Monopoloptimierung

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Bertrand Modell (Preiswettbewerb mit homogenen Gütern)

  • bei identischen und konstanten MC gilt im Gleichgewicht

Preis = MC

  • gleiche Gleichgewichtsbedingungen wie bei vollkommener Konkurrenz → kein Wohlfahrtsverlust

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Preiswettbewerb mit differenzierten Produkten

  • differenzierte Güter sind ähnlich, aber nicht vollkommen identisch

  • Beide Güter haben deshalb ihre eigene Nachfragekurve, welche jedoch vom Preis des anderen Gutes abhängt

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Preiswettbewerb mit differenzierten Produkten berechnen

  1. Gewinnfunktion für ein Unternehmen aufstellen

  2. Gewinn für dieses Unternehmen maximieren → Reaktionsfunktion

Schritt 1 & 2 für anderes Unternehmen wiederholen (bei Symmetrie einfach p_1 = p_2)

  1. eine Reaktionsfunktion in die andere einsetzen, nach Preis auflösen

  2. anderen Preis über Reaktionsfunktion ausrechnen

  3. Mengen und Gewinne ausrechnen

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Stackelberg-Modell bei Preiswettbewerb

  1. Optimierungsproblem für Stackelberg-Folger aufstellen

  2. Gewinn des Stackelberg-Folgers optimieren → Reaktionsfunktion

  3. Reaktionsfunktion des Stackelberg-Folgers in die Gewinngleichung des Stackelberg-Führers einsetzen

  4. Gewinngleichung des Stackelberg-Führers ableiten und optimieren → optimaler Preis des Stackelberg-Führers

  5. Optimale Menge des Stackelberg-Führers in die Reaktionsgleichung des Stackelberg-Folgers einsetzen → optimaler Preis des Stackelberg-Folgers

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Kartelloptimierung

  • Optimierung der Preise oder Mengen für eine Periode

  • Im Kartell vergrößert sich der Gesamtgewinn, muss nicht zwingend bedeuten, dass für beide Unternehmen der Gewinn steigt

  • Da sich die Summe der Gewinne vergrößert, steigt die Produzentenrente

  • Die Konsumentenrente sinkt

  • Bei identischen Unternehmen entspricht das Kartellergebnis dem Monopolergebnis

  • Da das Kartellgleichgewicht kein Nash-Gleichgewicht ist, haben beide Spieler einen Anreiz, von der Kartellvereinbarung abzuweichen

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Kartelloptimierung Vorgehen

  1. Gemeinsame Gewinnfunktion aufstellen

  2. Gewinnfunktion nach p_1 und p_2 ableiten & auflösen

  3. Eine Variable in die andere einsetzen und auflösen (oder Symmetrie nutzen)

  4. Durch einsetzen andere Menge, Preis und Gewinne ausrechnen

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Diskontfaktor für stabile Kartelle

  • ob eine Kartellvereinbarung stabil ist, hängt vom Diskontfaktor ab

  • Je kleiner der Diskontfaktor, desto wahrscheinlicher ist ein Kartell instabil (denn bei einem kleinen Diskontfaktor wird der heutige Gewinn stärker gerichtet als der zukünftige Gewinn)

<ul><li><p>ob eine Kartellvereinbarung stabil ist, hängt vom Diskontfaktor ab</p></li><li><p>Je kleiner der Diskontfaktor, desto wahrscheinlicher ist ein Kartell instabil (denn bei einem kleinen Diskontfaktor wird der heutige Gewinn stärker gerichtet als der zukünftige Gewinn)</p></li></ul><p></p>