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Vokabel-Flashcards zu den Themen monopolistischer Wettbewerb, Oligopol-Modelle (Cournot, Bertrand, Stackelberg) und Kartelltheorie.
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Monopolistischer Wettbewerb
Unternehmen stehen im Wettbewerb mit differenzierte Produkte
endliche Nachfrageelastizität, daher Monopolmacht
Wenn ein Unternehmen seinen Preis erhöht, verliert es nicht sofort alle Kunden, weil manche sein Produkt bevorzugen, dadurch kann es Preis über MC verlangen
Freier Marktzutritt
Keine strategische Interaktion
Produktdifferenzierung
Marken, gleicher Inhalt, andere Verpackung
Variationen in Farbe, Geschmack, etc
Horizontale Differenzierung: verschiedene Nachfrager mögen verschiedene Ausprägungen (kein objektiv besser für alle)
Variationen in Qualität: vertikale Differenzierung
Räumliche Variation (Ort der Verfügbarkeit)
Kurzfristiges Gleichgewicht
(MR ist die Winkelhalbierende)
Solange Gewinne erzielt werden treten weitere Unternehmen in den Markt ein und senken somit die Nachfragekurve für jedes einzelne Unternehmen, bis keine Gewinne mehr erzielt werden

Langfristiges Gleichgewicht (Monopolistischer Wettbewerb)
freier Marktzutritt führt langfristig dazu, dass Gewinne gegen 0 gehen
Neue Firmen treten hinzu → Nachfrage verteilt sich → firmenspezifische Nachfrage sinkt, bis das Unternehmen langfristig nur noch Nullgewinn macht

Warum können Gewinne beim langfristigen Gleichgewicht trotzdem unterschiedlich hoch sein
Differenzierte Kosten
Verschiedene Kosten
Verschiedene firmenspezifische Nachfrage
zB starke Brand, geringere Nachfrageelastizität, höhere Monopolmacht
Ökonomische Effizienz beim monopolistischen Wettbewerb
Minimum von AC liegt bei höherer Menge: Unternehmen produziert nicht bei der kostengünstigsten Menge, produziert zu wenig
Effizienz könnte gesteigert werden durch weniger Firmen: Firmen hätten mehr Kunden und würden mehr produzieren
Trade-off: dem steht entgegen die Präferenz für Diversität (Kunden mögen Vielfalt)
Daher meist keine Regulierung

Oligopol
wenige Firmen
Eventuelle Eintrittsbarrieren
Strategische Interaktion → Entscheidungen der einzelnen Unternehmen hängen von den Entscheidungen der anderen Unternehmen ab
Cournot-Modell
Unternehmen wählen gleichzeitig ihre optimale Menge, über Preis-Absatz-Funktion p(y) stellt sich dann ein Marktpreis für alle ein
Duopol: 2 Unternehmen auf einem Markt
Annahme Symmetrie
Gleichgewicht im Cournot-Mengenwettbewerb berechnen
Gewinnfunktion für ein Unternehmen aufstellen
Gewinn für ein Unternehmen maximieren → Reaktionsfunktion
Bei Symmetrie: Reaktionsfunktion y1=y2 und ausrechnen
wenn kein Symmetrie: Reaktionsfunktion y2 in Reaktionfunktion y1 einsetzen
gesamte Marktmenge: Y = y_1 + y_2
Mit p(Y) Preis ausrechnen (wichtig gesamte Marktmenge einsetzen)
Gewinne müssen jeweils mit y1 & y2 berechnet
SS21 5

Bertrand-Preiswettbewerb
Unternehmen wählen gleichzeitig ihren optimalen Preis
Stackelberg-Modell
Unternehmen wählen ihre Menge nacheinander
Stackelberg-Führer
Der Marktteilnehmer, der im Stackelberg-Modell zuerst über seine Menge oder seinen Preis entscheidet.
Stackelberg-Folger
Der Marktteilnehmer, der erst nach dem Führer entscheidet und seine optimale Antwort auf dessen gewählte Menge abstimmt
First-Mover-Advantage
Obwohl beide Unternehmen identisch sind, kann der Stackelberg-Führer seinen Gewinn vergrößern, er nutzt seinen First-Mover-Advantage
Stackelberg-Folger kann nur noch seine optimale Antwort auf die bereits gewählte Menge des Stackelberg-Führers geben und verschlechtert sich im Vergleich zum Cournot-Wettbewerb
Reaktionsfunktion
gibt die optimale Antwort eines Spielers auf die Aktion des anderen Spielers an
Mengenwettbewerb: y_1(y_2) ← Reaktion von Spieler 1 auf Spieler 2
Preiswettbewerb p_1(p_2) ← Reaktion von Spieler 1 auf Spieler 2
Optimierung Stackelberg-Modell
Optimierungsproblem für Stackelberg-Folger aufstellen
Gewinn des Stackelberg-Folgers optimieren → Reaktionsfunktion
Reaktionsfunktion des Stackelberg-Folgers in die Gewinnfunktion des Stackelberg-Führers einsetzen
Gewinnfunktion des Stackelberg-Führers ableiten und optimieren
Optimale Menge des Stackelberg-Führers nutzen, um Menge des Stackelberg-Folgers, den Marktpreis und die Gewinne auszurechnen
Absprache beider Unternehmen (Kartell)
welche Gesamtmenge und welcher Preis würden sich einstellen, wenn die Unternehmen sich absprechen würde bzw. welche Menge wäre aus Sicht beider Unternehmen effizient
Normale Monopoloptimierung
Bertrand Modell (Preiswettbewerb mit homogenen Gütern)
bei identischen und konstanten MC gilt im Gleichgewicht
Preis = MC
gleiche Gleichgewichtsbedingungen wie bei vollkommener Konkurrenz → kein Wohlfahrtsverlust
Preiswettbewerb mit differenzierten Produkten
differenzierte Güter sind ähnlich, aber nicht vollkommen identisch
Beide Güter haben deshalb ihre eigene Nachfragekurve, welche jedoch vom Preis des anderen Gutes abhängt
Preiswettbewerb mit differenzierten Produkten berechnen
Gewinnfunktion für ein Unternehmen aufstellen
Gewinn für dieses Unternehmen maximieren → Reaktionsfunktion
Schritt 1 & 2 für anderes Unternehmen wiederholen (bei Symmetrie einfach p_1 = p_2)
eine Reaktionsfunktion in die andere einsetzen, nach Preis auflösen
anderen Preis über Reaktionsfunktion ausrechnen
Mengen und Gewinne ausrechnen
Stackelberg-Modell bei Preiswettbewerb
Optimierungsproblem für Stackelberg-Folger aufstellen
Gewinn des Stackelberg-Folgers optimieren → Reaktionsfunktion
Reaktionsfunktion des Stackelberg-Folgers in die Gewinngleichung des Stackelberg-Führers einsetzen
Gewinngleichung des Stackelberg-Führers ableiten und optimieren → optimaler Preis des Stackelberg-Führers
Optimale Menge des Stackelberg-Führers in die Reaktionsgleichung des Stackelberg-Folgers einsetzen → optimaler Preis des Stackelberg-Folgers
Kartelloptimierung
Optimierung der Preise oder Mengen für eine Periode
Im Kartell vergrößert sich der Gesamtgewinn, muss nicht zwingend bedeuten, dass für beide Unternehmen der Gewinn steigt
Da sich die Summe der Gewinne vergrößert, steigt die Produzentenrente
Die Konsumentenrente sinkt
Bei identischen Unternehmen entspricht das Kartellergebnis dem Monopolergebnis
Da das Kartellgleichgewicht kein Nash-Gleichgewicht ist, haben beide Spieler einen Anreiz, von der Kartellvereinbarung abzuweichen
Kartelloptimierung Vorgehen
Gemeinsame Gewinnfunktion aufstellen
Gewinnfunktion nach p_1 und p_2 ableiten & auflösen
Eine Variable in die andere einsetzen und auflösen (oder Symmetrie nutzen)
Durch einsetzen andere Menge, Preis und Gewinne ausrechnen
Diskontfaktor für stabile Kartelle
ob eine Kartellvereinbarung stabil ist, hängt vom Diskontfaktor ab
Je kleiner der Diskontfaktor, desto wahrscheinlicher ist ein Kartell instabil (denn bei einem kleinen Diskontfaktor wird der heutige Gewinn stärker gerichtet als der zukünftige Gewinn)
