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Was ist der fundamentale Unterschied in der Verbindungsart zwischen TCP und UDP?
Das Transmission Control Protocol (TCP) ist ein verbindungsorientiertes Protokoll, das vor dem Datenaustausch eine feste logische Verbindung aufbaut. Das User Datagram Protocol (UDP) ist hingegen verbindungslos und schickt Datenpakete einfach ab, ohne eine dauerhafte Verbindung zu halten.
Wie unterscheiden sich TCP und UDP in Bezug auf die Datensicherung?
TCP ist quittungsbasiert; jedes erhaltene Segment wird vom Empfänger bestätigt. Fehlt eine Quittung, erfolgt eine Retransmission (Sendewiederholung). UDP ist quittungslos (Best-Effort); es gibt keine Bestätigung des Erhalts und keine automatischen Wiederholungen bei Paketverlust.
Wie stellt TCP eine Verbindung her?
Über den sogenannten 3-Wege-Handshake:
Client sendet SYN (Synchronize).
Server antwortet mit SYN-ACK (Synchronize-Acknowledgment).
Client bestätigt mit ACK (Acknowledgment).
Wie werden die Dateneinheiten bei TCP und UDP auf Schicht 4 genannt?
Bei TCP spricht man von Segmenten, bei UDP von Datagrammen.
Welches Protokoll hat den geringeren Overhead und warum?
UDP hat einen deutlich geringeren Overhead, da sein Header sehr einfach aufgebaut ist (nur Source/Destination Port, Länge und Prüfsumme). Der TCP-Header ist durch Felder für Sequenznummern, Quittungsnummern, Flags und Window-Size wesentlich komplexer.
Was versteht man unter dem „Sliding Window“-Konzept bei TCP?
Es ist ein Mechanismus zur Flusssteuerung. Der Empfänger teilt dem Sender über die Window Size mit, wie viele Daten er noch puffern kann, bevor er eine Quittung senden muss. Dies verhindert, dass der Empfänger mit Daten überflutet wird.
Wann wird TCP im Streaming-Bereich bevorzugt eingesetzt?
TCP wird für On-Demand-Inhalte verwendet, bei denen Zuverlässigkeit wichtiger ist als absolute Echtzeit, z. B. bei Progressive Download oder Pseudo-Streaming (YouTube, Netflix). Vorteil: Es kommt problemlos durch Firewalls und NAT-Router.
Warum ist UDP die Basis für „Pure Live Streaming“?
UDP ermöglicht den Datentransport in Echtzeit mit minimaler Latenz, da keine Zeit durch das Warten auf Quittungen oder Sendewiederholungen verloren geht. Es wird für Video-Konferenzen, IPTV und Live-Events genutzt.
Wie heißen die Programmierschnittstellen (Sockets) für die beiden Protokolle?
TCP nutzt Stream-Sockets (bidirektional), während UDP Datagram-Sockets (unidirektional pro Socket) verwendet.
Welches Hauptproblem tritt bei UDP-Verbindungen in Heimnetzwerken auf?
Die Erreichbarkeit: Externe UDP-Ports werden standardmäßig von Home-Routern (NAT/Firewall) geblockt. Für UDP-basiertes Streaming müssen oft Techniken wie Port-Forwarding oder ICE (STUN/TURN) eingesetzt werden.