Kant: Grundlagen

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Aufklärung (Kant-Definition)
'Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.' Der Mensch soll sich seines eigenen Verstandes bedienen, frei von äußeren Autoritäten.
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Sapere aude!
'Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!' — Wahlspruch der Aufklärung bei Kant. Drückt die Selbstverantwortung des vernünftigen Menschen aus.
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Kants vier Leitfragen
1) Was kann ich wissen? (Erkenntnistheorie) 2) Was soll ich tun? (Ethik) 3) Was darf ich hoffen? (Religionsphilosophie) 4) Was ist der Mensch? (Anthropologie — Kernfrage).
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Doppelnatur des Menschen
Kants Grundannahme: Der Mensch gehört zugleich der Sinnenwelt (empirisch, naturgesetzlich) UND der Verstandeswelt (intelligibel, vernunftbestimmt) an. Diese Spannung macht Moral möglich.
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Sinnenwelt (Phaenomena)
Empirische Erscheinungswelt, in der der Mensch durch Körper, Gefühle, Neigungen, Triebe bestimmt ist. Hier herrscht Naturkausalität — Heteronomie.
6
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Verstandeswelt (Noumena)
Intelligible Welt des Denkens. Hier ist der Mensch als Vernunftwesen frei, autonom und dem moralischen Gesetz fähig.
7
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Autonomie
Selbstgesetzgebung der Vernunft. Der Mensch ist moralisch frei, weil er sich durch die eigene Vernunft selbst ein Gesetz geben kann — unabhängig von Neigungen und äußerem Zwang.
8
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Heteronomie
Fremdgesetzgebung. Gegensatz zur Autonomie: Der Wille wird durch äußere Ursachen (Neigungen, Autoritäten, Triebe) bestimmt. Im Sinnenwelt-Anteil des Menschen.
9
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Vernunft
Bei Kant das oberste Erkenntnis- und Handlungsvermögen des Menschen. Quelle der Autonomie und Grundlage der Moral. Verbindung zur Verstandeswelt.
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Neigung
Die Bestimmung des Willens durch Gefühle, Triebe, Wünsche, Eigeninteresse. Gehört der Sinnenwelt an. Gegensatz zur Pflicht.