Skript 6: Lernen und Gedächtnis

0.0(0)
Studied by 0 people
call kaiCall Kai
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
GameKnowt Play
Card Sorting

1/20

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Detaillierte Vokabel-Flashcards zur Bio-Psychologie, die klassische und operante Konditionierung, Modelllernen sowie Gedächtnisprozesse und Ebbinghaus-Forschung abdecken.

Last updated 9:31 AM on 6/24/26
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced
Call with Kai

No analytics yet

Send a link to your students to track their progress

21 Terms

1
New cards

Was ist die Klassische Konditionierung?

Verbindung von zwei Reizen, um auf diese Weise Ereignisse vorwegzunehmen, wie zum Beispiel beim Erwarten von Donner nach dem Blitz.

2
New cards

Operante Konditionierung

Form des Lernens, bei der Verhalten durch nachfolgende Verstärker bekräftigt oder durch Bestrafung abgeschwächt wird.

3
New cards

Positive Verstärkung

Ein angenehmer Reiz wird gegeben, wodurch das Verhalten häufiger wird (z. B. Lob für das Aufräumen).

4
New cards

Negative Verstärkung

Ein unangenehmer Reiz fällt weg, wodurch das Verhalten häufiger wird (z. B. Anschnallen im Auto, damit das Warnsignal aufhört).

5
New cards

Typ-1-Bestrafung

Etwas Unangenehmes wird gegeben, wodurch das Verhalten seltener wird (z. B. Schimpfen nach Fehlverhalten).

6
New cards

Typ-2-Bestrafung

Etwas Angenehmes wird weggenommen, wodurch das Verhalten seltener wird (z. B. Handyverbot).

7
New cards

Shaping (Verhaltensformung)

Erwerb komplexen Verhaltens über stufenweises Lernen mit Verstärkung, wie bei unnatürlichen Bewegungsabfolgen von Zirkustieren.

8
New cards

Modelllernen

Soziales Lernen durch Nachahmung eines Modells, mit dem man sich identifizieren kann und das den eigenen Intentionen entspricht.

9
New cards

Bobo-Doll Experiment

Studie, die zeigt, dass Kinder Aggressionen nachahmen, wenn diese belohnt werden.

10
New cards

Gedächtnis

Dauerhaftes Fortbestehen von aufgenommenen Informationen über die Zeit, was das Speichern und Abrufen ermöglicht.

11
New cards

Encodieren

Verarbeitung von Informationen zur Eingabe in das Gedächtnissystem, zum Beispiel durch Herstellen eines Bedeutungszusammenhangs.

12
New cards

Ersparnismethode

Ansatz von Ebbinghaus, um zu messen, wie viel schneller bereits gelerntes Material beim wiederholten Lernen erfasst wird.

13
New cards

Spacing-Effekt

Die Erkenntnis, dass verteiltes Lernen besser funktioniert als massiertes Lernen.

14
New cards

Erkläre das 3-Stufen-Modell des Gedächtnis

Sensorisches Register → alle Infos kommen da rein, aber schneller Zerfall und nur sehr kurze Speicherung

Gelangen ins KZG durch Aufmerksamkeit → aber veraltetes Modell

Dann Speicherung/Enkodierung ins LZG und vom LZG können Informationen ins KZG wieder abgerufen werden

15
New cards

Kurzzeitgedächtnis

Hält einige Informationen kurze Zeit fest um sie dann zu speichern oder zu vergessen

16
New cards

Arbeitsgedächtnis

Ein neueres Verständnis des Kurzzeitgedächtnisses als bewusste, aktive Verarbeitung neuer Informationen und Informationen aus dem Langzeitgedächtnis.

17
New cards

Bewusstes Explizites Gedächtnis (als Teil des LZG)

Deklaratives Gedächtnis mit bewusster Erinnerung für Fakten, Allgemeinwissen und eigene Erfahrungen, verarbeitet im Hippocampus und Frontallappen

ZB eigene Erfahrungen wie Urlaub

18
New cards

Automatisches Implizites Gedächtnis (als Teil des LZG)

Nicht-deklaratives Gedächtnis ohne bewusste Erinnerung für motorische Fähigkeiten und klassische Konditionierung, verarbeitet im Kleinhirn und in den Basalganglien

→ zB klassische Konditionierung: Reaktion auf Zahnarzt

19
New cards

Konnektionismus

Immer wenn man Neues lernt, verändern sich die neuronalen Verbindungen des Gehirns und es bilden und verstärken sich Pfade

20
New cards

Was wird im Hippocampus verarbeitet?

Die expliziten Erinnerungen

→ je größer die Aktivität im Hippocampus während dem Schlafen, desto besser am Folgetag die Erinnerung

21
New cards

Kongruenz 1. Raum-zeitlicher Kontext 2. Physiologischer Kontext 3. Emotionaler Zustand

  1. Raum-zeitlicher Kontext: Gelerntes kann am Besten im ähnlichen Zustand weidergegeben werden

  2. Physiologischer Zustand: Gelerntes kann besser in dem Zustand reproduziert werden, in dem es gelernt wurde

  3. Emotionaler Zustand: Kongruente Zustände führen zu besserem Erinnern

  4. → Zweisprachige können Infos besser in der Sprache erinnern, in der sie sie gelernt haben