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Was ist der Unterschied zwischen der Bilanz und dem Jahresabschluss?
Die Bilanz ist ein Bestandteil des Jahresabschlusses und stellt Vermögen und Kapital zu einem bestimmten Zeitpunkt (stichtagsbezogen) dar. Der Jahresabschluss umfasst zusätzlich insbesondere die GuV und ggf. Anhang und Lagebericht und bildet das Gesamtbild der wirtschaftlichen Lage über einen bestimmten Zeitraum ab.
Was sind Motive für den Abschluss von Teilperioden?
Teilperiodenabschlüsse werden erstellt, um unterjährige Informationen für die Unternehmenssteuerung und -kontrolle bereitzustellen sowie gesetzliche oder vertragliche Anforderungen zu erfüllen.
Warum sind beim Erstellen von Teilperioden-Abschlüssen Bewertungen notwendig?
Bewertungen sind bei Teilperiodenabschlüssen notwendig, weil viele Geschäftsvorfälle zum Abschlusszeitpunkt noch nicht endgültig abgeschlossen sind. Daher müssen Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge geschätzt und den einzelnen Perioden sachgerecht zugeordnet werden.
In welcher Beziehung zueinander stehen der Jahresabschluss, die Buchführung und die Inventur?
Inventur: Ermittelt die tatsähclichen Ist-Bestände durch körperliche/buchmäßige Bestandsaufnahme (Basis)
Buchführung: Erfasst laufend alle Geschäftsvorfälle der Periode (Soll-Bestände)
Jahresabschluss: Verdichtet die Daten aus Buchführung und Inventur zu einem stichtagsbegzogenen Gesamtbild (Ergebnis)
Wer ist an der Informationsvermittlung des Jahresabschlusses beteiligt und wer sind die Adressaten?
Beteiligte (Ersteller & Prüfer): Unternehmen, Rechnungsleger, Abschlussprüfer/Wirtschaftsprüfer.
Adressaten (Empfänger):
→ Interne: Eigentümer/Gesellschafter, Mitarbeiter
→ Externe: Gläubiger (Banken, Lieferanten), Investoren, Staat/Finanzamt, Öffentlichkeit
Wie ist das Anlagevermögen (AV) definiert?
Anlagevermögen umfasst alle Vermögensgegenstände, die dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen (§ 247 Abs. 2 HGB) und nicht zur Veräußerung bestimmt sind.
Beispiele: Maschinen, Gebäude, Patente
Wie ist das Umlaufvermögen (UV) definiert?
Umlaufvermögen umfasst alle Vermögensgegenstände, die nicht dauerhaft im Unternehmen verbleiben, sondern kurzfristig zum Veräußern, Verbrauchen oder Weiterverarbeiten bestimmt sind.
Beispiele: Rohstoffe, Vorräte, Forderungen, Bankguthaben
Welche Verbindung besteht zwischen den Aktiva und den Passiva?
Die Aktiva zeigen die Mittelverwendung (also was im Unternehmen an Vermögen da ist), während die Passiva die Mittelherkunft (woher das Geld dafür kam → Eigen- und Fremdkapital) darstellen; beide Seiten sind stets gleich (Gesamtvermögen = Gesamtkapital).
Nach welchen Ordnungskriterien kann die Bilanz gegliedert werden?
Die Gliederung erfolgt typischerweise nach Fristigkeit (erwartete Dauer des Verbleibs), Liquidität und gesetzlichen Vorgaben.
Auf der Aktivseite nach Liquidität (wie schnell lässt es sich zu Geld machen?) und auf der Passivseite nach Fälligkeit (wie schnell muss es zurückgezahlt werden?
Welche Darstellungsformen von Bilanzen gibt es? Was sind die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Darstellungen?
Kontoform (Nebeneinander):
→ Vorteil: Sehr übersichtlich (Direkter Vergleich beider Seiten).
Staffelform (Untereinander):
→ Vorteil: Besser lesbar und kann beliebig nach unten erweitert werden.
Was sind die Besonderheiten der Bilanzposition Eigenkapital? Wann spricht man von bilanzieller Überschuldung?
Eigenkapital ist eine Residualgröße, die sich aus Vermögen minus Schulden ergibt. Von bilanzieller Überschuldung spricht man, wenn das Eigenkapital negativ ist.
Wie hängen Schlussbilanzkonto, Bilanz und GuV-Konto zusammen?
Das GuV-Konto ermittelt den Jahreserfolg (Gewinn oder Verlust) und wird über das Eigenkapitalkonto abgeschlossen. Das Schlussbilanzkonto sammelt am Jahresende die Endbestände aller Konten – inklusive des aktualisierten Eigenkapitals – und dient als direkte Vorlage für die Veröffentlichung der Bilanz.
Wofür wird eine GuV benötigt?
Die GuV dient der Ermittlung des Unternehmenserfolgs innerhalb einer Periode durch Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen.
In welchem Jahresabschlussinstrument würden Sie sich über die Vermögenslage, die Ertragslage und die Finanzlage informieren?
Die Vermögenslage wird aus der Bilanz abgeleitet, die Ertragslage aus der GuV und die Finanzlage aus der Kombination von Bilanz- und GuV-Informationen bzw. zusätzlichen Analysen wie der Kapitalflussrechnung.
Was ist der Unterschied zwischen Bestands- und Strömungsgrößen? Was wird in der Bilanz, was wird in der GuV dargestellt? Was ist das sogenannte Badewannentheorem?
Bestandsgrößen beziehen sich auf einen Zeitpunkt und werden in der Bilanz dargestellt, während Strömungsgrößen Zeiträume betreffen und in der GuV dargestellt werden. Das Badewannentheorem beschreibt, dass Bestände durch Zu- und Abflüsse verändert werden.
Skizzieren Sie, wie sich der Gewinn mittels Bestandsvergleich ermitteln lässt! Warum ist es sinnvoll, den Gewinn mittels Strömungsgrößen zu ermitteln?
Der Gewinn ergibt sich aus der Veränderung des Eigenkapitals zwischen zwei Zeitpunkten. Die Ermittlung über Strömungsgrößen (Erträge minus Aufwendungen) ist sinnvoll, weil der Bestandsvergleich nur die Höhe des Erfolges zeigt, aber nicht dessen Ursachen.
Warum ist die einfache Addition der Ergebnisse von Teilperioden aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht sachgerecht?
Die einfache Addition von Teilperiodenergebnissen ist nicht sachgerecht, weil Teilperioden (z. B. Monate oder Quartale) starken Saisonschwankungen unterliegen und Geschäftsfälle oft über mehrere Teilperioden hinweg verlaufen. Zudem werden wesentliche bilanzielle Korrekturen und Abgrenzungen (wie Abschreibungen, Bestandsbewertungen oder Rückstellungen) meist erst am Jahresende vorgenommen. Eine bloße Addition würde daher zu Verzerrungen und ungenauen Periodenergebnissen führen.
Erläutern Sie im Hinblick auf die GuV die Adjektive zeitraum- und zeitpunktbezogen!
Die GuV ist zeitraumbezogen, da sie Erträge und Aufwendungen über einen Zeitraum erfasst, während die Bilanz zeitpunktbezogen ist und die Vermögenslage zu einem Stichtag darstellt. Es werden in der GuV also Strömungsgrößen dargestellt.
Wie kann eine GuV dargestellt werden? Was sind die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Darstellungen?
In Staffelform (Standard) oder Kontenform. Die GuV kann nach dem Gesamtkostenverfahren oder dem Umsatzkostenverfahren dargestellt werden.
Das GKV ist einfach aus der Buchführung zu übernehmen, aber unübersichtlich bei den Beständen.
Das UKV zeigt direkt die Erfolgsmargen einzelner Funktionsbereiche, setzt aber eine aufwendige Kostenrechnung voraus.
Was ist ein periodengerechter Erfolg, welches Problem entsteht bei Produktionsbetrieben und wie wird es gelöst?
Der periodengerechte Erfolg in der GuV bedeutet, dass Erträge und Aufwendungen der richtigen Periode zugeordnet werden, unabhängig vom Zahlungszeitpunkt. Bei Produktionsbetrieben entsteht dabei ein Problem, weil Produktion und Verkauf oft in verschiedenen Perioden stattfinden und somit Bestände entstehen, die den Erfolg verfälschen können.
Gelöst wird dies, indem Bestandsveränderungen im GKV als Ertrag berücksichtigt oder im UKV die Herstellungskosten bis zum Verkauf zurückgestellt werden.
Was ist der Unterschied zwischen dem Gesamt- und dem Umsatzkostenverfahren? Wo liegen die Vor- und Nachteile der Verfahren?
Der Unterschied zwischen dem Gesamtkostenverfahren und dem Umsatzkostenverfahren liegt in der Gliederung der Aufwendungen.
Beim Gesamtkostenverfahren („Produktionsrechnung“) werden die Kosten nach Kostenarten (z. B. Material, Personal) dargestellt und Bestandsveränderungen berücksichtigt. Die gesamten Aufwendungen und Erträge der jeweiligen Periode werden dargestellt. Es erfolgt eine Korrektur mittels der GuV-Position „Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen“
→ Vorteil: die Aufwendungen können unverändert von den buchhalterischen Aufwandskosten übernommen werden.
→ Nachteile: die GuV-Position „Bestandsveränderung“ trägt nicht zur Transparenz bei, weil nicht ersichtlich wird, welche Aufwandsarten dahinterstecken.
Beim Umsatzkostenverfahren werden die Kosten nach Funktionsbereichen (z. B. Produktion, Vertrieb) gegliedert und es werden nur die Kosten der tatsächlich verkauften Produkte (also nur der umsatzbezogene Aufwand) einbezogen.
→ Nachteile: Die Periodenzugehörigkeit der Aufwendungen lässt sich nicht zweifelsfrei entnehmen; die Aufwendungen können nicht unverändert von den buchhalterischen Aufwandskosten übernommen werden, es besteht die Notwendigkeit einer Kosten- und Leistungsrechnung im Unternehmen, es entstehen Ermessenspielräume bei der Zurechnung der Gemein-kosten zu den Kostenträgern.
Werden beim Umsatzkostenverfahren die gesamten Aufwendungen eines Jahres erfasst?
Nein.
Was sind Ursachen für die Vielzahl an unterschiedlichen Bilanzarten?
Die Vielzahl an unterschiedlichen Bilanzarten entsteht, weil Bilanzen für verschiedene Zwecke, Adressaten und Rechtsvorschriften erstellt werden. Je nach Ziel (z. B. Information, Besteuerung, Ausschüttung oder interne Steuerung), unterschiedlicher gesetzlicher Regelungen (z. B. Handelsrecht, Steuerrecht) sowie verschiedener Rechnungslegungsnormen (z. B. HGB, IFRS) ergeben sich unterschiedliche Anforderungen an Inhalt, Bewertung und Darstellung der Bilanz.
Nennen Sie sechs Unterscheidungsmerkmale von Bilanzarten und jeweils mindestens zwei Merkmalsausprägungen!
Bilanzarten unterscheiden sich nach…
1. dem Zweck (Unternehmenssteuerung, Informationsbilanz, Steuerbilanz, Ausschüttungsbilanz)
2. dem bilanzierenden Wirtschaftssubjekt (Personenbilanzen, Institutionenbilanzen, Betriebsbilanzen, volkswirtschaftliche Bilanz)
3. dem Zeitraum (periodische Bilanzen, Sonderbilanzen, Zwischenbilanz)
4. dem Zeitbezug (Vergangenheitsbilanzen/“Istbilanzen“, Zukunftsbilanzen/“Planbilanzen“)
5. der Rechtsgrundlage (handelsrechtliche Bilanz, steuerrechtliche Bilanz, nach den IFRS erstellte Bilanz, ohne rechtliche Grundlage)
6. der Initiative ihrer Aufstellung (gesetzlich vorgeschriebene Bilanz, vertraglich vereinbarte Bilanz, freiwillig aufgestellte Bilanz)
7. der verwendete Strömungsgröße (Aufwendungen und Erträge, Betriebsausgaben und
Betriebseinnahmen, Kosten und Leistungen)
8. der Darstellungsart der Bestände (Beständebilanz, Veränderungsbilanz, Bewegungsbilanz)
9. dem Umfang der einbezogenen Unternehmen (Einzelbilanz, Konzernbilanz)
Weitere Unterscheidungsmerkmale:
Konzernintern vs. konzernextern
Bruttobilanz vs. Nettobilanz
Teilbilanz vs. Vollbilanz
Branche (Industrie, Bank, Versicherung, etc.)
Was ist der Unterschied zwischen einer Veränderungs-, einer Bewegungs- und einer Beständebilanz? Lassen sich in einer Beständebilanz auch Bewegungen darstellen?
Die Veränderungsbilanz zeigt Bestandsänderungen von zwei Bilanzen (also zeigt nur den Saldo an, nicht die Zu- und Abgänge), die Bewegungsbilanz zeigt Zu- und Abgänge einzelner Bilanzpositionen und die Beständebilanz stellt nur Stichtagswerte dar. Nein, da sie nur Stichtagsbestände zeigt. Bewegungen lassen sich nur indirekt durch Vergleich zweier Beständebilanzen ableiten.
Erläutern Sie, was unter einer konsolidierten Bilanz zu verstehen ist! Grenzen Sie die konsolidierte von der saldierten Bilanz ab!
Eine konsolidierte Bilanz fasst die Bilanzen rechtlich selbstständiger Konzernunternehmen zusammen und bereinigt alle innenbetrieblichen Verflechtungen, damit der Konzern wie ein einziges Unternehmen dasteht. Bei einer saldierten Bilanz werden Vermögens- und Schuldpositionen lediglich verrechnet, was im HGB durch das allgemeine Saldierungsverbot grundsätzlich untersagt ist.
Nennen Sie mindestens drei allgemeine Anforderungen an die Bilanz!
Die Bilanz muss klar und übersichtlich sein (§ 243 Abs. 2 HGB), in deutscher Sprache und in Euro aufgestellt werden (§ 244 HGB) und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) wie Vollständigkeit, Klarheit, Durchsichtigkeit, Wahrheit, Richtigkeit und Vergleichbarkeit der aufgeführten Werte, entsprechen.
Nenne die Bestandsgrößen und die zugehörigen Strömungsgrößen.

Wenden Sie die Begriffe Informationsinteressenten, -interessen und -ansprüche auf die Bilanz an!
Informationsinteressenten: Alle Personen/Gruppen, deren eigene Ziele vom Unternehmen beeinflusst werden.
Beispiele: Eigentümer, Management, Gläubiger, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, Staat, Öffentlichkeit.
Informationsinteressen: Der konkrete Wunsch nach Informationen (finanziell oder nicht-finanziell), um eigene Entscheidungen zu planen und Risiken einzuschätzen (z. B. Wie sicher ist mein Arbeitsplatz/Kredit?).
Informationsansprüche: Die rechtlich oder vertraglich durchsetzbaren Rechte auf Informationen (z. B. durch HGB-Gesetze oder Kreditverträge). Sie entstehen durch die rechtliche Abwägung, welche Interessen der Auskunft verlangen dürfen.
Inwiefern werfen Bilanzen das Problem der optimalen Verteilung von Informationen auf?
Bilanzen erzeugen einen Interessenkonflikt zwischen Transparenz für Fremde und Geheimhaltung für den Eigenschutz des Unternehmens:
Pro Information (Publizität & Umsatzausweis): Externe Adressaten (Gläubiger, Staat) verlangen detaillierte Daten zur Kontrolle und Risikoabwägungsfähigkeit.
Contra Information (Stille Reserven & Geheimhaltung): Zu detaillierte Informationen schaden dem Unternehmen, da Wettbewerber Einblicke in Geschäftsgeheimnisse erhalten. Stille Reserven dienen zudem der Vorsorge und Gewinnglättung.
Fazit: Die Gesetzgebung muss abwägen, wessen Schutzinteresse (Gläubigerschutz vs. Konkurrenzschutz) höher wiegt.
Wie bezeichnet Stützel (1967) die Bilanz?
1) Rechnungsspeicher
2) Geldspeicher
3) Informationsspeicher
4) Kostenspeicher
3) Informationsspeicher
Welche Bilanztheorien zählen zu den sog. klassischen Bilanztheorien?
Statische Bilanztheorie
Dynamische Bilanztheorie
Frequentierte Bilanztheorie
Organische Bilanztheorie
Statische Bilanztheorie
Dynamische Bilanztheorie
Organische Bilanztheorie
Welche Voraussetzungen hinsichtlich der Bilanzierung dem Grunde nach existieren nach der statischen Bilanztheorie für körperliche Gegenstände?
Die Gegenstände müssen sich im Eigentum des Bilanzierenden befinden. Der Eigentumsbegriff wird dabei juristisch interpretiert.
Die Gegenstände müssen sich im Eigentum des Bilanzierenden befinden. Der Eigentumsbegriff wird dabei wirtschaftlich interpretiert.
Die Gegenstände müssen einen „Veräußerungswerth“ haben.
Die Gegenstände müssen einen Marktwert haben, der über den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten liegt.
Die Gegenstände müssen sich im Eigentum des Bilanzierenden befinden. Der Eigentumsbegriff wird dabei wirtschaftlich interpretiert.
Die Gegenstände müssen einen „Veräußerungswerth“ haben.
Was ist nach Simon der individuelle Wert?
Marktwert
Allgemeiner Wert
Objektiver, unternehmensbezogener Wert
Subjektiver, unternehmensbezogener Wert
Subjektiver, unternehmenbezogener Wert
Was sind Verfahren zur Anpassung des Mengengerüsts der Aufwendungen in der GuV?
1) Gesamtkostenverfahren
2) Teilkostenverfahren
3) Gewinnkostenverfahren
4) Umsatzkostenverfahren
1) Gesamtkostenverfahren
4) Umsatzkostenverfahren
Welchem Wert kommt nach Simon im Rahmen der Bewertung zentrale Bedeutung zu?
1) Durchschnittswert
2) Vergleichswert
3) Individueller Wert
4) Kollektiver Wert
3) Individueller Wert
In welchen Fällen bestehen Ausnahmen vom Schmalenbach’schen Realisationsprinzip?
1) Mengenänderungen der gebundenen Vorräte
2) Warenverkauf
3) Spekulative Vorräte
4) Langfristfertigung
1) Mengenänderungen der gebundenen Vorräte
3) Spekulative Vorräte
Welche Angaben muss eine Bilanz, die dem Zweck der Unternehmenssteuerung dienen soll, mindestens erhalten?
1) Informationen über die Erträge und Aufwendungen
2) Informationen über Kosten und Leistungen
3) Informationen über Ein- und Auszahlungen
4) Informationen über die Gewinn- und Verlustrechnung
2) Informationen über Kosten und Leistungen
Was sind die Nachteile des Umsatzkostenverfahrens?
1) Es sind nur die Umsatzkosten, nicht aber der Umsatz selbst ersichtlich.
2) Es besteht die Notwendigkeit einer Kosten- und Leistungsrechnung im Unternehmen.
3) Die Periodenzugehörigkeit der Aufwendungen lässt sich nicht zweifelsfrei entnehmen.
4) Es entstehen Ermessensspielräume bei der Zurechnung der Gemeinkosten zu den Kostenträgern.
2) Es besteht die Notwendigkeit einer Kosten- und Leistungsrechnung im Unternehmen.
3) Die Periodenzugehörigkeit der Aufwendungen lässt sich nicht zweifelsfrei entnehmen.
4) Es entstehen Ermessensspielräume bei der Zurechnung der Gemeinkosten zu den Kostenträgern.
Welche Ausprägungen der Bilanz können nach dem Bilanzierungszeitraum unterschieden werden?
1) Zwischenbilanz
2) Wochenbilanz
3) Gründungsbilanz
4) Veränderungsbilanz
1) Zwischenbilanz
2) Wochenbilanz
3) Gründungsbilanz
Führt die Anwendung der Staffelform in einer GuV zu einem anderen Ergebnis als die der Kontoform? Ja oder nein?
Nein
Berücksichtigt Schmalenbach das Unternehmerrisiko (von ihm als allgemeines Wagnis bezeichnet) in seiner Bilanz?
Nein
Dürfen bei einer Bilanz zur Schuldendeckungskontrolle ausschließlich einzeln veräußerbare Vermögensgegenstände aktiviert werden?
Ja
Basiert die Ermittlung des dem deutschen Steuerrecht entstammen-den Teilwerts auf der Ermittlung eines fiktiven Gesamtverkaufsprei-ses für das zugehörige Unternehmen?
Ja
Ist der Bilanzzweck nach Stützel für die Ermittlung der Währungsbeträge der 2. Unterklasse (Währungsbeträge, die allein und nur auf Rechtsgeschäften beruhen) eine zentrale Information?
Nein
Ist ein durch Kauf erworbenes rein wirtschaftliches Gut nach Simon vom Grundsatz her zu bilanzieren?
Ja
Sieht Schmalenbach in seiner Bilanztheorie die Berücksichtigung von speziellen Wagnissen vor?
Ja
Ist nach Leffson die Vergleichbarkeit des Gewinns die primäre Funktion der Buchführung?
Nein
Ist nach Schmidt ein sog. Mehrertrag zu bilanzieren, wenn die Ursache in der Unternehmerleistung liegt?
Nein
Gehören nach Simon originäre (d. h. selbst erstellte) rein wirtschaftliche Güter zu den Betriebsgegenständen?
Nein
Welche Schwierigkeiten bereitet die Umsetzung der theoretischen Konzeption des Teilwerts?
Ermittlung eines fiktiven Kaufpreises für einen fiktiven Käufer bei Unternehmensfortführung
Anschließend muss der fiktive Gesamtkaufpreis mithilfe eines Zuordnungskriteriums auf die einzelnen Vermögensgegenstände aufgeteilt werden.
→ Problem: Beide Größen sind nicht eindeutig objektiv bestimmbar.
Zu welchen klassischen Bilanztheorien weist das Handelsrecht hohe Bezüge auf?
Statische und dynamische Bilanztheorie
Welche Angaben müsste eine Bilanz enthalten, die der Kontrolle der Zahlungsströme dienen soll?
Die Bilanz müsste detaillierte Informationen über die Ein- und die Auszahlungen enthalten.
Welche vier rechtswissenschaftlichen Auslegungsmethoden werden zur Auslegung einer Rechtsnorm genutzt?
- grammatische Auslegung
- systematische Auslegung
- historische Auslegung
- teleologische Auslegung
Wie wird eine deduktive Bilanztheorie charakterisiert?
Die Bilanzierungsgrundsätze werden aus allgemeinen wirtschaftlichen Erkenntnissen und Zielsetzungen abgeleitet.
Zwecksystem nach Moxter:
a) Ein gängiges Zwecksystem des handelsrechtlichen Jahresabschlusses ist von Moxter entwickelt worden.
Benennen Sie die Inhalte der Felder!
b) Erläutern Sie mit wenigen Sätzen die Bedeutung der Interessen der Adressatengruppen im Kontext des Moxter’schen Zwecksystems!
c) Erläutern Sie mit wenig Sätzen die Dominanz bzw. Nicht-Dominanz eines Zwecks innerhalb des Moxter’schen Systems!
b) Nach Moxter soll der handelsrechtliche Jahresabschluss einen Ausgleich zwi-schen den Interessen der Anteilseigner und der Gläubiger schaffen. Die Anteilseigner sind an hohen Gewinnausschüttungen interessiert, während die Gläubiger an einer Ausschüttungsbegrenzung interessiert sind, um die Erfül-lung ihrer Forderungen zu gewährleisten.
c) Innerhalb des Zwecksystems nach Moxter dominiert die Ausschüttungsbegrenzung, d. h. die vorsichtige Gewinnermittlung. Daraus folgt, dass bei einer Zweckkollision die Erfüllung des Informationszwecks (Konkretisierung von Informationspflichten) gegenüber der Erfüllung des Ausschüttungsbemessungszwecks (Bemessung von Gewinnansprüchen) bezogen auf die Darstellung in der Bilanz und GuV zurücktritt. Nach Moxter dienten die Bilanz und der Anhang unterschiedlichen Zwecken: Der Bilanz (von Kapitalgesellschaften) ordnet er als primären Zweck die Bestimmung des ausschüttbaren Gewinns zu, dem Anhang den Informationszweck. Dies bezeichnet er als Abkopplungsthese.

Im Unternehmen A ergeben sich in der Rechnungsperiode 1 die unten aufgeführten Einzahlungen. Welche dieser Geschäftsvorfälle stellen Ertrag in der Rechnungsperiode 1 dar?
1) Eigenkapitalerhöhung: 10 GE
2) Finanzanlagenveräußerung: 10 GE (Buchwert 0 GE)
3) Zinsgutschrift für Periode 1: 10 GE
4) Eingang von in Vorperioden begründeten Warenforderungen: 10GE
2) Finanzanlagenveräußerung: 10 GE (Buchwert 0 GE)
3) Zinsgutschrift für Periode 1: 10 GE
Hinweis: Eine Einzahlung ist dann ein Ertrag, wenn sie erfolgswirksam ist, das Eigenkapital erhöht und als Gegenleistung für eine wirtschaftliche Leistung oder einen Wertzuwachs in der aktuellen Periode fließt.
Welche Aktiva bzw. Passiva bewertet Simon mit dem besonderen unternehmensbezogenen Veräußerungspreis?
1) Betriebsgegenstände
2) Schulden
3) Veräußerungsgegenstände
4) Forderungen
3) Veräußerungsgegenstände