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Diese Flashcards decken die Anatomie, Histologie, Funktion und klinische Aspekte der männlichen Genitalorgane basierend auf der Vorlesung von Dr. Tundo-Lavalle ab.
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Testis (Hoden)
Männliches Geschlechtsorgan zur Produktion von Spermien (Spermatogenese) und Bildung von Hormonen (Androgene).
Lobuli testis
Hodenläppchen (ca. 350 pro Hoden), von denen jedes 2-4 aufgeknäuelte Samenkanälchen enthält.
Tubuli seminiferi contorti
Aufgeknäuelte Samenkanälchen mit einer Länge von ca. 20−70cm, in denen die Spermienproduktion stattfindet.
Rete testis
Hodennetz; ein Gangsystem mit einschichtigem, isoprismatischem Epithel zwischen den Tubuli seminiferi und den Ductuli efferentes.
Descensus testis
Die während der Entwicklung stattfindende Verlagerung der Hoden aus der Bauchhöhle in den Hodensack (Scrotum).
Epididymis (Nebenhoden)
Organ bestehend aus Caput, Corpus und Cauda, das der Ausreifung und Speicherung der Spermien dient.
Ductuli efferentes
10–20 Ausführungsgänge vom Rete testis zum Nebenhodenkopf, charakterisiert durch ein wellig begrenztes Lumen.
Ductus epididymidis
Ca. 6m langer Nebenhodengang mit zweireihig hochprismatischem Epithel und Stereozilien.
Ductus deferens
Samenleiter; transportiert Spermien und besitzt eine 3-schichtige glatte Muskulatur (längs – ring – längs) sowie ein oft sternförmiges Lumen.
Funiculus spermaticus
Samenstrang; dient der Führung des Ductus deferens sowie von Blutgefäßen und Nerven.
Sertoli-Zellen (Ammenzellen)
Stützzellen im Keimepithel, die die Blut-Hoden-Schranke bilden und die Spermatogenese durch FSH- und Testosteron-Rezeptoren regulieren.
Leydig-Zellen
Zwischenzellen im Bindegewebe, die unter LH-Stimulation Androgene (hauptsächlich Testosteron) produzieren.
Spermatogonie
Stammzelle am Boden des Hodenkanälchens, die sich durch Mitose teilt.
Spermatozyt I
Große Keimzelle, die die Meiose I (DNA-Replikation und Rekombination) durchläuft.
Spermatiden
Kleine haploide Zellen, die aus der Meiose II hervorgehen und sich zu Spermatozoen differenzieren.
Plexus pampiniformis
Venengeflecht im Samenstrang, das zur Temperaturregelung (35∘C) das absteigende arterielle Blut um ca. 2−4∘C abkühlt.
Tunica albuginea
Geflechtartiges, straffes Bindegewebe, das als Kapsel den Hoden und Nebenhoden umhüllt.
Tunica vaginalis testis
Seröse Höhle des Hodens, bestehend aus Epiorchium (Lamina visceralis) und Periorchium (Lamina parietalis).
Glandula vesiculosa (Bläschendrüse)
Akzessorische Geschlechtsdrüse, die ca. 70% des Ejakulats produziert; das Sekret ist fructosereich und leicht alkalisch.
Prostata (Vorsteherdrüse)
Drüse bestehend aus 40–50 tubuloalveolären Einzeldrüsen; produziert ca. 15−30% des Ejakulats (enthält Spermin und PSA).
Prostatasteine (Prostatakonkremente)
Physiologisch vorkommendes, eingedicktes Sekret und abgeschilferte Zellen in der Prostata, die im Alter häufiger auftreten.
Azospermie
Klinischer Befund des vollständigen Fehlens von Spermien im Ejakulat.
Hodentorsion
Verdrehung des Samenstrangs mit Unterbrechung der Blutversorgung; stellt einen urologischen Notfall dar.
Epididymitis
Entzündung des Nebenhodens, meist verursacht durch aufsteigende bakterielle Infektionen (z. B. E. coli oder Chlamydien).
Blood-Testis-Barrier (Blut-Hoden-Schranke)
Durch Tight Junctions zwischen Sertoli-Zellen gebildete Barriere, die das basale vom adluminalen Kompartiment trennt.