TB08 Reproduktion und Entwicklung - Vorlesung 1: Männliche Genitalorgane

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Diese Flashcards decken die Anatomie, Histologie, Funktion und klinische Aspekte der männlichen Genitalorgane basierend auf der Vorlesung von Dr. Tundo-Lavalle ab.

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1
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Testis (Hoden)

Männliches Geschlechtsorgan zur Produktion von Spermien (Spermatogenese) und Bildung von Hormonen (Androgene).

2
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Lobuli testis

Hodenläppchen (ca. 350 pro Hoden), von denen jedes 2-4 aufgeknäuelte Samenkanälchen enthält.

3
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Tubuli seminiferi contorti

Aufgeknäuelte Samenkanälchen mit einer Länge von ca. 2070cm20-70\,cm, in denen die Spermienproduktion stattfindet.

4
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Rete testis

Hodennetz; ein Gangsystem mit einschichtigem, isoprismatischem Epithel zwischen den Tubuli seminiferi und den Ductuli efferentes.

5
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Descensus testis

Die während der Entwicklung stattfindende Verlagerung der Hoden aus der Bauchhöhle in den Hodensack (Scrotum).

6
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Epididymis (Nebenhoden)

Organ bestehend aus Caput, Corpus und Cauda, das der Ausreifung und Speicherung der Spermien dient.

7
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Ductuli efferentes

10–20 Ausführungsgänge vom Rete testis zum Nebenhodenkopf, charakterisiert durch ein wellig begrenztes Lumen.

8
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Ductus epididymidis

Ca. 6m6\,m langer Nebenhodengang mit zweireihig hochprismatischem Epithel und Stereozilien.

9
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Ductus deferens

Samenleiter; transportiert Spermien und besitzt eine 3-schichtige glatte Muskulatur (längs – ring – längs) sowie ein oft sternförmiges Lumen.

10
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Funiculus spermaticus

Samenstrang; dient der Führung des Ductus deferens sowie von Blutgefäßen und Nerven.

11
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Sertoli-Zellen (Ammenzellen)

Stützzellen im Keimepithel, die die Blut-Hoden-Schranke bilden und die Spermatogenese durch FSH- und Testosteron-Rezeptoren regulieren.

12
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Leydig-Zellen

Zwischenzellen im Bindegewebe, die unter LH-Stimulation Androgene (hauptsächlich Testosteron) produzieren.

13
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Spermatogonie

Stammzelle am Boden des Hodenkanälchens, die sich durch Mitose teilt.

14
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Spermatozyt I

Große Keimzelle, die die Meiose I (DNA-Replikation und Rekombination) durchläuft.

15
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Spermatiden

Kleine haploide Zellen, die aus der Meiose II hervorgehen und sich zu Spermatozoen differenzieren.

16
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Plexus pampiniformis

Venengeflecht im Samenstrang, das zur Temperaturregelung (35C35^\circ C) das absteigende arterielle Blut um ca. 24C2-4\,^\circ C abkühlt.

17
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Tunica albuginea

Geflechtartiges, straffes Bindegewebe, das als Kapsel den Hoden und Nebenhoden umhüllt.

18
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Tunica vaginalis testis

Seröse Höhle des Hodens, bestehend aus Epiorchium (Lamina visceralis) und Periorchium (Lamina parietalis).

19
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Glandula vesiculosa (Bläschendrüse)

Akzessorische Geschlechtsdrüse, die ca. 70%70\,\% des Ejakulats produziert; das Sekret ist fructosereich und leicht alkalisch.

20
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Prostata (Vorsteherdrüse)

Drüse bestehend aus 40–50 tubuloalveolären Einzeldrüsen; produziert ca. 1530%15-30\,\% des Ejakulats (enthält Spermin und PSA).

21
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Prostatasteine (Prostatakonkremente)

Physiologisch vorkommendes, eingedicktes Sekret und abgeschilferte Zellen in der Prostata, die im Alter häufiger auftreten.

22
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Azospermie

Klinischer Befund des vollständigen Fehlens von Spermien im Ejakulat.

23
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Hodentorsion

Verdrehung des Samenstrangs mit Unterbrechung der Blutversorgung; stellt einen urologischen Notfall dar.

24
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Epididymitis

Entzündung des Nebenhodens, meist verursacht durch aufsteigende bakterielle Infektionen (z. B. E. coli oder Chlamydien).

25
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Blood-Testis-Barrier (Blut-Hoden-Schranke)

Durch Tight Junctions zwischen Sertoli-Zellen gebildete Barriere, die das basale vom adluminalen Kompartiment trennt.