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Form Follows Function (Roux)
Körper passt seine Struktur (Form) an, die regelmäßig auf ihn wirken (Function)
Anpassungsfestigkeit (Weineck)
Anpassungen, die über einen langen Zeitraum aufgebaut wurden, haben eine deutlich höhere Stabilität als kurzfristig Errungene
Arten der Adaption
Morphologisch
Kognitiv
Metabolisch
Neuronal
Endokrin
Endokrine Adaption
Hormonelle Anpassung durch Training
bessere Stoffwechselsteuerung,
besseres Testosteron-Cortisol-verhältnis etc
Morphologische Adaption
strukturelle Veränderungen von Muskeln, Sehnen, Knochen & Herz-Kreislauf-System
Kognitive Adaption
durch Training ausgelöste Verbesserungen der Wahrnehmung, Koordination & Taktikverständnis
Metabolische Adaption
Veränderung der Energiebereitstellungssysteme durch Training
Zb. +Mitochondrien, +ATP-Speicher & Nutzung, +Laktattolleranz
Strukturproteine
bilden das Gerüst der Muskel- & Körperzellen
Neuronale Adaption
Veränderungen im Nervensystem, Folgen:
-schnellere & effizientere Muskelansteuerung (Rate coding)
-intramuskuläre Koordination
Etc
Mobilisationsschwelle (in % MVC)
minimale neuronale Aktivierung, um eine motorische Einheit zu aktivieren
-%-Wert gibt Last von 1RM an
-wird durch Training gesenkt; bessere Kraft & Rekrutierung
MVZ (Maximum Voluntary Contraction)
max. Kraft, die ein Muskel bei freiwilliger Aktivierung erzeugen kann
-limitiert durch Rekrutierung, Rate Coding, Hemmmechanismen
Rate Coding
Mechanismus der Kraftsteigerung durch Erhöhung der Feuerrate der Motoneuronen
-höhere Impulsfrequenz=stärkere Kontraktion der Fasern
Autonom geschützte Reserven
Leistungsreserven, die durch zentrale & periphere Hemmmechanismen norm. blockiert werden
Können durch extr. Situat. Umgangen werden (Adrenalin- Eddie Hall 500kg)
Residual-/Resteffekte
Dauer, über die eine trainierte Leistungskapazität nach Trainingsstopp erhalten bleibt
-je komplexer/neuromuskulärer die Fähigkeit, desto kürzer
Homöostase
stabiler, regulierter Gleichgewichtszustand physiologischer Systeme im Körper
-Training stört die Homöostase → Körper reagiert mit Anpassungen
Heterostase
die durch Training verursachte Störung der Homöostase
-Körper vorübergehend im Ungleichgewicht → löst Anpassungen aus (Superkompensation)
Dosis-Wirkungs-Beziehung
Sie beschreibt, wie stark ein Trainingsreiz (Dosis) sein muss und welche Anpassung (Wirkung) er erzeugt.
Zu geringe Dosis → keine Anpassung; optimale Dosis → Fortschritt; zu hohe Dosis → Überlastung/Verletzung.
Grundlage für Belastungssteuerung und Trainingsplanung.
Merkmale Modelle
Verkürzungsmerkmal (ein Modell vereinfacht)
Abbildungsmerkmal (bildet Realität unvollständig ab)
Pragmatisches Merkmal (hat einen bestimmten Nutzen)
„All models are wrong, but some are useful!“ - Box (Statistiker)
Fitness-Fatigue-Modell
Gegenspiel (antagonistischer Zsm.hang) von Fitness & Fatigue = Performance
Signaltransduktionsmodell
-Modell zur Erklärung zellulärer Anpassungen durch Training
-beschreibt mechanische/chemische Signale Signalwege Anpassungen steuern (Fokus auf mTOR & AMPK)
Warum ist das Signaltransduktionsmodell vor allem für Kraft & Ausdauertraining anwendbar?
Krafttraining: mechanische Spannung = mTOR
Ausdauertraining: Energie-Stress = AMPK
Einfach messbare Werte, komplexe Sportarten benutzen v. Systeme gleichzeitig - Modell nicht gut anwendbar
Signaltransduktionsmodell Phasen
Sensorproteine nehmen Belastung war
Signaltransduktion - z.B. mTORC1-Komplex
Effektorprozesse - Signaltransduktionswege aktivieren -moleküle
kleinste „Einheit“ eines Skelettmsukels
Sarkomer
Sarkomer Aufbau & Funktionsweise
Miosinköpfe „wandern“ an Aktinflamenten entlang und wandeln dabei ATP zu ADP um
Arten ATP-Gewinnung
KP (Kreatinphosphat)
Muskelglykogen (anaerob)
Muskelglykogen (aerob)
Glykogen-Leber (aerob)
freie Fettsäuren (aerob)
ATP-Gewinnung durch KP
Kreatinphosphat im Muskel gespeichert
4,4mmol/min - kleinste Gesamtkapazität (0-10s)
z.B. kurze Sprints
ATP-Gewinnung durch anaerobe Glykolyse
anaerob-laktazide Energiegewinnung
nutzt Muskelglykogen/Glukose ohne Sauerstoff
3,0mmol/min - kurze Gesamtverfügbarkeit (10-120s)
Enprodukt: Laktat
ATP-Gewinnung durch aerobe Glykolyse
aerobe Glykolyse
nutzt Muskelglykogen/Glukose
1,0mmol/min - begrenzte Gesamtverfügbarkeit (>2-3min)
Endprodukte: CO2 + H2O (kein starker/direkter Laktatanstieg)
Wirkungsgrad sportlicher Bewegungen
zwischen 15-40%
Chemische Energie zu mechanischer Energie, Rest Wärme
(Arbeit pro Zeiteinheit) / Arbeitsumsatz = Wirkungsgrad
3-Zonen-Modell
LiT, ThT, HiT
LiT - Zone 1 - Low intensity Training
50% maxHR - LT1 (erster nennenswerter Anstieg)
mehrere Stunden aushaltbar
ThT - Zone 2 - threshold Training
zwischen LT1 - LT2 (Laktatprod. höher als eliminierung)
HiT - Zone 3 - High intensity Training
LT2 - maxHR (Laktat akkumuliert stark)
Meist anaerob-laktazide Belastung
Pyramiden-Training
Verteilung z. B. 70% Z1 — 20% Z2 — 10% Z3
Vorteilhaft für Wettkämpfe von ca. 30min - 3h
relativ viel ThT - starker Reiz, ohne starke muskuläre Erschöpfung
Polarisiertes-Training
Verteilung z. B. 80% Z1 — 5% Z2 — 15% Z3
ThT=Black Hole (Belastung zu niedrig bei HiT, zu hoch bei LiT)
Chronische Anpassungen durch Ausdauertraining
Verbess. Herz-Kreislauf-System (Durchblutung)
erhöhte Sauerstoffaufnahme des Blutes (aerobe Kapazität)
änderung Muskelfaserstruktur (mehr Mitochondrien - aerobe ATP Produktion) ( +Kapillardichte - O2- & Nährstoffversorgung +)
Fettstoffwechsel besser (Fett als primäre Energieq.)
Zentrale Anpassung durch Ausdauertraining
Stärkung von Herz und Lunge
Herzzeitvolumen+ - Schlagvolumen+ - höhere VO2max
Periphere Verbesserung Ausdauertraining
Verbesserung Muskeln
+Mitochondrienzahl (mehr ATP)
+Kapillardichte
+Enzyme aerobe Energiegewinnung („Verschnellerung“ Glykolyse & Citratzyklus)
+Laktatverstoffwechselung (höhere VO2max wegen spätere LT2)

Kybernetische Betrachtungsweise
Leistungs- und Trainingssteuerung als Regelkreis mit Soll-/Ist-Vergleich, Rückkopplung und Anpassung. Belastung (Input) wird über Feedback (HF, Laktat, RPE, Leistung) ständig modifiziert, um trotz Störgrößen (Schlaf, Stress, Ernährung) optimale Anpassungen zu erhalten
Aspekte Anforderungsprofil
Biomechanische & physiologische Voraussetzungen (zB Herz-Kreislauf-System, Energieversorgung)
Funktional-anatomische Gegebenheiten (zB Gelenkbelastung)
Konditionelle, kognitive, psychische, soziale & materielle Gegebenheiten
Athleten-Monitoring
External Load
Internal Load
Fitness - Fatigue = Performance
Elemente der Leistungssteuerung
Wettkampfsteuerung/-analyse
Leistungsdiagnostik
Trainingssteuerung
Leistungsdiagnostik Definition
Messung von konditionellen & technomotorischen Leistungskomponenten in weitgehend standardisierter Testumgebung. Es gibt Labor- & Feldtests.
Hauptsächliche Test-Gütekriterien
Reabilität
Objektivität
Validität
Reabilität
Zuverlässigkeit → Reproduktion der Testergebnisse
Objektivität
Testergebnisse sind unabhängig von testender Person
Validität
Test misst, was er messen soll
(Neben-) Test-Gütekriterien
Normierung
Ökonomie
Nützlichkeit
Normierung
Vergleichbarkeit herstellen (zB durch Bestenliste)
Ökonomie
Aufwand & Nutzen -Verhältnis
Nützlichkeit
tragen die Ergebnisse zur Leistungssteigerung bei
Langfristige Perspektive der Leistungssteuerung
-Validierung sportartspezifischer Diagnoseverfahren auf wettkampfanalytischer Basis
-Erstellung sportartspezifischer Normprofile
Kurzfristige Perspektive der Leistungssteuerung
Normierung von Testleistungen
„Messfühler“ der kybernetischen Betrachtungsweise (Stichworte: Tagesform, Intertesting (poor Responder))
Labordiagnostik (Sportmedizin)
allgemeine Diagnostik, maximal durchgeführt
als Einzeltest z.B. VO2max, Zonen durch Stufentest mit Laktatabnahme
Labordiagnostik (Biomechanik)
semi spezifische Diagnostik
homogene Testbatterien z.B. Sprung- & Kraftanalysen durch Druckmessplatten, sEMG, 1RM
Felddiagnostik (Trainingswissenschaft)
submaximale Diagnostik
heterogene Testbatterien z.B. Bronco, Lichtschranken, VBT
Anthropometrie
Messung und Beschreibung der körperlichen Maße und Proportionen des Menschen (z. B. Größe, Gewicht, Körperumfänge, Hautfalten, Segmentlängen, BMI, KFA)
isokinetische Messverfahren
Kraftmessung bei konstanter Gelenkgeschwindigkeit während dynamischer Muskelkontraktion
isoinertiale Messverfahren
Kraftdiagnostik mit einem schwungradbasierten System (Flywheel), bei dem nicht ein äußeres Gewicht, sondern eine rotierende Masse beschleunigt und abgebremst wird
Kraft/Power wird aus Drehgeschwindigkeit errechnet
Rampentest
optimale VO₂max-Diagnostik, da kontinuierliche Laststeigerung → stabile Atemgasmesstechnik → zuverlässiges VO₂max-Plateau
Stufentest
Besser für Laktatschwellen, da klare Zuordnung zu Belastungsintensität (LT1, LT2)
Wingate Test
Maximale Belastung auf Fahrradergometer für ca30s
Misst: Peak & Mean Power, Fatigue Index (Leistungsabfall)
Hauptphasen Trainingsplanung
Zielplanung
Strukturplanung
Ablaufplanung
Rektaltemperatur
Körpertemperatur im Enddarm gemessen
39°C nach Aufwärmen perfekt
physiologische Aufwärmeffekte
Anstieg HF & Blutdruck
Erhöhung Blutvolumen/min
Regulation des Atmungssystems (minimiert Startverzögerung)
Reduzierung Muskelviskosität
Verbesserung Energie- & Sauerstoffversorgung
Optimierung neuromuskulärer Prozesse
Optimierung passiver Bewegungsapperat (Synovialflüssigkeit)
Psychische „Readiness“
Muskelviskosität
„Zähflüssigkeit“ des Muskel- & Bindegewebes; bestimmt inneren Bewegungswiderstand des Muskels
→ wird durch Aufwärmen deutlich gesenkt
Synovialflüssigkeit
„Gelenkschmiere“, wird von Gelenkkapsel (Membrana synovialis) produziert
→durch WU wird sie von Synovialhaut des Gelenkknorpels abgesondert → weniger Druck auf Gelenken

FMS (Fundamental Movement Skills)
Grundlegende im Kindesalter (ab 5.Lebensjahr) erlernte Bewegungen wie z.B. Laufen, Springen, Werfen, Fangen, Drehen
Kritik an Modell zu Leistungsentwicklung von (Balyi & Hamilton 2004)
einseitige, verfrühte Spezialisierung
Notwendigkeit, die besonderen Entwicklungsstufen der sportmotorischen Fähigkeiten zu berücksichtigen
unzureichende Progression im Juniorenalter beim Anschlusstraining (berufliche Verpflichtungen, Chancen gering)
Systematisierungs-Modell (Prechtl, Ostrowski & Klose; 1993)
Verbindung von Trainingsalter mit Ausbildungsetappen + orga. Aspekte der Nachwuchsförderung
Grundsatz von Diversifizierung & Spezialisierung im Nachwuchssport
Anforderungsvielfalt Sportart / Motorische Vielseitigkeit Athlet gering = Training vielseitiger
neuronale Plastizität
Fähigkeit des Nervensystems, sich strukturell & funktionell zu verändern - ist in frühem Schulkind-Alter hoch
z.B. Synapsenstärke, Verschaltung von Nervenzellen, Rekrutierung & Koordination motorischer Einheiten
Ontogenese
individuelle Entwicklung eines Menschen (oder Organismus) über die Lebensspanne
Definitionskriterien einseitige Spezialisierung
ganzjähriges Training (>8Monate)
verfrühter Einstieg in Zielsportart
Ausschluss jeglichen anderen sportartspezifischen Trainings
specialzed sampling model (SIeghartsleitner et al., 2018)
Talententwicklungsansatz: Athlet übt früh sportartspezifisch ähnliche Disziplinen aus
z.B. Rugby ↔ American Football ↔ Handball, Leichtathletik (Sprint, Sprung, Wurf) untereinander
Stichwort: gezielte Vielfalt mit Transferpotential
Ökotrophologie
Fachbegriff Ernährungswissenschaften
Präbubszens
Präpubertät
keine Sexualhormonausschüttung
Wachstum durch Wachstumshormone
hohe neuronale Plastizität (Koordination, Technik, motorisches Lernen - wenig Hypertrophie)
Adoleszens
Entwicklungsphase zwischen Kind & Erwachsen (ca. 12-18/20)
Extrem wichtig für Kraft- & Ausdauerentwicklung
Training sollte in Kindheit und erstem richtigen Wachstumsschub starten
Phasen langfristige Leistungsentwicklung
Grundausbildung
Nachwuchstraining (Grundlagen-, Aufbau-, Anschlusstraining)
Hochleistungstraining
Grundausbildung/Basistraining (1.Trainingsstufe)
Ziel: allg. Entwicklung: Koordination, technische Grundlage Sportart
„polysportive Ausbildung“ - parallele Ausbildung in mehreren Sportarten & Bewegungsformen
Alter: ca. 6-10 Jahre
Nachwuchstraining (2.Trainingsstufe)
Ziel: Erkennung spezifischer Eignung & Entwicklungspotenziale
Alter: ca. 10-16 Jahre
Hochleistungstraining (3.Trainingsstufe)
Ziel: Heranführung an indiv. Höchstleistung, höchstmögliche Steigerung an Trainingsintensität & -umfang
Alter: ca. 22-35 Jahre