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Welche Test nutzt man wann ? Überprüfung von Mittelwertsunterschieden
Einstichprobentestsd
Einstichproben Gauss Test
Einstichproben-t-Test
Vergleich von zwei Gruppen: Zweistichprobentests
Vergleich von mehr als zwei Gruppen: Varianzanalyse
Erkläre den Einstichprobentest im Überblick:
Vergleich eines empirischen Mittelwerts mit einem fixen Wert (dem bekannten Erwartungswert u0 unter der H0)
Bekannte Populationsvarianz: Einstichproben-Gauss- Test (basierend auf z-Verteilung)
Unbekannte (geschätzte) Populationsvarianz: EInstichproben-t Test
Erkläre den Zweistichprobentest im Überblick
Die empirischen Mittelwerte eines Merkmals X in zwei Stichproben und werden daraufhin getestet, ob sie signifikant voneinander abweichen
Bekannte Populationsvarianzen: Zweistichproben Gauss Test ( nicht Gegenstand der Vorlesung)
Unbekannte (geschätzte Populationsvarianz: t-Test (welch Test) für unabhängige Stichproben und t-Test für abhängige Stichproben
Was macht man wenn man mehr als zwei Gruppen vergleichen will?
Varianzanalyse
Wie ist das Hypothesenpaar beim Vergleich zweier Stichprobenmittelwerte? Gebe auch die Ausgangssituation an!
Ausgangssituation: Das gleiche Merkmal X wurde in 2 Stichproben (Gruppen, Bedingungen) erhoben
Zweistichprobentest für den Vergleich von zwei Mittelwerten:
Nullhypothese: Zwei Stichprobenmittelwerte x1 und x2 stammen aus zwei Populationen mit den Mittelwerten u1 und u2, die nicht voneinander abweichen
Alternativhypothese: Zwei Stichprobenmittelwerte x1 und x2 stammen aus zwei Populationen mit den Mittelwerten u1 und u2, die voneinander abweichen
Erkläre den t-Test für unabhängige Stichprobe:
Beim t-Test für unabhängige STichprobe wird die Differenz der beiden STichprobenmittelwerte e=x1-x2 auf Abweichung vom Wert 0 getestet
→ Die Standatdabweichung von X in beiden Populationen (o1 und o2) ist unbekannt
erkläre die Signal Noise Ration im Kontext der Intuition hinter t
Die Formel für t hat dieselbe Sturktur wie viele ander Prüfgrössen - ein Verhältnis aus Signal und Rauschen :
t= beobachtete Mittelwertsdifferenz / geschätzter Standardfehler dieser Differenz
→ Signal (Zähler): wie weit weichen die beobachteten Mittelwerte voneinadner ab??
→ Rauschen (Nenner) wie viel Variation zwischen Stichprobenmittwelwerten würden wir allein durch Zufall erwaten, wenn H0 stimmt?
grosser t-Wert= SIgnal sticht aus dem Rauschen heraus
t nahe Null= wir können das, was wir sehen, nicht vom Zufall unterscheiden
auf was basiert der t-Test für unabhängige Stichproben?
Auf einer t-Verteilten Prüfgrösse
geschätzter Standardfehler→ normierte Streuung der Stichprobenkennwerteverteilung der Mittelwertsdifferenz
wie bereits häufiger gesehen, wird hier also die beobachtete Differenz an der Streuung der STichprobenkennwerteverteilung der Mittelwertsdifferenz nomiert
signal-to-noise ratio!
Der t-Test als Spezialfall des ALM
Wir können dasselbe Modell auch als Regression mit einem dichotomen Prädiktor schreiben:
Yi=b0+b1*Gruppei +ei
Bei DUmmy Codierung (0=Referenzgruppe, 1=Vergleichsgruppe)
→ b0= Mittelwert der Referenzgruppe
→ b1=Mittelwertsdifferenz zwischen beiden Gruppen
→ Der t-Test auf b1=0 IST der t-Test der Mittelwertsdifferenz
Was bedeutet unabhängige STichproben?
Merkmalsausprägungen einer Person in STichprobe 1 darf nicht von der Merkmalsausprägung einer Person in Stichprobe 2 abhängen
Was bedeutet abhängige Stichproben?
Wenn ein Messwert in Stichprobe 1 von einem bestimmten Messwert in Stichprobe 1 beeinflusst wird (und umgekehrt)
→ “Messwertpaare”
Wann kommen abhängige STichproben vor?
Dies kommt in drei Fällen vor:
Messwerte stammen von…
derselben Person (Design mit Messwiederholung/Design mit intraindivisueller Bedingungsvariation )
verschieden Personen, die zusammengehören (“natürliche Paare”)
verschieden Personen, die versuchsplanerisch einader zugeordnet wurden (z.B. Parallelisierung)
Nenne die Annahmen beim t-Test für unabhängige STichproben
Unabhängigkeit der beiden STichproben
Normalverteilung des Merkmals X in beiden Populationen
bei grossen Stichproben ist der t-Test für unabhöngige STichproben relativ robust gegenüber Verletzung der Normalverteilungsannahme
sind die STichproben hinreichend gross, wird meist auf die Prüfung der Annahme verzichtet
bei kleine STichproben kann Bootstrapping oder ein Test zur Überprüfung der Normalverteilungsannahme verwendet werden
Varianzhomogenität (Homoskedastizität)
bei gleich grossen Stichproben ist der t-Test für unabhängige Stichproebn relativ robust gegenüber Verletzung der Varianzhomogenitätsannahme
bei ungleich grossen STichproben kann vorab ein Levene-Test zur Überprüfung der Vrainzhomogenität verwendet werden (alte Empfehlung) oder man verwendet direkt den robusten t-Test (Welch-Test, neue Empfehlung)
Erkläre den Levene-Test
Beim Levene Test werden zwei oder mehrere Stichprobenvarianzen auf ihre Gleichheit getestet
Im Unterschied zum F-Test werden jedoch nicht direkt die Varianz für jede Gruppe, sondern die Beträge der Abweichungen vom Mittelwert berechnet
Auch hier wird das Signifikanzniveau dabei häufig “liberal” auf alpha=0.1 pder alpha = 0.2 gesetzt, weil die Nullhypothese die “Wunschhypothese” ist. Dadurh wird die Teststärke 1- betha zur Entdeckung eines Varainzunterschiedes erhöht und es wird “konversativer” getestet.
Wie ist die Prüfgrösse w beim Levene Test verteilt?
ist F-verteilt mit df1=1 und df2 = (n1+n2-2) Freiheitsgraden
was sind die beiden Fälle beim Leven Test?
Fall1: Lebene Test ist nicht signifikant
H0 : o1² = o2² wird nicht verworfen → Annahme der Varianzhomogenität muss nicht verworfen werden
Fall 2: Levene Test ist signifikant
H0: o1² = o2² wird verworfen → Varianzhomogenität ist verletzt
Was sind die Probleme mit der Interpretation der vorgestellten Tests( Levene-Test, KS-Anpassungstest, Shapiro-Wilk-Test)
bei den vorgestellten Tests (Levene-Test, KS-Anpassungstest, Shapiro-Wilk-Test) ist die Nullhypothese die “Wunschypothese”.
→ gewünscht ist jeweils ein nicht signifikantes Ergebnis, damit die Nullhyothese (z.B. von gleichen Varianzen oder Annahmen der Normalverteilung) nicht verworfen werden muss
Fall1: Stichprobe ist gross→ auch geringfügige Verletzungen der Annahme können signifkant werden
→ die Nullhypothese muss verworfen werden
→ in grossen Stichporben ist aber eine Verletzung von z.B. Normalverteilungsannahme weniger problematisch
Fall2: Stichprobe ist klein→ der jeweilige Test hat nicht ausreichend Power → das Ergebnis wird tendenziell nicht signifikant obwohl möglicherweise tatsächlich Verletzungen vorliegen
→ ohnehin besser einen robusten Test zu verwenden
Konsequenz für die Durchführung eines t-Test
“Alte” Empfehlung war ein zweistufiges Vorgehen:
vorgeschalteter Levene Test zur Überprüfung der Varianzhomogenität
a. wenn Varianz homogen (Levene-Test n.s.) → “normaler” t-Test
2.b. wenn Varianz nicht homogen (Levene-Test signifikant) → “Welch Test”
“Neue” Empfehlung:
Direkt Welch Test durchführen (Voreinstellng für t-Test in R).
erkläre den Welch Test als “robuster “ t-Test. Was passiert dabei?
Welch-test als “robuster” t-Test
Welcher Test (t-Test mit welch Korrektur; unequal variance t-test ist die Voreinstelung der Funktion t.test()
Der Standardfehler der Mittelwertsdifferenz wird etwas anders berechnet
→ statt ”gepoolte” Varianz werden nun die Gruppenvarianzen herangezogen
→ ist “logisch”, wenn man nicht davon ausgeht, dass die Varianz in beiden Gruppen gleich ist
Freiheitsgarade der t-Verteilung werden korrigiert (verringert)
→ Formel ist kompliziert (“wir erspare sie uns”)
→ Test wird konservativer
→ dfcorr statt df
Wann lohnt sich die Erweiterung von Cohen’s d?
Hedges’g - Cohen’s d ist in kleinen Stichproben leicht aufwärts verzerrt. Hedges’g korrigiert das mit einem Schrumpfungsfaktor
Glass’ Delta: verwendet nur die Standardabweichung der Referenzgruppe im Nenner statt der gepoolten SD
Sinnvoll wenn die Gruppe SDs stark unterschiedlich sind oder die experimentelle Manipulation auch die Streuung beeinflusst hat
Erkläre das berechnen der Effektgrössen in R
Das Paket effectsize (Teil von easystats) berechnet alle drei Varianten direkt aus der Formelnotation
Was liefert und was ersetzt der comand describe_ distribution()?<
→ liefert pro Gruppe Mittelwert, SD, IQR, 95%-KI, Range, Schiefe, Kurtosis und n - in einer übersichtlichen Tabelle.
→ ersetzt: die einzelnen Aufrufe von mean(),sd() var() usw. in einer Zeile
Gebe Informationen zu Welch Test vs. t-Test
Prüfgrösse unterschied sich leicht (wegen abweichender Berechnung des Standardfehlers)
Welch Test nutz eine t-Verteilung mit einer korrigierten Anzahl von Freiheitsgraden (dfcorr)
Deshalb eine konservativere Schätzung (p-Wert ist grösser
geringeres Risiko falsch positiver (zu progressiver) Entscheidungen
Was ist die Konsequenz eines Konfidenzintervalls bei gerichteten Hypothesen?
Liegt eine gerichtete Alternativhypothese vor, wir auch das Konfidenzintervall einseitig bestimmt.
Das bedeutet: es gibt nur eine bestimmbare Grenze und die andere Grenze wird als “unendlich” ausgedrückt
Was tun bei vielen Ausreissern?
Eine mögliche Alternative ist ein t-Test, der mit getrimmten Mittelwerten arbeiten: Yuen-Test
erkläre das prüfen der Normalverteilung mit check_model()
Wenn wir den t-Test als Spezialfall des ALM vertshen, können wir die Normalverteilungs-Annahme auch noch über die Residuen prüfen: das ist eleganter als zwei separate Histogramme