Migration in Bayern (Frühe Neuzeit bis 20. Jahrhundert)

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Diese Vokabel-Flashcards decken die Definitionen, rechtlichen Grundlagen und historischen Wellen der Migration in Bayern von der Frühen Neuzeit bis ins 20. Jahrhundert ab.

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Migration

Dauerhafter Wohnortwechsel von Menschen, definiert als „räumliche Bewegung“ unabhängig von den Ursachen, mit weitreichenden Auswirkungen auf den Lebensverlauf.

2
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Genfer Flüchtlingskonvention (1951)

Das erste universell geltende Abkommen, das Flüchtlinge definiert („gut begründete Angst vor Verfolgung“) und Rechte wie Religions-, Bewegungs- und Arbeitsfreiheit festlegt.

3
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Non-Refoulement

Ein Kernprinzip der Genfer Flüchtlingskonvention, das verbietet, einen Flüchtling in ein Land zurückzuweisen, in dem ihm Verfolgung droht.

4
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Cuius regio, eius religio

Grundsatz des Augsburger Religionsfriedens von 1555, nach dem der jeweilige Landesherr über die Konfession seiner Untertanen entscheiden durfte.

5
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Peuplierung

Eine aktive Bevölkerungspolitik von Landesfürsten in der Frühen Neuzeit, die darauf abzielte, durch Zuwanderung den allgemeinen Wohlstand und die Staatseinnahmen zu erhöhen.

6
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Hugenotten

Französische Calvinisten, die nach der Aufhebung der religiösen Toleranz durch das Edikt von Fontainebleau (1685) aus Frankreich flohen.

7
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Edikt von Potsdam (1685)

Ein Edikt des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Preußen, das Hugenotten wirtschaftliche und religiöse Sonderrechte für die Ansiedlung bot.

8
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Neu-Erlangen

Eine 1686 südlich der Erlanger Altstadt gegründete Hugenottenstadt, die vom Markgrafen Christian Ernst finanziert wurde.

9
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Salzburger Exulanten

Etwa 20.00020.000 Protestanten, die 1731/321731/32 aufgrund eines Emigrationspatents des Erzbischofs Firmian aus dem Erzstift Salzburg vertrieben wurden.

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Verstädterung

Der seit ca. 18501850 verstärkt einsetzende Prozess der Binnenwanderung vom Land in die Städte infolge der Industrialisierung und Gewerbefreiheit.

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German Belt

Eine Region im Nordosten der USA (von Nebraska bis Ohio), in der sich deutsche und bayerische Auswanderer im 19.19. Jahrhundert konzentrierten.

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Hungerkrise 1846/47

Ein bedeutender Auslöser für den europaweiten Auswanderungsboom in die USA im 19.19. Jahrhundert.

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Nürnberger Gesetze (1935)

Nationalsozialistische Gesetze, die Jüdinnen und Juden zu Staatsbürgern minderen Rechts herabstauften und Mischehen als „Blutschande“ verboten.

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Arisierung

Der erzwungene Verkauf jüdischer Geschäfte und Unternehmen unter Wert an nicht-jüdische Käufer während der Zeit des Nationalsozialismus.

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Reichsfluchtsteuer

Eine bürokratische Schikane des NS-Staates, bei der Emigranten 2525 Prozent ihres Gesamtvermögens zahlen mussten.

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Kindertransporte (1938/39)

Rettungsaktion, durch die knapp 10.00010.000 jüdische Kinder aus dem Deutschen Reich nach Großbritannien gelangten und so den Holocaust überlebten.

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Gastarbeiter

Arbeitsmigranten, die zwischen 19551955 und 19731973 aufgrund von Anwerbeverträgen (z. B. mit Italien, der Türkei oder Jugoslawien) in die Bundesrepublik Deutschland kamen.

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Spätaussiedler

Nachfahren deutscher Minderheiten aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion (oft „Russlanddeutsche“ genannt), die ab 19931993 nach Deutschland kamen.

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Kontingentflüchtlinge

Flüchtlinge, die in festgelegter Anzahl im Rahmen humanitärer Hilfsaktionen nach Deutschland übersiedeln dürfen, ohne ein Asylverfahren zu durchlaufen.