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Diese Flashcards decken die wesentlichen Konzepte der Vorlesung Sozialpsychologie mit den Schwerpunkten Schule und Familie ab, einschließlich Forschungsmethoden, sozialer Kognition, Einstellungen, Attribution, Emotionen und Kommunikation.
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Sozialpsychologie
Wissenschaftlicher Erklärungsversuch, wie Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen von Personen durch die tatsächliche, implizite oder vorgestellte Anwesenheit anderer beeinflusst werden.
Intrapsychische Ebene
Ebene der sozialpsychologischen Forschung, die sich mit Prozessen innerhalb einer Einzelperson befasst.
Interpersonale Ebene
Ebene der sozialpsychologischen Forschung, die Interaktionen zwischen Individuen untersucht, beispielsweise im Kontext der Schule.
Intragruppen-Ebene
Untersuchung von Strukturen und Prozessen innerhalb einer Gruppe.
Intergruppen-Ebene
Untersuchung der Interaktionen zwischen verschiedenen Gruppen.
Feldtheorie
Integration historischer Perspektiven, nach der Verhalten eine Funktion von Umwelt und Person ist: Verhalten=f(Umwelt,Person).
Primacy effect
Phänomen des Ersteindrucks, bei dem vorgeformte Überzeugungen die Wahrnehmung maßgeblich beeinflussen.
Echtes Experiment
Forschungsansatz im Labor ohne Störfaktoren mit mindestens einer unabhängigen und einer abhängigen Variable.
Quasiexperiment
Forschungsmethode mit bewusster Zuordnung von Personen, bei der die Untersuchungsbedingung bereits vorliegt.
Interne Validität
Maßstab dafür, ob Veränderungen der unabhängigen Variable tatsächlich zu den Änderungen der abhängigen Variable führen.
Konstruktvalidität
Maßstab dafür, ob ein Experiment tatsächlich das theoretisch gewollte Konstrukt (z. B. Stress) misst.
Externe Validität
Frage nach der Übertragbarkeit von Befunden auf andere Situationen oder Populationen.
Reliabilität
Der Grad, an dem ein Maß frei von Messfehlern ist, gekennzeichnet durch die Wiederholbarkeit bei gleichem Ergebnis.
Triangulation
Verwendung mehrerer Methoden und Messinstrumente, um ein Thema umfassend zu erforschen.
Schemata
Faktenwissen und Vorstellungen darüber, wie etwas typischerweise ist; sie definieren Objekte oder Gruppen.
Kategorie
Eine Menge von Objekten mit derselben Charakteristik in Bezug auf Aussehen oder Zusammensetzung.
Stereotyp
Ein Schema, das sich auf eine bestimmte soziale Gruppe bezieht.
Heuristiken
Mentale Faustregeln zur Verkürzung der Meinungsbildung und Reduktion von Komplexität, die jedoch zu Fehlurteilen führen können.
Repräsentationsheuristik
Urteil nach der Ähnlichkeit zu einem Prototyp, was zum Gesetz der kleinen Zahl führen kann.
Heuristik der Anpassung an Anker
Orientierung an einem vorgegebenen Wert (Anker) bei einer Schätzung oder Urteilsbildung.
Kontrafaktisches Denken
Auch Heuristik der Simulation genannt; das Durchspielen von „Was wäre wenn“-Gedanken.
Basking in reflected glory
Form des Aufwärtsvergleichs zum Streben nach Selbstwerterhöhung, z. B. durch Identifikation mit Erfolg anderer (z. B. „Wir sind Weltmeister“).
Multikomponentenmodell der Einstellung
Modell, das Einstellungen in kognitive (Denken), affektive (Fühlen) und behaviorale (Handeln) Komponenten unterteilt.
Impliziter Assoziationstest (IAT)
Messinstrument, das Reaktionszeiten nutzt, um mentale Verbindungen zwischen Objekten zu erfassen; je schneller die Zuordnung, desto stärker die Verbindung.
Theorie der kognitiven Dissonanz
Aversiver emotionaler Zustand durch unvereinbare Kognitionen, der eine Motivation zur Dissonanzreduktion auslöst.
Elaboration-Likelihood-Model (ELM)
2-Prozess-Theorie der Informationsverarbeitung mit einer zentralen (systematischen) und einer peripheren (nicht systematischen) Route der Persuasion.
Kovaria1onstheorie
Theorie zur Ursachenzuschreibung (Attribution) basierend auf Konsensus-, Konsistenz- und Distinktheitsinformationen.
Fundamentaler Attributionsfehler
Die Neigung, das Verhalten anderer zu stark auf deren Person (Disposition) statt auf die Situation zu beziehen.
Selbstwertdienliche Verzerrung
Attributionseffekt, bei dem eigene Erfolge intern (Fähigkeit) und eigenes Versagen extern (Schwierigkeit) begründet werden.
Reaktionstriade der Emotionen
Unbewusste Reaktion bestehend aus physiologischer Erregung, motorischem Ausdruck und subjektivem Gefühl.
Zwei-Faktor-Theorie (Schachter-Singer)
Entstehung von Emotionen durch eine unspezifische körperliche Erregung, die durch Kognition differenziert und bewertet wird.
Frustra1ons-Aggressions-Hypothese
Annahme, dass die Blockierung zielgerichteter Aktivität die Wahrscheinlichkeit für aggressives Verhalten erhöht.
Axiome nach Watzlawick
Fünf Grundregeln der Kommunikation, darunter: „Man kann nicht nicht kommunizieren“.
Schulz von Thun (4-Seiten-Modell)
Modell einer Nachricht mit (Sach-)Inhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell.
Reaktanz
Bestreben zur Wiederherstellung der Freiheit nach einer wahrgenommenen Einschränkung.
Proxemik
Lehre vom räumlichen Abstand in der Kommunikation, unterteilt in Intim-, persönliche, Wahrnehmungs- und Ansprachedistanz.