Sozialpsychologie: Schule und Familie Lecture Notes

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Diese Flashcards decken die wesentlichen Konzepte der Vorlesung Sozialpsychologie mit den Schwerpunkten Schule und Familie ab, einschließlich Forschungsmethoden, sozialer Kognition, Einstellungen, Attribution, Emotionen und Kommunikation.

Last updated 1:57 PM on 7/8/26
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36 Terms

1
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Sozialpsychologie

Wissenschaftlicher Erklärungsversuch, wie Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen von Personen durch die tatsächliche, implizite oder vorgestellte Anwesenheit anderer beeinflusst werden.

2
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Intrapsychische Ebene

Ebene der sozialpsychologischen Forschung, die sich mit Prozessen innerhalb einer Einzelperson befasst.

3
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Interpersonale Ebene

Ebene der sozialpsychologischen Forschung, die Interaktionen zwischen Individuen untersucht, beispielsweise im Kontext der Schule.

4
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Intragruppen-Ebene

Untersuchung von Strukturen und Prozessen innerhalb einer Gruppe.

5
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Intergruppen-Ebene

Untersuchung der Interaktionen zwischen verschiedenen Gruppen.

6
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Feldtheorie

Integration historischer Perspektiven, nach der Verhalten eine Funktion von Umwelt und Person ist: Verhalten=f(Umwelt,Person)Verhalten = f(Umwelt, Person).

7
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Primacy effect

Phänomen des Ersteindrucks, bei dem vorgeformte Überzeugungen die Wahrnehmung maßgeblich beeinflussen.

8
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Echtes Experiment

Forschungsansatz im Labor ohne Störfaktoren mit mindestens einer unabhängigen und einer abhängigen Variable.

9
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Quasiexperiment

Forschungsmethode mit bewusster Zuordnung von Personen, bei der die Untersuchungsbedingung bereits vorliegt.

10
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Interne Validität

Maßstab dafür, ob Veränderungen der unabhängigen Variable tatsächlich zu den Änderungen der abhängigen Variable führen.

11
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Konstruktvalidität

Maßstab dafür, ob ein Experiment tatsächlich das theoretisch gewollte Konstrukt (z. B. Stress) misst.

12
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Externe Validität

Frage nach der Übertragbarkeit von Befunden auf andere Situationen oder Populationen.

13
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Reliabilität

Der Grad, an dem ein Maß frei von Messfehlern ist, gekennzeichnet durch die Wiederholbarkeit bei gleichem Ergebnis.

14
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Triangulation

Verwendung mehrerer Methoden und Messinstrumente, um ein Thema umfassend zu erforschen.

15
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Schemata

Faktenwissen und Vorstellungen darüber, wie etwas typischerweise ist; sie definieren Objekte oder Gruppen.

16
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Kategorie

Eine Menge von Objekten mit derselben Charakteristik in Bezug auf Aussehen oder Zusammensetzung.

17
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Stereotyp

Ein Schema, das sich auf eine bestimmte soziale Gruppe bezieht.

18
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Heuristiken

Mentale Faustregeln zur Verkürzung der Meinungsbildung und Reduktion von Komplexität, die jedoch zu Fehlurteilen führen können.

19
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Repräsentationsheuristik

Urteil nach der Ähnlichkeit zu einem Prototyp, was zum Gesetz der kleinen Zahl führen kann.

20
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Heuristik der Anpassung an Anker

Orientierung an einem vorgegebenen Wert (Anker) bei einer Schätzung oder Urteilsbildung.

21
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Kontrafaktisches Denken

Auch Heuristik der Simulation genannt; das Durchspielen von „Was wäre wenn“-Gedanken.

22
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Basking in reflected glory

Form des Aufwärtsvergleichs zum Streben nach Selbstwerterhöhung, z. B. durch Identifikation mit Erfolg anderer (z. B. „Wir sind Weltmeister“).

23
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Multikomponentenmodell der Einstellung

Modell, das Einstellungen in kognitive (Denken), affektive (Fühlen) und behaviorale (Handeln) Komponenten unterteilt.

24
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Impliziter Assoziationstest (IAT)

Messinstrument, das Reaktionszeiten nutzt, um mentale Verbindungen zwischen Objekten zu erfassen; je schneller die Zuordnung, desto stärker die Verbindung.

25
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Theorie der kognitiven Dissonanz

Aversiver emotionaler Zustand durch unvereinbare Kognitionen, der eine Motivation zur Dissonanzreduktion auslöst.

26
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Elaboration-Likelihood-Model (ELM)

2-Prozess-Theorie der Informationsverarbeitung mit einer zentralen (systematischen) und einer peripheren (nicht systematischen) Route der Persuasion.

27
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Kovaria1onstheorie

Theorie zur Ursachenzuschreibung (Attribution) basierend auf Konsensus-, Konsistenz- und Distinktheitsinformationen.

28
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Fundamentaler Attributionsfehler

Die Neigung, das Verhalten anderer zu stark auf deren Person (Disposition) statt auf die Situation zu beziehen.

29
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Selbstwertdienliche Verzerrung

Attributionseffekt, bei dem eigene Erfolge intern (Fähigkeit) und eigenes Versagen extern (Schwierigkeit) begründet werden.

30
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Reaktionstriade der Emotionen

Unbewusste Reaktion bestehend aus physiologischer Erregung, motorischem Ausdruck und subjektivem Gefühl.

31
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Zwei-Faktor-Theorie (Schachter-Singer)

Entstehung von Emotionen durch eine unspezifische körperliche Erregung, die durch Kognition differenziert und bewertet wird.

32
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Frustra1ons-Aggressions-Hypothese

Annahme, dass die Blockierung zielgerichteter Aktivität die Wahrscheinlichkeit für aggressives Verhalten erhöht.

33
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Axiome nach Watzlawick

Fünf Grundregeln der Kommunikation, darunter: „Man kann nicht nicht kommunizieren“.

34
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Schulz von Thun (4-Seiten-Modell)

Modell einer Nachricht mit (Sach-)Inhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung und Appell.

35
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Reaktanz

Bestreben zur Wiederherstellung der Freiheit nach einer wahrgenommenen Einschränkung.

36
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Proxemik

Lehre vom räumlichen Abstand in der Kommunikation, unterteilt in Intim-, persönliche, Wahrnehmungs- und Ansprachedistanz.