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Vokabel-Lernkarten basierend auf der Zusammenfassung Heterogenität von Nicole Bänziger, deckend Themen wie Milieutheorie, Kapitalformen, Inklusion, Begabung und Schulfunktionen.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced | Call with Kai | Chat |
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Milieu
gleiche Erfahrung verbindet Angehörige eines Milieu
stellt eine Verbindung (Konjunktion) dar → konjunktives Erfahrungswissen.
Man wird in Herkunftsmilieus hineingeboren und wächst später in neue hinein (Student)
Mehrdimensional: Verschiedene Ebenen (Herkunft, Gender, Beruf) überlagern sich und schaffen Individualität.
Mileus sind nicht statisch oder einheitlich, sondern dynamisch und vielfältig
z.B. Milieu PH
Konjunktiver Erfahrungsraum
Ein gemeinsamer Erfahrungsraum, durch den sich Menschen desselben Milieus oft unmittelbar verstehen, ohne vieles erklären zu müssen.
Praktiken
Typische Handlungsmuster innerhalb eines Milieus, die zeigen, wie Menschen sprechen, Konflikte lösen, lernen oder Bildung bewerten.
Handlungspraktisches Erfahrungswissen (Konjunktives Wissen)
Implizites Wissen, das durch Sozialisation entsteht und das alltägliche Verhalten steuert; es bildet die Grundlage des Habitus.
Kommunikatives Wissen
Explizites Wissen, das Regeln, Normen und theoretisches Wissen umfasst und gesellschaftliche Erwartungen widerspiegelt.
Habitus
Dauerhaft erworbene Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsmuster, die auf handlungspraktischem Erfahrungswissen basieren und das Verhalten meist unbewusst beeinflussen.
Der Habitus erklärt, weshalb Menschen häufig nach Gewohnheiten handeln und nicht ausschliesslich nach theoretischen Regeln.
ERFAHRUNG schafft DAUERHAFTE MUSTER, die uns UNBEWUSST steuern.
Erfahrungswissen → Dauerhafte Muster (Denken/Wahrnehmen/Handeln) → Unbewusste Gewohnheit statt Theorie.
Inkorporiertes Kulturkapital
Körpergebundenes Kapital, das persönlichen Lernaufwand und die Investition von Zeit erfordert (z. B. Studium oder Bildung).
Objektiviertes Kulturkapital
Materielle Träger von Kultur wie Bücher, Gemälde oder Musikinstrumente, deren Wert durch inkorporiertes Kapital erschlossen werden muss.
Kinder übernehmen dieses Kapital häufig von ihren Eltern.
Institutionalisiertes Kulturkapital
Offizielle Bildungszertifikate und akademische Titel (z. B. Matura, Lehrdiplom), die rechtsgültige gesellschaftliche Anerkennung und Tauschwert auf dem Arbeitsmarkt bieten.
Soziales Kapital
Soziale Netzwerke (Familie, Freunde, Vereine), die auf gegenseitiger Anerkennung basieren und Zugriff auf Ressourcen des Netzwerks ermöglichen.
Ökonomisches Kapital
Geld sowie materieller Besitz (Immobilien, Aktien), das leicht transformierbar ist und den Erwerb anderer Kapitalsorten erleichtert.
Diese ermöglichen beispielsweise Nachhilfe, Bücher oder Freizeitangebote.
Kulturelle Repräsentationen:
Menschen stellen ihre Zugehörigkeit nach aussen erkennbar zu einem Milieu/Gruppe durch Symbole dar, beispielsweise durch
- Begriffe, Äusserlichkeiten (Kleidung, Musik), Interessen
Diese Repräsentationen vereinfachen jedoch häufig die Wirklichkeit und können zu Stereotypen führen.
Zuschreibung
Der Prozess, bei dem menschliches Verhalten in Kategorien wie Geschlecht oder Leistung übersetzt und Personen zugewiesen wird.
Stereotypisierung
verfestigte, einseitige Klischeevorstellung einer ganzen Gruppe, die der Abgrenzung dient und den Blick auf individuelle Vielfalt verstellt.
Merksatz: Fest→Gruppe→Mauer→Brille
Fest: Verfestigtes Klischee
Gruppe: Betrifft eine ganze Gruppe
Mauer: Dient der Abgrenzung („Wir gegen die“)
Brille: Blendet den Einzelnen aus (Scheuklappen-Effekt)
Werden SuS aufgrund ihres Geschlechts stereotyp beurteilt, kann dies ihre Entwicklung und ihren Lernerfolg beeinflussen.
Mögliche Folgen:
geringeres Selbstvertrauen,
eingeschränkte Berufswahl,
unterschiedliche Leistungsbewertungen,
stereotype Erwartungen an Interessen und Fähigkeiten.
Sozialisation
Häufig unbewusster Prozess, durch den Menschen Werte, Normen und Handlungsmuster ihres Umfeldes übernehmen
≠ Erziehung
Meritokratisches System
Ein System, in dem die Verteilung von Gütern und Positionen nach individuell erbrachter Leistung erfolgt (Leistungsprinzip).
Kritik am meritokratischem System:
Die Illusion der kausalen Einlösung: Das Versprechen, dass Leistungsbereitschaft und Anstrengung verlässlich zu individuellem Erfolg führen, wird in der Realität nicht in einem kausalen Sinne eingelöst; das Konzept ist in sich brüchig und überwindet Ungerechtigkeiten nicht.
Unmöglichkeit kontextfreier Leistungsbestimmung: Leistung kann niemals komplett kontextfrei bestimmt und rein auf das Individuum zurückgeführt werden. Im Kern des Leistungsprinzips verschwimmt die Grenze zwischen objektiver Beschreibung (Deskription) und blosser Zuschreibung (Askription).
Ausblendung kollektiver und sozialer Bedingungen: Das System blendet aus, dass menschliche Arbeit und Ergebnisse immer das Produkt kooperativer, kollektiver Anstrengungen sind. Zudem wird ignoriert, welchen massiven Anteil die jeweilige soziale, materiale und kulturelle Lebenssituation (die familiäre Sozialisation) auf die Erbringung dieser Leistung hat.
Die „Begabungsideologie“ im deutschsprachigen Raum: Besonders in den mehrgliedrigen Schulsystemen in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird Leistung fälschlicherweise oft als Ausdruck natürlicher, biologisch-genetischer Begabungen konzipiert. Diese Ideologie behauptet, Begabung sei pädagogisch oder institutionell kaum beeinflussbar. Die Schule weist dem Individuum das Scheitern oder den Erfolg somit exklusiv selbst zu („Individualisierung von Schulerfolg/-misserfolg“) und entlastet sich selbst von der Verantwortung, adäquate pädagogische Angebote und eine Passung für alle Milieus herzustellen.
Leistung als Instrument der Selektion und Legitimation: Anstatt Lernprozesse zu unterstützen, wird Leistung im gegliederten System hierarchisch konzipiert, um SuS stetig miteinander zu vergleichen, sie in Schubladen zu sortieren (tracking) und gesellschaftliche Privilegien bzw. soziale Ungleichheit zu legitimieren.
Chancengerechtigkeit (Equality)
= Erkennen von Unterschieden und bieten von geeigneten Aufhol-/Kompensationsmöglichkeiten: "Wer sich anstrengt, begabt ist und gute Leistungen erbringt" soll mit Bildungserfolg belohnt werden
ABER: Schule ebenfalls an der Konstruktion von Unterschieden beteiligt!
Chancengleichheit (Equity)
= gleiche Startvoraussetzungen oder Ergebnisangleichung?
alle erhalten die gleichen Startvoraussetzungen --> aber brauchen alle das gleiche? (überholt)
alle haben die Möglichkeit, die gleichen Ziele zu erreichen: Unterschiede werden kompensiert? --> ist das möglich?
Begabungsideologie
fälschliche Auffassung, Leistung sei primär Ausdruck natürlicher, biologisch-genetischer Begabungen und entlastet Schulen von ihrer pädagogischen Verantwortung.
Intelligenz
Messbare Fähigkeit, Probleme zu lösen, logisch zu denken und sich an neue Situationen anzupassen.
Begabung
individuelles Potenzial einer Person, in bestimmten Bereichen überdurchschnittliche Leistungen zu entwickeln.
Begabung ≠ automatisch hohe Leistung
Exzellenz
Tatsächlich erbrachte Spitzenleistungen, die aus dem Zusammenwirken von Begabung, Motivation, Übung und Förderung entstehen.
Interpersonale Heterogenität
Unterschiede im Entwicklungsstand zwischen verschiedenen Kindern einer Klasse.
Intrapersonale Heterogenität
Unterschiede innerhalb einer Kindes
Entwicklungsprofil:
erfasst das Entwicklungsalter eines Kindes in verschiedenen kognitiven und nicht-kognitiven Entwicklungsbereichen. Dazu gehören nach den Modellen der Entwicklungspädiatrie (wie z. B. Jenni et al., 2011) typischerweise:
kognitive & akademische Bereiche: Sprache, Arbeitsgedächtnis, Lesen/Schreiben, logisches Denken, Rechnen, räumlich-figurale Vorstellung
Weitere Entwicklungsbereiche: Motorik, Sozialverhalten, Bindungsverhalten, Körpergrösse
Diskrepanz und Folgen Diskrepanz: (Entwicklungsprofil)
Diskrepanzen: Die Abweichungen zwischen der grössten Stärke und der grössten Schwäche betragen bei Kindern meist 2 bis 4 Jahre, in extremen Fällen sogar bis zu 10 Jahre.
Folgen dieser enormen Diskrepanz: asynchrones Profil (Entwicklung verläuft nicht gleich z.B. Motorik vs. kognitiv)
sieht im Kopf komplexe Ergebnisse, kanns sie aber feinmotorisch nicht umsetzen -> führt zu Fehlinterpretation der LP
Twice-exceptional (doppelt aussergewöhnlich)
Kinder, die in kognitiven Bereichen weit voraus sind, aber gleichzeitig Entwicklungsstörungen oder Lernschwächen aufweisen.
Nutzen und Bedeutung für die Schulpraxis (Leistungsprofil)
Verständnis schaffen: Wenn dem Kind, den Eltern und Lehrpersonen das Profil erklärt wird, versteht das Kind selbst, warum ihm manches kinderleicht fällt und anderes schwer.
Ressourcenorientierte Förderung: Stärken sollen weiter gefördert und Schwächen kompensiert werden.
Vorteil ADL Lerngruppen: In ADL Klassen kann ein Kind für intellektuelle Tätigkeiten (z. B. Schach) mit älteren Kindern zusammenarbeiten und für motorische Aktivitäten (z. B. Sport) mit Gleichaltrigen oder Jüngeren.
Akzeleration
Fördermassnahme durch Beschleunigung des Lernens, z. B. durch das Überspringen von Klassen.
Vorteile: Unterforderung wird vermieden + Potenzial wird ausgeschöpft
Nachteile: soziale Integration kann erschwert sein + emotionale Entwicklung verläuft nicht immer gleich schnell wie die kognitive Entwicklung.
Enrichment
Inhaltliche Erweiterung oder Vertiefung des Unterrichts durch zusätzliche Projekte oder anspruchsvollere Aufgaben.
Vorteil: SuS bleiben in ihrer Klasse und erhalten gleichzeitig anspruchsvollere Lernangebote.
Mentoring
Beim Mentoring begleitet eine erfahrene Person ein begabtes Kind/Jugendlichen individuell.
Die Mentor*in unterstützt beispielsweise bei
fachlichen Fragen
persönlichen Zielen
Motivation
Entwicklung besonderer Interessen.

Mehrebenenstruktur der Schule nach Fendt
Makroebene (Gesellschaft)
Die Gesellschaft legt die grundlegenden Rahmenbedingungen für Schule fest.
Beispiele:
Bildungsgesetze
Lehrpläne
Bildungsziele
gesellschaftliche Werte
Mesoebene (Schule)
Die einzelne Schule gestaltet den Unterricht innerhalb dieser Vorgaben.
Beispiele:
Schulprogramm
Schulklima
Zusammenarbeit im Kollegium
Schulleitung
Mikroebene (Unterricht)
Auf der Mikroebene findet der eigentliche Unterricht statt.
Hier wirken vor allem:
Lehrpersonen
SuS
Unterrichtsgestaltung
Klassenklima
➡ Merke: Entscheidungen auf jeder Ebene beeinflussen die anderen Ebenen.
Enkulturation (Gesellschaftliche Funktion Schule)
Einführung in die Kultur einer Gesellschaft (Kultur, Werte, Bildung)
Qualifikation (Gesellschaftliche Funktion Schule)
Vermittlung von Wissen und Fertigkeiten, die zur Ausübung konkreter Arbeit und zur beruflichen Lebensführung erforderlich sind.
Merke dir das Wort W-F-A-L:
Wissen
Fertigkeiten
Arbeit
Lebensführung
Szenario: Du musst für deine Wartungs-Firma Alle Leuchten reparieren.
Allokation (Gesellschaftliche Funktion Schule)
entscheidet über Bildungsabschluss, welche Schulform besucht wird und welche beruflichen Möglichkeiten offen stehen. aufgrund der Bewertung (Selektion) werden die Personen verteilt
Integration (Gesellschaftliche Funktion Schule)
Aufgabe der Schule, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zustimmung zum politischen System durch Vermittlung von Normen und Werten zu stärken.
eingliedern in Gesellschaft (als Teil der Gesellschaft verstehen und teilnehmen)
Individuelle Funktionen der Schule
Kulturelle Teilhabe und Identität: Autonomie der Person im Denken und Handeln stärken
Berufsfähigkeit: Wissen und Fähigkeiten erwerben, die «eine» selbstständige berufliche Lebensführung», Individuelles Leistungspotential
Lebensplanung: Möglichkeit, den beruflichen Aufstieg und berufliche Stellung durch eigene Lernanstrengungen und durch schulische Leistung in die Hand zu nehmen
Bildungswesen als Kontext der Planung der individuellen Bildungs- und Berufsbiographie und zentrales Instrument der Lebensplanung.
Soziale und politische Teilhabe: Die Schule befähigt die SuS, aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben teilzunehmen.
Dazu gehören:
demokratisches Handeln,
Mitbestimmung,
Verantwortungsübernahme,
respektvoller Umgang,
Engagement für die Gemeinschaft.
Ziel: SuS werden zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern, die Verantwortung für sich und die Gesellschaft übernehmen können.
Sozioökonomische Differenzen
beschreiben Unterschiede zwischen Menschen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen, sozialen und bildungsspezifischen Lebensbedingungen.
Diese Unterschiede beeinflussen die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen erheblich.
Absolute Armut
Zustand, in dem grundlegende Bedürfnisse wie Nahrung, Trinkwasser und medizinische Versorgung nicht gedeckt werden können.
Relative Armut
Finanzielle Mittel liegen deutlich unter dem gesellschaftlichen Durchschnitt, wodurch die soziale Teilhabe (z. B. Klassenlager) eingeschränkt ist.
Rational-Choice-Theorie
Erklärungsmodell, bei dem Eltern Bildungsentscheidungen auf Basis einer Kosten-Nutzen-Abwägung und Erfolgschancen treffen.
Familien mit geringeren finanziellen Ressourcen entscheiden sich deshalb häufiger für kürzere oder weniger riskante Bildungswege.
Bildungssprache
Die im Unterricht verwendete Sprache, die durch komplexere Strukturen und fachliche Präzision gekennzeichnet ist.
Eine gute Beherrschung der Bildungssprache ist Voraussetzung für erfolgreiches Lernen in nahezu allen Fächern.
Bedeutung: Kinder aus bildungsnahen Familien erwerben Bildungssprache häufig bereits zu Hause. Andere Kinder müssen sie vor allem in der Schule lernen. Deshalb ist die gezielte Förderung der Bildungssprache eine wichtige Aufgabe der Schule.
Einstellungen der Familie zur Schule
Die Einstellung der Familie gegenüber Schule beeinflusst das Lernen erheblich.
Positive Einstellungen führen häufig zu
höherer Lernmotivation,
grösserer Unterstützung,
besseren Leistungen.
Negative Erfahrungen oder geringe Bildungserwartungen können dagegen die schulische Entwicklung erschweren.
Sex
Das biologische Geschlecht einer Person, bestimmt durch Merkmale wie Chromosomen und Organe.
Sex Category
Das Geschlecht, das einer Person von anderen aufgrund äusserer Merkmale (Kleidung, Frisur) zugeschrieben wird.
Gender
soziale Geschlecht, umfasst gesellschaftliche Erwartungen, Rollen und Normen bezüglich Weiblichkeit und Männlichkeit.
Dramatisieren
- Geschlecht wird besonders betont.
- Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen werden hervorgehoben und als besonders wichtig dargestellt.
Beispiel: «Jungen sind besser in Mathematik.»
Entdramatisieren
- Geschlecht wird bewusst weniger wichtig gemacht.
- Gemeinsamkeiten werden stärker betont als Unterschiede.
Beispiel: Alle Kinder bearbeiten dieselben Aufgaben und werden unabhängig vom Geschlecht gleich behandelt.
Nicht-Dramatisieren
- spielt das Geschlecht im konkreten Unterricht keine Rolle.
- Lehrpersonen richten ihren Blick auf die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der einzelnen SuS.
- Das Geschlecht wird weder besonders hervorgehoben noch bewusst ausgeblendet – es ist einfach nicht entscheidend.
Migration
Dauerhafter oder längerfristiger Wechsel des Wohnortes über politische oder geografische Grenzen hinweg.
SuS mit Migrationserfahrung bringen unterschiedliche sprachliche, kulturelle und biografische Erfahrungen mit. Diese Vielfalt beeinflusst das Lernen und den Unterricht.
Fachsprache (Formen unterrichtlicher Benachteiligung)
Die spezifische Sprache eines Unterrichtsfaches mit eigenen Begriffen (z. B. Variable in Mathematik oder Photosynthese in Naturwissenschaften).
Bedeutung: Viele SuS verfügen im Alltag über gute Sprachkenntnisse, haben jedoch Schwierigkeiten mit der Fachsprache. Deshalb muss Fachsprache in allen Unterrichtsfächern gezielt aufgebaut und erklärt werden.
Verständnis von Unterrichtsfächern (Formen unterrichtlicher Benachteiligung)
SuS verstehen Unterrichtsfächer nicht automatisch gleich.
Das Verständnis wird beeinflusst durch
Sprache,
kulturelle Erfahrungen,
familiäres Wissen,
bisherige Lernerfahrungen und Unterrichtsgestaltung.
Bedeutung: Lehrpersonen sollten deshalb Vorwissen aktiv aufgreifen, Fachbegriffe erklären und unterschiedliche Zugänge zu einem Thema ermöglichen
Unterrichtliche Praktiken (Formen unterrichtlicher Benachteiligung)
konkreten Handlungen und Methoden, mit denen Lehrpersonen Unterricht gestalten.
beeinflussen, ob alle SuS erfolgreich am Unterricht teilnehmen können.
Dazu gehören beispielsweise:
Auswahl der Unterrichtsmethoden
Gestaltung von Lernaufgaben
sprachliche Unterstützung
Differenzierung
Zusammenarbeit in Gruppen
Feedback und Leistungsbeurteilung
Bedeutung: Unterrichtliche Praktiken sollten so gestaltet werden, dass sie die unterschiedlichen Voraussetzungen der SuS berücksichtigen und niemanden benachteiligen.
Familiäres Wissen und Schule (Formen unterrichtlicher Benachteiligung)
Kinder erwerben in ihren Familien unterschiedliches Wissen, Werte und Erfahrungen.
Dieses familiäre Wissen beeinflusst,
wie Kinder lernen,
welche Erwartungen sie an Schule haben,
wie sie Aufgaben bearbeiten und
wie sie Unterricht verstehen.
Die Schule sollte dieses Vorwissen anerkennen und an vorhandene Erfahrungen anknüpfen.
Bedeutung: Familiäres Wissen ist keine Schwäche oder Stärke an sich, sondern eine Ressource, die sich je nach schulischem Kontext unterschiedlich auswirken kann.