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1
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Was zeigen die Schulleistungsforschungen von Barkowski?

Das eine chancengerechte Versorgung von Migranten und Flüchtlingskinder notwendig ist

Wie soll das umgesetzt werden?

Mit gezielte Zweitsprachförderung und einer bilingualen Perspektive

2
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Was zeigen die Forschungen von Lütke 2021?

Hohe Anzahl an mehrsprachigen Kindern in Grundschulen

Bsp: Hamburg 35% Wien 45%

Kernaussage: Der Herkunftssprachenunterricht muss in die öffentliche Verwaltung übergehen

3
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Was zeigen die Forschungen von Mikrozensus 2021?

Hohe Diversität von Sprachgebrauch in Haushalten von Kindern unter 15 Jahren

Besonders dominierend: Arabisch 15% und Türkisch 12,5%

4
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Was ist die Kernaussage der drei Forschungen zusammen?

Die Zweitsprachförderung ist eine systematische Kernaufgabe jeder Schule

5
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Was versteht man unter der fachintegrierten Sprachbildung?

Richtet sich an alle Schüler mit geringer Literaturerfahrung

→ insbesondere in Vorschulphase

6
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Was versteht man unter Sprachförderung?

  • für Kinder vorgesehen die kürzlich zugewandert sind

  • Oder im privaten Umfeld wenig Kontakt zur deutschen Standardsprache haben

Diese Kinder verfügen über:

  • kleineren Wortschatz

  • Geringere Grammatikerkenntnisse

  • Geringe Lese und Schreibflüssigkeit

7
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Die Kriitik im UN-Bericht 2007

  • trotz Arbeitsmigration Integration von Kindern mit Migrationshintergrund unzureichend

  • Sprachprobleme als Schlüsselelement

→ da Zuweisung zu Schulformen nach Grundschule auf Basis der Deutschkenntnise erfolgt

8
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Was sind die drei Faktoren für den Bildungserfolg?

  1. Sozialökonomischer Status der Familie

→ bestimmt durch Bildungserfolg der Eltern, Beruf, Einkommen und Besitz von Tablets etc

→ niedriger SES führt zu sprachlich anregungsarmen Umgebungen

  1. Migrationshintergrund

→ Kinder sind fünfmal häufiger von bildungsbezogenen Risikolagen betroffen

  1. Bildungssprachliche Kompetenzen in der Landessprache

→ Kopplung zwischen sozialer Herkunft und Kompetenzbewerb in Deutschland im Vergleich international stark ausgeprägt

9
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Warum wird der Begriff Migrationshintergrund kritisiert?

  1. Unschärfe → kann zu Sigmatisierung führen, Begriff unscharf

  2. Othering → Durch Fremdzuschreibung werden Kinder als das Andere wahrgenommen → festigt bestehende Machtstrukturen

  3. Verantwortungsverschiebung → Migratuionshintergrund nicht verantwortlich für Leseleistung → sondern Bildungssystem

  4. Homogenitätsfalle → Begriff suggeriert das es eine homogene Gruppe gibt → die einheitlichen Förderbedarf benötigt

10
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Was sind Ansätze einer pluralen Schule?

  1. Differenzfreundlichkeit → Unterschiede in Sprache & Wissen als konstitutiv für Pluralistische Gesellschaft ansehen

  2. Zuschreibungsreflexion → Lehrkräfte müssen eigene Praxis und Mechanismen der Diskriminierung kritisch hinterfragen

→ Selbstbeobachtung durch Schule

11
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Was ist eine plurale Schule?

Bildungssystem welches auf Vielfalt, Toleranz und demokratischen Werten basiert

12
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Warum ist nicht jede Schule plural?

  1. Homogene Strukturen

Schülerschaften werden nach Herkunft, Leistung & Religion getrennt

  1. Defizit Blick

→ Viele betrachten Abwechingen von der „Norm“ (Migration etc.) als Defizit das behoben werden muss

  1. Einseitige Lehrpläne → Dominierung von traditionellen Sichtweisen auf die Welt

13
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Unter welchen Rahmenbedingungen stehen neu zugewanderte Kinder?

Einordnung in sogenannte Willkommensklasse

→ vulnerable Gruppe

→ Heterogenität (Unterschiedlich) hinsichtlich Alters (Spanne von Teils über 5 Jahren), Herkunftslands und Alphabetisierung

14
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Welche verschiedene Schulungsmodelle gibt es für DaZ Lernende (Deutsch als Zweitsprache)? → Wo wird das Kind unterrichtet?

  1. Paralleles Modell

  2. Teilintegratives Modell

  3. Intergratives Modell Mit additiver Begleitung

  4. Submersives Modell

15
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Was ist das parallele Schulmodell?

Unterricht in einer separaten Sprachklasse mit intensiven DaZ Unterricht (teils bis zum Abschluss)

16
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Was ist das teilintegratives Modell?

Sprachklasse kombiniert mit sukzessiver Teilnahme am Fachunterricht der Regelklasse

17
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Was ist das integrative Modell?

Sofortige Integration in die Regelklasse mit additiv Begleitender Sprachförderung

18
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Was ist das submersive Modell?

Unterricht in der Regelklasse ohne spezifische Unterstützung

19
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Kritik an der Beschulungsmodellen für DaZ Lernende

Risiko auf Segregation (räumliche Trennung von Peer des Mehrheitsgesellschaft)

→ Abgrenzung

20
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Was ist die additive (zusätzlich) Sprachförderung?

  • umfasst 10-12 Stunden pro Woche

  • Diagnosebasiert

  • Fokussiert auf Alphabetisierung, Wortschatz, Grammatik etc.

  • Kinder besuchen meist Regelklasse + additive Sprachförderung

Z.B wie beim integrativen Modell

21
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Was sind die Rollen der Deutschlehrkräfte?

  1. Erstellung von Förderplan

  2. Beratung von Fachkolleginnen bezüglich Scaffolding

  3. Begleitung der Lehrentwicklung

  4. Ansprechpartner für Eltern

  5. Anstoßen von Schulentwicklungsprozessen im Bereich Sprachbildung

22
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Was ist die Definition für den Begriff Migrationshintergrund?

Ein Migrationshintergrund liegt vor, wenn eine Person selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurden

23
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Die Chronik der Migrationsbewegungen

  1. 1950/60er Jahre: Abschluss von Abwerbeabkommen (Italien, Türkei, Griechenland) → Zuwanderung von Gastarbeiterinnen

  2. 1973: Anwerbestopp → Dauerhafte Ansiedlung von Familien → erste pädagogische Konzepte für „Ausländerkinder“

  3. 1980/90er Jahre: Mauerfall, Zerfall Sowjetunion → Zuzug von Spätaussiedlern & Geflüchteten → Gruppen brachten spezifische Deutschvarietäten aus Europa mit

  4. 2005: Zuwanderungsgesetz → Einführung staatlich geförderter Alphabetisierungskurse & Erleichterung der Einbürgerung

24
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Was versteht man unter Linguizismus?

Diskriminierung aufgrund der Sprache

→ Lehrkräfte schreiben Lernenden mit anderer L1 (Erstsprache)geringeres Potential zu

→ erzeugt Scham und psst-Effekt

25
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Die vier verschiedene Modelle wie Kinder ihre L2 (Zweitsprache) lernen → Wie wird Sprache vermittelt?

  1. Immersion

  2. Submersion

  3. Zwei-Wege-Immersion

  4. Transition

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Was ist Immersion?

  • Kinder lernen ihre Sprache indem sie vollständig von ihr umgeben sind

  • Zielsprache einzige Unterrichtssprache

  • Lehrkraft erklärt mit Mimik, Gestik und Bildern

  • Keine Übersetzung

27
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Was ist Submersion?

→ Kinder kommen in Regelklasse ohne ausreichende sprachliche Unterstützung

  • keine gezielte Sprachförderung

  • Müssen versuchen alleine klar zu kommen

= viele Kinder lernen schlechter & überfordert

28
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Was ist die Zwei-Wege Immersion?

  • Unterricht in zwei Sprachen

  • Sprachgruppen lernen gemeinsam

  • Praktiziert in Europa schulen

29
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Was ist Transition?

Kind wird nicht sofort auf Deutsch unterrichtet

→ zunächst in beiden Sprachen

→ mehr Fokus auf Deutsch über zeit bis ausschließlich Deutsch

Ziel: Übergang von L1 zu L2 soll leichter fallen

Aber: in Deutschland nicht praktiziert

30
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Was sind Maßnahmen/Methoden für die Sprachbildung?

  1. CLIL(Content and Language Integrated Learning)= integriertes Fremdsprachen und Sachlernen (bilingualer Fachunterricht)

  2. Translanguaging

  3. Interkomprehension

  4. Methodische Werkzeuge

  5. Scaffolding Elemente

  6. Billingualer Fachunterricht

  7. Fremdsprachenunterricht

  8. Erstsprachenunterricht

  9. Mehrsprachigkeit als Unterrichtsthema

31
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Was ist CLIL?

Content and Language integrated Learning

= integriertes Fremdsprachen und Sachlernen = billingualer Fachunterricht

32
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Was ist Translanguaging?

Bewusster Sprachwechsel (Code-Switching) als Methode

→ Nutzung von Murmelgruppen in der Herkunftssprache zur Klärung fachlicher Probleme

33
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Was ist Interkomprehrension?

Aktivierung vorhandenen Wissens aus allen Sprachen (z. B. Sprachvergleiche)

34
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Welche methodischen Werkeuge gibt es für die Sprachbildung?

  1. Zweisprachiges Team: Lehrkräfte agieren im Tandem.

  2. Zweisprachige Arbeitshefte und Wortspeicher (Visualisierung)

  3. Reflexionsphasen: Gemeinsames Nachdenken über sprachliche Hürden.

35
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Was sind Scaffolding Elemente?

Gezielte Vorwissensaktivierung und Visualisierung

→ Entlastung des Arbeitsgedächtnisses

36
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Was versteht man unter Mehrsprachigkeit?

In der Wissenschaft (Rösch 2011, Tracy 2009) gilt als mehrsprachig, wer zwei oder mehr Sprachen im Alltag verwendet

→ unabhängig von der perfekten Beherrschung

37
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was ist die innere Mehrsprachigkeit?

Verfügung über Varietäten innerhalb einer Sprache

(Dialekte, Soziolekte wie Kiezdeutsch, Fachsprache, Register)

38
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Was ist die äußere Mehrsprachigkeit?

Verfügung über mehrere Einzelsprachen

39
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Was ist die Autochthone Mehrsprachigkeit?

Regional tradierte Sprachen (z. B. Sorbisch, Dänisch, Friesisch, Romanes, Niederdeutsch)

40
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Was ist die allochthone Mehrsprachigkeit?

Migrationsbedingt entstandene Vielfalt (ca. 200

Sprachen in DE)

41
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Was sind didaktische Ziele der Mehrsprachigkeit?

  1. Wahrnehmung, Wertschätzung und Berücksichtigung derHerkunftssprache(n) (L1) im

Unterricht und im Schulalltag (identitätsbildende Rolle)

  1. Nutzung der L1 für das fachliche Lernen (Vorwissensaktivierung,Arbeitsorganisation)

  2. Entwicklung von Sprachbewusstheit, L1- und L2-Lernen verknüpfen

  3. Zweisprachige (koordinierte) Alphabetisierung (in darauf ausgerichteten Programmen)/Verzahnung mit Herkunftssprachenunterricht

  4. Ausbau von L1 im unterricht und schulalltag Erweiterund registerkompetenzen

  5. Emotionale und funktionale beziehung der eigenen sprachen bewusst machen

42
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Was sind die Ziele des Erstsprachenunterrichts?

1. Förderung der individuellen Mehrsprachigkeit

2. Ausbau des familiären und (früh-)kindlichen Spracherwerbs

3. Alphabetisierung und Entwicklung der Schriftsprache

4. Einführung in die Bildungssprache

5. Entwicklung von Sprachbewusstheit und Sprachlernkompetenz

6. Unterstützung bei der Identitätsfindung

7. Förderung interkultureller Handlungsfähigkeit

43
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Was ist monolingualer Habitus?

Die Annahme Einsprachigkeit in einem Staat/ Individuum sein normal

44
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Wie sollte eine sprachsensible Lehrkraft sein?

  1. Wertschätzung gegenüber der L1

→ nutzt diese zur Wissenaktivierung

  1. Erkennt Mehrsprachigkeit als Identitätsfaktor

  2. Unterstützt den Ausbau von registerkompetenz (Verknüpfung von Alltagssprache und Fachsprache) → in allen Sprachen der Lernenden

45
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Was ist ein gesteuerter Spracherwerb?

  • erfolgt gezielt

  • Im Unterricht oder Sprachkurs

  • Lehrkräfte steuern den Prozess

  • Fokus auf Grammatik

  • Fehler werden korrigiert

  • Lernen oft systematisch

46
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Was ist der umgesteuerte Spracherwerb

  • natürlich und unbewusst

  • Im Alltag und Umfeld

  • Lernende erwerben Sprache durch Kommunikation

  • Fokus auf Verständigung

  • Fehler sind Teil des natürlichen Prozesses

  • Lernen situationsbezogen

47
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Welche lernexterne Faktoren gibt es?

  1. Deutsches Bildungssystem sowie das Bildungssystem des Herkunftslandes

  2. Sprachprestige der Erstsprache (L1) und der Zweitsprache (L2) in der Mehrheitsgesellschaft

  3. Input und Interaktion (Qualität und Quantität des Sprachangebots in L1 und L2). viel interaktion= Lernerfolg.

■ Eltern Kind interaktion: Anpassung von Sprache, ermutigung, Zone der nächsten entwicklung erkennen

  1. Migration und der sozioökonomische Status der Familie

  2. Literale Sozialisation innerhalb der familiären Umgebung

48
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Lerninterne Faktoren

  1. Alter bei Erwerbsbeginn der Zweitsprache.implizites vs explizites lernen

  2. Persönlichkeit (inklusive Einstellungen und psychosozialer Dimensionen)

  3. Motivation instrumentell versus integrativ, intrinsisch vs. extrinsisch

➢ beeinflussen Lernprozess, Lehrkraft muss auf Motivationslage reagieren

Einstellungen: ergeben sich aus sozialem kontext zb. Sprachprestige

  1. Sprachliche Kompetenzen und das bereits vorhandene Sprachenrepertoire.

  2. Fachliche Kompetenzen (Vorwissen in Sachfächern).

  3. Lernstrategien

49
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Was sind lernstrategien?

Lernstrategie als ein „Plan (mentalen) Handelns, um ein Lernziel zu erreichen“ definiert.

Damit Lernende diese Strategien gezielt einsetzen können, muss das Lernziel transparent

sein. Dies erfordert eine bewusste „Wenn... dann...

“-Formulierung

50
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Direkte Lernstrategien

  1. Cognitive

  2. Memory

  3. Compensation

51
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Cognitive lern Strategien

Unbekannte Begriffe nachschlagen, Lese- und

Schreibstrategien anwenden

52
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Memory lern Strategie

Bilder und Begriffe visuell oder mental miteinander

verbinden

53
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Compensation Lernstrategien

Wortneuschöpfungen, Nachfragen bei Unklarheiten

54
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Indirekte Lernstrategien

  1. metacognitiv

  2. Affektive

  3. Social

55
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Metacognitive

Lernziele setzen, Übungsmöglichkeiten suchen, sich

selbst evaluieren

56
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Affektive

Selbstermutigung, Angst aktiv begegnen, belohnungssysteme

57
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Sociale Lernstrategien

Lernpartner suchen, andere nach Korrektur fragen

58
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Was ist die lernersprache?

die „Sprachvarietät, die Lernende in einem bestimmten Stadium ihres Sprachlernprozesses entwickeln“.

Sie ist kein defizitäres System voller Fehler, sondern eine eigenständig und kreativ entwickelte sprachliche Struktur.

59
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Kernmerkmale der Lernsprache

1. Systematisch: Lernersprachen folgen trotz Abweichungen von der Zielsprache Festen internen Regeln und Erwerbssequenzen

2. Dynamisch: Die Sprache entwickelt sich ständig weiter. Der Erwerb verläuft oft

U-förmig, was bedeutet, dass scheinbare Rückschritte (z. B. durch Übergeneralisierungen) tatsächlich Fortschritte in der Regelanalyse anzeigen.

3. Individuell: Geschwindigkeit und Endzustand des Erwerbs variieren stark zwischen den Lernenden

60
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Der U-formige Erwerbsverlauf (Beispiel: unregelmäßige Verben)

Phase 1: Imitation: Formen werden unanalysiert als Ganzes (Chunks) übernommen

(z. B. spielte, wollte, rannte, gekommen). Die Sprache wirkt hier korrekt, ist aber Noch nicht regelbasiert

Phase 2: Reanalyse / Regelübertragung: Der Lernende erkennt eine Regel (z. B. das Suffix -te für Präteritum oder ge-t für Partizip) und überträgt diese übergreifend. Es entstehen Übergeneralisierungen (z. B. willte, rennte, gekommt).

Diese Phase ist ein Beleg für eine aktive kognitive Auseinandersetzung mit dem Sprachsystem

Phase 3: Abgeschlossener Erwerb: Der Analysevorgang ist beendet. Der Lernende differenziert korrekt zwischen regelmäßigen und unregelmäßigen Formen

(spielte vs. wollte).

61
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lernsprachliche Strategie überdehnung

Zu allem wau wau sagen was vier Beine hat

62
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Borrowing als lernsprachliche Strategie

Borgen eines fremdsprachigen/ herkunftssprachigen Wortes

63
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Übergeneralisierung als lernsprachiger Strategie

Anwendung schwacher flexionsregeln (willte,helf)

64
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Lexikalische Strategie

Dings also das

Ausweichen und vermeiden

Kompensationen durch Platzhalter

65
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Kreative Wortschöpfung Lernsprachliche Strategie

Verletzkoffer

Erweiterungsstrategie: Lückenschluss durch Kombination bekannter Lexeme

66
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Kommunikationsstrategie

Ich weiß nicht wie das heißt

Erweiterungsstrategie: interaktives Signal zur Befragung einer Autorität

67
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Was ist Deklination

Das Kind zeigt Instabilitäten im Kausus (Dativfehler: in ein Garten statt in einem) und im Genus (der Pferd, zum Kuh)

68
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was ist die Syntax

Der Erwerb von satzmodellen

69
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Was ist die Stufe 1 von Syntax

Bildung von einem Hauptsatz (Subjekt & Verb)

Zb: Das Pferd trägt einen Sattel

70
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71
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Stufe 2 Syntax

Verbinden von 2 Hauptsätzen mit und : das Pferd trägt einen Sattel und steht im stall

72
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Stufe 3 Syntax

Verbklammer: Verb wird geteilt

hat er sein Bein gebrochen

73
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Stufe 4 Syntax

Nebensatz, Verbendstellung: das Pferd geht in den Stall, weil es Hunger hatte.

74
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Stufe 5 Syntax

Inversion/ Verbzweitstellung

Plötzlich wieherte das Pferd

→ Verb bleibt an zweiter Stelle obwohl anderes Wort dazu kommt

75
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Was versteht grießhaber unter Interlingualer Transfer?

Übertragung von Strukturen der einen Sprache auf die andere L1 auf L2

76
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Was ist der lexikanische Transfer?

Übertragung von Wortbedeutungen

Z.b übertragen englisch where zu wer

→ weil sie beide ähnlich klingen

77
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Was ist der grammatische Transfer ?

Übertragung von Konstruktionsprinzipien

Bsp: ihr freundins Hand

Türkischen wird Besitz doppelt

→ Verwendung von Grammatik der L1

78
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Wie sollte mit Fehlern in der Didaktik umgegangen werden?

  1. Schaffung einer sprachfreundlichen Atmosphäre

  2. Fehler als Fenster in der Spracherwerb begreifen

  3. Ressourcenorientiertes Korrigieren: Fokus auf einzelaspekte, Hervorhebung von Stärken

79
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Was ist die Alltagssprache

  • situationsgebunden

  • Im hier und jetzt

  • Kommunikation im Alltag

  • Persönlich

  • Fehlertolerant

Situationen sind vertraut

80
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Was ist die bildungssprache?

  • Sprache der Schule oder des Unterrichts

  • Brücke zur Fachsprache

  • Erfordert Loslösung von unmittelbaren Situation

  • Nicht fehlertolerant

  • Unpersönlich

  • Abstrakt

  • Situationen sind nicht vertraut

81
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Was ist die Fachsprache?

komplexe syntaktische Strukturen einer Fachdisziplin

  • richtet sich an Fachleute

  • Funktionelle Eigenschaften : Deutlichkeit, Verständnis

  • Reduzierte Form: Formeln

82
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Warum gibt es Probleme in weniger sprachlichen Fächern wie Mathe?

  • Bekannte Wörter haben andere Bedeutungen

  • Variation an bildungssprachlichen Ausdrücken, grundrechenarten verbalisieren (vermehren etc.

83
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Beispiele für einen Ablauf im naturwissenschaftlichen Unterricht

  1. Handlungsbegleitendes sprechen: mündliche Kommunikation während der Partnerarbeit

  2. Handlungsberichtendes Sprechen: mündliches Berichten im Plenum (Ergebnisse)

  3. Handlungsbeschreibendes Sprechen: erstellen eines Protokolls

  4. Fachtext: Lesen eines Fachtextes mit notwendigen Elementen der Bildungs und Fachsprache

84
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Ebene für die Sprachverwendung nach Leisen

Schüler müssen den Übergang von der situationsgebundenen Sprache zu situationsentbundenen Sprache vollziehen

→ entspricht den Weg zur konzeptionellen Schriftlichkeit

85
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Was ist die konzeptionelle mündlichkeit?

  • kurze Sätze

  • Aktiv

  • Geringe Informationsdichte

  • Kontextabhängig

  • Deiktische Elemente (da,dort)

Kontextbebunden, subjektiv

86
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Konzeptionelle schriftlichkeit

  • lange und komplexe Sätze

  • Passiv

  • Fachwortschatz

  • Hohe informationsdichte

  • Präzise Formulierungen

Dekontextualisiert, entpersonalisiert

87
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Was ist das Scaffolding?

Stellt ein Gerüst bereit um lernende in ihrer Zone der nächsten Entwicklung zu unterstützen

88
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Das Makro scaffolding

  • auf der Ebene der unterrichtsplanung

Sprachsensible Unterrichtsplanung

  1. bedarfsanalyse: Welche sprachlichen Mittel fordert die Aufgabe?

  2. Lernstandsanalyse: Wo stehen die Lernenden sprachlich?

  3. Sequenzierung & Materialauswahl: Strukturierung des Unterrichts so das sprachliche Hürden abgebaut werden

89
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Das Mikro Scaffolding

In der unmittelbaren Unterrichtsinteraktion

  1. Modellierung: Lehrkraft gibt sprachliche Vorbilder

  2. Recasting: Lehrkraft greift fehlerhafte Äußerungen auf

→ gibt in korrekter bildungssprachliche Form zurück

→ ohne Kommunikationsfluss zu unterbrechen

  1. sprachliche Begleitung von Handlungen: Unterstützung des Übergangs von der Alltagssprache zur Fachsprache

  2. Aktives Zuhören, paraverbale Elemente

90
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der Planungsrahmen für sprachsensiblen Fachunterricht

  1. Klärung der sprachlichen Herausforderungen

  2. Entscheidungen über die fachlichen und sprachlichen Ziele

  3. Bewusste Entscheidung der Lehrkraft über Diskursfunktion

91
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Was sind Diskursfunktionen?

fachübergreifende Text und Gesprächsformen die an Denkstrukturen und die Verfügbarkeit sprachlicher Mittel geknüpft sind

92
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Die acht zentralen Makrofunktionen

  1. Aushandeln von Bedeutungen

  2. Erfassen

  3. Beschreiben

  4. Berichten

  5. Erklären

  6. Argumentieren

  7. Beurteilen

  8. Simulieren

93
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die 4 didaktischen Prinzipien der sprachsensiblen Unterrichtsplanung

  1. Bildungssprachliches Sprachbad

  2. Wechsel der Darstellungsformen

  3. Kalkulierte sprachliche und kognitive Herausforderung

  4. Drei didaktische Ansätze im Umgang mit Herausforderungen

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Was ist das Bildungssprachliche Sprachbad?

Bildungssprache wird durch Bewältigung von Sprachhandlungen in Standartsituationen gelernt

→ Moderation der Lehrkraft sollte erweiternd und ermutigend sein

95
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Was ist der Wechsel der Darstellungsformen?

  • Lernende bewegen sich zwischen verschiedenen Abstraktionsebenen

  1. Gegenständlich (Handlung, Experiment) → nonverbale Sprache

  2. Bildlich (Zeichnung) → Bildsprache

  3. Sprachlich (Text) → Verbalsprache (Alltags bis Fachsprache)

  4. Symbolisch (Formel) → Symbol/Fachsprache

96
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Was sagt die kalkulierte sprachliche und kognitive Herausforderung aus

Anforderungen müssen knapp über dem individuellen Sprachvermögen liegen

→ ohne über oder unter fördern

97
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Die drei didaktischen Ansätze im Umgang mit Herausforderungen

  1. Defensiv: sprachvereinfachung ohne fachliche Verluste

  2. Offensiv: Unterstützung durch gezielte Sprachhilfe

  3. Stärkend: langfristiger Ausbau der Sprachkompetenz durch wortschatzerweiterung