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Umfassende Vokabelsammlung der elektrotechnischen Grundlagen, Motorentechnik, SPS, Messverfahren und Schutzmaßnahmen basierend auf dem Vorlesungsskript.
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Elektrischer Strom
Die Bewegung elektrischer Ladungen in einem geschlossenen Stromkreis; gemessen in Ampere.
Elektrische Spannung
Der elektrische Antrieb für den Strom, basierend auf einem Potenzialunterschied; gemessen in Volt.
Elektrischer Widerstand
Begrenzt den Strom und hängt von Material, Länge, Querschnitt und Temperatur ab; gemessen in Ohm.
Ohmsches Gesetz
U=R×I (die Spannung ist gleich dem Widerstand mal dem Strom).
Elektrische Leistung
P=U×I (das Produkt aus Spannung und Strom; gemessen in Watt).
Elektrische Arbeit
W=P×t (Leistung mal Zeit; oft angegeben in kWh).
Wirkungsgrad
η=PzuPab (das Verhältnis von abgegebener zu zugeführter Leistung).
Reihenschaltung
Eine Schaltung, in der der Strom überall gleich ist und sich die Einzelwiderstände zum Gesamtwiderstand addieren.
Parallelschaltung
Eine Schaltung, in der die Spannung an allen Zweigen gleich ist und die Einzelströme sich aufteilen.
An einem Knoten ist die Summe der zufließenden Ströme gleich der Summe der abfließenden Ströme.
In einer Masche ist die Summe aller Spannungen null.
Wechselspannung
Eine Spannung, die regelmäßig ihre Richtung und Größe ändert (z. B. sinusförmig mit 50Hz).
Gleichspannung
Besitzt eine feste Polarität, wodurch der Strom immer in dieselbe Richtung fließt (z. B. bei einer Batterie).
Frequenz
Gibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde an; gemessen in Hertz (Hz).
Periodendauer
Die Zeit, die für eine vollständige Schwingung benötigt wird (f=T1).
Effektivwert
Der Wert einer Wechselspannung, der die gleiche Wärmewirkung wie eine entsprechende Gleichspannung hat.
Drehstrom
Besteht aus drei Wechselspannungen, die um 120 Grad gegeneinander verschoben sind.
Sternschaltung
Jede Wicklung erhält bei 400V Leiterspannung ca. 230V; es gibt einen gemeinsamen Sternpunkt.
Dreieckschaltung
Die Leiterspannung (400V) liegt direkt an jeder Wicklung an; es gibt keinen Sternpunkt.
Elektromagnetismus
Eine stromdurchflossene Spule erzeugt ein Magnetfeld.
Induktion
Ein sich veränderndes Magnetfeld erzeugt eine elektrische Spannung.
Selbstinduktion
Eine Stromänderung innerhalb einer Spule erzeugt eine Gegenspannung.
Induktiver Blindwiderstand
XL=2×π×f×L (der Widerstand wird bei höherer Frequenz größer).
Kondensator
Ein Bauelement aus zwei Platten und einem Isolierstoff (Dielektrikum), das elektrische Ladung und Energie in einem Feld speichert.
Kapazität
Gibt an, wie viel Ladung ein Kondensator speichern kann; gemessen in Farad.
Kapazitiver Blindwiderstand
XC=2×π×f×C1 (der Widerstand wird bei höherer Frequenz kleiner).
Phasenverschiebung
An einer Spule eilt der Strom der Spannung nach; an einem Kondensator eilt der Strom der Spannung vor.
Elektrolytkondensator
Ein Kondensator mit hoher Kapazität, der polungsabhängig angeschlossen werden muss.
Wirkleistung
Die Leistung, die tatsächlich in Arbeit, Licht oder Wärme umgesetzt wird; gemessen in Watt.
Blindleistung
Pendelt zwischen Netz und Verbraucher ohne Nutzarbeit zu leisten; gemessen in var.
Scheinleistung
S=U×I (das Produkt aus Strom und Spannung; gemessen in VA).
Leistungsfaktor (cos phi)
Das Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung.
Transformator
Verändert Wechselspannung durch elektromagnetische Induktion zwischen Primär- und Sekundärwicklung.
Übersetzungsverhältnis
Das Verhältnis der Spannungen entspricht dem Verhältnis der Windungszahlen: U2U1=N2N1.
Spartransformator
Besitzt nur eine Wicklung und bietet keine galvanische Trennung.
Generator
Wandelt mechanische Energie durch Induktion in elektrische Energie um.
Motor
Wandelt elektrische Energie in mechanische Energie um.
Diode
Ein Halbleiterbauelement, das Strom hauptsächlich nur in eine Richtung fließen lässt.
Z-Diode
Wird in Sperrrichtung betrieben und dient zur Spannungsstabilisierung.
Transistor
Kann als Verstärker oder als elektronischer Schalter agieren, gesteuert durch einen kleinen Strom.
Thyristor
Wird durch einen Gate-Impuls eingeschaltet und bleibt leitend, bis der Strom unter einen Mindestwert sinkt.
Relais
Schaltet mithilfe einer Magnetspule elektrische Kontakte und ermöglicht galvanische Trennung.
Freilaufdiode
Schützt Schaltungen vor Spannungsspitzen beim Ausschalten einer Gleichstromspule.
Schlupf
Der Drehzahlunterschied zwischen dem schnelleren Drehfeld und dem langsameren Rotor beim Asynchronmotor.
Motorschutzschalter
Schützt thermisch vor Überlast und magnetisch vor Kurzschluss.
Schütz
Ein elektromagnetischer Schalter mit Hauptkontakten (Last) und Hilfskontakten (Steuerung).
Selbsthaltung
Eine Schaltung, bei der ein Hilfskontakt des Schützes den Starttaster überbrückt und das Schütz eingeschaltet hält.
Frequenzumrichter
Regelt die Motordrehzahl durch Veränderung von Frequenz und Spannung.
SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung)
Ein System, das Eingänge liest, ein Programm zyklisch abarbeitet und Ausgänge schaltet.
Induktiver Sensor
Erkennt metallische Gegenstände berührungslos mithilfe eines Magnetfeldes.
Isolationsmessung
Prüft den Widerstand der Isolation zwischen aktiven Leitern und PE im spannungsfreien Zustand (gemessen in MΩ).
FI-Schutzschalter (RCD)
Vergleicht Hin- und Rückstrom und schaltet bei Differenzen (z. B. 30mA) zur Sicherheit ab.
Fünf Sicherheitsregeln
TN-S-System
Ein Netzsystem, in dem Schutzleiter (PE) und Neutralleiter (N) vollständig getrennt geführt werden.
Schutzklasse II
Geräte mit doppelter oder verstärkter Isolierung ohne Schutzleiteranschluss (Symbol: Doppelquadrat).
SELV (Security Extra Low Voltage)
Schutzkleinspannung mit sicherer Trennung vom Netz und ohne Erdung der aktiven Teile.