Elektrotechnische Grundlagen und Praxis

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Umfassende Vokabelsammlung der elektrotechnischen Grundlagen, Motorentechnik, SPS, Messverfahren und Schutzmaßnahmen basierend auf dem Vorlesungsskript.

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56 Terms

1
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Elektrischer Strom

Die Bewegung elektrischer Ladungen in einem geschlossenen Stromkreis; gemessen in Ampere.

2
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Elektrische Spannung

Der elektrische Antrieb für den Strom, basierend auf einem Potenzialunterschied; gemessen in Volt.

3
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Elektrischer Widerstand

Begrenzt den Strom und hängt von Material, Länge, Querschnitt und Temperatur ab; gemessen in Ohm.

4
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Ohmsches Gesetz

U=R×IU = R \times I (die Spannung ist gleich dem Widerstand mal dem Strom).

5
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Elektrische Leistung

P=U×IP = U \times I (das Produkt aus Spannung und Strom; gemessen in Watt).

6
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Elektrische Arbeit

W=P×tW = P \times t (Leistung mal Zeit; oft angegeben in kWh).

7
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Wirkungsgrad

η=PabPzu\eta = \frac{P_{ab}}{P_{zu}} (das Verhältnis von abgegebener zu zugeführter Leistung).

8
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Reihenschaltung

Eine Schaltung, in der der Strom überall gleich ist und sich die Einzelwiderstände zum Gesamtwiderstand addieren.

9
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Parallelschaltung

Eine Schaltung, in der die Spannung an allen Zweigen gleich ist und die Einzelströme sich aufteilen.

10
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  1. Kirchhoffsche Regel (Knotenregel)

An einem Knoten ist die Summe der zufließenden Ströme gleich der Summe der abfließenden Ströme.

11
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  1. Kirchhoffsche Regel (Maschenregel)

In einer Masche ist die Summe aller Spannungen null.

12
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Wechselspannung

Eine Spannung, die regelmäßig ihre Richtung und Größe ändert (z. B. sinusförmig mit 50Hz50\,Hz).

13
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Gleichspannung

Besitzt eine feste Polarität, wodurch der Strom immer in dieselbe Richtung fließt (z. B. bei einer Batterie).

14
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Frequenz

Gibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde an; gemessen in Hertz (HzHz).

15
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Periodendauer

Die Zeit, die für eine vollständige Schwingung benötigt wird (f=1Tf = \frac{1}{T}).

16
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Effektivwert

Der Wert einer Wechselspannung, der die gleiche Wärmewirkung wie eine entsprechende Gleichspannung hat.

17
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Drehstrom

Besteht aus drei Wechselspannungen, die um 120120 Grad gegeneinander verschoben sind.

18
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Sternschaltung

Jede Wicklung erhält bei 400V400\,V Leiterspannung ca. 230V230\,V; es gibt einen gemeinsamen Sternpunkt.

19
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Dreieckschaltung

Die Leiterspannung (400V400\,V) liegt direkt an jeder Wicklung an; es gibt keinen Sternpunkt.

20
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Elektromagnetismus

Eine stromdurchflossene Spule erzeugt ein Magnetfeld.

21
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Induktion

Ein sich veränderndes Magnetfeld erzeugt eine elektrische Spannung.

22
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Selbstinduktion

Eine Stromänderung innerhalb einer Spule erzeugt eine Gegenspannung.

23
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Induktiver Blindwiderstand

XL=2×π×f×LX_L = 2 \times \pi \times f \times L (der Widerstand wird bei höherer Frequenz größer).

24
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Kondensator

Ein Bauelement aus zwei Platten und einem Isolierstoff (Dielektrikum), das elektrische Ladung und Energie in einem Feld speichert.

25
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Kapazität

Gibt an, wie viel Ladung ein Kondensator speichern kann; gemessen in Farad.

26
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Kapazitiver Blindwiderstand

XC=12×π×f×CX_C = \frac{1}{2 \times \pi \times f \times C} (der Widerstand wird bei höherer Frequenz kleiner).

27
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Phasenverschiebung

An einer Spule eilt der Strom der Spannung nach; an einem Kondensator eilt der Strom der Spannung vor.

28
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Elektrolytkondensator

Ein Kondensator mit hoher Kapazität, der polungsabhängig angeschlossen werden muss.

29
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Wirkleistung

Die Leistung, die tatsächlich in Arbeit, Licht oder Wärme umgesetzt wird; gemessen in Watt.

30
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Blindleistung

Pendelt zwischen Netz und Verbraucher ohne Nutzarbeit zu leisten; gemessen in var.

31
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Scheinleistung

S=U×IS = U \times I (das Produkt aus Strom und Spannung; gemessen in VA).

32
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Leistungsfaktor (cos phi)

Das Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung.

33
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Transformator

Verändert Wechselspannung durch elektromagnetische Induktion zwischen Primär- und Sekundärwicklung.

34
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Übersetzungsverhältnis

Das Verhältnis der Spannungen entspricht dem Verhältnis der Windungszahlen: U1U2=N1N2\frac{U_1}{U_2} = \frac{N_1}{N_2}.

35
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Spartransformator

Besitzt nur eine Wicklung und bietet keine galvanische Trennung.

36
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Generator

Wandelt mechanische Energie durch Induktion in elektrische Energie um.

37
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Motor

Wandelt elektrische Energie in mechanische Energie um.

38
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Diode

Ein Halbleiterbauelement, das Strom hauptsächlich nur in eine Richtung fließen lässt.

39
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Z-Diode

Wird in Sperrrichtung betrieben und dient zur Spannungsstabilisierung.

40
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Transistor

Kann als Verstärker oder als elektronischer Schalter agieren, gesteuert durch einen kleinen Strom.

41
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Thyristor

Wird durch einen Gate-Impuls eingeschaltet und bleibt leitend, bis der Strom unter einen Mindestwert sinkt.

42
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Relais

Schaltet mithilfe einer Magnetspule elektrische Kontakte und ermöglicht galvanische Trennung.

43
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Freilaufdiode

Schützt Schaltungen vor Spannungsspitzen beim Ausschalten einer Gleichstromspule.

44
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Schlupf

Der Drehzahlunterschied zwischen dem schnelleren Drehfeld und dem langsameren Rotor beim Asynchronmotor.

45
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Motorschutzschalter

Schützt thermisch vor Überlast und magnetisch vor Kurzschluss.

46
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Schütz

Ein elektromagnetischer Schalter mit Hauptkontakten (Last) und Hilfskontakten (Steuerung).

47
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Selbsthaltung

Eine Schaltung, bei der ein Hilfskontakt des Schützes den Starttaster überbrückt und das Schütz eingeschaltet hält.

48
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Frequenzumrichter

Regelt die Motordrehzahl durch Veränderung von Frequenz und Spannung.

49
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SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung)

Ein System, das Eingänge liest, ein Programm zyklisch abarbeitet und Ausgänge schaltet.

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Induktiver Sensor

Erkennt metallische Gegenstände berührungslos mithilfe eines Magnetfeldes.

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Isolationsmessung

Prüft den Widerstand der Isolation zwischen aktiven Leitern und PE im spannungsfreien Zustand (gemessen in MΩM\Omega).

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FI-Schutzschalter (RCD)

Vergleicht Hin- und Rückstrom und schaltet bei Differenzen (z. B. 30mA30\,mA) zur Sicherheit ab.

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Fünf Sicherheitsregeln

  1. Freischalten, 2. gegen Wiedereinschalten sichern, 3. Spannungsfreiheit feststellen, 4. erden und kurzschließen, 5. benachbarte Teile abdecken.
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TN-S-System

Ein Netzsystem, in dem Schutzleiter (PE) und Neutralleiter (N) vollständig getrennt geführt werden.

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Schutzklasse II

Geräte mit doppelter oder verstärkter Isolierung ohne Schutzleiteranschluss (Symbol: Doppelquadrat).

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SELV (Security Extra Low Voltage)

Schutzkleinspannung mit sicherer Trennung vom Netz und ohne Erdung der aktiven Teile.