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Zusammenfassung wichtiger Fachbegriffe und Definitionen aus der bayerischen Fischerprüfung (Stand 2026) basierend auf den offiziellen Prüfungsfragen.
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Cypriniden
Die Gruppe der Karpfenartigen; sie ist die artenreichste Gruppe der einheimischen Süßwasserfische.
Rundmäuler
Die Tiergruppe, zu der die Neunaugen gehören; sie besitzen sieben sichtbare Kiemenöffnungen pro Seite und ein unpaares Nasenloch.
Salmoniden
Die Gruppe der Lachsartigen Fische, zu denen Forellen und Saiblinge gehören.
Perciden
Die Gruppe der Barschartigen Fische, wie z.B. Schrätzer und Streber.
Schlundzähne
Ein wichtiges Merkmal zur Bestimmung bei karpfenartigen Fischen (Cypriniden), das sich im Rachen befindet.
Unterständiges Maul
Eine Maulstellung, bei welcher der Unterkiefer kürzer als der Oberkiefer ist; typisch für Bodenfische wie die Barbe.
Oberständiges Maul
Eine Maulstellung, bei welcher der Unterkiefer länger als der Oberkiefer ist; typisch für Oberflächenfische wie den Schied (Rapfen).
Endständiges Maul
Eine Maulstellung, bei der Ober- und Unterkiefer gleich lang sind; typisch für Fische wie den Aitel (Döbel).
Fettflosse
Eine strahlenlose Flosse auf dem Rücken im Schwanzbereich, charakteristisch für Salmoniden und Welsartige wie den Zwergwels.
Pflugscharbein
Ein Knochen im Gaumen, der charakteristisch für die Familie der Forellenartigen (Salmoniden) ist.
Milchner
Die Bezeichnung für den männlichen Fisch.
Rogner
Die Bezeichnung für den weiblichen Fisch.
Laichausschlag
Eine normale, hormonell bedingte Hautveränderung (weiße Körnchen), die bei bestimmten Fischen wie der Brachse zur Laichzeit auftritt.
Laichhaken
Der hakenartig ausgebildete Unterkiefer bei alten männlichen Forellenartigen (Salmoniden) zur Laichzeit.
Glochidien
Die Larven der Bach- oder Flussmuschel, die parasitisch auf den Kiemen von Fischen (z.B. Bachforelle) leben.
Querder
Bezeichnung für das Larvenstadium der Neunaugen.
Butterkrebs
Ein frisch gehäuteter Edelkrebs, dessen neuer Panzer noch weich ist.
Phytoplankton
Pflanzliche Organismen (Algen), die im Freiwasser schweben und Sauerstoff durch Photosynthese erzeugen.
Zooplankton
Kleine tierische Organismen, die im Freiwasser schweben und den Fischen als Nahrung dienen.
pH-Wert
Maß für den Reaktionszustand des Wassers; ein Wert von 7 ist neutral, unter 7 sauer und über 7 alkalisch.
Anomalie des Wassers
Physikalische Eigenschaft, wonach Wasser bei +4°C seine größte Dichte besitzt.
Sprungschicht
Der Übergangsbereich in einem See zwischen dem warmen Oberflächen- und dem kalten Tiefenbereich.
Bioindikatoren
Lebewesen, deren Vorkommen auf eine bestimmte Gewässergüte hinweist (z.B. Steinfliegenlarven für Güteklasse I).
Hege
Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung eines gesunden, artenreichen Fischbestandes, angepasst an die Beschaffenheit des Gewässers.
Krebspest
Eine durch einen Pilz hervorgerufene tödliche Erkrankung des Edelkrebses.
Schonmaß
Die Mindestlänge, die ein Fisch erreicht haben muss, um sicherzustellen, dass er mindestens einmal abgelaicht hat.
AFTMA-Klassen
Ein Normungssystem für Schnüre und Ruten in der Fliegenfischerei.
Stationärrolle
Eine Angelrolle mit feststehender Spule und einem Schnurfangbügel.
Multirolle
Eine Rolle mit Getriebeübersetzung, deren Spule sich beim Wurf dreht.
Wobbler
Eine Fischimitation aus Holz oder Kunststoff, die durch eine Tauchschaufel taumelnde Bewegungen ausführt.
Fischereirecht
Die Befugnis, in einem Gewässer Fische, Neunaugen, Krebse sowie Muscheln zu hegen, zu fangen und sich anzueignen.
Fischereischeinpflicht
Die gesetzliche Verpflichtung, zur Ausübung des Fischfangs ein gültiges Dokument der Behörde mitzuführen.
Uferbetretungsrecht
Das Recht des Fischereiberechtigten und seines Personals, die an das Gewässer angrenzenden Ufergrundstücke zu betreten.