Wahrnehmung - Allgemeine Psychologie

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Vokabel-Flashcards zur Vorlesung über Wahrnehmung, basierend auf den Themen Bottom-up/Top-down, visuelles System, Objektkonstanz und Gestaltpsychologie.

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Bottom-up-Prozesse

Aufsteigende, datengesteuerte Informationsverarbeitung, die bei den Sinnesrezeptoren beginnt und bis zur Integration der Sensorinformationen im Gehirn verläuft.

2
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Top-down-Prozesse

Absteigende, konzeptgesteuerte Informationsverarbeitung, die durch höhere mentale Prozesse wie Erfahrungen und Erwartungen gesteuert wird.

3
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Gestaltgesetze

Prinzipien der Wahrnehmungsorganisation, nach denen Reize zu sinnvollen Einheiten oder Mustern gruppiert werden.

4
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Wahrnehmungsillusionen

Phänomene, bei denen die subjektive Wahrnehmung systematisch von der physikalischen Realität abweicht, da Wahrnehmung als ein konstruktiver Prozess verstanden wird.

5
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Absolute Wahrnehmungsschwelle

Die Mindestintensität eines Reizes, die erforderlich ist, um diesen in mindestens 50 % der Fälle wahrzunehmen.

6
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Relative Wahrnehmungsschwelle

Der kleinste Unterschied zwischen zwei Reizen, der gerade noch bemerkt wird (auch Unterschiedsschwelle genannt).

7
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Hermann-Gitter

Eine optische Täuschung, bei der an den Kreuzungspunkten eines Gitters graue Schatten erscheinen, die beim direkten Fixieren verschwinden.

8
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Objektkonstanz

Die Fähigkeit, Objekte trotz Veränderungen des Abbilds auf der Netzhaut (z. B. durch Beleuchtung, Entfernung oder Winkel) als unverändert wahrzunehmen.

9
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Größenkonstanz

Teil der Objektkonstanz: Die Wahrnehmung der tatsächlichen Größe eines Objekts unabhängig von seiner Entfernung und der daraus resultierenden Netzhautbildgröße.

10
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Helligkeits- und Farbkonstanz

Die Wahrnehmung der Helligkeit oder Farbe eines Objekts als konstant, auch wenn sich die tatsächliche Beleuchtung oder Umgebung ändert.

11
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Form- und Lokationskonstanz

Die stabile Wahrnehmung der Form eines Objekts und seines Ortes im Raum, selbst wenn sich die Kameraperspektive oder der Blickwinkel ändert.

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Monokulare Tiefenhinweise

Informationen zur Tiefenwahrnehmung, die mit nur einem Auge erfasst werden können, wie z. B. relative Klarheit oder Texturgradient.

13
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Binokulare Tiefenhinweise

Informationen zur räumlichen Tiefe, die aus der Zusammenarbeit beider Augen und dem Vergleich der zwei unterschiedlichen Netzhautbilder resultieren.

14
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Texturgradient

Ein monokularer Tiefenhinweis, bei dem eine feine, gleichmäßige Oberflächenstruktur in der Ferne dichter und unschärfer erscheint.

15
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Horizontverhältnis

Ein monokularer Hinweis zur Einschätzung der Größe und Entfernung eines Objekts basierend auf seiner Position zum Horizont.

16
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Figur-Grund-Trennung

Ein Prinzip der Wahrnehmungsorganisation, bei dem ein Objekt (die Figur) von seiner Umgebung (dem Grund) differenziert wird.

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Geone

Einfache, dreidimensionale geometrische Grundformen (z. B. Zylinder, Kegel), aus denen laut Theorien der Objekterkennung natürliche Objekte zusammengesetzt sind.

18
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Kanizsa-Dreieck

Eine bekannte Wahrnehmungsillusion, bei der das Gehirn Konturen eines Dreiecks ergänzt, die physikalisch nicht vorhanden sind.

19
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Was ist der Wahrnehmungsprozess?

Der Wahrnehmungsprozess umfasst die Schritte, durch die Sinnesreize empfangen, verarbeitet und interpretiert werden, um eine bewusste Erfahrung von Umgebung und Objekten zu schaffen.

20
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Was ist der Unterschied zwischen Bottom-up- und Top-down-Verarbeitung?

Bottom-up-Verarbeitung ist datengesteuert und beginnt bei den Sinnesrezeptoren; Top-down-Verarbeitung ist konzeptgesteuert und wird durch Erfahrungen und Erwartungen beeinflusst.

21
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Was versteht man unter der absoluten Wahrnehmungsschwelle?

Die absolute Wahrnehmungsschwelle ist die Mindestintensität eines Reizes, die erforderlich ist, um diesen in mindestens 50 % der Fälle wahrzunehmen.

22
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Was ist die relative Wahrnehmungsschwelle?

Die relative Wahrnehmungsschwelle ist der kleinste Unterschied zwischen zwei Reizen, der gerade noch wahrgenommen wird, auch Unterschiedsschwelle genannt.

23
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Was beschreibt die Signalentdeckungstheorie?

Die Signalentdeckungstheorie beschreibt, wie wir zwischen relevanten Signalen und zufälligem Rauschen unterscheiden; sie berücksichtigt sowohl sensorische als auch kognitive Faktoren in der Wahrnehmung.

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Warum erscheint ein grauer Balken auf einem Farbverlauf links heller als rechts?

Weil unsere Wahrnehmung von Helligkeit kontextabhängig ist; der Hintergrund beeinflusst das Perzept (die bewusste Wahrnehmung), obwohl der Balken physikalisch überall exakt denselben Grauton hat.

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Wie beeinflusst die Farbumgebung unsere Wahrnehmung von Objekten?

Identische Farben werden je nach umgebendem Farbkontext völlig unterschiedlich wahrgenommen (Kontext-Effekt); das Gehirn gleicht die Umgebung ab, anstatt nur den isolierten Reiz zu betrachten.