VL1: Konzepte der Biologischen Psychologie

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Welche Teilgebiet sind beispiele dafür dass es heutzugtage kaum ein psychologisches Phänomen gibt für das es keine physiologischen Reaktionsmuster gibt.

  • Psychophysiologie und kognitive Neurowissenschaften

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Definiere Aktivierung/Aktivation

Grundprozess des Organismus der einer Optimierung der psychophysischen Basis für adäquates Reagieren auf externe oder interne Anforderungen dient.

Erreichen eines “angeregten” Zustandes, der eine erhöhte Leistungsfähigkeit ermöglicht

Aktivierung= Prozess der Veränderung

Aktiviertheit=Aktivation=Zustand

Arousal =Phasische Aktivierung (z.B. bei Reizeinfluss)

Laut Duffy 1972 : Aktivierung ist die Intensitätsdimension des Verhaltens (Zweite Dimension ist die Richtung des Verhaltens)

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Gebe die Yerkes Dodson Regel

Die Yerkes Dodson Regel besagt dass es einen umgekehrt U-förmigen Zusammenhang zwischen Aktivierung und Leistung gibt

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Was muss ein modernes biopsychologisches AKtivierungskonzept leisten?

  1. Handlungsanweisung zur Induktion und Messung von Aktivierung

  2. Erklärungs- und Vorhersagewert zum Zusammenhang von Aktivierung und Verhalten

→ muss zentralnervöse Strukturen einbeziehen sonst können Zusammenhänge zwischen Aktivität und Verhalten nicht erklärt werden

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Aktivierungstheorie der Emotion 1951

Die heute dominierende Theorie zu Aktivierungsmodellen wurde von Lindsley “Aktivierungstheorue der Emotion beeinflusst””

  • zentrale Rolle der Formation Reticularis

  • Elektrische Reizung der FR führt zu EEG Desynchronisation (=Aktivierung)

  • Durchtrennung aufsteigender Bahnen von der FR zum Cortex

    • apathisches Verhalten

    • synchrones EEG (Deaktivierung)

6
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erkläre was es bedeutet das das EEG Synchorn oder desynchronisiert ist

synchron→ die Aktivität in den verschiedenen Gehirnarealen ist relativ gleichmässig → summiert sich zu einheitlichem EEG Muster auf

desynchronisiert → aktiviert ( Die Aktivität in den verschiedenen Gehirnarelaen verläuft sehr unterschiedlich )

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Erkläre ARAS- Modell der Aktivierung

Lindsley 1951

ARAS= Aufsteigendes Retikuläres AktivierungsSystem

  • Unspezifische Aktivierung des Neokortex zusätzlich zur spezifischen Erregung der sensorischen Areale

  • Einheitliche Aktivierungsrichtung d.h. generelle Funktionserhöhung aller Teilsysteme

  • Hemmung der FR durch absteigende Bahnen

Heute: Aktivierung entlang einer retiko-thalamo-kortikalen Achse in aufsteigende Richtung mit immer stärker differenzierten Aktivierungsprozessen)

8
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Was ist die Kritik an unspezifsichen Aktivierungstheorien ?

Fraktionierung der Aktivierungsrichtung (directional fractioning) Lacey 1967

  • Reizaufnahme (environmental intake) (bspw. bei Signalentdeckungsaufgaben ) → Verringerung der Herzfrequenz und Blutdruckabfall

  • Abblocken von Aussenreizen (environmental/rejection) bspws. bei Rechenaufgaben → Anstieg beider Masse

9
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gebe Laceys erklärung (Barorezeptor)

Hohe Barorezeptor Aktivität führt zu

  • kortikaler Hemmung sowohl motorischer als auch sensorischer Funktionen

  • Anhebung der Schwelle gegenüber aversiver Reizung

Laceys Schlussfolgerung: Kardiovaskuläre Funktionserniedrigung (geringe BR Aktivität) bei Reizaufnahem

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Gebe die ALternativerklärung der Lacey Befunde durch Obrist

  • Kardio-somatische Kopplung: Herzaktivität dient der Versorgung von Organen und Muskeln mit Blut

  • Reizaufnahme führt zu Muskelruhigstellung

  • Herzraten Absenkung bei Reizaufnahme ist Folge (und nicht Ursache) der muskulären Ruhigstellung oder :

  • Es gibt ZNS Impulse (durch Barorezeptoren) für Muskeltonus (Orbist) und Herzraten-Steuerung (Lacey)

Kardiovaskuläre Konsequenzen auf cerebraler Ebene sind für Laceys Modell nicht aber Obsrists Modell relevant

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Gebe Kennwerte und Indikatoren der Aktivierungsmessung

Mit der Annahme kompleyer Aktivierungsvorgänge geht einher dass Aktivität auf mehreren Reaktionsebenen gemessen werden muss: Dies sind die empirsich ermittelten 8 LeitVariablen der Aktivität nach Fahrenberg et al 1979

Interessant ist hier dassa uch sibjektive Variablen (erlebte Ansapnnung) eine gewisse Wichtigkeit haben

AHPSEELA

  1. Anspannung

  2. Herzfrequenz

  3. Pulsvolumenamplitude

  4. Spontanfluktuationen der Hautleitfähigkeit

  5. EEG

  6. Elektromyogramm

  7. Liedschlag

    1. Atemform

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Gebe die ansicht von Cannon-Bard und James und Lang zu viele Emotionstheorein sind AKtivierungstehorien

Cannon- Bard Theorie: Reiz → emotionales Erleben im Cortex und im veg und som NS→ Weinen wir weil wir traurig sind

James und Lung Theorie: Körperliche Vorgänge (Weinen) lösen Emotionen (Trauer) aus → sind wir traurig weil wir weinen ?

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Gebe die Definition von Orientierungsreaktion

Ist ein Spezialfall einer Aktivierung in mehreren Bereichen durch eine Veränderung im Reizumfeld

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Gebe die Definition von Habituation (Gewöhnung)

Ist eine allmähliche Abnahme der Verhaltensreaktion auf diese wiederholt auftretende (gutartige) Reizveränderung

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Gebe die Definition von Dishabituation

Ist das

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Gebe die Definition von Defensivreaktion

Reaktion auf extrem intensive (toxische) Reize → Keine Habituation

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Gebe die Komponenten der Orientierungsreaktion leitfähigkeit

  • Aufmerksamkeitszuwenung

  • Erhöhung der Hautleitfähigkeit

  • Herzratenabsenkung

  • Vasokonstriktion er periphären Blutgefässe

  • Vasodilation der zentralen Blutgefässe

  • EEG Desynchronsisation und P900

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Erkläre Sokolovs Habituationsmodell

Die zentrale Annahme von Sokolov ist , dass ein neuronales Modell existiert d.h. Reizeigenschaften werden in kortikalen Zellverbänden repräsentiert

Die OR wird ausgelöst wenn es eine Dirkrepanz zwischen dem einlaufenden Reuz und dem Modell gibt

Grundidee

  • Repräsentation der Reizeigenschaften als neuronale Modell

  • Bei Diskrepanz zwischen Input und Modell findet eine OR stat t

  • Habituation Bei wiederholter Darbietung wird das Modell immer genauer → Diskrepanz immer kleiner → OR kleiner

  • Dishabituation : durch einen Fremreiz wird das Modell verändert → die Diskrepanz wird wieder grösser

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Erkläre das zwie Prozess Modell der Habituation:

Grives und Thomson formulieren ein allgemeines Modell der OR und der Habituation

Zwei unabhängige Systeme (Habituationssystem vs. Statussystem) bestimmen die Plastizität der Reaktion

HHabituationssystem

  • direkter Weg zw Rezeptor und Effektor

  • bei wiederholter Reizung → verminderte Reaktion

Statussystem

  • Unspezifische Aktiviertheit des Organismus

  • bei wiederholter Reizung → Sensibilisierung

Durch unteschiedliche Ausprägung der Verläufe für die Sensibilisierung und Habituation ergeben sich qualitativ uterschiedliche Abklingkurven für die beobachtbare Reaktion

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Vergleiche das zwei Prozess Modell und das Modell von Sokolov

Das Zwei Prozess Modell und das Sokolovsche Modell sind nicht konkurrierende und shclissen sich auch nicht aus

SIe sind das Ergebnis unterschiedlicher Erklärungsstategien des Habituationsprozesses

  • zwei Prozess Modell: Erweiterung eines neuronalen Refelx Modells

  • Sokolov: Postul eines neuronalen Modells das dann auf neuornaler Ebene auch gefundne wurde

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Definiere Autonome Balance

Stabiler Zustand in der Aktivation des sympatsichen und parasympatsichen Nervensytsem

Ein solches Gleichgewicht bedeutet dass sich der Organismus in einem normalen Funktionszustand befindet

Das autonome NS dient der Aufrechterhaltung einer Reihe lebenswichtiger Funktionen: Herzschlag, Atmen, Blutdruck und Verdauung

Bei Ungeleichgewicht :

  • Sympathikozoniker : erhöhter Puls , erweitere Pupilen, feucht-kalte Hände

    • Vagotoniker : verrgingerter Puls, enge Pupillen , trockene Hände

22
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Gebe dei Variablen zur Bestimmung der autonomen Balance

  1. Speichelmenge

  2. Hautleitfähigkeit an der Handfläche

  3. Logarithmus der Leitfähigkeitsänderung zwischen Ruhe und muskulärer Anspannung

  4. Hautleitfähigkeit am Unterarm

  5. Diastolischer Blutdruck

  6. herzschlagabstan d

  7. Körpertenperatur (gemessen unter der Zunge)

23
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Erkläre das Altzernativmodell im Kontext der autonomen Balance

Ergotrop - trophotrope Balance

Das dynamische, situative Verhalten steht im Vordergrund und nicht überdauernde Funktionseigenschaften

  • Es kan Rebound Phänomene erklären

  • Es postuliert eine generelle antagonistsiche Regulation von Wachheit, Emotion udn STimmung

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erkläre Reaktionsspezifität

Reaktionsspezifität besagt dass physiologsiche Reaktionen eine Tendenz zur Stabilität haben. Laceys Modell der Fraktionierung autonomer Reaktionen wäre ein Beispiel für eine SSR aber auch das allgemiene Adaptationssyndrom von hans Seyle

  • Reaktionsmuster bei mehreren Reaktione

    • Stimulusspezifische Reaktion = ähnliche Reaktionsmuster auf ähnliche Reize

    • Individualspezifsche Reaktion = ähnlcihce Raktionen eines Individuums auf unterschiedliche Reize

    • Motiavtionsspezifische Reaktion = ähnliche Motivationslage (z.B. durch Bezahlung)

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Erkläre ISR nochmal genauer

ISR bei Patientengruppen: Symptomspezifität

Hohe Interindividuelle Variabilität ISR physiologsicher Reaktionsgrössen

ISR ist besser belegt als SSR

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Erkläre Interozeption

Sherrington postuliert

  • Exterozeotion: Aufnahme von Umgebungsreizen

  • Propriozeption: Information aus Gelenken, Sehnen Muskeln

  • Interozeption: Wahrnehmung von Zuständen die im Körperinneren lokalisiert sind (mit Aussnahme der Skelettmuskuluatur un dder Gelenke) Wird synonym mit Viszerozeotion (innere Organe) gebruacht

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wie kommt es zur Messung interozeptiver Wahrnemungsleistung

  • Methode mit externer STimulation : zB Dehnungsreize mit Ballonsonde om Gastrointestinalsystem

  • Verfahren aud der Basis der Regristrierung von Spnatanaktivität:

    • Mentales Tracking (zB Zählen der Herzschläge)

    • Extero-interozeotive Verglsichsaufgabe (zB Wleche von zwie Serien von Lichtreizen ist koinzident zum eigenen Herzschlag)

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Anwendungsmöglichkeiten des Interozeptionskonzepts

  • Emotionsforschung (intensiveres Emotionserleben)

  • Arbeitspsychologie (Beanspruchungserleben)

    • Medizin ((Compliance(Prodromalsymptome)

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Nenne die drei neurokognitive Konzepte

  • Datengetriebene (botton up) und Konzeptgesteuerte (top down) Aufmerksamkeit

  • Das limitierte Kapazitätskontrollsystem

  • Automatisch und kontrollierte Verarbeitung

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erkläre die Daten vs Konzeptgesteuerte Verarbeitung

Wie kommt es zur Aufmerksamkeitsaussrichtung?

Salienz → bottom up

Con Einstellungen und gespeicherten Zusammenhängen abhängige Verstärkung oder Abschwächung von inhalten nennt man top-down gesteuerte (oder Konzeptgesteuerte) Aufmerksamkeit

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erkläre limitiertes Kapazitätskontrollsystem

  • Jeder Informationsverarbeitungsprozess benötigt Ressourcen

  • Wenn überlappende Ressourcen benötigt werden → Ressourcenkonkurrenz

Einige wichtige Verarbeitungsmechanismen für jeden der drei Verarbeitungsschritte Enkodierung zentraler Verarbeitung und Reaktionsvorbereitung bzw- Ausführung werden je zwei Verarbeitungsarten (rämlichverbal) je zwei sinnesmodlaitäten (visuell akustisch) und je zwei Reaktionsmodalitäten (manuell-vokal) angenommen. Bei neuen Aufgaben konkurrieren diese 6 Verarbeitungsdimensionen um die limitierten Ressourcen

→ Übergeordnetes (limitiertes) Kontrollsystem lenkt die Aufmerksamkeit (bottom up oder top down)

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Erkläre die Automatische vs kontrollierte Verarbietung

automatische VErarbeitung

  • durch Übung

    • Geringe Aktivationserhöhung

    • wenig Aufmerksamkeit

    • wenige Ressourcen

Kontrollierte Verarbeitung

  • in neuen und bedeutsamen Situationen

    • Aktivierung der beteuligten Systeme

    • Hemmung der nicht beteiligten Systeme

    • Aufmerksamkeit und bewusste Verarbietung

    • mehr Ressourcen