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Flashcards zur Wiederholung der Themen Reflexion (Gibbs, Johari-Fenster, Feedback) sowie Menschenrechte, Menschenbilder und Menschenwürde.
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Reflexion
Das vertiefte Nachdenken über das eigene berufsbezogene Handeln, Verhalten und Haltungen, um Erkenntnisse für künftige Situationen zu gewinnen und die berufliche Praxis zu verbessern.

Johari-Fenster
Ein Fenster-Modell zur Demonstration und Klärung von Selbst- und Fremdwahrnehmung, unterteilt in vier Bereiche: öffentlicher Bereich, blinder Fleck, geheimer Bereich und unbekannter Bereich.
Blinder Fleck (Johari-Fenster)
Der Bereich im Johari-Fenster, der anderen Personen über eine Person bekannt ist, der Person selbst jedoch unbewusst bzw. unbekannt ist.
Öffentlicher Bereich (Johari-Fenster)
Der Bereich im Johari-Fenster, der sowohl der Person selbst als auch anderen Personen bekannt ist.
Geheimer Bereich (Johari-Fenster)
Der Bereich im Johari-Fenster, der der Person selbst bekannt ist, anderen Personen jedoch bewusst vorenthalten wird oder unbekannt ist.
Unbekannter Bereich (Johari-Fenster)
Der Bereich im Johari-Fenster, der weder der Person selbst noch anderen Personen bekannt ist.

Reflexionskreis nach Gibbs
Ein zirkuläres Phasenmodell zur strukturierten Aufarbeitung von Praxiserfahrungen in 6 Schritten: Beschreibung, Gefühle, Evaluation, Analyse, Schlussfolgerung und Aktionsplan.
Phasen des Reflexionskreises nach Gibbs
Die 6 Schritte des Modells: 1. Beschreibung (Was ist passiert?), 2. Gefühle (Was ging in mir vor?), 3. Evaluation (Was war gut bzw. schlecht?), 4. Analyse (Was mache ich aus der Situation?), 5. Schlussfolgerung (Was hätte ich anders machen können?), 6. Aktionsplan (Wie werde ich in Zukunft handeln?).
Feedback
Die Rückmeldung an eine Person darüber, wie ihr Verhalten in einer konkreten Situation von anderen wahrgenommen, verstanden und gefühlsmäßig empfunden wird.
Feedbackregel: Beschreibend, nicht bewertend
Eigenschaft eines konstruktiven Feedbacks, eigene Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle zu schildern, ohne Wertungen, Interpretationen oder Ratschläge zu erteilen.
Feedbackregel: Konkret, nicht allgemein
Eigenschaft eines konstruktiven Feedbacks, das sich präzise auf konkret beobachtbare Verhaltensweisen und Ereignisse bezieht statt auf Pauschalisierungen.
Feedbackregel: Erbeten, nicht aufgezwungen
Eigenschaft eines wirkungsvollen Feedbacks, das erteilt wird, wenn der Empfänger selbst darum bittet oder vorher nachgefragt wurde, ob Feedback erwünscht ist.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR)
Ein am 10. Dezember 1948 von der UNO-Generalversammlung verabschiedetes Dokument mit 30 Artikeln, das die grundlegenden Rechte und Freiheiten aller Menschen festhält.
UN-Behindertenrechtskonvention (BRK)
Ein 2006 von der UN-Generalversammlung verabschiedeter völkerrechtlicher Vertrag (2008 in Kraft getreten), der die Menschenrechte für die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen konkretisiert.
Paradigmenwechsel der UN-BRK
Der Wandel in der Betreuung weg von einer bevormundenden und ausgrenzenden Fürsorge hin zu einer gleichberechtigten Teilhabe und inklusiven Bildung.
Menschenbild
Bestimmte Vorstellungen, Annahmen und Erkenntnisse darüber, was das Wesen und die Bestimmung des Menschen ausmacht.
Humanistisches Menschenbild
Eine Sichtweise, die jeden Menschen als eigenständige, wertvolle Persönlichkeit betrachtet, die grundsätzlich auf Wachstum, Selbstaktualisierung und eigene Problemlösung ausgerichtet ist.
Inhärente Würde
Die wesensmäßige, innewohnende Würde, die jedem Menschen von Natur aus zusteht und nicht erst erworben, erarbeitet oder verdient werden muss.
Kontingente Würde
Die abhängige Würde, die an bestimmte Merkmale, Leistungen, Ansehen oder eine gesellschaftliche Stellung geknüpft ist und auch wieder verloren gehen kann.
Haltung
Die innere Einstellung und Wertehaltung einer Fachperson gegenüber bestimmten Themen oder Betreuten, die das tägliche Handeln maßgeblich leitet.

Bedürfnispyramide nach Abraham Maslow
Ein Stufenmodell menschlicher Bedürfnisse, aufgeteilt in Grundbedürfnisse, Sicherheit, Bindung, Vertrauen/Anerkennung, Wissenserweiterung, Schönheit/Ordnung, Selbstverwirklichung und Transzendenz.
Transzendenz (Maslow)
Die oberste Stufe in Maslows erweiterter Pyramide; beschreibt das Streben nach einer Dimension, die über das individuelle Menschsein hinausgeht (z. B. Spiritualität oder Glaube).
Antikes Menschenbild
Menschenbild (geprägt von Philosophen wie Sokrates, Platon, Aristoteles), das den Menschen primär als vernunftbegabtes Wesen versteht, bei dem Bildung und Tugend im Mittelpunkt stehen.
Christliches Menschenbild
Menschenbild, das den Menschen als Ebenbild Gottes begreift, dem unantastbare Würde innewohnt und dessen Umgang von Nächstenliebe und Barmherzigkeit geprägt sein soll.
Mechanistisches Menschenbild
Sichtweise, die den Menschen mit einer Maschine vergleicht und Leistung, Funktionieren sowie Produktivität in den Vordergrund stellt, während Gefühle kaum Beachtung finden.
Inklusives Menschenbild
Heutiges Menschenbild, in dem alle Menschen unabhängig von Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen als gleichwertig gelten und Anspruch auf volle Teilhabe und Autonomie haben.
Selbsteinschätzung
Die eigene Wahrnehmung und Bewertung der eigenen Fähigkeiten, Verhaltensweisen und Einstellungen.
Fremdeinschätzung
Die Wahrnehmung und Beurteilung von Merkmalen, Handlungen und Verhaltensweisen einer Person durch andere.
Inklusion
Das Konzept, dass jeder Mensch ganz natürlich zur Gesellschaft dazugehört – unabhängig von Aussehen, Sprache oder einer Beeinträchtigung.
Prinzip der Menschenwürde
Grundsatz, dass kein Mensch für die Ziele anderer missbraucht werden darf und alle Menschen unabhängig von ihren Eigenschaften und Verdiensten gleichwertig sind.