Dadaismus

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Ca. 1916- 1922

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Was ist der historische Ursprung des Dadaismus und wogegen protestierten die Künstler?

Der Dadaismus entstand 1916 in Zürich (im „Cabaret Voltaire“). Junge Intellektuelle protestierten mit ihren Werken und Aktionen gegen den Wahnsinn und die Sinnlosigkeit des Ersten Weltkriegs. Sie machten die Logik, die Moral des Bürgertums und die traditionelle Kunst für die Zerstörung Europas verantwortlich und lehnten diese daher radikal ab.

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Warum bezeichnet sich der Dadaismus selbst als „Anti-Kunst“?

Die Dadaisten wollten mit den bestehenden Idealen und Normen der Kunst brechen. Ihre Werke sollten nicht mehr „schön“ oder „logisch“ sein, sondern willkürlich, zufällig und absurd. Sie verzichteten auf Logik, um zur „menschlichen Naivität“ zurückzukehren. Damit stellten sie den gesamten Kunstbegriff infrage – Kunst sollte provozieren und schockieren, statt nur zu gefallen.


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Welche literarischen Experimente und Formen sind typisch für den Dadaismus?

In der Literatur dominierten Kleinformen und Experimente mit der Sprache:

  • Lautgedichte: Gedichte, die nur aus Silben und Lauten ohne Wortsinn bestehen (z. B. Hugo Balls „Karawane“), um eine rein rhythmische Klangstruktur zu erzeugen.

  • Montage- und Visuelle Poesie: Die Kombination von Textfragmenten und optischen Elementen.

  • Simultangedichte: Mehrere Texte werden gleichzeitig vorgetragen, um das Chaos der modernen Welt abzubilden.


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Wer sind die wichtigsten Vertreter und Werke dieser Strömung?

  • Hugo Ball (Gründer; Werk: „Karawane“)

  • Kurt Schwitters (Werk: „An Anna Blume“)

  • Tristan Tzara (Verfasser des „Dadaistischen Manifests“)

  • Weitere: Hans Arp, Marcel Duchamp, Max Ernst und Richard Huelsenbeck.


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Merksatz

Der Dadaismus ist der „Sinn im Sinnlosen“. Indem die Künstler die Sprache und Logik zerstörten, hielten sie der Gesellschaft den Spiegel ihrer eigenen Zerstörung (durch den Krieg) vor.