Pädagogik: Erziehungsziele, Maßnahmen und Fachrichtungen

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Diese Flashcards im Vokabel-Stil decken die Kernkonzepte der Vorlesungsnotizen ab, einschließlich Erziehungsziele, pädagogische Maßnahmen, Fachrichtungen der Pädagogik sowie Grundlagen der Reform- und Montessoripädagogik.

Last updated 2:14 PM on 6/11/26
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29 Terms

1
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Erziehungsziele

Bewusst gesetzte Wert- und Normvorstellungen über das Ergebnis der Erziehung, die Auskunft darüber geben, wie sich der zu Erziehende verhalten soll und wie Erzieher handeln sollen.

2
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Grundkonsens

Die Übereinstimmung bei der Formulierung von Erziehungszielen für alle Mitglieder einer Gesellschaft; in Deutschland bilden die Grundrechte den kleinsten gemeinsamen Nenner.

3
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Soziokulturelle Faktoren

Einflussgrößen auf die Erziehungsziele wie die Wert- und Normvorstellungen der Gesellschaft, gesellschaftliche Trends und Medien.

4
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Ökonomische Faktoren

Faktoren der Wirtschaftsordnung einer Gesellschaft (z. B. Verdienst, Vermögen, Statussymbole), die die Setzung von Erziehungszielen beeinflussen.

5
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Individuelle Faktoren

Persönliche Gegebenheiten wie die familiäre Situation (Familiengröße, Art der Familie), die auf die Erziehungsziele wirken.

6
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Normpluralismus

Das Vorhandensein vieler verschiedener Meinungen und Wertvorstellungen innerhalb einer Gesellschaft, was zu Unsicherheit bei der Festlegung von Erziehungszielen führen kann.

7
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Persönlichkeitsmerkmale (Erzieher)

Eigene Wünsche, Ideale, Weltanschauungen, Bedürfnisse und Einstellungen des Erziehers, die die Erziehungsziele beeinflussen.

8
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Menschenbild

Die eigene Sichtweise vom Wesen des Menschen und der Welt.

9
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Anthropologische Begründung

Begründung von Erziehungszielen durch die Orientierung am Wesen und der Würde des Menschen (Fragen nach Lernfähigkeit und dem Recht auf Bildung).

10
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Normative Begründung

Rechtfertigung von Erziehungszielen dadurch, dass sie ein geregeltes Zusammenleben ermöglichen und Orientierung an notwendigen Werten und Normen bieten.

11
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Pragmatische Begründung

Begründung von Erziehungszielen durch die Orientierung an anstehenden Aufgaben und Problemen der Zeit sowie dem Erwerb lebenswichtiger Kompetenzen.

12
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Lob

Spontane, verbale oder nonverbale Äußerung von Wertschätzung, Anerkennung oder Bewunderung für eine konkrete Leistung oder ein positives Verhalten; fungiert als sozialer Verstärker.

13
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Materielle Belohnung

Greifbare Dinge wie Spielzeug, DVDs, Süßigkeiten oder Geld, die als direkte, sichtbare Reize schnell motivieren können.

14
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Immaterielle Belohnung

Nicht greifbare Zuwendungen wie Lob, Aufmerksamkeit, Anerkennung oder gemeinsame Zeit, die soziale Bedürfnisse ansprechen und langfristig wirken.

15
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Positiver Verstärker

Konsequenzen, die die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens erhöhen, weil durch sie ein angenehmer Zustand herbeigeführt oder aufrechterhalten wird.

16
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Ermutigung

Unterstützende Erziehungsmaßnahme, bei der Zuversicht und Selbstvertrauen angeregt werden, ohne das Ergebnis zu bewerten.

17
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Erwachsenenbildung / Andragogik

Pädagogische Fachrichtung, die sich mit dem freiwilligen Lernen im Erwachsenenalter befasst, etwa in der beruflichen Weiterbildung oder in Sprachkursen.

18
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Sozialpädagogik

Befasst sich mit Bildung, Erziehung und Unterstützung außerhalb der Schule in sozialen Problemlagen, z. B. in der Jugendhilfe oder Familienberatung.

19
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Schulpädagogik

Untersucht das Lernen und Lehren in der Schule, den Unterricht, Lernprozesse, schulische Strukturen und die Rolle der Lehrkraft.

20
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Frühpädagogik

Fachrichtung für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in der frühen Kindheit (Krippe, Kita, Vorschule).

21
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Sonderpädagogik

Förderung von Menschen mit körperlichen, geistigen oder sozialen Beeinträchtigungen sowie besonderen Bedürfnissen.

22
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Medienpädagogik

Analysiert den Einfluss von Medien auf Bildungsprozesse und fördert Medienkompetenz durch das Lernen mit und über Medien.

23
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Interdisziplinäre Komplexleistung

Der ganzheitliche Charakter der Frühförderung, bei dem medizinische, psychologische, soziale und pädagogische Maßnahmen aufeinander abgestimmt werden.

24
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Ziel der Frühförderung

Eine drohende oder bereits eingetretene Behinderung frühzeitig zu erkennen und das Kind in seinen körperlichen, seelischen und sozialen Fähigkeiten gezielt zu unterstützen.

25
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Pädagogik vom Kinde aus

Zentraler Kerngedanke der Reformpädagogik, wonach das Kind ein Recht auf Selbstentfaltung und Selbstbestimmung hat und mit seinen Interessen im Zentrum steht.

26
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Natürlicher Entwicklungsplan

Annahme der Reformpädagogik, dass im Kind ein Plan angelegt ist, der sich weitgehend von selbst entfaltet.

27
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Hilf mir, es selbst zu tun

Leitsatz der Montessori-Pädagogik, der die Ermächtigung des Kindes zur Selbstständigkeit und Eigenverantwortung betont.

28
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Fehlerkontrolle (Montessori)

Eigenschaft von Montessori-Lernmaterialien, die so gestaltet sind, dass das Kind selbstständig bemerkt, wenn es etwas falsch macht, und sich korrigieren kann.

29
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Freie Arbeit / Offener Unterricht

Konzept in Montessori-Schulen, bei dem Kinder selbst entscheiden, womit sie sich beschäftigen, was die Selbstdisziplin und echtes Interesse fördert.