Software-Architektur Practice Flashcards

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Diese Flashcards decken die wesentlichen Vokabeln, Prinzipien und Methoden der Software-Architektur ab, basierend auf dem Vorlesungstranskript.

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51 Terms

1
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Software-Architektur (IEEE Standard 1471-2000)

Die grundlegende Organisation eines Systems, dargestellt durch dessen Komponenten, deren Beziehungen zueinander und zur Umgebung, sowie die Prinzipien, die den Entwurf und die Evolution des Systems bestimmen.

2
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Marcus Vitruvius Pollio

Ein römischer Architekt im 1.1. Jahrhundert n. Chr., der Architektur als „Mutter aller Künste“ bezeichnete und die Prinzipien Firmitas, Utilitas und Venustas beschrieb.

3
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Firmitas

Eines der drei Prinzipien der Architektur nach Marcus Vitruvius Pollio, das für Stabilität steht.

4
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Utilitas

Eines der drei Prinzipien der Architektur nach Marcus Vitruvius Pollio, das für Nützlichkeit steht.

5
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Venustas

Eines der drei Prinzipien der Architektur nach Marcus Vitruvius Pollio, das für Anmut oder Schönheit steht.

6
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Form follows function

Ein architektonisches Prinzip, das besagt, dass die Form eines Gebäudes oder Objekts seiner Funktion folgen sollte.

7
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Conway’s Law

Ein Gesetz, das besagt, dass die Software-Architektur mit der Organisationsstruktur des Unternehmens korrespondiert.

8
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Over-Engineering

Übermäßiger Perfektionismus und unnötige Komplexität in der Software-Entwicklung.

9
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Komponente

Ein äußerlich gleichmäßig geformter Baustein, dessen Innenleben nicht betrachtet wird und der lose mit seiner Umgebung gekoppelt ist.

10
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Komponentenkonfiguration

Eine Zusammenstellung von Komponenten, die ein Gesamtsystem bildet und ebenfalls als Komponente betrachtet werden kann.

11
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Export (Schnittstelle)

Die abstrakte Definition der von einer Komponente angebotenen, benutzbaren Eigenschaften.

12
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Import (Schnittstelle)

Die abstrakte Definition der von anderen zu benutzenden Komponenten erwarteten Eigenschaften.

13
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Konnektoren

Elemente einer Architektur, welche die Verbindung zwischen Komponenten herstellen und Verpflichtungen zur Überprüfung der Korrektheit von Verbindungen implizieren.

14
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Architekturstile

Namensgebende Sammlungen von Architekturentscheidungen, die in einem gegebenen Entwicklungskontext anwendbar sind.

15
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Architekturmuster

Sammlungen von Architekturentscheidungen, die auf wiederkehrende Entwurfsprobleme anwendbar sind und angepasst werden können.

16
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Komponentenmodell

Eine Ausführungsumgebung, die Standards für die Beschreibung, Verbindung, Kommunikation und das Deployment von Komponenten festlegt.

17
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OSGi

Ein seit 19991999 entwickeltes Komponentenmodell für Java, das auf der Java Virtual Machine aufsetzt und dynamische Module (Bundles) unterstützt.

18
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Application Server

Eine Software, die die Entwicklung komplexer Client-Server-Anwendungen durch Bereitstellung generischer Konzepte, Dienste und Funktionen erleichtert.

19
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EJB Entity Beans

Java-Komponenten, die persistente Daten repräsentieren und über die Java Persistence API (JPA\text{JPA}) definiert werden.

20
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EJB Session Beans

Java-Komponenten, die Geschäftslogik realisieren und über Annotationen oder XML-Dateien konfiguriert werden.

21
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Zuverlässigkeit (Reliability)

Maß für die Fähigkeit eines Systems, eine geforderte Funktion unter gegebenen Bedingungen für eine gegebene Dauer fehlerfrei zu erbringen.

22
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Wartbarkeit (Maintainability)

Maß für die Leichtigkeit, mit der ein System geändert werden kann, um Fehler zu beheben oder Fähigkeiten zu erweitern.

23
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Safety

Sicherheit im Sinne des Abstands zwischen vorhandenem Risiko und maximal akzeptablem Risiko für unabsichtliche Gefährdungen.

24
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Security

Sicherheit im Sinne der Abwehr gegen absichtliche unbefugte Zugriffe und Manipulationen.

25
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Performanz

Die Fähigkeit eines Systems, unter festgelegten Bedingungen gewünschte Antwortzeiten und Durchsatz ohne Fehler zu erbringen.

26
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Qualitative Bewertungstechnik

Techniken, die abstrakte Ja/Nein-Aussagen liefern und die Erfüllbarkeit bestimmter Qualitätseigenschaften prüfen.

27
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Quantitative Bewertungstechnik

Techniken, die in Zahlen messbare Aussagen liefern und auf konkreten Messungen und Beobachtungen basieren.

28
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SAAM (Scenario-based Architecture Analysis Method)

Eine Methode, die Szenarien verwendet, um die Architektur auf Merkmale wie Wartbarkeit, Performanz und Zuverlässigkeit zu bewerten.

29
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ATAM (Architecture Trade-off Analysis Method)

Eine Methode, die konkurrierende Qualitätsmerkmale berücksichtigt und Entscheidungen nach Risikobehaftung und Sensitivität kategorisiert.

30
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CBAM (Cost Benefit Analysis Method)

Eine Methode, die die ökonomischen Konsequenzen von Entwurfsentscheidungen untersucht.

31
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ALMA (Architecture-Level Modifiability Analysis)

Eine Methode zur Analyse der Änderbarkeit von Software, der Wartungskosten und Risiken.

32
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FTA (Fehlerbaumanalyse)

Eine Technik zur Gefährdungsanalyse, die Ursachen für bekannte Ausfälle identifiziert.

33
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IFMEA (Interface-focused Failure Mode and Effect Analysis)

Qualitative Bewertung der Sicherheitseigenschaften durch Betrachtung der Signale an den Schnittstellen der Komponenten.

34
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CB-SPE (Component Based Software Performance Engineering)

Ein durchgängiges Vorgehensmodell für die szenario-basierte, quantifizierbare Bewertung der Performance eines Systems.

35
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SOA (Service-Orientierte Architektur)

Eine Architektur, die auf Services aufbaut, welche selbstständig, verteilt, interoperabel und stark an Geschäftsprozessen orientiert sind.

36
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Microservices

Kleine, unabhängige Dienste, die eine spezifische Geschäftslogik kapseln und unabhängig voneinander deployt und skaliert werden können.

37
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Model-View-Controller (MVC)

Ein Muster, das die Geschäftslogik (Control\text{Control})

von der Anzeigelogik (View\text{View}) und

der Kapselung von Informationen (Model\text{Model}) trennt.

38
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Pipes-and-Filters

Ein Architekturstil, der paralleles Arbeiten von Komponenten auf Datenströmen ermöglicht.

39
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Batch-Sequential

Ein Architekturstil, bei dem jede Komponente eine Aufgabe übernimmt, ein Datenpaket komplett verarbeitet und bearbeitet zurückgibt.

40
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Publish-Subscribe

Ein Muster, bei dem sich Empfänger bei Sendern anmelden, um Benachrichtigungen über Zustandsänderungen zu erhalten.

41
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Ontologien

Definitionen in SOA\text{SOA}, die exakte Bedeutungen und Beziehungen von Daten festlegen, um Missverständnisse beim Datenaustausch zu vermeiden.

42
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Fachliche Architektur

Ebene der Architektur, welche die Geschäftslogik und funktionalen Anforderungen sowie Entitäten und Prozesse beschreibt.

43
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Softwaretechnische Architektur

Ebene der Architektur, welche die Struktur der Softwarekomponenten, Schnittstellen und verwendeten Plattformen beschreibt.

44
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Systemtechnische Architektur

Ebene der Architektur, welche die technische Infrastruktur wie Betriebssysteme, Netzwerke und Hardware-Ressourcen beschreibt.

45
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MVT (Model-View-Template)

Das im Django-Framework verwendete Architekturmuster zur Trennung von Geschäftslogik, Template und Steuerungslogik.

46
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ORM (Object-Relational Mapping)

Eine Schicht, die Datenbankabfragen auf einer höheren Abstraktionsebene ermöglicht, etwa zur Kapselung verschiedener Datenbanktypen.

47
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Jakarta EE

Eine Plattform für Unternehmensanwendungen (früher Java EE), die als Ausführungsumgebung für Komponenten dient.

48
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PaaS (Platform as a Service)

Ein Cloud-Betriebsmodell, bei dem der Anbieter Infrastruktur und Middleware bereitstellt und der Nutzer Anwendungen darauf installiert.

49
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TOGAF (The Open Group Architecture Framework)

Ein Framework für Unternehmensarchitektur, das unter anderem die Phasen G\text{G} (Implementierung) und H\text{H} (Betriebsüberwachung) umfasst.

50
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MTBF (Mean Time Between Failures)

Eine Kennzahl zur Bewertung der Zuverlässigkeit eines Systems.

51
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LOC (Lines of Code)

Eine Kennzahl zur Bewertung des Änderungsaufwands im Rahmen der Wartbarkeit.