Bildung, Erziehung und Sozialisation in heterogenen Gesellschaften - Entwicklungsmodelle

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Vokabel-Flashcards basierend auf der Vorlesung über Erziehungs-, Bildungs- und Sozialisationstheorien mit Fokus auf Erikson, Piaget, Kohlberg und Montessori.

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29 Terms

1
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Heterogenität

Unterschiedlichkeit vor allem in individuellen Merkmalen, sozialen Merkmalen und gesellschaftlichen Strukturen.

2
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Individuation

Der Prozess des Werdens zum Einzelwesen und zum eigenen Selbst, auch als 'Verselbstung' oder 'Selbstverwirklichung' bezeichnet.

3
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Ontogenese

Die Entwicklung des Einzelwesens von der Keimzelle bis zum reifen Zustand bzw. über die gesamte Lebensspanne.

4
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Epigenetisches Prinzip

Die Annahme eines angeborenen Grundplans der Entwicklung, dessen Teile nach einem zeitlichen Verlauf ausdifferenzieren, bis ein funktionierendes Ganzes entsteht.

5
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Gegenseitigkeit (Erikson)

Die Übereinstimmung des eigenen Handelns mit den Erwartungen der sozialen Umwelt, bei der eine Fähigkeit subjektive Befriedigung und soziale Anerkennung erfährt.

6
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Entwicklungsaufgaben (Havighurst)

Aufgaben und Probleme, die Menschen in verschiedenen Phasen ihrer Entwicklung (altersgradiert) bewältigen müssen.

7
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Identitätsstatusmodell (Marcia)

Ein Modell, das die Identitätsentwicklung im Jugendalter basierend auf den Prozessen Exploration (Erkundung) und innerer Selbstverpflichtung beschreibt.

8
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Moratorium (Identitätsstatus)

Ein Zustand der Unentschlossenheit, in dem verschiedene Alternativen ausgelotet werden, aber noch keine endgültige Selbstverpflichtung besteht.

9
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Foreclosure (Ausschluss)

Ein Identitätsstatus, bei dem eine Festgelegtheit auf Werte und Ziele ohne vorherige eigene Erkundung erfolgt.

10
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Diferentielle Stabilität

Das Verharren einer Person auf derselben relativen Position innerhalb ihrer Bezugsgruppe über mehrere Zeitpunkte hinweg.

11
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Assimilation (Piaget)

Die Einordnung von Informationen aus der Umwelt in bereits bestehende kognitive Strukturen (Schemata) unter eventueller 'Verzerrung'.

12
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Akkomodation (Piaget)

Die Anpassung oder Veränderung kognitiver Strukturen an die Welt, wenn neue Erfahrungen nicht mehr in vorhandene Schemata passen.

13
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Äquilibration (Piaget)

Das Streben nach einem Gleichgewicht zwischen kognitiver Organisation (Strukturen) und den Anforderungen der Umwelt.

14
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Objektpermanenz

Die im sensomotorischen Stadium erworbene Erkenntnis, dass Objekte auch dann weiter existieren, wenn sie nicht unmittelbar wahrgenommen werden.

15
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Zentrierung

Ein Merkmal des präoperationalen Denkens, bei dem die Aufmerksamkeit nur auf ein hervorstechendes Merkmal gerichtet wird.

16
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Invarianz (Erhaltung)

Die Fähigkeit des konkret-operationalen Denkens, zu erkennen, dass Mengen oder Gewichte trotz Formänderung gleich bleiben.

17
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Metakognition

Die Fähigkeit, über das eigene Denken nachzudenken, Lernprozesse zu beobachten, zu bewerten und effektiv zu organisieren.

18
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Zone der proximalen Entwicklung (Wygotski)

Die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Entwicklungsniveau einer Person und dem Potential, das durch Unterstützung fähigerer Personen erreicht werden kann.

19
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Spiralcurriculum

Ein didaktisches Konzept von Bruner, bei dem Themen im Laufe der Schuljahre mehrmals auf jeweils höherem Anspruchsniveau wiederkehren.

20
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+1-Konvention (Kohlberg)

Pädagogisches Prinzip, bei dem die moralische Entwicklung durch Argumente angeregt wird, die strukturell genau eine Stufe über dem aktuellen Stand des Lernenden liegen.

21
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Just Community

Kohlbergs Ansatz einer 'Gerechten Gemeinschaft' in Schulen, die durch demokratische Teilhabe und kollektive Normen Moralität fördert.

22
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Normalisierung (Montessori)

Der Prozess der Reorganisation innerer Abläufe, der dem Kind zu innerer Ruhe, Konzentration, Arbeitsfreude und Selbstständigkeit verhilft.

23
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Sensible Phasen

Zeitlich begrenzte Perioden erhöhter Formbarkeit der Persönlichkeit für den Erwerb bestimmter Fähigkeiten (z. B. Sprache oder Ordnung).

24
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Sanguiniker

Ein Temperamentstyp nach Galen (Blut), der als heiter und aktiv charakterisiert wird.

25
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Phlegmatiker

Ein Temperamentstyp nach Galen (Schleim), der als apathisch, träge aber auch ausgeglichen und beherrscht gilt.

26
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Choleriker

Ein Temperamentstyp nach Galen (gelbe Galle), der als aufbrausend, leicht erregbar und machtorientiert beschrieben wird.

27
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Melancholiker

Ein Temperamentstyp nach Galen (schwarze Galle), der als traurig, trübsinnig, aber oft auch gründlich und gewissenhaft gilt.

28
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Vertrauen vs. Misstrauen

Die zentrale Krise im Kleinkindalter (1. Lebensjahr) nach Erikson, deren erfolgreiches Bestehen zur Grundtugend Hoffnung führt.

29
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Integrität vs. Verzweiflung

Die Krise des späten Erwachsenenalter nach Erikson, bei der es um die positive Bilanzierung des eigenen Lebens geht.