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Vokabel-Flashcards basierend auf der Vorlesung über Erziehungs-, Bildungs- und Sozialisationstheorien mit Fokus auf Erikson, Piaget, Kohlberg und Montessori.
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Heterogenität
Unterschiedlichkeit vor allem in individuellen Merkmalen, sozialen Merkmalen und gesellschaftlichen Strukturen.
Individuation
Der Prozess des Werdens zum Einzelwesen und zum eigenen Selbst, auch als 'Verselbstung' oder 'Selbstverwirklichung' bezeichnet.
Ontogenese
Die Entwicklung des Einzelwesens von der Keimzelle bis zum reifen Zustand bzw. über die gesamte Lebensspanne.
Epigenetisches Prinzip
Die Annahme eines angeborenen Grundplans der Entwicklung, dessen Teile nach einem zeitlichen Verlauf ausdifferenzieren, bis ein funktionierendes Ganzes entsteht.
Gegenseitigkeit (Erikson)
Die Übereinstimmung des eigenen Handelns mit den Erwartungen der sozialen Umwelt, bei der eine Fähigkeit subjektive Befriedigung und soziale Anerkennung erfährt.
Entwicklungsaufgaben (Havighurst)
Aufgaben und Probleme, die Menschen in verschiedenen Phasen ihrer Entwicklung (altersgradiert) bewältigen müssen.
Identitätsstatusmodell (Marcia)
Ein Modell, das die Identitätsentwicklung im Jugendalter basierend auf den Prozessen Exploration (Erkundung) und innerer Selbstverpflichtung beschreibt.
Moratorium (Identitätsstatus)
Ein Zustand der Unentschlossenheit, in dem verschiedene Alternativen ausgelotet werden, aber noch keine endgültige Selbstverpflichtung besteht.
Foreclosure (Ausschluss)
Ein Identitätsstatus, bei dem eine Festgelegtheit auf Werte und Ziele ohne vorherige eigene Erkundung erfolgt.
Diferentielle Stabilität
Das Verharren einer Person auf derselben relativen Position innerhalb ihrer Bezugsgruppe über mehrere Zeitpunkte hinweg.
Assimilation (Piaget)
Die Einordnung von Informationen aus der Umwelt in bereits bestehende kognitive Strukturen (Schemata) unter eventueller 'Verzerrung'.
Akkomodation (Piaget)
Die Anpassung oder Veränderung kognitiver Strukturen an die Welt, wenn neue Erfahrungen nicht mehr in vorhandene Schemata passen.
Äquilibration (Piaget)
Das Streben nach einem Gleichgewicht zwischen kognitiver Organisation (Strukturen) und den Anforderungen der Umwelt.
Objektpermanenz
Die im sensomotorischen Stadium erworbene Erkenntnis, dass Objekte auch dann weiter existieren, wenn sie nicht unmittelbar wahrgenommen werden.
Zentrierung
Ein Merkmal des präoperationalen Denkens, bei dem die Aufmerksamkeit nur auf ein hervorstechendes Merkmal gerichtet wird.
Invarianz (Erhaltung)
Die Fähigkeit des konkret-operationalen Denkens, zu erkennen, dass Mengen oder Gewichte trotz Formänderung gleich bleiben.
Metakognition
Die Fähigkeit, über das eigene Denken nachzudenken, Lernprozesse zu beobachten, zu bewerten und effektiv zu organisieren.
Zone der proximalen Entwicklung (Wygotski)
Die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Entwicklungsniveau einer Person und dem Potential, das durch Unterstützung fähigerer Personen erreicht werden kann.
Spiralcurriculum
Ein didaktisches Konzept von Bruner, bei dem Themen im Laufe der Schuljahre mehrmals auf jeweils höherem Anspruchsniveau wiederkehren.
+1-Konvention (Kohlberg)
Pädagogisches Prinzip, bei dem die moralische Entwicklung durch Argumente angeregt wird, die strukturell genau eine Stufe über dem aktuellen Stand des Lernenden liegen.
Just Community
Kohlbergs Ansatz einer 'Gerechten Gemeinschaft' in Schulen, die durch demokratische Teilhabe und kollektive Normen Moralität fördert.
Normalisierung (Montessori)
Der Prozess der Reorganisation innerer Abläufe, der dem Kind zu innerer Ruhe, Konzentration, Arbeitsfreude und Selbstständigkeit verhilft.
Sensible Phasen
Zeitlich begrenzte Perioden erhöhter Formbarkeit der Persönlichkeit für den Erwerb bestimmter Fähigkeiten (z. B. Sprache oder Ordnung).
Sanguiniker
Ein Temperamentstyp nach Galen (Blut), der als heiter und aktiv charakterisiert wird.
Phlegmatiker
Ein Temperamentstyp nach Galen (Schleim), der als apathisch, träge aber auch ausgeglichen und beherrscht gilt.
Choleriker
Ein Temperamentstyp nach Galen (gelbe Galle), der als aufbrausend, leicht erregbar und machtorientiert beschrieben wird.
Melancholiker
Ein Temperamentstyp nach Galen (schwarze Galle), der als traurig, trübsinnig, aber oft auch gründlich und gewissenhaft gilt.
Vertrauen vs. Misstrauen
Die zentrale Krise im Kleinkindalter (1. Lebensjahr) nach Erikson, deren erfolgreiches Bestehen zur Grundtugend Hoffnung führt.
Integrität vs. Verzweiflung
Die Krise des späten Erwachsenenalter nach Erikson, bei der es um die positive Bilanzierung des eigenen Lebens geht.