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Was versteht man unter Personalmanagement?
Teilbereich der Betriebswirtschaftslehre, der die Leistungserstellung (Wirtschaftlichkeit, bspw. Arbeitsanweisungen) im Betrieb sichert. Es umfasst Maßnahmen der Verhaltenssteuerung (bspw. Work-Life-Balance als Mittel zum Zweck) und Systemgestaltung in Bezug auf die Mitarbeitenden, damit die Organisation ihre Ziele ökonomisch bestmöglich (Kosten-Nutzen-Analyse; Kompetenzen statt Charakter suchen) verfolgt.
Es geht darum Humanressources (Kompetenzen) bereitzustellen und zielorientiert einzusetzen. Der Mensch wird nicht mehr als Homo Oconomicos gesehen, sondern eher als Blume, also Jemand der wächst und lebt. Deswegen ist das PA mittlerweile ein aktiver und integrierter Teil des Managementprozesses.
Nenne die vier Merkmale des Personalmanagements.
Primäre Managementaufgabe → Fachkraft (Billy) vs. Führungskraft (Lena)
Orientierung an ökonomischen Kriterien (Effizienz/ Wirtschaftlichkeit und Effektivität/ Wirksamkeit),
den Menschen als Ressource begreifen → Ist der Mensch eine Investition?
Maßnahmen der Verhaltenssteuerung und Systemgestaltung → bspw. Aufgabenverteilung, Einarbeitungskonzepte
Wo findet Personalmanagement statt?
Im gesamten Unternehmen. Führung von Mitarbeitenden übernehmen alle Führungskräfte, nicht nur die Personalabteilung (dezentrale Verhaltenssteuerung); die Systemgestaltung (Strukturen, Regeln, Prozesse wie Bonus-Systeme, Arbeitszeit- und Beurteilungsmodelle) lenkt diese.
Was sind die Ziele des Personalmanagements?
Ökonomisch orientiert:
Sicherstellung der Verfügbarkeit einer ausreichenden Menge qualitativ und quantitativ passender Humanressourcen für den Leistungserstellungsprozess,
effektiver und effizienter Ressourceneinsatz bei Maßnahmen wie Beschaffung, Entwicklung oder Freistellung.
Welche Bedeutung hat Arbeit für Organisation, Beschäftigte und Volkswirtschaft?
Organisation (Bertelsmann): Mittel zur Erreichung betrieblicher Ziele.
Beschäftigte (Ich): Sicherung der Existenz, soziale Kontakte, gesellschaftlicher Status, Stärkung des Selbstwertgefühls.
Volkswirtschaft (Staat): Grundlage für sozialen Ausgleich und das Funktionieren des Staates; eingebettet in die soziale Marktwirtschaft.
Was beschreibt das Spannungsverhältnis im Personalmanagement?
Das Spannungsverhältnis zwischen ökonomischen und sozialen Zielen.
Bspw.:
Home Office (Platzsparen vs. Isolierung)
KI (Effizienz vs. Entlassungen)
Entgeld-Gestaltung → Gehalt
→ mind. Marktüblich zahlen damit wettbewerbsfähig
Personalentwicklung → Folgen & Nebenentwicklung
→ Work-Life-Balance KEIN Wiederspruch
Nenne die Managementebenen und Felder des Personalmanagements nach Scholz (2014).
Ebenen: strategisch, taktisch, operativ.
Felder: Personalbedarfsbestimmung, Personalbeschaffung, Personalentwicklung, Personalführung, Personalfreisetzung, Personalveränderung, Personalbestandsanalyse, Personalkosten.

Welche Disziplinen liefern Input für das Personalmanagement (Interdisziplinarität)?
BWL, VWL, Pädagogik, Psychologie, Arbeitswissenschaften, Medizin, Jura, Soziologie und Organisational Behaviour.

Welche Risiken birgt eine einseitige Fokussierung im Personalmanagement?
Übertonung kurzfristiger ökonomischer Aspekte: günstige Produktion, aber unmotivierte und wechselwillige Beschäftigte
Übertonung sozialer Aspekte: hoch motivierte Mitarbeitende, aber wirtschaftliche Schieflage
Überbetonung langfristiger ökonomischer Aspekte: günstige Produktion auf Kosten von Kinderarbeit und Umweltzerstörung.
→ Balance & Gleichgewicht schaffen
Wofür steht die Abkürzung VUCA?
Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity.
Erkläre die vier VUCA-Begriffe.
Volatility: häufige, rasant an Tempo zunehmende Veränderungen.
Uncertainty: Ungewissheit, Zukunft und langfristige Planungen schwer vorhersagbar.
Complexity: komplexes, vernetztes Umfeld, Ursache und Wirkung schwer erkennbar.
Ambiguity: Mehrdeutigkeit, viele Lösungen statt einer, kein Standardprozess, Experimentieren und Lernen aus Fehlern.
→ dynamische Welt = Mitarbeiter sensibilisieren (Gelassenheit fördern, lernen zu lernen)

Was unterscheidet Old Work von New Work?
Old Work: ortsgebundenes Arbeiten, feste Arbeitszeiten und -orte, fixer Arbeitsplatz, hierarchische Karrierewege, Arbeit als Mittel zum Zweck.
New Work: mobile und digitale Arbeitsweise, flexible Arbeitszeitmodelle, offene Raumkonzepte, Karrieren im Zickzack, Sinnhaftigkeit, Umweltbewusstsein und Gerechtigkeit werden wichtiger.

Welche neuen (agilen) Arbeitsweisen fordert die neue Welt?
Mitarbeitende bekommen Eigenverantwortung
Menschen begegnen sich auf Augenhöhe
Arbeitsweisen passen sich flexibel an Situationen an
Schaffen einen fruchtbaren Boden für Innovationen.
Personalmanagement dient der Systemgestaltung - damit ist gemeint, ...
... dass Rahmenbedingungen, Regeln, Strukturen und Prozesse vorgegeben werden, die für die Menschen in der Organisation handlungsleitend sind (z.B. Zeiterfassungssystem). Es erfolgt eine indirekte Einfllussnahme
Personalmanagement dient der Verhaltenssteuerung. Damit ist gemeint, dass ...
... durch die direkte Führung der Führungskräfte das Verhalten der einzelnen Beschäftigten gesteuert werden kann.
Wie sind die Ziele des Personalmanagements ausgerichtet?
Es gibt ökonomische und soziale Ziele gleichermaßen. Es ist Aufgabe der Unternehmensleitung und den Führungskräften, einen bestmöglichen Ausgleich zu gestalten.
Stichwort: Effektivität & Effizienz
Anhand welcher vier Aspekte charakterisieren wir Personalmanagement?
(Achtung: Ggf. gibt es in Ihrem betrieblichen Umfeld Abweichungen dazu! Reflektieren Sie das gern kritisch.)
- Personalmanagement ist eine primäre Managementaufgabe.
- Personalmanagement orientiert sich an ökonomischen Kriterien (Effizienz und Effektivität).
- Personalmanagement soll den Menschen als Resource begreifen.
- Personalmanagement umfasst Maßnahmen der Verhaltenssteuerung und Systemgestaltung
Wie sieht die Systematik des Personalmanagements nach SCHOLZ aus?
Sie beschreibt 9 (Themen-) Felder des Personalmanagements, die jeweils über die 3 Management-Ebenen (strategisch, taktisch, operativ) sowie die 2 Dimensionen (Verhalten/ Mensch und Information) zu betrachten sind.

Unterscheide zwischen den beiden Begrifflichkeiten: “Effizienz” und “Effektivität”

Was sind die Anforderungen ans Personal Management nach dem Trend-Barometer?
strategisches Denken
Digitales Wissen
Empathie
…

Beschreibe eine Disziplin und den Bezug zum Personalmanagement. Stelle einen Bezug zu dir selbst her
Eine Disziplin ist die “Medizin”. Diese könnte man als “Werkstatt des Körpers” bezeichnen und dient der Erhaltung und Förderung der Gesundheit. Fürs PA wichtig im Bezug auf Arbeitsmedizin, Prävention, Belastungsanalyse und betriebliches Gesundheitsmanagement.
Für mich bedeutet das, dass es zur Vorsorge höhenverstellbare Tische gibt (aber ohne gesetzlichen Anspruch), Gesundheits- & Sportkurse angeboten werden. Des Weiteren gibt es einen internen Betriebsarzt, sowie das Angebot für Grippeimpfungen im Winter.
Definiere den Begriff “Interdisziplinarität” und beziehe in auf das PA
Interdisziplinarität bezeichnet die kooperative Nutzung und Weiterentwicklung von Ansätzen, Denkweisen oder zumindest Methoden verschiedener wissenschaftlicher Fachrichtungen.
Bedeutet, dass andere Disziplinen zur Verhaltenssteuerung und von Systemgestaltung genutzt werden kann. Bspw. Medizin → höhenverstellbare Tische als Systemgestaltung.
Motivation der Mitarbeiter → Psychologie, Soziologie, Pädagogik
Interaktion mit Anderen → Soziologie, Organisational Behavior
kritisches Denken/ Hinterfragen/ Bewerten von Strukturen/ Handlungen → BWL, Philosophie, Kosten-Nutzen
VWL-Aspekt