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Teilgebiete der Bauphysik
Baulicher Wärmeschutz, Sommerlicher Wärmeschutz, Feuchteschutz, Schallschutz/Bauakustik, Raumakustik, Schallimmissionsschutz, Lichtplanung und Brandschutz.
Sättigungsdampfdruck (p_sat)
Der maximal mögliche Wasserdampfpartialdruck bzw. Wasserdampfgehalt der Luft, der stark von der Lufttemperatur abhängt.
Wärmedurchlasswiderstand R
Berechnet sich zu R = d / λ, wobei d die Schichtdicke in Metern und λ die Wärmeleitfähigkeit ist.
Wärmedurchgangskoeffizient U
Berechnet sich zu U = 1 / R_T, wobei R_T = R_si + ΣR_i + R_se.
Werte für inneren (R_si) und äußeren (R_se) Wärmeübergangswiderstand
R_si = 0,13 m²K/W und R_se = 0,04 m²K/W beim Standard-U-Wert einer Außenwand.
Schimmelrisiko und Tauwasser
Schimmelrisiko besteht bereits ab ca. 80 % relativer Feuchte; Tauwasser bildet sich erst bei 100 % relativer Feuchte.
Mindestwärmeschutz über Temperaturfaktor f_Rsi
f_Rsi = (θ_si − θ_e) / (θ_i − θ_e) ≥ 0,70.
Pettenkofer-Grenze
CO₂-Grenzwert zur Beurteilung der Raumluftqualität, ab dem die Leistungsfähigkeit nachlässt: 1000 ppm (0,1 Vol.-%).
Operative Temperatur
θ_op ≈ (θ_Luft + θ_Strahlung) / 2.
Diffusionswiderstandszahl μ
Gibt an, um wie viel mehr der Baustoff den Dampftransport hemmt im Vergleich zu ruhender Luft. Die äquivalente Luftschichtdicke ist s_d = μ · d.
Klassifizierung einer Schicht nach DIN 4108-3
Eine Schicht mit s_d-Wert ≤ 0,5 m wird als diffusionsoffen klassifiziert.
Wärmeleitfähigkeit λ bei steigender Baustofffeuchte
λ steigt mit zunehmender Feuchte, wodurch der Wärmedurchlasswiderstand R sinkt.
Feuchtebereiche in Baustoffen
Eingeteilt in Sorptionsbereich (0–95 % r. F.), Kapillarbereich (u_95 bis freie Wassersättigung u_f) und Übersättigungsbereich (u_f bis maximaler Wassergehalt u_max).
Glaser-Feuchteschutznachweis
Bricht ab, wenn die berechnete Tauwassermasse M_c > 0,5 kg/m² bei nicht kapillar aufnahmefähigen Schichten beträgt.
Grundregel für Schichtenfolge beim Feuchteschutz
"Innen dichter als außen" – innen größere Dampfdiffusionswiderstände (s_d), außen größere Wärmewiderstände (R).
g-Wert einer Verglasung
Den Gesamtenergiedurchlassgrad: Summe aus direkt transmittierter Sonnenstrahlung und sekundärer Wärmeabgabe der erwärmten Scheibe nach innen.
GEG-Nachweisgrößen Q_p und H′_T
Für Wohnneubauten: Q_p ≤ 0,55 · Q_p,Ref (Primärenergiebedarf) und H′_T ≤ 1,0 · H′_T,Ref (spezifischer Transmissionswärmeverlust).
Blower-Door-Luftwechselrate n₅₀ Grenzwerte
n₅₀ ≤ 3,0 h⁻¹ für Gebäude ohne raumlufttechnische Anlage; n₅₀ ≤ 1,5 h⁻¹ für Gebäude mit raumlufttechnischer Anlage.
Stefan-Boltzmann-Gesetz
M = σ · T⁴, mit σ = 5,67 · 10⁻⁸ W/(m²K⁴) und T in Kelvin.
In einem geschlossenen System nimmt die Entropie nicht ab; spontane Prozesse laufen stets in Richtung des Ausgleichs / größerer Unordnung.
Kriterium für Trocknungsreserve nach Glaser
M_c + 0,100 kg/m² ≤ M_ev bei Wänden; M_c + 0,250 kg/m² ≤ M_ev bei Dächern.
Behandlung eines stark belüfteten Bauteils (z. B. VHF)
Die belüftete Luftschicht und alle dahinterliegenden Außenschichten werden wärmetechnisch vernachlässigt.