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Welche Arten von Atomen gibt es? (kleinste Bausteine menschlicher Körper)
Wasserstoff
Kohlenstoff
Sauerstoff
Stickstoff
Moleküle des menschlichen Körpers
2.größte Einheit, setzen sich meist aus Atomen bzw. Atomverbänden zusammen
Proteine
Kohlenhydrate (=Einfach-, Zweifach- oder Mehrfachzucker)
Lipide (=Fette)
Organellen
3.größte Einheit
Zusammenschluss vieler chemischer Verbindungen u.a. aus Molekülen
Bestandteile der Zelle
Welche Organsysteme (in Verbindung zum Stütz & Bewegungsapparat) hat der Körper?
Haut
Nervensystem
Endokrinsystem (Hormonsystem)
Fortpflanzungssystem
Harntrakt
Verdauungssystem
Kardiopulmonales System
Atmungssystem
Immunsystem
Körperabschnitte
Körperstamm: Caput (Kopf), Collum (Hals), Truncus (Rumpf)
obere Extremitäten
untere Extremitäten
Unterteilung Truncus (Rumpf)
Thorax (Brust)
Abdomen (Bauch)
Pelvis (Becken)
Was sind die serösen Höhlen?
schmale Spalträume, mit seröser Flüssigkeit gefüllt
ausgekleidet mit spezieller Deckschicht (Serosa), produziert seröse Flüssigkeit
gewährleistet Verschieblichkeit der Organe
Welche serösen Höhlen gibt es?
Pleurahöhlen (umschließen die Lunge)
Periakardhöhle (umschließt das Herz)
Peritoneum umgibt Peritonealhöhle (innere Organe)
Welche Grundeigenschaften haben Zellen?
haben eigenen Stoffwechsel
können Reize empfangen & senden
teilen sich mehrere Millionen mal pro Stunde
Zelle - Anzahl, Neubildungsrate & Typen
Anzahl: 100Billionen im menschlichen Körper
Neubildungsrate: 50Millionen/Sekunde
Typen: über 200
Zellen - Gemeinsamkeiten
Zellstoffwechsel (metabolisch)
Zellteilung
Anpassungsfähigkeit
Zelltod
Größe einer Zelle
5µm - 150µm
Grundbauplan Zelle
Plasmalemm (Zellmembran)
Zytosol (Grundsubstanz)
Nucleus (Zellkern)
Zellorganellen („Organe“) → Bestandteile des Zytoplasmas
Aufgabe Plasmalemm (Zellmembran) & passender Fachbegriff
auch genannt „Einheitsmembran“
regelt Stoffaufnahme & -abgabe
Zellkommunikation & Signalübertragung
Semipermeabilität (=Halbdurchlässigkeit) oder „selektive Permeabilität“
Aufbau Plasmalemm
2 Lipidmolekülschichten (jew. Köpfchen & Schwänzchen)
Köpfchen: hydrophil, außerhalb der Doppelschicht
Schwänzchen: hydrophob, zueinander zeigend
Membranproteine (lagern sich zwischen Lipidmolekülen ab):
Rezeptorproteine: Signalempfang
Kanalproteine: Aktionspotential, Ionenhaushalt
Trägerproteine: Glukoseaufnahme, Energiebereitstellung
Glycocalix (Kohlenhydrate außen an der Zelle) → Schutz & Zellkontakt

Was enthält der Nucleus (Zellkern)?
reguliert den Zellstoffwechsel
enthält verschlüsselt: DNA (46 Chromosome), RNA & Proteine
fast alle Zellen haben einen Zellkern (Skelettmuskeln über 1000), außer Erythrozyten
Warum haben Skelettmuskelzellen so viele Zellkerne?
Skelettmuskelfasern entstehen durch die Verschmelzung vieler Myoblasten und sind deshalb multinukleär.
Sie können hunderte bis über 1000 Zellkerne besitzen, um die hohe Muskelproteinsynthese in der großen Zelle zu ermöglichen.
Begriff:
👉 Myonuclear Domain = Bereich der Muskelfaser, der von einem Zellkern versorgt wird.
Aufbau Zellkern
Kernmembran (2 Einheitsmembranen, durchbrochen von Kernporen)
Nuklear-Sol (Karyolymphe), bestehend aus Proteinen
Kernkörperchen - Nukleolus/e (spielt eine wichtige Rolle bei Ribosomenproduktion)
Basen der DNA
Adenin
Thymin
Guanin
Cytosin
→ bilden DNA-Code
→ AT GC - Anderer Tag, Gleiche Chaya
Wofür steht „DNA“, wie ist sie aufgebaut & aus welchen Stoffen besteht sie?
Desoxyribonucleinsäure
Doppelhelix
besteht aus 4 verschiedenen Basen: Adenin, Thymin, Guanin, Cytosin
diese sind in einer bestimmten Reihenfolge & bilden somit einen Code
Woraus besteht das Zytoplasma?
Gesamtes Zell-Inneres ohne Kern:
Zytosol (salzhaltige Lösung, 80-85% Wasser)
Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Ionen, Enzyme
50% des Zellvolumen
Zellorganellen
Zytoskelett
Welche Zellorganellen gibt es?
Ribosomen
Endoplasmisches Retikulum
Golgi-Apparat
Lyosomen
Mitochondrien
Zentriolen
Paraplasma
Ribosomen (Zellorganell)
Form: kleines Korn (kleine & große Untereinheit)
Vorkommen: Zytoplasma (frei), Mitochondrium, endplasmisches Retikulum (gebunden)
Aufgabe:
Ort der Proteinbiosynthese („Translation“: Übersetzung des mRNA-Codes in die Aminosäuresequenz der Proteine)
Untereinheiten kommen erst bei Proteinbiosynthese zusammen
Endoplasmisches Retikulum lat.: reticulum; rete = Netz (Zellorganell)
Form: stark verzweigtes System aus Hohlräumen & Kanälchen
Vorkommen: von Kernhülle ausgehend, verteilt im ganzen Zytoplasma (außer bei Erythrozyten)
Aufgabe:
Raues ER: Proteinsynthese (mithilfe gebundener Ribosomen) & Weiterleitung ans Golgi
Glattes ER: Lipidsynthese, Entgiftung & Calciumspeicherung
Transport von Stoffen innerhalb der Zelle via Vesikel
Merke: es gibt „rauhes ER“ & „glattes ER“

rauhes vs glattes ER
Rau: mit Ribosomen besetzt → vorwiegend zur Proteinbiosynthese
Glatt: keine Ribosomen → Lipid- & Hormonsynthese, Kalziumspeicher (Muskulatur), Entgiftungsvorgänge
Definition Synthese
Aufbau einer komplizierten Verbindung aus einfachen Stoffen
Golgi-Apparat (Zellorganell)
Form: Summe mehrerer Membranstapel, darauf sitzen die Vesikel (kleine Bläschen)
Vorkommen: Kernnah (in allen sektorisch aktiven Zellen; besonders: Drüsenzellen)
Aufgabe:
empfängt Stoffe vom ER (Kohlenhydrate für Glycocalix & Proteine)
wandelt diese Stoffe um & schleust sie via Vesikel aus der Zelle
produziert Lyosomen
baut neue Membranteile auf (verschmelzen beim ausschleusen mit der Zellmembran)
Merke: Versand- & Verpackungssystem - nimmt, verarbeitet & sendet Rohware von ER nach draußen oder „in“ die Membran

Lyosomen (Zellorganell)
Form: membranumgebene Bläschen
Vorkommen: an ER / Golgi-Apparat; z.B. tätig bei eitrigen Entzündungen
Aufgabe:
enthalten Enzyme (Biokatalysatoren), die stoffwechselreaktionen beschleunigen ohne selbst verbraucht zu werden → saures Milieu (PH>5)
lösen zellfremde Stoffe & untauglich gewordene zelleigene Organellen auf
führen Abbauprodukte dem Zytoplasma hinzu
Merke: Verdauungsorgane & Recyclinganlage der Zelle - was nicht mehr taugt (fremd oder kaputt), wird zerlegt & recycled

Mitochondrien (Zellorganell)
Form: kleine längliche Gebilde bestehend aus zwei innerlich stark aufgefaltenen Membranen
Vorkommen: Zytoplasma (außer in Erythrozyten & Knorpelzellen nur wenige)
Aufgabe:
ATP-Synthese aus Proteinen, Kohlenhydraten & Fetten
ATP= Energielieferant für alle Stoffwechselvorgänge der Zelle, Proteinsynthese & Muskelkontraktionen
je mehr Mitochondrien eine Zelle hat, desto größer ihr Energiebedarf
Merke:
Kraftwerk der Zelle
eigene ringförmige DNA

Zytoskelett - Form und Filamenttypen
Form: Faden- & Röhrenförmige Strukturen (Mikrofilamente, Intermediärfilamente & Mikrotubuli)
Vorkommen: in Zytoplasma - bildet eine Art Skelett
Filamenttypen:
Mikrofilamente
Intermediärfilamente
Mikrotubuli
Merke: Skelett der Zelle; bei Muskelzellen extrem viele & geordnet → Kontraktion
Mikrofilamente (Zytoskelett - Filamenttypen)
dünnste Filamente (~7nm)
auch genannt: Aktinfilamente
geben der Zelle Form und mechanische Stabilität
ermöglichen Zellbewegung (z.B. Wanderung von Immunzellen)
bei Muskelzellen dann spezialisiert für Kontraktion
Intermediärfilamente (Zytoskelett - Filamenttypen)
mittlere Dicke (~10nm)
rein strukturell — halten die Zelle zusammen unter mechanischem Stress
z.B. Keratin in Hautzellen, Vimentin in Bindegewebszellen
Mikrotubuli (Zytoskelett - Filamenttypen)
dickste (~25nm), röhrenförmig
“Autobahn” der Zelle — Transport von Vesikeln und Organellen
wichtig bei der Zellteilung (Spindelapparat zieht Chromosomen auseinander)
bilden auch Cilien und Flagellen
Zentriolen (Zellorganell)
Form: 9 parallel gelegene Röhrchen (Mikrotubuli) = 1 Zentriol (Zentralkörperchen)
Vorkommen: meist paarweise nahe dem Zellkern
Aufgabe: bilden Spindelfasern (wichtig für Zellteilung → beeinflussen die Chromosomenbewegung / -aufteilung)
→ positionieren sich an den gegenüberliegenden „Zellpolen“ & arbeiten wie 2 Kräne
Paraplasma
Form: Einschlüsse in der Zelle
Vorkommen: Zellinneres
Aufgabe:
vorübergehende bzw. Komplette Speicherung von Stoffwechselprodukten, die aktuell keine Verwendung haben
z.B.: Glykogen, überschüssige Lipide (durch Nahrung), Proteine
Merke: „RAM“ der Zelle
Proteinbiosynthese - Ziel & Phasen
Ziel: Reproduktion eines bestimmten Proteins
Problem: DNA kann Zellkern nicht verlassen
Also:
Transkription
Translation
Proteinbiosynthese - Transkription (Phase 1)
bestimmter Teil der DH wird enzymatisch aufgebrochen
daraus wird eine messenger-RNA (mRNA) gebildet (Übersetzung/Kopierung)
Wofür steht RNA & wie ist sie aufgebaut?
Ribonukleinsäure
Ort: Zellkern → Zytoplasma
Struktur: Einzelstrang
Funktion: „Bauplan“
Proteinbiosynthese - Translation (Phase 2) - Schritte
Initiation
Elongation
Termination
Initiation (Proteinbiosynthese - Translatation)
mRNA verlässt Zellkern & trifft auf Ribosom
kleine & große Untereinheit „umarmen“ mRNA-Strang
Elongation (Proteinbiosynthese - Translatation)
Transfer-RNA (tRNA) liest „Basencode“ ab
tRNA reproduziert den Code durch freie Aminosäuren aus dem Zytosol
tRNA steckt in Ribosom

Termination (Proteinbiosynthese - Translatation)
Polypeptidkette enstanden (min. 20 Aminosäuren am Stück)
Ribosom trennt sich wieder

Proteinarten des menschlichen Körpers
Strukturproteine → Kollagen, Aktin, Myosin (Aufbau & Stabilität)
Motorproteine → Kinesin, Dynein, Myosin (Bewegung & Transport)
Transportproteine → Hämoglobin (O₂-Transport)
Hormonproteine → Insulin, HGH (Steuerung & Adaptation)
Regulierende Proteine → Enzyme, Rezeptoren, Signalproteine
Immunproteine → Antikörper (Abwehr)
Speicherproteine → Casein
⚠ Sportrelevant: Struktur-, Motor-, Transport- & Hormonproteine
Intra- vs Extrazellulärraum
Intrazellulär = in der Zelle (Zytosol)
Extrazellulär = außerhalb der Zellen (Außenmedium - 3 Teile)
Teilbereiche extrazellulärer Raum
Plasmaraum (Intravasalraum): ca. 2,7L Plutplasma in den Blutgefäßen
interstitieller Flüssigkeitsraum (Zwichenzellenraum):
ca. 10L zähflüssige Substanz
umschließt die meisten Zellen
transzellulärer Raum:
ca. 2L Flüssigkeit
Liquor von: Gehirn, Rückenmark, Synovialflüssigkeit, Kamerwasser der Augen
Was beschreibt der Plasmaraum?
auch genannt: Intravasalraum
ca. 2,7 Liter Blutplasma
wesentlicher Teil des extrazellulären Raums
Was beschreibt den interstitiellen Flüssigkeitsraum?
Zwichenzellenraum
ca. 10 Liter zähflüssige Substanz
umschließt die meisten Zellen
liegt zwischen Zellen
Was beschreibt der transzelluläre Raum?
ca. 2 Liter Flüssigkeit
umfasst Liquor, Synovialflüssigkeit, Kammerwasser der Augen
Teil des extrazellulären Raums
Wasseranteil & -verteilung des menschlichen Körpers
ca. 60% Wasseranteil von BW:
davon Zytosol: ca. 2/3
davon extrazellulär: ca. 1/3
Welche Zellarten sind nicht reproduzierbar?
Herzmuskelzellen (z.B. nach Infarkt)
Nervenzellen (z.B. durch Alter, Parkinson- / Alzheimerkrankheit)
Definition Histologie
griech. histós = Gewebe
beschäftigt sich mit den verschiedenen Geweben von Lebewesen
Gewebetypen Mensch
Epithel- / Deckgewebe
Binde- & Stützgewebe
Muskelgewebe
Nervengewebe
Binde- & Stützgewebe - Arten
Bindegewebe:
lockeres, straffes & retikuläres Bindegewebe
Fettgewebe
Knorpel- & Knochengewebe
Stützgewebe:
Knorpel
Knochen
Muskelgewebe - Arten
glatte Muskulatur (innere Organe)
quergestreifte Muskulatur
quergestreifte Herzmuskulatur
Epithelgewebe - Arten
oberflächenbildende Epithelien
Drüsenepithelien
Sinnesepithelien
oberflächenbildende Epithelien / Deckephitelien (Ephitelgewebe - Arten)
Wo: bedecken äußere & innere Körperoberflächen
Aufgabe:
Schutz vor Wasserverlust & Umwelteinflüssen
Stoffaustausch
Beispiele: Haut, Haare, Nägel, Magen-Darm-Trakt, Gallen- & Harnblase, Herzinnenräume
Drüsenepithelien (Ephitelgewebe - Arten)
Wo: Drüsen (lat. = Glanduale)
Aufgabe:
Bildung & Abgabe von Sekreten
exokrin: Sekret an Oberfläche von Haut, Schleimhäuten & innere Hohlräume
endokrin: Hormonabgabe ins Blut oder Lymphbahnen
Beispiele:
exokrin: Schweiß, Tränen, Talg, Verdauung
endokrin: Schilddrüse, Nebenniere
Sinnesephitelien (Ephitelgewebe - Arten)
Wo: Sinnesorgane
Aufgabe: Reizaufnahme & Weiterleitung an spezielle Nervenzellen
Beispiele: Netzhaut (lichtaufnehmende Stäbchen & Zapfen), Ohr, Zunge
Binde- vs Stützgewebe
Bindegewebe: Fettgewebe, Sehnen, elastische Bänder
Stützgewebe: Knochen, Knorpel, Zahngewebe
Interzellularsubstanz - Definition
Eine sich zwischen den Zellen befindliche, je nach Funktion flüssige, halbfeste oder feste Substanz.
Besteht aus: ungeformte Grundsubstanz & geformten Fasern
Fasertypen (Interzellularsubstanz) - Binde- & Stützgewebe
Kollagene Fasern (parallel angeordnete Fibrillen)
Retikuläre Fasern (dehnbare, dreidimensionale Gerüste → Organe, Muskeln, Basalmembran)
Elastische Fasern (1,5-fach Dehnbar; z.B. Lunge; Blutgefäße, Haut)
Bindegewebe - Aufgabe
Binde- & Stoffwechselfunktionen
umgibt Organe & füllt Hohlräume (Verbindung von Gewebe & Organen)
Wundheilung (Leukozyten)
Speicherung Gewebswasser
Lipidgewebe - Aufgabe
→ Sonderform des retikulären Bindegewebes
weißes Fettgewebe:
Baufett: mechanisch beanspruchte Körperregionen, Umhüllung von Organen
Speicherfett: Energiespeicher
Knorpelgewebe - Arten
Hyaliner Korpel
Elastischer Knorpel
Faserknorpel
Was ist ein „hyaliner Knorpel“ & was ist seine Besonderheit?
→ hyalin = durchscheinend, glasartig
häufigste Knorpelart
Rippenknorpel, Kehlkopfgerüst, Luftröhre & Bronchien & Gelenkknorpel
Nährstoffversorgung über Knorpelhaut (außer bei Gelenkknorpel → Diffusion)
Was ist das Perichondrium und aus welchen Schichten besteht sie?
Umhüllt die meisten Knorpel → Ausnahmen: Gelenkknorpel, Faserknorpel
Außen → fibröse Schicht: Kollagenfasern, Schutz & Stabilität
Innen → chondrogene Schicht: Chondroblasten → Wachstum & Regeneration
Knorpel ist gefäßlos → Nährstoffversorgung per Diffusion über Perichondrium
Was ist ein „elastischer Knorpel“ & was ist seine Besonderheit?
→ mehr elastische Fasern & Fasernetze als Hyaliner Knorpel, sehr biegsam
Ohrmuschel & -trompete, Kehldeckel, Teil des Kehlkopfskeletts
Was ist ein „Faserknorpel“ & was ist seine Besonderheit?
→ Gemisch aus kollagenen Fasern & hyalinem Knorpel
Basis für: Bandscheiben, Menisci, Disci (Gelenkzwischenscheiben)
viel Kollagen Typ-1
Woraus besteht das „Knochengewebe“ & welche 2 Arten gibt es?
→ besteht aus Knochenmatrix (= kollagene Fasern, Wasser, viel Kalzium, Phosphat, anorganische Kalksalze) & Knochenzellen (Osteozyten)
Knochengewebe ist gut durchblutet (deswegen auch heilfähig)
Verbindung zu den Blutgefäßen über Zellfortsätze & Knochenhaut (Periost)
Geflechtknochen: embryonale Entwicklung & Wachstumsphase
Lamellenknochen: Erwachsenen-Skellett

Nervengewebe - Arten
Neuronen
Gliazellen
Neuronen (Nervengewebe) - grundlegende Eigenschaften
erzeugen & weiterleiten elektrischer Signale über die Zellmembran
Dendriten & Axone (Zellfortsätze) bilden Kontaktstellen zu anderen Nerven-, Drüsen- & Muskelzellen (diese Verbindung heißt Synapse)
Was ist die „Genexpression“ & was hat sie mit der Zelladaption zutun?
Alle Körperzellen → identische DNA, aber unterschiedliche Genaktivität
Steuerung der Genexpression → Hormone, Epigenetik, mechanische Belastung
Training → Genaktivierung → Proteinbiosynthese → Zelladaptation
Beispiel: Krafttraining → ↑ Aktin & Myosin → Hypertrophie
Zelladaptation (reversibel) ≠ Zelldifferenzierung (irreversibel)
Was sind „Gliazellen“ und was für eine Rolle spielen sie für das Nervensystem?
Nervengewebe = Neuronen + Gliazellen
Gliazellen → nicht erregbar, aber unverzichtbar
Funktion → Versorgung, Schutz, Strukturstabilität
⚠ Mehr Gliazellen als Neuronen im Gehirn
Merkhaken: Glia = griech. „Leim” 🔩 – halten Nervensystem zusammen
Welche Arten „Gliazellen“ gibt es & was sind ihre Aufgaben?
1. Astrozyten
→ größte Gliazellen
→ bilden die Blut-Hirn-Schranke mit, versorgen Neuronen mit Nährstoffen
2. Oligodendrozyten (ZNS) / Schwann-Zellen (PNS)
→ bilden die Myelinscheide → schnelle Signalleitung
3. Mikroglia
→ Immunzellen des Gehirns → räumen Zelltrümmer und Erreger ab
4. Ependymzellen
→ kleiden die Hirnventrikel aus → produzieren Liquor (Gehirnwasser)
Merke: Astro = Versorgung, Oligo/Schwann = Isolation, Mikro = Immunabwehr, Ependym = Flüssigkeit.
Astrozyten (Gliazellen - Arten)
Sternförmig, häufigste Gliazelle im ZNS
Funktion: Blut-Hirn-Schranke, Nährstoffversorgung, K⁺-Pufferung
Bilden Narbengewebe nach ZNS-Schäden (Glianarbe)
Oligodendrozyten (Gliazellen - Arten)
ZNS-Gliazelle, bilden Myelinscheiden
Ein Oligodendrozyt versorgt mehrere Axone (im Gegensatz zu Schwann-Zellen im PNS)
Ermöglichen schnelle saltatorische Erregungsleitungg und verbessern die Signalübertragung im Nervensystem
Mikroglia (Gliazellen - Arten)
“Immunzellen” des ZNS, phagozytieren
Beseitigen Zelltrümmer, Krankheitserreger, defekte Synapsen
Aktivierung bei Entzündung/Verletzung
Ependymzellen (Gliazellen - Arten)
Bilden Epithel der Hirnventrikel & Zentralkanal (Rückenmark)
Produzieren/zirkulieren Liquor (Cerebrospinalflüssigkeit)
Tragen Zilien → Liquorzirkulation
Was sind die Unterschied zwischen Neuronen & „normalen“ Zellen?
Neuron = Nervenzelle
Zellemembran kann elektrische Signale erzeigen & weiterleiten
spezielle Zellfortsätze: Dendriten & Axone (Synapsen)
ausgereifte Neuronen können sich nicht mehr teilen
Aufbau eines Neurons
Eingangsseite: Zellkörper → Dendriten
Ausgangsseite: Axon → präsynaptische Endköpfe

Wie werden Gliazellen noch genannt & was ist ihre Funktion?
→ auch genannt: Stützzellen
→ Funktionen:
Schutzfunktion für die Neurone
bilden Gesamtheit des Nervenhüllgewebes
Wo kommen Gliazellen großteilig vor?
ZNS
Was ist eine Markscheide & wo befindet sie sich?
auch genannt: Myelinscheide
besteht aus Fett-Eiweiß-Gemisch
Wo? → wickelt sich um Axon der peripheren Nervenzelle
→ erhöht Leitgeschwindigkeit
afferente Nervenfaser
Peripherie → ZNS
efferente Nervenfaser
ZNS → Peripherie
bei Muskel: motorische Nervenfaser
Was bedeutet „Synapse“ ?
Verbindung von:
präsynaptsicher Endkopf + Rezeptor eines anderen Neurons
Wie arbeitet eine „Synapse“ ?
präsynaptischer Endkopf wandelt elektrisches in chemisches Signal (Acetylcholin - ACh)
synaptischer Spalt wird überbrückt
nikotinischer Rezeptor wandelt ACh in Aktionspotential um
Wie nennt man die Botenstoffe, die bei der „synaptischen Übertragung“ arbeiten?
Neurotransmitter
Wie nennt man Synapsen, die aus einer efferenten Nervenfaser und einer Muskelzelle bestehen?
motorische Endplatte

Arten des Muskelgewebes
quergestreifte Skelettmuskulatur → willkürlich
glatte (Eingeweide-)Muskulatur → unwillkürlich
quergestreifte Herzmuskulatur → unwillkürlich
Welche Ausmaße hat eine Muskelzelle bzw. -faser?
Dicke: 10-15µm
Länge: bis zu 15cm
Was ist eine Myofibrille?
(griech. myós, Myo = Muskel; Fibrille = kleine Faser)
→ fadenförmige Eiweißstruktur, parallel in Längsrichtung liegend
Woraus besteht eine Myofibrille?
besteht aus 2 „Myofilamenten“
Aktinfilamente
Myosinfilamente
→ diese liegen abwechselnd übereinander, daher der Name „quergestreifte M.“
Was ist die nächste Untereinheit hinter den Myofilamenten & wie werden sie begrenzt?
Sarkomere
werden durch Z-Scheiben begrenzt
Was ist eine Z-Scheibe?
aktinhaltige Zwischenscheibe
Wie werden Aktinfilamente noch genannt?
Isotrope
Bedeutung von „Isotrop“
= gleiche chemische Eigenschaft aufweisend
→ helle Farbe
Wie nennt sich die Zone, bei der Aktin- & Myosinfilamente überlappen?
anisotroper oder A-Streifen
→ dunkle Farbe
Was ist „Titin“ und was ist seine Aufgabe?
Strukturprotein
→ hält Ruhespannung der Myosinfilamente