Höhentraining Text Fragen

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1.       Was versteht man unter der „klassischen Höhentrainingsmethode"?

Die klassische Höhentrainingsmethode ist „Live High – Train High“ (LHTH). Dabei leben und trainieren Athleten in der Höhe.

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1.       Nenne zwei Studien, die eine erhöhte Leistungsfähigkeit nach LHTH im Flachland bestätigen.

* Svedenhag et al.: Verbesserungen bei Elitelangläufern nach 4 Wochen auf 1900 m.

* Mizuno et al.: Verbesserte Laufzeit bis zur Erschöpfung nach 14 Tagen Höhentraining.

3
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1.       Nenne zwei Studien, die keine verbesserte Leistungsfähigkeit nach LHTH im Flachland bestätigen.

Jensen et al.: Keine Verbesserung von VO₂max oder Leistungsfähigkeit.

* Gore et al.: Keine Erhöhung der Hämoglobinmasse oder VO₂max.

4
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Wann und von wem wurde „Live High – Train Low“ erstmals vorgestellt?

Das Konzept wurde erstmals von Levine und Stray-Gundersen vorgestellt und wissenschaftlich beschrieben. Die erste Veröffentlichung stammt aus dem Jahr 1991, die bekannte Hauptstudie erschien *1997*. 

5
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Was bewirkt eine Abnahme der Sauerstoffsättigung (SaO₂) des arteriellen Blutes?

Eine verringerte SaO₂ führt zu einer geringeren Sauerstoffversorgung des Körpers und stimuliert die Ausschüttung von Erythropoietin (EPO).

6
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1.       In welcher Meereshöhe wird die „Reizschwelle“ für eine relevante Zunahme des EPO angenommen?

Die Reizschwelle wird bei etwa 2000–2500 m Höhe angenommen. Die ideale Aufenthaltshöhe für einen ausreichenden hypoxischen Reiz liegt bei ca. 2300–2500 m.

7
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1.       Was bewirkt ein Anstieg des Hormons Erythropoietin (EPO)?

 EPO stimuliert die Erythropoese, also die Bildung roter Blutkörperchen. Dadurch steigen Erythrozytenvolumen und Hämoglobinmasse und der Sauerstofftransport verbessert sich.

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1.       Welche Ursachen werden für die Reduktion des Plasmavolumens genannt?

Flüssigkeitsverluste durch eine Reduktion der Plasmaproteine.

* Erhöhte diuretische Prozesse (verstärkte Harnausscheidung).

9
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1.       Was zählt zu den größten Nachteilen eines Ausdauertrainings in der Höhe?

In der Höhe können bei längeren Belastungen nicht dieselben Bewegungsgeschwindigkeiten bzw. absoluten Trainingsintensitäten erreicht werden wie im Flachland.

10
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1.       Warum stellt die gleiche absolute Belastung in der Höhe relativ gesehen eine höhere Belastungsintensität dar?

Da die Sauerstoffsättigung (SaO₂) sinkt, muss der Körper die gleiche Leistung mit höherer Herzfrequenz und größerer physiologischer Beanspruchung erbringen. Daher wird dieselbe absolute Belastung relativ anstrengender.

11
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1.       Was konnten Nummela und Rusko (2000) bei 400-m-Eliteläufern zeigen?

Nach zwei Wochen LHTL verbesserten sich:

* die 400-m-Laufzeit,

* und die Laktatwerte bei submaximaler Belastung wurden reduziert.

12
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1.       Was sollen Athleten vor und nach einem Höhentrainingslager berücksichtigen?

Vor dem Höhentrainingslager:

* Gut erholt, gesund und gut trainiert anreisen.

* 1–2 Erholungstage vor dem Lager einplanen.

 

Nach dem Höhentrainingslager:
* Zunächst 1–2 Tage Ruhephase.

* Danach schrittweise Belastungssteigerung.

* Wichtige Wettkämpfe optimal timen (oft 16–24 Tage nach dem Lager).