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Wurstfinger, Tüpfelnägel, Hautläsionen (rot mit Silberschuppen)
Psoriasis-Arthritis andenken
Was ist das Kerzenwachs-Phänomen?
Rote Flecken mit weißen Schuppen
Prädilektionsstellen der Psoriasisplaques
Streckseite Arme/Beine, Knie und Ellbogen, Ohr, Kopfhaut, Gesäßfalte
Typische Klinik der Psoriasis-arhtritis
Strahlenförmiger Befall der Finger INKLUSIVE DIP
Daktylitis
Tüpfelnägel und Ölflecke
Morgensteifigkeit
Pseudoguttöse Attacken
Auspitz-Phänomen
Schleichender Beginn vor dem 40. LJ
Laufen Hautmanifestationen und Gelenksbeteiligung der Psoriasisarthritis parallel ab?
NEIN! zuerst Hautmanifestation, dann Gelenke.
Wie häufig WS-Befall bei Psoriasisarthritis
20-30%.
In bis zu 70% herrscht reine SIG-Beteiligung vor.
Wie wird die Psoriasisarthritis klassifiziert?
Nach den CASPAR-Kriterien
Der Patient muss >= 3 Punkte erreichen und eine entzündliche Arthritis/Spondylitis oder Enthesitis haben
Therapie der Psoriasisarthritis
Cortison im Schub
NSAR für Gelenksschmerz 1. Wahl
DMARDs
Biologika, wenn therapierefraktär
Nicht medikamentös:
Kryo, Gleichstrom in Akutphase
Wärme, Peloide, Solebäder im schubfreien Intervall
Isometrisches Krafttraining
Gelenkschutz/Hilfsmittel
Phototherapie UVB/UVA (MTX u Cyclophosphamid pausieren!)
Was passiert zwischen den Gichtanfällen im Gelenk?
Die Gelenksdestruktion schreitet trotzdem fort
Was ist Mononatriumurat?
Harnsäurekristalle
Ursache der Hyperurikämie /Gicht
Primär: genetische Faktoren, Purinstoffwechselstörung
Sekundär: Niereninsuff, Diuretika, Exsikkose, purinreiche Ernährung
Die Kristallablagerungen führen zur Aktivierung des Immunsystems und folglich akuter Entzündung
Symptome der Gicht
Plötzlicher starker Schmerz, oft nachts
Rötung, Wärme, Schwellung
Fieber möglich
Unwohlsein
Diagnostische Schritte Hyperurikämie / Gicht
Klinik
Labor: Serumharnsäure erhöht (CAVE: Muss nicht gleich sein), CRP u BSG erhöht
Gelenkpunktion (Goldstandard) mit nadelförmigen, negativ bikonvexe Harnsäurekristalle
Bildgebung: Tophi, Double contour sign in der Sono
Diagnostische Colchizin-Gabe
Therapie der Gicht
Akut: NSAR; Colchicin, Cortison
Langzeit: Allopurinol, Urikosurika, Febuxostat (Harnsäure <6mg/dl)
Lebensstil: Purinarme Ernährung, Alk reduziert, Gewichtskontrolle
DD der Gicht
Sklerodermie
RA
Aktivierte Arthrose
Bursitis
Psoriasisarthritis
Was ist das Stevens-Johnson-Syndrom?
EIn schweres, potentiell lebensbedrohliches bullös-exsudatives Erythem
Es ist eine Reaktion auf Medikamente oder Infekte. Es kommt zur Schädigung der Haut durch Apoptose der Keratinozyten. Ist T-Zell vermittelt.
Klinik des Stevens-Johnson-Syndrom
Prodromalphase 1-3d: Fieber, Konjunktivitis, Abgeschlagenheit
Hautmanifestation: Großflächige Epidermolyse, schmerzhaft, positives Nikolsky-Zeichen, Schleimhautbeteiligung sehr häufig
Was ist das Nikolsky-Zeichen?
Die Epidermis löst sich bei Reibung ab
Was bedeutet Ankylose?
Versteifung
Typische Klinik der anyklosierenden Spondylarthritis
Lumbosakrale Rückenschmerzen mit Morgensteifigkeit >30min
Bewegungseinschränkung der WS
Brustkorbbeweglichkeit eingeschränkt
Enthesitis, Uveitis, Iritis, CED
Was misst der BASDAI?
Die Krankheitsaktivität der axialen SPA
Ein Score >= 4 gilt als hoher Aktivitätsgrad mit Biologikaindikation
Was misst der BASFI?
Er misst die funktionelle Alltagsfähigkeit des Patienten mittels Patientenfragebogen
Skala 0-10
Was misst der BASMI?
Misst die Beweglichkeit von WS und Hüfte bei aSPA
Skala 0-10, je höher desto schlechtere Beweglichkeit
Langzeitfolge der WS bei aSPA
Die Bambusstab-Versteifung
Erläutere die Röntgen-Graduierung der Sakroilitis
0 = Normal
1 = Verdickung
2 = Definierte Sklerose mit leichter Gelenkverschmälerung
3 = Markante Sklerose, Gelenkverschmälerung
4 = Vollständige SIG Fusion (Ankylose)
Erläutere modifizierte New-York Klassifikation
3 Klinische Kriterien (entzüdlicher Rückenschmerz, Beweglichkeit von LWS und Thoax)
+ Röntgen
Verwendet bei aSPA
Erläutere ASAS-Kriterien
Klassifikationskriterien zur Einteilung der Spondyloarthritiden in axiale und periphere SpA, inklusive früher/nicht-radiographischer Formen. Kein reines Diagnosetool!
Voraussetzung: Rückenschmerz ≥3 Monate, Beginn <45 Jahre.
Klassifikation über 2 Wege für axiale SPA:
Sakroiliitis im MRT oder Röntgen + ≥1 SpA-Merkmal
HLA-B27 positiv + ≥2 weitere SpA-Merkmale
periphere SPA:
Arthritis, Enthesitis Daktylitis+ SpA-Merkmale.
HLA-B27 positiv + SpA Merkmale
Wirken DMARDs bei aSPA und peripherer SPA gleich gut?
Nein. Sie wirken bei axialer Beteiligung kaum.
Wann TNF-Alphainhibitoren oder IL-17 Inhibitoren?
Wenn hohe Krankheitsaktivität bei aSpA vorliegt tortz NSAR, BASDAI >= 4 oder aktive Enthesitis
Was versteht man unter Rehabilitation?
Ein Prozess der Maßnahmen zur Verminderung von behindernden Umständen und für soziale Reintegration beinhaltet.
Er ist begleitet von gezielten Interventionen
Beginn: Nach Stabilisierung der Grunderkrankung.
Definition geriatrischer Mensch
Biologisch alt
Neigt zur Multimorbidität
Wenig physiologische Reserve / Ist bei Erkrankungen akut gefährdet (Frailty/Vulnerabel)
Was ist das Rehab-ziel beim geriatrischen Patienten?
Restitutio ad Optimum
Verzögerung der Pflegebedürftigkeit
Autonomie in Transfer und Pflege
Definition Impairment
Organschaden
Definition Disability
= Einschränkung durch ein Impairment
Was ist Esslinger Transfer Skala
Geriatrisches Assessment zur Überprüfung der Hilfsbedürftigkeit beim Transfer.
H0 selbstständig → H5 Transfer auch mit HP nicht möglich.
Was ist Reisberg Skala
Dient zur klinischen Stadieneinteilung von Demenz und kognition.
7 Stadien vom normalen Altern bis zur schwersten Demenz.
Was ist der Zahlenverbindungstest
ÜBerprüft die kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit bzw. Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit.
Dabei muss die getestete Person Zahlen in aufsteigender Reihenfolge möglichst schnell miteinander verbinden
Durch was ist die Rehab. limitiert (4 große I)
Inkontinenz
Immobilität
Instabilität
Isolation
Definition Demenz
Chronisch progrediente Störung mehrerer kognitiver Funktionen:
Gedächtnis, Orientierung, Sprache, Exekutivfunktionen, Lernen, Denken, Urteilsvermögen
UAWs von Duloxetin (Cymbalta)
Kopfschmerz, Schläfrigkeit, Übelkeit, Mundtrockenheit, Libidoverlust
Nenne Demenzformen
Alzheimerdemenz
Vaskuläre Demenz
Lewy-Körperchen-Demenz
Parkinson-Demenz
Frontotemporale Demenz
Sekundäre Demenzen z.B. Alkohol
Welche Demenz ist die häufigste Form?
Alzheimerdemenz, hier v.a. Temporoparietale Atrophie; Medikation Ach-Hemmer, NMDA-Antagonist
Pathophyisologie der Vaskulären Demenz?
Mikroangiopathie, ischämische Läsionen, Multiinfarktsyndrom
Welche Ablagerungen bei Lewy-Körperchen-Demenz?
Alpha-Synuclein-Ablagerungen im Neokortex und Stammganglien
Medikament bei Lewy-Körperchen-Demenz?
Ach-Hemmer (wie bei Alzheimerdemenz)
Wo Atrophie bei Frontotemporaler Demenz?
Frontotemporal durch Tau-oder TDP-43 Pathologie
Therapie bei Frontotemporaler Demenz?
Symptomatisch mit SSRI/Trazodon gegen die Enthemmung
Bei welcher Demenz erkrankt man eher früh?
Bei der frontotemporalen Demenz - tritt auch häufig familiär auf.
Wie zeigt sich Demenz klinisch?
Kognition: Gedächtnisstörung, Desorientiertheit, WFS, Rechenstörung
Affekt: Reizbar, Antriebsmangel, Depression, Apathie
Alltag: Selbstständigkeitsverlust, Schwierigkeit beim Planen/Kochen/Finanziell
Neurologisch: Apraxie, Agnosie, Aphasie, Gangstörung, Inkontinenz (spät)
Labor bei V.a. Demenz
BB, Elektrolyte, Leber/Niere
Vitamin B12, Folsäure, Glukose
Borrelien, lues, HIV
→ Reversible Ursachen ausschließen
Screeningtests für demenz
Moca
MMSE
Uhrentest
Ursachen für COPD
Rauchen
Umwelt/Arbeitsgifte
Alpha-Antitrypsin-Mangel
Pathophysiologischer Hintergrund COPD
Chronische Entzündung
Verengung der Atemwege
EmphysemVerschiebung des V/Q-Verhältnisses (Ventilation-Perfusion)
Wie viel % Muskelmasse werden bereits nach 1Wo ICU-Aufenthalt verloren?
10-20% der Muskelmasse
Zu welcher Umwandlung kommt es auf der ICU bzgl der Muskelfasern?
Die ausdauernden Muskelfasern Typ 1 bauen ab; es überwiegt dann Fasertyp 2b
Scores auf der ICU
GCS
Kraftgrade
NRS/VAS
Neutral-0-Methode
Frühreha-Barthel Index
Motricity Index
Was ist der Motricity Index
quantitative Erfassung der Parese bzw. Muskelkraft nach zentralneurologischer Läsion.
Der Score reicht typischerweise von 0 bis 100 pro Extremität:
0 = keine motorische Funktion
100 = normale Kraft
Wie häufig Elektrotherapie auf ICU?
Expo 1x täglich
NMES 2x tgl 30min
Kontraindikationen für Mobilisierung
Fieber >38,5°C
Frische ICB, Instabile Nähte, Frische Fraktur
Unkontrollierte Arrhythmien oder aHT
SpO2 <80%
Intrakranielle Drucksteigerung
Nicht gesicherte Katheter, ECMO etc
Was ist FEV1
= forciertes exspiratorisches Volumen in 1 Sekunde.
→ Wie viel Luft kann der Patient in der ersten Sekunde einer maximal forcierten Ausatmung ausatmen?
Was ist FVC
= forcierte Vitalkapazität.
→ Wie viel Luft kann insgesamt nach maximaler Einatmung forciert ausgeatmet werden?
Was bedeutet FEV₁/FVC ?
= Anteil der gesamten Ausatemluft, der schon in der ersten Sekunde herauskommt. Das ist der wichtigste Wert für eine Obstruktion.
Was muss bei COPD zwingend bei Spirometrie vorliegen?
FEV₁/FVC < 0,70 nach Bronchodilatation (→ Obstruktion)
Einteilung nach GOLD.
GOLD | FEV₁ % Soll |
|---|---|
1 | ≥ 80 % |
2 | 50–79 % |
3 | 30–49 % |
4 | < 30 % |
Was hat sich bei GOLD Leitlinie 2025 zu 2026 veränder?
Früher galt Gruppe E bei ≥2 moderaten Exazerbationen/Jahr oder ≥1 schwerer/hospitalisierungspflichtiger Exazerbation.
Seit GOLD 2026 reicht bereits ≥1 moderate oder schwere Exazerbation im letzten Jahr für Gruppe E, unabhängig von der Symptomlast.
Auf was ist bei MTT nach Herztransplantation zu achten?
Das neue Herz ist denerviert und humoral gesteuert
→ Herzfrequenzregulation träger
Ruhe HF ist höher (Parasympathikus fehlt)
Ruhedyspnoe durch Cyclosporin
Myopathie durch Cortison
RR höher
HF sinkt nach Training langsamer
Typische MCI-Schmerzen fehlen
BORG 12-14, progressives Krafttraining frühestens 6-8Wo
Wie Training bei reduzierter LVF?
Längeres Aufwärmen
Intervalltraining weniger belastend
Intensität 50% (hat trotzdem Trainingseffekt)
Ärztliche Überwachung permanent
Hauptsymptome der Linksherzinsuffizienz
Durch pulmonalen Rückstau Atemnot, Husten LuÖdem
Hauptsymptome der Rechtsherzinsuffizienz
Rückstau in Körpervenen → Beinödeme, Gewichtszunahme, Halsvenenstauung
Ursachen für Herzinsuffizienz
KHK, aHT, Herzklappenfehler, CMP, Myokarditis, Rhythmusstörungen, toxische Ursachen wie CTX/Alkohol
Medikamentöse Maßnahmen und Lebensstilfaktoren für HI
Kochsalz und Flüssigkeitsreduktion
Gewichtskontrolle (tgl)
Sport
Impfungen
Alkohol u Nikotinkarenz
Betablocker (Entlastung durch Frequenzkontrolle)
ACE-Hemmer/Sartane (Blutdrucksenkung, Gefäßerweiternd)
Aldosteronantagonisten (entwässernd)
SGLT-2-Hemmer
Diuretika
Herzglykoside (Frequenzkontrolle, verbesserte Pumpfunktion)
Abkürzung A-CIDP
Akut beginnende, chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyradikuloneuropathie
Abkürzung AMSAN
Akute motorisch-sensible axonale Neuropathie
Was unterscheidet die Mononeuritis multiplex von einer Mononeuropathie?
Hier liegt ein simultaner/sequentieller Befall nicht benachbarter Nervenstämme vor. Klassisch durch Ischämien der Vasa nervorum bei Vaskulitis.
ENG Kennzeichen axonale Neuropathie
Niedrige SNAP und MSAP mit normaler/mäßig verlangsamter Nervenleitgeschwindigkeit
ENG bei demyelinisierender PNP
verlängerte motorische Latenzen, verlangsamte NLG, verlängerte/fehlende F-Wellen
Definition der zystischen Fibrose (mukoviszidose)
Autosomal-rezessive Multisystemerkrankung durch pathogene Varianten im CFTR-Gen auf Chromosom 7.
CFTR = Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator, ein epithelialer Chlorid- und Bikarbonatkanal.
→ gestörter Salz-/Wassertransport → zähe, wasserarme Sekrete v. a. in Lunge, Pankreas, Darm, Gallenwegen und Genitaltrakt.
Ausnahme Schweißdrüse: gestörte Rückresorption von Cl⁻ → salzreicher Schweiß
“Chloridkanalfehlfunktion”
Welche pulmonalen Manifestationen sind typisch für CF?
Chronischer produktiver Husten
rezidivierende Atemwegsinfekte
Bronchiektasen
zunehmende obstruktive Ventilationsstörung
chronische Rhinosinusitis/Nasenpolypen
typische Problemkeime: v. a. Pseudomonas aeruginosa, Staph. aureus
im Verlauf Hypoxämie und respiratorische Insuffizienz
Welche extrapulmonalen Manifestationen sind typisch für CF?
exokrine Pankreasinsuffizienz → Maldigestion, Steatorrhö, Mangel fettlöslicher Vitamine A/D/E/K
Gedeihstörung/Mangelernährung
Mekoniumileus beim Neugeborenen
distales intestinales Obstruktionssyndrom (DIOS)
CF-assoziierter Diabetes (CFRD)
CF-assoziierte Lebererkrankung
verminderte Knochenmineraldichte/Osteoporose
Salzverlust/Dehydratation
männliche Infertilität häufig durch kongenitale bilaterale Aplasie der Vasa deferentia (CBAVD).
Welche wichtigen Komplikationen der zystischen Fibrose muss man kennen?
Pulmonal
progressive Bronchiektasen
pulmonale Exazerbationen
Hämoptysen
Pneumothorax
chronische respiratorische Insuffizienz
pulmonale Hypertonie/Cor pulmonale
ABPA (allergische bronchopulmonale Aspergillose, immunologisch vermittelte Hypersensitivitätsreaktion)
Systemisch
Pankreasinsuffizienz/Malnutrition
CFRD (Cystic Fibrosis-Related Diabetes)
Lebererkrankung
DIOS (Distal Intestinal Obstruction Syndrome)
Osteoporose
Infertilität
erhöhtes Risiko bestimmter GI-Malignome im Erwachsenenalter
Diagnostik der zystischen Fibrose
Klinik/positives Neugeborenenscreening/Familienanamnese + Nachweis einer CFTR-Dysfunktion.
Goldstandard: Schweißchloridtest mittels Pilocarpin-Iontophorese
≥60 mmol/l → CF vereinbar/diagnostisch bei entsprechender Konstellation
Zusätzlich:
CFTR-Genanalyse
Neugeborenenscreening initial u. a. über immunreaktives Trypsinogen (IRT)
PMR bei zystischer Fibrose
1. Sekretmobilisation / Atemphysiotherapie
Keine einzelne Airway-Clearance-Technik ist generell überlegen → individuell auswählen.
2. Körperliches Training
Ausdauer + Krafttraining
3. Leistungsdiagnostik
Spiroergometrie (CPET) mit VO₂peak
6-Minuten-Gehtest v. a. bei fortgeschrittener Lungenerkrankung/Transplantationsabklärung
Pathophysiologie/Organbeteiligung zystische Fibrose
CFTR-Defekt → gestörter Cl⁻-/HCO₃⁻-Transport → verminderte Oberflächenhydratation → zähes Sekret.
Lunge: zäher Mukus → gestörte mukoziliäre Clearance → Infektion + neutrophile Entzündung → Bronchiektasen
Pankreas: Gangobstruktion → Fibrose/Atrophie → exokrine Pankreasinsuffizienz
Darm/Gallenwege: zähe Sekrete → Obstruktion bzw. hepatobiliäre Komplikationen
Schweißdrüsen: verminderte Cl⁻-Rückresorption → salzreicher Schweiß.
Medikamentöse Therapie zystische Fibrose
Kausal: CFTR-Modulatoren bei geeigneter Genvariante, va. Elexacaftor/Tezacaftor/Ivacaftor
Lunge: Atemwegsreinigung, Dornase alfa, hypertones NaCl; Antibiotika bei Infektionen/Exazerbationen
Pankreas/Ernährung: Pankreasenzyme, hochkalorische Ernährung, fettlösliche Vitamine ± Salz
CFRD: Insulin
fortgeschrittene Lungenerkrankung: O₂/NIV, ggf. Lungentransplantation
Definition Sarkopenie
Sarkopenie ist eine progressive, generalisierte Erkrankung der Skelettmuskulatur, die mit einem erhöhten Risiko für Stürze, Frakturen, körperliche Behinderung und Mortalität verbunden ist
Ganggeschwindigkeit <0,8m/s
Cut-off Werte Sarkopenie
Bereich | Test | Cut-off |
|---|---|---|
Muskelkraft | Handkraft Männer | <27 kg |
Handkraft Frauen | <16 kg | |
5× Chair-Stand | >15 s | |
Körperliche Leistungsfähigkeit | Ganggeschwindigkeit | ≤0,8 m/s |
SPPB | ≤8 Punkte | |
Timed Up and Go | ≥20 s | |
400-m-Gehtest | ≥6 min oder nicht vollständig durchführbar |
Welche Muskulatur ist bei sarkopenie betroffen?
Peripherie und Stammmuskulatur
Wie lange CO2-Bad bei pavk?
35 min pro Tag
Primäre vs sekundäre Sarkopenie
Primäre Sarkopenie: altersbedingt, keine andere Ursache außer dem Alter erkennbar.
Sekundäre Sarkopenie: durch zusätzliche Faktoren, v. a.
Inaktivität/Immobilität
chronische Erkrankungen
Mangelernährung/Malabsorption
definition Dekubitus
Ein Dekubitus ist eine lokal begrenzte Schädigung der Haut und/oder des darunterliegenden Gewebes, meist über einem knöchernen Vorsprung, infolge von Druck oder Druck in Kombination mit Scherkräften.
Pathophysiologie Dekubitus
Anhaltender Druck ± Scherkräfte → Kompression von Mikrogefäßen und Gewebe → Minderdurchblutung/Ischämie → O₂- und Nährstoffmangel → Zellschädigung bis Nekrose.
Das Risiko hängt ab von:
Druckhöhe
Dauer
Scherkräften
individueller Gewebetoleranz/Perfusion
Ein fixer Druck-Cut-off existiert nicht; 32 mmHg ist ein historischer Orientierungswer
Wie wird ein Dekubitus nach NPIAP/EPUAP eingeteilt?
Kategorie | Kennzeichen |
|---|---|
1 | Nicht wegdrückbare Rötung, Haut intakt |
2 | Teilverlust der Haut, Dermis freiliegend; ggf. Blase |
3 | Vollständiger Hautverlust, Subkutis/Fett sichtbar; keine freiliegenden tiefen Strukturen |
4 | Vollständiger Haut- und Gewebeverlust mit freiliegender/palpabler Faszie, Muskel, Sehne, Knorpel oder Knochen |
Nicht klassifizierbar | Tiefe wegen Nekrose/Schorf nicht beurteilbar |
Tiefe Gewebeschädigung | persistierende dunkelrote/violette Verfärbung oder blutgefüllte Blase durch tiefe Gewebeschädigung |
Therapie des Deku
Druckentlastung/-umverteilung (Zeitintervall individuell)
Wundreinigung + feuchte Wundbehandlung
Debridement avitales Gewebe
Infektion gezielt behandeln; Antibiotika nur bei klinischer Infektion
Schmerz- und Ernährungsmanagement
bei tiefen Defekten ggf. NPWT/Vakuumtherapie und chirurgische Deckung
Deku Prophylaxe
Risiko- und Hautkontrolle
regelmäßige Mobilisation/Lagerungswechsel
Druckumverteilung durch Matratzen, Sitzkissen, Fersenfreilagerung
Scherkräfte/Reibung vermeiden
Haut trocken/intakt halten, Feuchtigkeit/Inkontinenz managen
ausreichende Ernährung und Flüssigkeit