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Wie viele NEuronen, Verbindungen von Neuronen und wie viele Kontakte hat ein neuron im Durchschnitt?
10^11-10^12 Neuronen (100 Milliarden bis 1 Billionen)
10^15 Verbindungen zwischen Neuronen
Jedes Neuron hat im Durchschnitt Kontakt zu ca. 1000 - 10000 anderen Neuronen
Je nach Region besitzen Neuronen unterschiedliche Morphologien und Aufgaben
Was ist die Hierarchie des Oragnismus?
Zelle zb. Neuron, Darmepithelzelle => Gewebe zb. Hirnrinde, Darmschleimhaut => Organ zb. Gehirn, Darm => Organ system zb. Nervensystem, Verdauungssystem => Organismus zb. der Mensch
Funktionen der Zellorganenellen: Mitochondrien, Zellkern, Ribosomen, Glattes/Raues ER, Golgi apparat, Lysosomen
Mitochondrien (Zellkraftwerke): Citrat-Zyklus, Atmungskette, Oxidation von Fettsäuren, Speicher von Calcium-Ionen
Zellkern/Nucleus: Enthält die DNA der Zelle, RNA-Transkription
Ribosomen im Cytosol: Synthese von Proteinen, mRNA Translation
Glattes ER: Synthese von Lipiden, Speicher von Calcium-Ionen
Raues ER (Ribosomen): Synthese von Membran und sekretorischen Proteine
Golgi Apparat: Modifizierung von Proteinen, Abknopsen von Vesikeln und Lysosomen
Lysosomen: Abbau von exogenen oder endogenen Substanzen
Aufbau der Zellmembran
Die Zellmembran umschließt das Zytoplasma
Äußere Begrenzung der Zelle
Dicke von etwa 4-5nm
Phospholipid-doppelschicht mit eingebetteten Proteine (hydrophiler Kopf jeweils außen, hydrophobic Schwanz innen)
Diffusionsbarriere für wasserlösliche Moleküle (Kanäle oder Transporter erforderlich)
Wichtig für die Entstehung des Ruhemembranpotentials

Aufbau und Aufgaben eines Neurons
Das Neuron ist die zentrale Einheit des Nervensystems (Neuronendoktrin)
Ein Neuron besteht aus einem Zellkörper (Soma) und nervenfortsätzen (Neuriten)
Das Soma besteht aus dem Zellkern und dem Perikaryon
Neuriten umfassen das axon und die Dendriten
Ein Neuron hat immer nur ein Axon, aber typischerweise mehrerer Dendriten
Mit seinen Dendriten empfängt dass Neuron Signale von anderen Neuronen
Mit seinem Axon gibt es Signale an andere Neuronen weiter
Ein Neuron kann viele verschiedene Eingangssignale erhalten, aber kann nur ein Ausgangssignal aussenden

Neuron-Morphologien 3 verschiedene Arten
Pseudo-unipolar: Ein Neurit: Aufzweigung in Denrit und Axon
Bipolar: Zwei Neuriten: Ein Dendrit und ein Axon
Multipolar: Mehr als zwei Neuriten: mehrere Dendriten und ein Axon

5 Mögliche Gliederungen des Nervensystems
Zellulär in Neurone und Gliazellen
Morphologisch in graue und weiße Substanz
Funktionell in afferentes und efferentes Nervensystem
Strukturell in ZNS und PNS
Funktionell in somatisches und autonomes Nervensystem
Zelluläre Gliederung Neuronen & Gliazellen
Die meisten Zellen im Nervensystem gehören zu einer von zwei verschiedenen Gruppen Neuronen oder Gliazellen
Es gibt von beiden ca. gleich viele (ca. 100 Milliarden - 1 Billionen)
Gliazellen stellen eine Heterogene Gruppe von Zellen dar:
Astrozyten
Mikroglia
Oligodendrocyten und Schwann-Zellen

Zelluläre Gliederung Neuronen & Gliazellen
Astrozyten
Häufigster und Größter Gliazelltyp
Sternförmige Morphologie
Stützendes Gerüst für Neurone
Regulation des chemischen Millieus des Extrazellularraums
-Umhüllung von Synapsen
Begrenzung der Ausbreitung von freigesetzten Neurotransmittermolekülen
Entfernung von Neurotransmittern aus dem synaptischen Spalt
-Beteiligung an der Blut-Hirnschranke
-chemischer Signalaustausch mit Neuronen und anderen Astrozyten

Mikroglia
Phagozytose von Krankheitserregern, Zelltrümmern und abgestorbene Zellen „Fresszellen“
Regulierung von Entzündungsprozesse „pro und anti-inflammatorisch“
Modulation und Eliminierung von Synapsen „Synaptic Pruning“
Unterstützung der Regeneration von Nervengewebe
Beteiligung an der Pathogenese neurodegenerativer und psychischer Erkrankungen
Myelinisierung durch Oligodendrocyten & Schwann-Zellen
Myelinisierung durch Oligodendrocyten & Schwann-Zellen
Bildung von Myelinscheiden → Fettscheiden
Elektrische Isolation zur Erhöhung der Nervenleitgeschwindigkeit
Oligodendrocyten im ZNS, Schwann-Zellen im PNS
Eine Schwann-Zelle bildet nur ein Myelin-Segment
Ein Oligodendrocyt bildet typischerweise mehrere Myelin-Segmente auf mehreren Axonen
Nur Schwann-Zellen können die axonale Regeneration unterstützen

Morphologische Gliederung
Graue vs. Weiße Substanz
Die Graue Substanz enthält vorallem die Zellkörper der Neuronen (u.a. Hirnrinde, Basal-, Thalamus-, Kleinhirn- und Hirnnervenkerne) = Äußere Schicht
Die weiße Substanz enthält vorallem Nervenfasern (axone der Neuronen mit Marktscheiden
Graue Substanz

Funktionen in afferentes und efferentes Nervensystem
Allgemeine Bedeutung im Nervensystem:
Afferent: hereinkommende Information
Efferent: hinausgehende Information
Wichtig ist das Bezugssystem:
Neuron: afferent sind hier die synaptischen Eingänge an den Dendriten oder am Soma, efferent ist das Axon bzw sein Output im Sinne von Aktionspotentialen
Hirnregion: afferent sind hineinkommende Nervenfasern von anderen Hirnregionen, efferent sind die hinausgehenden Nervenfasern zu anderen Hirnregionen
Systemische Betrachtung: afferent sind die Nervenfasern mit sensorischen Informationen aus der Peripherie (z.B. aus peripheren Nerven), efferent sind die Nervenfasern zur Steuerung der Peripherie (z.B. Muskelzellen)
Gliederung
Strukturell in ZNS und PNS
Funktionell in somatisches und autonomes Nervensystem
ZNS: innerhalb von Schädel & Wirbelsäule
PNS:außerhalb von Schädel & Wirbelsäule
Neurone des ZNS sind eingebettet in einen Schaltkreis.
Neurone des PNS hingegen immer die Endglieder (efferent) oder Anfangsglieder (afferent) neuronaler Schaltkreise Strukturell in erster Linie Nerven:
Ausgehend vom Rückenmark: Nervenwurzeln -> Spinalnerven -> periphere Nerven -> Versorgung von Rumpf und Extremitäten
Ausgehend vom Hirnstamm: Hirnnerven -> Versorgung des Kopf-/Halsbereiches

Gliederung des PNS in das somatische vs Viszerale Nervensystem

Das periphere Nervensystem
Besteht überwiegend aus Nervenfasern. Die. Zellkörper befinden sich überwiegend im Rückenmark und im Hirnstamm
Ausnahme: Ganglien (Spinalganglien des somatischen System & autonome Ganglien)
Beginn des PNS mit Austritt der Nervenfasern aus dem Rückenmark (Nervenwurzeln) oder Hirnstamm (Hirnnerven)
Nervenfasern enthalten somatische und autonome Efferenzen und Afferenzen
Nervenfasern sind organisiert in Spinalnerven (Übergang in periphere Nerven) und Hirnnerven

Das Rückenmark - Aufteilung
Cervical- Halswirbel 8
Thorakal- Brustwirbel 12
Lendenwirbel- 5
Sakralwirbel -5

Autonomes Nervensystem - Parasympathikus vs. Sympathikus
Sympathikus „Fight or Flight“ und Parasympathikus „rest and digest“ üben gegensätzliche Effekte auf das jeweilige Zielorgan aus
1.Neuron im Rückenmark
S.: thorakal, lumbal
PS.: kranial, sakral
Umschaltung auf 2. Neuron
S.: organfern (in para- vertebralen Ganglien oder Prävertebralen Ganglien)
PS.: organnah
2. Neuron innerviert Zielorgan. Neurotransmitter:
S.: Noradrenalin
PS.: Acetylcholin
Ebenen und Achsen

Richtungsbezeichnungen

Achsen und Ebenen

Welcher Teil des Gehirns ist der größte und superior liegender Teil des Hirn?
Der am weitesten superior liegende und auch größte Teil des Gehirns ist das Großhirn (Cerebrum/Telencephalon)
es besteht aus zwei deutlich erkennbaren Hirnhälften Hemisphären getrennt durch Fissura longitudinalis cerebri
Die rechte Hemisphäre empfängt Sinneswahrnehmungen der linken Körperseite und steuert deren Bewegungen
Die linke Hemisphäre empfängt Sinneswahrnehmungen der rechten Körperhälfte und steuert deren Bewegungen
Welcher Teil liegt im hinteren Teil der Schädelgrube?
Das Kleinhirn (Cerrebellum lat. kleines Gehirn)
das Kleinhirn ist zwar tatsächlich kleiner im vergleich zum Großhirn aber enthält genauso viele Neuronen wie beide Hemisphären des Großhirns zusammen
Bewegungskontrollzentrum mit umfangreichen Verbindungen zum Großhirn und Rückenmark
Im Gegensatz zu den Großhirnhälften: linke Hemisphäre ist mit den Bewegungen der linken Körperseite und rechte Seite mit Bewegungen der rechten Körperseite assoziiert
Welcher ist der primitivste Teil des Gehirns?
Der Hirnstamm welcher zwar primitiv ist aber große Bedeutung für das Überleben
Regulation der Vitalfunktionen: Atmung, Bewusstsein und Körpertemperatur
Enthält zusätzliche Faserbahnen, die vom Großhirn zum Rückenmark oder in die umgekehrte Richtung ziehen
Ausgangspunkt der Hirnnerven
Lagebeziehung von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm?
Großhirn: kranial und rostral
(= oben und vorne)
Kleinhirn: kaudal und dorsal
(= unten und hinten)
Hirnstamm: kaudal des Großhirns und ventral des Kleinhirns
(= unter dem Großhirn und vor dem Kleinhirn)

Embryologische Gliederung des Gehirns
Das ZNS ist zunächst ein Flüssigkeits-gefülltes Rohr (Neuralrohr)
Hier bilden sich 3 Verdickungen (Hirnbläschen) am anterioren Ende
Proencephalon = Vorderhirn => entstehen das Telenchephalon und diencephalon
Mesencephalon = Mittelhirn
Rhombencephalon = Rautenhirn => Entstehen Metencephalon (pons & Cerebellum) Und Myencephalon (=Medulla Oblongata/ verlängertes Rückenmark)

Das Diacephalon
Lokalisierung? Bestandteile? Aufgabe des Hypothalamus?
Diencephalon = Zwischenhirn
Lokalisiert um 3. Ventrikel
Bestandteile:
Thalamus (dorsalis)
Hypothalamus & Neurohypophyse
Epithalamus = Melatonin Produktion
Subthalamus
Metathalamus: typischerweise Thalamus zugewiesen
Hypothalamus: reguliert die Hormon Freisetzung in der adenohyppphyse und schüttet selbst Hormone in der Neurohypophyse aus

Der Hypothalamus
Thalamus (dorsalis):
Paarige Struktur
verschiedene Kerngebiete
Sensorische Relais-Kerne: Letzte Verschaltung vor dem Großhirn
Afferenzen von vorgeschalteten Neuronen Der Sinnesverarbeitung, Efferenzen zu den primären Kortexarealen der jeweiligen Sinnesmodalität („Tor zum Bewusstsein“)
Erhalten auch Rückmeldung von entsprechenden Kortex-Arealen

Das Großhirn
Aufgaben? Was ist ein Gyri?
ist für die komplexesten Funktionen des
Gehirns verantwortlich, u.a.
Interpretation von sensorischem Input
Sprache
Problemlösen
Rechnen
[Bewegungen]
Oberflächlichste Gewebeschicht: Großhirnrinde
(Cerebraler Cortex)
Der cerebrale Cortex ist tief gefurcht (Fissurae und
Sulci)
Ausprägung der Furchung hängt mit Körpergröße
einer Tierart zusammen
Gyri: Erhebungen zwischen den Furchen
Das Großhirn und die Einteilung der Lappen

Das Großhirn und laterale Oberflächen
Sulcus centralis & Sulcus lateralis => Trennung der Temporallappen
Der Kortex liegt in der Tiefe

Gliederung des Großhirns - mediale Oberfläche
Lagebeziehung!
Achtung: Die verschiedenen Lappen selbst stellen keine Frontallappen Parietallappen funktionellen Einheiten dar
Die abgrenzbaren funktionellen Einheiten werden durch cytoarchitektonisch definierte Areale innerhalb der jeweiligen Gyri gebildet
Frontallappen:
Gyrus precentralis: Primärer Motorkortex
Gyrus frontalis inferior: Sprachproduktion
Rest: Exekutivfunktionen, Persönlichkeit
Parietallappen
Gyrus postcentralis: Somatosensorik
Rest: Lage von Objekten, Lesen, Rechnen
Temporallappen:
Gyri temporales transversales und Gyrus temporalis superior: auditiver Kortex
Posteriorer Gyrus temporalis superior: Sprachverständnis
Gyrus temporalis inferior: Erkennung von optisch wahrgenommenen Objekten
Medialer Temporallappen: Gedächtnis
Occipitallappen: Verarbeitung visueller Reize

Die Hirnhäute
Mit Kipp´schen Methode Kinderschokolade
Dura mater
Arachnoidea
Pia mater
