BW-B/Sb6: Stark im Schulalltag

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55 Terms

1
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Was versteht man unter mentaler Gesundheit?

  • Mentale Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit psychischer Krankheit.

  • Grundlage: WHO/Ottawa-Charta (1986).

  • Fokus auf Ressourcen, Wohlbefinden und Resilienz.

  • Ziel: Menschen nicht nur von Leid befreien, sondern auch Freude, Sinn und Erfüllung fördern.

  • Leitfrage: Wie können Menschen aufblühen („Flourishing“)?

2
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Biopsychosoziales Modell – Autor und Kernaussage

  • Grundannahme: Gesundheit und Krankheit entstehen durch das Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren.

  • Gesundheit ist multifaktoriell beeinflusst.

  • Probleme liegen nicht nur im Individuum, sondern entstehen durch die Wechselwirkung von Person und Umwelt.

Ebenen:

  • Biologisch: Gene, Hormone, Neurotransmitter, körperliche Gesundheit

  • Psychologisch: Selbstwert, Emotionen, Kompetenzen

  • Sozial: Familie, Freundschaften, Schule

  • Strukturell: Lernumgebung, Mitbestimmung, Übergänge

Wichtigkeit:

  • Zentrale Theorie der Mental-Health-Forschung.

  • Ansatzpunkte zur Förderung von Wohlbefinden auf mehreren Ebenen.

3
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Welche Ressourcenebenen nennt das biopsychosoziale Modell?

  1. Individuelle Ressourcen

    • Selbstwirksamkeit

    • Humor

    • Problemlösefähigkeit

  2. Soziale Ressourcen

    • Beziehungen

    • Unterstützung

    • Zugehörigkeit

  3. Strukturelle Ressourcen

    • Sichere Lernumgebung

    • Mitbestimmung

  4. Materielle und kulturelle Ressourcen

    • Zeit

    • Räume

    • Anerkennung

Quelle: Seligman et al. (2009)

4
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Study Demands-Resources Modell (SD-R-Modell) – Autoren und Kernaussage

Autor:

  • Bakker, Demerouti & Sanz-Vergel (2023)

Kernaussage:

  • Wohlbefinden entsteht aus dem Verhältnis von Anforderungen (Demands) und Ressourcen (Resources).

  • Ressourcen fördern Leistung und Engagement.

  • Zu hohe Anforderungen ohne ausreichende Ressourcen führen zu Erschöpfung.

Ziel:

  • Risiken und Schutzfaktoren erkennen.

5
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Welche Elemente umfasst das Study Demands-Resources Modell?

Ressourcen:

  • Organisationale Ressourcen

  • Personale Ressourcen

Anforderungen:

  • Organisationale Herausforderungen

  • Personale Herausforderungen

Folgen positiver Prozesse:

  • Engagement

  • Wohlbefinden

  • Leistung

Folgen negativer Prozesse:

  • Erschöpfung

  • Selbstdestruktives Verhalten

6
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Was sind Gain- und Loss-Spiralen im SD-R-Modell?

Gain-Spirale:

  • Viele Ressourcen

  • Mehr Engagement

  • Höhere Leistung

  • Mehr Wohlbefinden

  • Proaktives Verhalten

Loss-Spirale:

  • Hohe Anforderungen

  • Wenige Ressourcen

  • Erschöpfung

  • Selbstdestruktives Verhalten

  • Sinkendes Wohlbefinden

7
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Positive Psychologie – Begründer und Ziel

Begründer:

  • Martin Seligman

Kernaussage:
„Curing the negatives does not produce the positives.“

Ziel:

  • Erforschung von Wohlbefinden und menschlichem Aufblühen.

  • Fokus auf Stärken statt Defizite.

  • Förderung positiver Emotionen, Sinn und persönlicher Entwicklung.

8
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PERMA-Modell – Autor und Kernaussage

Autor:

  • Martin Seligman

Frage:
Wie blühen Menschen auf?

Das Modell beschreibt fünf Faktoren des Wohlbefindens.

9
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PERMA – Positive Emotion

  • Freude

  • Dankbarkeit

  • Hoffnung

  • Positive Gefühle bewusst wahrnehmen

Wirkung:

  • Erhöht Wohlbefinden

  • Fördert Kreativität

  • Stärkt Resilienz

10
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PERMA – Engagement

  • Nutzung eigener Stärken

  • Flow-Erleben

  • In einer Tätigkeit aufgehen

Wirkung:

  • Erzeugt Energie

  • Erhöht Motivation

  • Fördert Leistungsfähigkeit

11
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PERMA – Relationships

  • Vertrauensvolle Beziehungen

  • Soziale Unterstützung

  • Zugehörigkeit

Wirkung:

  • Emotionaler Halt

  • Schutzfaktor für psychische Gesundheit

12
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PERMA – Meaning

  • Lebenssinn erleben

  • Teil von etwas Größerem sein

  • Sinnvolle Aufgaben erfüllen

Leitfrage:
„Wofür will ich stehen?“

13
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PERMA – Accomplishment

  • Ziele setzen

  • Ziele erreichen

  • Erfolgserlebnisse wahrnehmen

Wirkung:

  • Stärkt Selbstwirksamkeit

  • Fördert Motivation

14
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Welche Interventionen werden in der Positiven Psychologie eingesetzt?

  • Dankbarkeitsübungen

  • Freundlichkeitsübungen

  • Genussfähigkeit (Savoring)

  • Stärkenübungen

  • Humor

  • Empathie

  • Sinnerleben

  • Optimismus

  • Achtsamkeit

  • Hoffnung

Autoren:

  • Parks & Titova (2016)

  • Dreer (2020)

15
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Broaden-and-Build-Theorie – Autorin und Kernaussage

Autorin:

  • Barbara Fredrickson

  • 1998, 2004

Kernaussage:
Positive Emotionen

→ erweitern Denken und Handeln („broaden“)

→ bauen langfristig persönliche Ressourcen auf („build“)

Folge:

  • Aufblühen (Flourishing)

  • Mehr psychische Gesundheit

16
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Selbstbestimmungstheorie – Autoren und Kernaussage

Autoren:

  • Edward Deci

  • Richard Ryan

Jahr:

  • 2000

Kernaussage:
Menschen entwickeln Wohlbefinden und Motivation, wenn drei psychologische Grundbedürfnisse erfüllt werden.

17
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Selbstbestimmungstheorie – Autonomie

Definition:

  • Selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Handeln

  • Im Einklang mit eigenen Werten und Interessen

Wichtig:

  • Bedeutet nicht Grenzenlosigkeit.

18
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Selbstbestimmungstheorie – Kompetenz

Definition:

  • Aufgaben erfolgreich bewältigen

  • Eigene Fähigkeiten erleben und weiterentwickeln

Folge:

  • Selbstwirksamkeit

  • Motivation

  • Wohlbefinden

19
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Selbstbestimmungstheorie – soziale Eingebundenheit

Definition:

  • Bedeutungsvolle soziale Beziehungen aufbauen und pflegen

Wichtig:

  • Qualität der Beziehungen steht im Mittelpunkt.

20
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Need Crafting – Autoren und Kernaussage

Autoren:

  • Laporte et al. (2021, 2022)

  • Olafsen et al. (2025)

  • Van den Bogaard et al. (2025)

Kernaussage:
Menschen können aktiv an der Erfüllung ihrer psychologischen Grundbedürfnisse arbeiten.

Drei Schritte:

  1. Bedürfnisse bewusst wahrnehmen

  2. Handlungsmöglichkeiten erkennen

  3. Aktiv Veränderungen umsetzen

21
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Welche drei Bereiche umfasst Need Crafting?

  • Autonomie gestalten

    • Interessen und Werte verwirklichen

  • Kompetenz gestalten

    • Fähigkeiten entwickeln

    • Selbstwirksamkeit fördern

  • Soziale Eingebundenheit gestalten

    • Fürsorgliche Beziehungen aufbauen

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Was versteht man unter Toxic Positivity?

Definition:

  • Übertriebener Zwang zum Positivdenken.

  • Negative Emotionen werden verdrängt oder tabuisiert.

Beispiele:

  • „Sieh es positiv.“

  • „Alles wird gut.“

Problem:

  • Negative Gefühle werden nicht verarbeitet.

  • Kann Schuldgefühle und Verwirrung auslösen.

Quelle:

  • Campbell-Sills (2006)

23
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Was zeigt die Mega-Metaanalyse von Carr et al. (2024)?

Datenbasis:

  • 198 Übersichtsarbeiten

  • 4.063 Studien

  • 501.335 Personen

Ergebnisse:

  • Positive-Psychologie-Interventionen steigern Wohlbefinden kurz- und langfristig.

  • Reduzieren Depressionen und Ängste.

  • Fördern Optimismus, Hoffnung, Resilienz und Selbstwirksamkeit.

  • Wirksamkeit auch im schulischen Kontext.

24
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Theorie der Basisemotionen – Autor und Jahr

Autoren:

  • Paul Ekman et al. (1971)

  • Weiterentwicklung: Matsumoto & Ekman (2004)

Kernaussage:
Bestimmte Emotionen sind kulturübergreifend universell.

7 Basisemotionen:

  • Freude

  • Trauer

  • Angst

  • Wut

  • Ekel

  • Verachtung

  • Überraschung

Belege:

  • In verschiedenen Kulturen nachgewiesen

  • Auch bei blinden Menschen beobachtbar

Bedeutung:
Emotionen sind teilweise biologisch angeboren.

25
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Komplexe Emotionen – Autoren und Jahr

Autoren:

  • Dacher Keltner

  • Alan Cowen

Jahr:

  • 2017

Kernaussage:
Neben den Basisemotionen existieren etwa 27 Emotionskategorien.

Beispiele:

  • Stolz

  • Scham

  • Ehrfurcht

  • Bewunderung

Besonderheit:
Diese Emotionen werden stärker kulturell und sozial geprägt.

26
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Emotionsregulation – Worum geht es?

Ziel:
Gefühle wahrnehmen, verstehen und steuern.

Drei zentrale Schritte:

  1. Emotionswahrnehmung

  2. Akzeptanz

  3. Neubewertung

Negative Strategien:

  • Vermeidung

  • Grübeln (Rumination)

Bedeutung:
Wichtiger Schutzfaktor für mentale Gesundheit.

Studien:

  • Tsujimoto et al. (2024)

  • Krais et al. (2020)

27
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Kognitive Verhaltenstherapie – Grundidee

Grundannahme:
Nicht Ereignisse selbst verursachen Gefühle, sondern deren Bewertung.

Wichtige Techniken:

  • Attributionstraining

  • Problemlösen

  • Emotionsregulation

Ziel:
Stress und Belastungen besser bewältigen.

Bedeutung:
Sehr gute Evidenz für Wohlbefinden, Motivation und Leistung.

28
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Attributionstraining – Worum geht es?

Frage:
Wie erkläre ich mir Erfolge und Misserfolge?

Ziel:
Hilfreiche Erklärungen entwickeln.

Beispiel:
„Ich habe schlecht abgeschnitten, weil ich zu wenig gelernt habe.“

statt

„Ich bin einfach dumm.“

Wirkung:

  • Mehr Selbstwirksamkeit

  • Mehr Motivation

  • Weniger Hilflosigkeit

29
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Lob aus Sicht der Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan, 2000)

Kernaussage:
Nicht jedes Lob wirkt positiv.

Positiv:

  • Informativ

  • Konkret

  • Authentisch

Negativ:

  • Kontrollierend

  • Vergleichend

  • Bewertend

Wirkung:
Informative Rückmeldungen fördern Kompetenzgefühl und Motivation.

30
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Personenlob vs. Prozesslob

Personenlob:
„Du bist klug.“

Folgen:

  • Leistungsdruck

  • Angst vor Fehlern

  • Vermeidung von Herausforderungen

Prozesslob:
„Deine Strategie hat gut funktioniert.“

Folgen:

  • Lernorientierung

  • Selbstwirksamkeit

  • Fehler als Lernchance

Grundlage:
Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan, 2000)

31
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Flow-Theorie – Autor und Jahr

Autor:

  • Mihaly Csikszentmihalyi

Jahr:

  • 1990

Definition:
Völliges Aufgehen in einer Tätigkeit.

Merkmale:

  • Hohe Konzentration

  • Zeitgefühl geht verloren

  • Tätigkeit macht Freude

Bedeutung:
Zentraler Bestandteil von „Engagement“ im PERMA-Modell.

32
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Wann entsteht Flow?

Nach Csikszentmihalyi:

  1. Passung zwischen Anforderungen und Fähigkeiten

  2. Klare Ziele

  3. Rückmeldung über Fortschritte

  4. Beitrag zu etwas Sinnvollem

Zu schwere Aufgaben:
→ Stress

Zu leichte Aufgaben:
→ Langeweile

Optimale Balance:
→ Flow

33
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Sinnerleben – Worum geht es?

Definition:
Das Gefühl, dass das eigene Leben bedeutsam ist.

Merkmale:

  • Teil von etwas Größerem sein

  • Persönliche Werte verwirklichen

  • Sinnvolle Ziele verfolgen

Bedeutung:
Eine der fünf Säulen des PERMA-Modells.

34
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Selbstfürsorge – Grundidee

Definition:
Sich selbst mit derselben Freundlichkeit begegnen wie einem guten Freund.

Typische Methoden:

  • Freundliche Selbstgespräche

  • Selbstvergebung

  • Akzeptanz eigener Fehler

Wirkung:

  • Weniger Stress

  • Mehr psychische Gesundheit

  • Höheres Wohlbefinden

35
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Depressiver Realismus – Worum geht es?

Theorie:
Menschen mit Depressionen bewerten sich und ihre Umwelt teilweise realistischer als psychisch gesunde Menschen.

Gegensatz:
„Rosy Retrospection“
→ Rückblickend werden Ereignisse oft positiver erinnert.

Aktueller Forschungsstand:
Die Evidenz ist schwächer als ursprünglich angenommen.

36
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Prosocial Spending – Autoren und Jahr

Autoren:

  • Elizabeth Dunn

  • Lara Aknin et al.

Jahr:

  • 2013

Kernaussage:
Menschen werden glücklicher, wenn sie Geld für andere ausgeben als nur für sich selbst.

Ergebnis:
Große kulturübergreifende Evidenz.

37
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Harvard-Studie zum Glück – Autor und Kernaussage

Bekannter Vertreter:

  • Robert Waldinger

Kernaussage:
Der wichtigste Faktor für ein glückliches und gesundes Leben sind gute soziale Beziehungen.

Ergebnis:

  • Beziehungen sind wichtiger als Reichtum oder Ruhm.

  • Einsamkeit erhöht gesundheitliche Risiken.

38
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Was ist die Positive Psychologie? Wer gilt als Begründer?

Begründer:

  • Martin Seligman (ab ca. 1998)

Zentrale Frage:
„Was hält Menschen psychisch gesund und lässt sie aufblühen?“

Ziele:

  • Wohlbefinden fördern

  • Stärken entwickeln

  • Resilienz aufbauen

  • Psychische Gesundheit erhalten

Wichtig:
Positive Psychologie bedeutet nicht bloß positives Denken, sondern einen konstruktiven Umgang mit positiven und negativen Emotionen.

39
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Was sind Positive-Psychologie-Interventionen (PPIs)?

Definition:
Wissenschaftlich entwickelte Übungen zur Förderung von Wohlbefinden.

Beispiele:

  • Dankbarkeitsübungen

  • Stärkenübungen

  • Achtsamkeit

  • Humor

  • Need Crafting

  • Freundlichkeitsübungen

  • Savoring (Genussfähigkeit)

  • Bestmögliches Selbst

Wirkung:

  • Mehr Wohlbefinden

  • Mehr Resilienz

  • Weniger Depression und Angst

Autoren:

  • Hendriks et al. (2020)

  • Dickhäuser & Wibbecke (2020)

40
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Achtsamkeit – Worum geht es?

Definition:
Bewusstes Wahrnehmen des gegenwärtigen Moments ohne Bewertung.

Ziele:

  • Stress reduzieren

  • Emotionen regulieren

  • Konzentration verbessern

Einsatz:

  • Atemübungen

  • Körperwahrnehmung

  • Kurze Meditationen

Wirkung:
Fördert mentale Gesundheit und Wohlbefinden.

41
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Savoring (Genussfähigkeit) – Worum geht es?

Definition:
Positive Erlebnisse bewusst wahrnehmen, verlängern und intensiv genießen.

Beispiele:

  • Schöne Momente bewusst erinnern

  • Positive Gefühle auskosten

  • Erfolge bewusst feiern

Wirkung:

  • Mehr positive Emotionen

  • Höheres Wohlbefinden

42
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Bestmögliches Selbst – Worum geht es?

Definition:
Vorstellung der besten möglichen zukünftigen Version der eigenen Person.

Ziel:

  • Hoffnung stärken

  • Optimismus fördern

  • Ziele verdeutlichen

Frage:
„Wie sieht mein Leben aus, wenn alles optimal verläuft?“

43
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Lösungsorientierte Beratung – Grundidee

Kernaussage:
Der Fokus liegt auf Lösungen und Ressourcen statt auf Problemen.

Fragen:

  • Was funktioniert bereits?

  • Welche Stärken sind vorhanden?

  • Welche kleinen nächsten Schritte sind möglich?

Ziel:
Selbstwirksamkeit und Handlungsmöglichkeiten stärken.

44
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Timeline-Arbeit – Worum geht es?

Definition:
Rückblick auf frühere schwierige Situationen.

Fragen:

  • Welche Stärken haben mir damals geholfen?

  • Was habe ich daraus gelernt?

Ziel:
Ressourcen sichtbar machen und Selbstwirksamkeit stärken.

45
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Sternenmomente-Methode – Worum geht es?

Definition:
Bewusstes Wahrnehmen und Sammeln positiver Erlebnisse.

Ziel:
Aufmerksamkeit gezielt auf Ressourcen und positive Erfahrungen lenken.

Wirkung:

  • Mehr positive Emotionen

  • Mehr Optimismus

  • Mehr Wohlbefinden

46
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„Learn it, Live it, Teach it, Embed it“ – Autoren und Bedeutung

Autoren:

  • Norrish et al. (2013)

Bedeutung:
Wohlbefinden sollte in Schulen auf vier Ebenen stattfinden:

  1. Learn it
    → Wohlbefinden lernen

  2. Live it
    → Wohlbefinden selbst erleben

  3. Teach it
    → Wohlbefinden unterrichten

  4. Embed it
    → Wohlbefinden in der Schulkultur verankern

47
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Wie bearbeite ich eine Anwendungsaufgabe in der Klausur?

  1. Problem erkennen

    • Was belastet die Person/Klasse?

  2. Passende Theorie auswählen

    • Welche Theorie erklärt das Problem?

  3. Theorie erklären

    • Autor + Jahr + Kernaussage nennen

  4. Konkrete Maßnahme ableiten

    • Was würde ich im Unterricht tun?

Merksatz:
Problem → Theorie → Erklärung → Intervention

48
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Wann verwende ich die Selbstbestimmungstheorie?

Autor:

  • Deci & Ryan (2000)

Bei:

  • geringer Motivation

  • Unsicherheit

  • sozialer Isolation

  • fehlender Mitbestimmung

Frage:
Welches Grundbedürfnis ist nicht erfüllt?

  1. Autonomie

  2. Kompetenz

  3. Soziale Eingebundenheit

Mögliche Maßnahmen:

  • Prozesslob

  • Wahlmöglichkeiten

  • Gruppenarbeit

  • Erfolgserlebnisse schaffen

49
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Wann verwende ich das PERMA-Modell?

Autor:

  • Martin Seligman (2011)

Bei:

  • geringem Wohlbefinden

  • fehlender Motivation

  • Sinnverlust

  • sozialen Problemen

Frage:
Welcher PERMA-Bereich fehlt?

P = Positive Emotion
E = Engagement
R = Relationships
M = Meaning
A = Accomplishment

Maßnahmen:

  • Dankbarkeitsübung

  • Flow fördern

  • Beziehungen stärken

  • Sinn verdeutlichen

  • Erfolgserlebnisse schaffen

50
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Wann verwende ich das SD-R-Modell?

Autor:

  • Bakker, Demerouti & Sanz-Vergel (2023)

Bei:

  • Stress

  • Überforderung

  • Erschöpfung

  • Leistungsdruck

Frage:
Sind die Anforderungen höher als die Ressourcen?

Anforderungen:

  • Zeitdruck

  • Prüfungen

  • Konflikte

Ressourcen:

  • Unterstützung

  • Stärken

  • Kompetenzen

  • soziale Beziehungen

Maßnahme:
Ressourcen stärken oder Anforderungen reduzieren.

51
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Wann verwende ich die Flow-Theorie?

Autor:

  • Mihaly Csikszentmihalyi (1990)

Bei:

  • Langeweile

  • fehlendem Engagement

  • Unaufmerksamkeit

Frage:
Passen Anforderungen und Fähigkeiten zusammen?

Zu schwer:
→ Angst und Stress

Zu leicht:
→ Langeweile

Optimal:
→ Flow

Maßnahmen:

  • differenzierte Aufgaben

  • klare Ziele

  • passende Herausforderungen

52
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Wann verwende ich Emotionsregulation?

Bei:

  • Prüfungsangst

  • Stress

  • Frustration

  • Ängstlichkeit

Drei Schritte:

  1. Emotion wahrnehmen

  2. Emotion akzeptieren

  3. Emotion regulieren

Maßnahmen:

  • Atemübungen

  • Gefühle benennen

  • Neubewertung von Situationen

53
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Wann verwende ich Need Crafting?

Autor:

  • Laporte et al. (2021)

Bei:

  • Orientierungslosigkeit

  • fehlender Motivation

  • geringem Selbstwert

Ziel:
Bedürfnisse aktiv gestalten.

Bereiche:

  • Autonomie

  • Kompetenz

  • soziale Eingebundenheit

Maßnahmen:

  • Stärken reflektieren

  • Ziele entwickeln

  • Beziehungen aufbauen

54
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Welches Modell passt zu welchem Problem?

Geringes Selbstvertrauen
→ Selbstbestimmungstheorie
→ Kompetenz stärken

Soziale Isolation
→ Selbstbestimmungstheorie
→ PERMA (Relationships)

Prüfungsangst
→ Emotionsregulation
→ SD-R-Modell

Überforderung
→ SD-R-Modell

Langeweile / Unaufmerksamkeit
→ Flow-Theorie
→ PERMA (Engagement)

Fehlender Sinn
→ PERMA (Meaning)

55
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Wie formuliere ich eine Theorieanwendung?

„Nach der Theorie von [Autor] ([Jahr]) liegt das Problem darin, dass ..."

„Dies zeigt sich daran, dass ..."

„Um diesen Bereich zu fördern, würde ich ..."

„Konkret könnte dies im Unterricht durch ... umgesetzt werden."

Beispiel:

„Nach der Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan (2000) ist das Kompetenzbedürfnis der Schülerin nicht ausreichend erfüllt. Um dieses zu stärken, würde ich Prozesslob einsetzen und gezielt Erfolgserlebnisse ermöglichen."