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Was versteht man unter mentaler Gesundheit?
Mentale Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit psychischer Krankheit.
Grundlage: WHO/Ottawa-Charta (1986).
Fokus auf Ressourcen, Wohlbefinden und Resilienz.
Ziel: Menschen nicht nur von Leid befreien, sondern auch Freude, Sinn und Erfüllung fördern.
Leitfrage: Wie können Menschen aufblühen („Flourishing“)?
Biopsychosoziales Modell – Autor und Kernaussage
Grundannahme: Gesundheit und Krankheit entstehen durch das Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren.
Gesundheit ist multifaktoriell beeinflusst.
Probleme liegen nicht nur im Individuum, sondern entstehen durch die Wechselwirkung von Person und Umwelt.
Ebenen:
Biologisch: Gene, Hormone, Neurotransmitter, körperliche Gesundheit
Psychologisch: Selbstwert, Emotionen, Kompetenzen
Sozial: Familie, Freundschaften, Schule
Strukturell: Lernumgebung, Mitbestimmung, Übergänge
Wichtigkeit:
Zentrale Theorie der Mental-Health-Forschung.
Ansatzpunkte zur Förderung von Wohlbefinden auf mehreren Ebenen.
Welche Ressourcenebenen nennt das biopsychosoziale Modell?
Individuelle Ressourcen
Selbstwirksamkeit
Humor
Problemlösefähigkeit
Soziale Ressourcen
Beziehungen
Unterstützung
Zugehörigkeit
Strukturelle Ressourcen
Sichere Lernumgebung
Mitbestimmung
Materielle und kulturelle Ressourcen
Zeit
Räume
Anerkennung
Quelle: Seligman et al. (2009)
Study Demands-Resources Modell (SD-R-Modell) – Autoren und Kernaussage
Autor:
Bakker, Demerouti & Sanz-Vergel (2023)
Kernaussage:
Wohlbefinden entsteht aus dem Verhältnis von Anforderungen (Demands) und Ressourcen (Resources).
Ressourcen fördern Leistung und Engagement.
Zu hohe Anforderungen ohne ausreichende Ressourcen führen zu Erschöpfung.
Ziel:
Risiken und Schutzfaktoren erkennen.
Welche Elemente umfasst das Study Demands-Resources Modell?
Ressourcen:
Organisationale Ressourcen
Personale Ressourcen
Anforderungen:
Organisationale Herausforderungen
Personale Herausforderungen
Folgen positiver Prozesse:
Engagement
Wohlbefinden
Leistung
Folgen negativer Prozesse:
Erschöpfung
Selbstdestruktives Verhalten
Was sind Gain- und Loss-Spiralen im SD-R-Modell?
Gain-Spirale:
Viele Ressourcen
Mehr Engagement
Höhere Leistung
Mehr Wohlbefinden
Proaktives Verhalten
Loss-Spirale:
Hohe Anforderungen
Wenige Ressourcen
Erschöpfung
Selbstdestruktives Verhalten
Sinkendes Wohlbefinden
Positive Psychologie – Begründer und Ziel
Begründer:
Martin Seligman
Kernaussage:
„Curing the negatives does not produce the positives.“
Ziel:
Erforschung von Wohlbefinden und menschlichem Aufblühen.
Fokus auf Stärken statt Defizite.
Förderung positiver Emotionen, Sinn und persönlicher Entwicklung.
PERMA-Modell – Autor und Kernaussage
Autor:
Martin Seligman
Frage:
Wie blühen Menschen auf?
Das Modell beschreibt fünf Faktoren des Wohlbefindens.
PERMA – Positive Emotion
Freude
Dankbarkeit
Hoffnung
Positive Gefühle bewusst wahrnehmen
Wirkung:
Erhöht Wohlbefinden
Fördert Kreativität
Stärkt Resilienz
PERMA – Engagement
Nutzung eigener Stärken
Flow-Erleben
In einer Tätigkeit aufgehen
Wirkung:
Erzeugt Energie
Erhöht Motivation
Fördert Leistungsfähigkeit
PERMA – Relationships
Vertrauensvolle Beziehungen
Soziale Unterstützung
Zugehörigkeit
Wirkung:
Emotionaler Halt
Schutzfaktor für psychische Gesundheit
PERMA – Meaning
Lebenssinn erleben
Teil von etwas Größerem sein
Sinnvolle Aufgaben erfüllen
Leitfrage:
„Wofür will ich stehen?“
PERMA – Accomplishment
Ziele setzen
Ziele erreichen
Erfolgserlebnisse wahrnehmen
Wirkung:
Stärkt Selbstwirksamkeit
Fördert Motivation
Welche Interventionen werden in der Positiven Psychologie eingesetzt?
Dankbarkeitsübungen
Freundlichkeitsübungen
Genussfähigkeit (Savoring)
Stärkenübungen
Humor
Empathie
Sinnerleben
Optimismus
Achtsamkeit
Hoffnung
Autoren:
Parks & Titova (2016)
Dreer (2020)
Broaden-and-Build-Theorie – Autorin und Kernaussage
Autorin:
Barbara Fredrickson
1998, 2004
Kernaussage:
Positive Emotionen
→ erweitern Denken und Handeln („broaden“)
→ bauen langfristig persönliche Ressourcen auf („build“)
Folge:
Aufblühen (Flourishing)
Mehr psychische Gesundheit
Selbstbestimmungstheorie – Autoren und Kernaussage
Autoren:
Edward Deci
Richard Ryan
Jahr:
2000
Kernaussage:
Menschen entwickeln Wohlbefinden und Motivation, wenn drei psychologische Grundbedürfnisse erfüllt werden.
Selbstbestimmungstheorie – Autonomie
Definition:
Selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Handeln
Im Einklang mit eigenen Werten und Interessen
Wichtig:
Bedeutet nicht Grenzenlosigkeit.
Selbstbestimmungstheorie – Kompetenz
Definition:
Aufgaben erfolgreich bewältigen
Eigene Fähigkeiten erleben und weiterentwickeln
Folge:
Selbstwirksamkeit
Motivation
Wohlbefinden
Selbstbestimmungstheorie – soziale Eingebundenheit
Definition:
Bedeutungsvolle soziale Beziehungen aufbauen und pflegen
Wichtig:
Qualität der Beziehungen steht im Mittelpunkt.
Need Crafting – Autoren und Kernaussage
Autoren:
Laporte et al. (2021, 2022)
Olafsen et al. (2025)
Van den Bogaard et al. (2025)
Kernaussage:
Menschen können aktiv an der Erfüllung ihrer psychologischen Grundbedürfnisse arbeiten.
Drei Schritte:
Bedürfnisse bewusst wahrnehmen
Handlungsmöglichkeiten erkennen
Aktiv Veränderungen umsetzen
Welche drei Bereiche umfasst Need Crafting?
Autonomie gestalten
Interessen und Werte verwirklichen
Kompetenz gestalten
Fähigkeiten entwickeln
Selbstwirksamkeit fördern
Soziale Eingebundenheit gestalten
Fürsorgliche Beziehungen aufbauen
Was versteht man unter Toxic Positivity?
Definition:
Übertriebener Zwang zum Positivdenken.
Negative Emotionen werden verdrängt oder tabuisiert.
Beispiele:
„Sieh es positiv.“
„Alles wird gut.“
Problem:
Negative Gefühle werden nicht verarbeitet.
Kann Schuldgefühle und Verwirrung auslösen.
Quelle:
Campbell-Sills (2006)
Was zeigt die Mega-Metaanalyse von Carr et al. (2024)?
Datenbasis:
198 Übersichtsarbeiten
4.063 Studien
501.335 Personen
Ergebnisse:
Positive-Psychologie-Interventionen steigern Wohlbefinden kurz- und langfristig.
Reduzieren Depressionen und Ängste.
Fördern Optimismus, Hoffnung, Resilienz und Selbstwirksamkeit.
Wirksamkeit auch im schulischen Kontext.
Theorie der Basisemotionen – Autor und Jahr
Autoren:
Paul Ekman et al. (1971)
Weiterentwicklung: Matsumoto & Ekman (2004)
Kernaussage:
Bestimmte Emotionen sind kulturübergreifend universell.
7 Basisemotionen:
Freude
Trauer
Angst
Wut
Ekel
Verachtung
Überraschung
Belege:
In verschiedenen Kulturen nachgewiesen
Auch bei blinden Menschen beobachtbar
Bedeutung:
Emotionen sind teilweise biologisch angeboren.
Komplexe Emotionen – Autoren und Jahr
Autoren:
Dacher Keltner
Alan Cowen
Jahr:
2017
Kernaussage:
Neben den Basisemotionen existieren etwa 27 Emotionskategorien.
Beispiele:
Stolz
Scham
Ehrfurcht
Bewunderung
Besonderheit:
Diese Emotionen werden stärker kulturell und sozial geprägt.
Emotionsregulation – Worum geht es?
Ziel:
Gefühle wahrnehmen, verstehen und steuern.
Drei zentrale Schritte:
Emotionswahrnehmung
Akzeptanz
Neubewertung
Negative Strategien:
Vermeidung
Grübeln (Rumination)
Bedeutung:
Wichtiger Schutzfaktor für mentale Gesundheit.
Studien:
Tsujimoto et al. (2024)
Krais et al. (2020)
Kognitive Verhaltenstherapie – Grundidee
Grundannahme:
Nicht Ereignisse selbst verursachen Gefühle, sondern deren Bewertung.
Wichtige Techniken:
Attributionstraining
Problemlösen
Emotionsregulation
Ziel:
Stress und Belastungen besser bewältigen.
Bedeutung:
Sehr gute Evidenz für Wohlbefinden, Motivation und Leistung.
Attributionstraining – Worum geht es?
Frage:
Wie erkläre ich mir Erfolge und Misserfolge?
Ziel:
Hilfreiche Erklärungen entwickeln.
Beispiel:
„Ich habe schlecht abgeschnitten, weil ich zu wenig gelernt habe.“
statt
„Ich bin einfach dumm.“
Wirkung:
Mehr Selbstwirksamkeit
Mehr Motivation
Weniger Hilflosigkeit
Lob aus Sicht der Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan, 2000)
Kernaussage:
Nicht jedes Lob wirkt positiv.
Positiv:
Informativ
Konkret
Authentisch
Negativ:
Kontrollierend
Vergleichend
Bewertend
Wirkung:
Informative Rückmeldungen fördern Kompetenzgefühl und Motivation.
Personenlob vs. Prozesslob
Personenlob:
„Du bist klug.“
Folgen:
Leistungsdruck
Angst vor Fehlern
Vermeidung von Herausforderungen
Prozesslob:
„Deine Strategie hat gut funktioniert.“
Folgen:
Lernorientierung
Selbstwirksamkeit
Fehler als Lernchance
Grundlage:
Selbstbestimmungstheorie (Deci & Ryan, 2000)
Flow-Theorie – Autor und Jahr
Autor:
Mihaly Csikszentmihalyi
Jahr:
1990
Definition:
Völliges Aufgehen in einer Tätigkeit.
Merkmale:
Hohe Konzentration
Zeitgefühl geht verloren
Tätigkeit macht Freude
Bedeutung:
Zentraler Bestandteil von „Engagement“ im PERMA-Modell.
Wann entsteht Flow?
Nach Csikszentmihalyi:
Passung zwischen Anforderungen und Fähigkeiten
Klare Ziele
Rückmeldung über Fortschritte
Beitrag zu etwas Sinnvollem
Zu schwere Aufgaben:
→ Stress
Zu leichte Aufgaben:
→ Langeweile
Optimale Balance:
→ Flow
Sinnerleben – Worum geht es?
Definition:
Das Gefühl, dass das eigene Leben bedeutsam ist.
Merkmale:
Teil von etwas Größerem sein
Persönliche Werte verwirklichen
Sinnvolle Ziele verfolgen
Bedeutung:
Eine der fünf Säulen des PERMA-Modells.
Selbstfürsorge – Grundidee
Definition:
Sich selbst mit derselben Freundlichkeit begegnen wie einem guten Freund.
Typische Methoden:
Freundliche Selbstgespräche
Selbstvergebung
Akzeptanz eigener Fehler
Wirkung:
Weniger Stress
Mehr psychische Gesundheit
Höheres Wohlbefinden
Depressiver Realismus – Worum geht es?
Theorie:
Menschen mit Depressionen bewerten sich und ihre Umwelt teilweise realistischer als psychisch gesunde Menschen.
Gegensatz:
„Rosy Retrospection“
→ Rückblickend werden Ereignisse oft positiver erinnert.
Aktueller Forschungsstand:
Die Evidenz ist schwächer als ursprünglich angenommen.
Prosocial Spending – Autoren und Jahr
Autoren:
Elizabeth Dunn
Lara Aknin et al.
Jahr:
2013
Kernaussage:
Menschen werden glücklicher, wenn sie Geld für andere ausgeben als nur für sich selbst.
Ergebnis:
Große kulturübergreifende Evidenz.
Harvard-Studie zum Glück – Autor und Kernaussage
Bekannter Vertreter:
Robert Waldinger
Kernaussage:
Der wichtigste Faktor für ein glückliches und gesundes Leben sind gute soziale Beziehungen.
Ergebnis:
Beziehungen sind wichtiger als Reichtum oder Ruhm.
Einsamkeit erhöht gesundheitliche Risiken.
Was ist die Positive Psychologie? Wer gilt als Begründer?
Begründer:
Martin Seligman (ab ca. 1998)
Zentrale Frage:
„Was hält Menschen psychisch gesund und lässt sie aufblühen?“
Ziele:
Wohlbefinden fördern
Stärken entwickeln
Resilienz aufbauen
Psychische Gesundheit erhalten
Wichtig:
Positive Psychologie bedeutet nicht bloß positives Denken, sondern einen konstruktiven Umgang mit positiven und negativen Emotionen.
Was sind Positive-Psychologie-Interventionen (PPIs)?
Definition:
Wissenschaftlich entwickelte Übungen zur Förderung von Wohlbefinden.
Beispiele:
Dankbarkeitsübungen
Stärkenübungen
Achtsamkeit
Humor
Need Crafting
Freundlichkeitsübungen
Savoring (Genussfähigkeit)
Bestmögliches Selbst
Wirkung:
Mehr Wohlbefinden
Mehr Resilienz
Weniger Depression und Angst
Autoren:
Hendriks et al. (2020)
Dickhäuser & Wibbecke (2020)
Achtsamkeit – Worum geht es?
Definition:
Bewusstes Wahrnehmen des gegenwärtigen Moments ohne Bewertung.
Ziele:
Stress reduzieren
Emotionen regulieren
Konzentration verbessern
Einsatz:
Atemübungen
Körperwahrnehmung
Kurze Meditationen
Wirkung:
Fördert mentale Gesundheit und Wohlbefinden.
Savoring (Genussfähigkeit) – Worum geht es?
Definition:
Positive Erlebnisse bewusst wahrnehmen, verlängern und intensiv genießen.
Beispiele:
Schöne Momente bewusst erinnern
Positive Gefühle auskosten
Erfolge bewusst feiern
Wirkung:
Mehr positive Emotionen
Höheres Wohlbefinden
Bestmögliches Selbst – Worum geht es?
Definition:
Vorstellung der besten möglichen zukünftigen Version der eigenen Person.
Ziel:
Hoffnung stärken
Optimismus fördern
Ziele verdeutlichen
Frage:
„Wie sieht mein Leben aus, wenn alles optimal verläuft?“
Lösungsorientierte Beratung – Grundidee
Kernaussage:
Der Fokus liegt auf Lösungen und Ressourcen statt auf Problemen.
Fragen:
Was funktioniert bereits?
Welche Stärken sind vorhanden?
Welche kleinen nächsten Schritte sind möglich?
Ziel:
Selbstwirksamkeit und Handlungsmöglichkeiten stärken.
Timeline-Arbeit – Worum geht es?
Definition:
Rückblick auf frühere schwierige Situationen.
Fragen:
Welche Stärken haben mir damals geholfen?
Was habe ich daraus gelernt?
Ziel:
Ressourcen sichtbar machen und Selbstwirksamkeit stärken.
Sternenmomente-Methode – Worum geht es?
Definition:
Bewusstes Wahrnehmen und Sammeln positiver Erlebnisse.
Ziel:
Aufmerksamkeit gezielt auf Ressourcen und positive Erfahrungen lenken.
Wirkung:
Mehr positive Emotionen
Mehr Optimismus
Mehr Wohlbefinden
„Learn it, Live it, Teach it, Embed it“ – Autoren und Bedeutung
Autoren:
Norrish et al. (2013)
Bedeutung:
Wohlbefinden sollte in Schulen auf vier Ebenen stattfinden:
Learn it
→ Wohlbefinden lernen
Live it
→ Wohlbefinden selbst erleben
Teach it
→ Wohlbefinden unterrichten
Embed it
→ Wohlbefinden in der Schulkultur verankern
Wie bearbeite ich eine Anwendungsaufgabe in der Klausur?
Problem erkennen
Was belastet die Person/Klasse?
Passende Theorie auswählen
Welche Theorie erklärt das Problem?
Theorie erklären
Autor + Jahr + Kernaussage nennen
Konkrete Maßnahme ableiten
Was würde ich im Unterricht tun?
Merksatz:
Problem → Theorie → Erklärung → Intervention
Wann verwende ich die Selbstbestimmungstheorie?
Autor:
Deci & Ryan (2000)
Bei:
geringer Motivation
Unsicherheit
sozialer Isolation
fehlender Mitbestimmung
Frage:
Welches Grundbedürfnis ist nicht erfüllt?
Autonomie
Kompetenz
Soziale Eingebundenheit
Mögliche Maßnahmen:
Prozesslob
Wahlmöglichkeiten
Gruppenarbeit
Erfolgserlebnisse schaffen
Wann verwende ich das PERMA-Modell?
Autor:
Martin Seligman (2011)
Bei:
geringem Wohlbefinden
fehlender Motivation
Sinnverlust
sozialen Problemen
Frage:
Welcher PERMA-Bereich fehlt?
P = Positive Emotion
E = Engagement
R = Relationships
M = Meaning
A = Accomplishment
Maßnahmen:
Dankbarkeitsübung
Flow fördern
Beziehungen stärken
Sinn verdeutlichen
Erfolgserlebnisse schaffen
Wann verwende ich das SD-R-Modell?
Autor:
Bakker, Demerouti & Sanz-Vergel (2023)
Bei:
Stress
Überforderung
Erschöpfung
Leistungsdruck
Frage:
Sind die Anforderungen höher als die Ressourcen?
Anforderungen:
Zeitdruck
Prüfungen
Konflikte
Ressourcen:
Unterstützung
Stärken
Kompetenzen
soziale Beziehungen
Maßnahme:
Ressourcen stärken oder Anforderungen reduzieren.
Wann verwende ich die Flow-Theorie?
Autor:
Mihaly Csikszentmihalyi (1990)
Bei:
Langeweile
fehlendem Engagement
Unaufmerksamkeit
Frage:
Passen Anforderungen und Fähigkeiten zusammen?
Zu schwer:
→ Angst und Stress
Zu leicht:
→ Langeweile
Optimal:
→ Flow
Maßnahmen:
differenzierte Aufgaben
klare Ziele
passende Herausforderungen
Wann verwende ich Emotionsregulation?
Bei:
Prüfungsangst
Stress
Frustration
Ängstlichkeit
Drei Schritte:
Emotion wahrnehmen
Emotion akzeptieren
Emotion regulieren
Maßnahmen:
Atemübungen
Gefühle benennen
Neubewertung von Situationen
Wann verwende ich Need Crafting?
Autor:
Laporte et al. (2021)
Bei:
Orientierungslosigkeit
fehlender Motivation
geringem Selbstwert
Ziel:
Bedürfnisse aktiv gestalten.
Bereiche:
Autonomie
Kompetenz
soziale Eingebundenheit
Maßnahmen:
Stärken reflektieren
Ziele entwickeln
Beziehungen aufbauen
Welches Modell passt zu welchem Problem?
Geringes Selbstvertrauen
→ Selbstbestimmungstheorie
→ Kompetenz stärken
Soziale Isolation
→ Selbstbestimmungstheorie
→ PERMA (Relationships)
Prüfungsangst
→ Emotionsregulation
→ SD-R-Modell
Überforderung
→ SD-R-Modell
Langeweile / Unaufmerksamkeit
→ Flow-Theorie
→ PERMA (Engagement)
Fehlender Sinn
→ PERMA (Meaning)
Wie formuliere ich eine Theorieanwendung?
„Nach der Theorie von [Autor] ([Jahr]) liegt das Problem darin, dass ..."
„Dies zeigt sich daran, dass ..."
„Um diesen Bereich zu fördern, würde ich ..."
„Konkret könnte dies im Unterricht durch ... umgesetzt werden."
Beispiel:
„Nach der Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan (2000) ist das Kompetenzbedürfnis der Schülerin nicht ausreichend erfüllt. Um dieses zu stärken, würde ich Prozesslob einsetzen und gezielt Erfolgserlebnisse ermöglichen."