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Grundannahmen und Grundbegriffe
Piaget sieht Kind als
Entwicklendes Individuum, welches aktiv und selbst gesteuert ist, und sich die Umwelt denkend erweitert und betrachtet.
Konstruiert sich seine Welt, Denken und Wissen selbst und muss aktiv sein und passt sich seiner Umwelt an
Mentale Repräsentation
Das Abbilden von Erfahrungen im Gedächtnis die im Bewussten als Vorstellung existieren
Kognitive Strukturen
Sind mehrere kognitive Schemata die miteinander verbunden sind
Kognitive Schemata
Psychische Strukturen, die die Verarbeitung von Umwelteindrücken speichern und einordnen. Neugeborene kommen mit angeborenen Schemata wie Reflexe zur Welt.
Handlungen die zu interessanten Ereignissen geführt haben, werden wiederholt und erste Gewohnheiten bilden sich aus und festigen die KS
Das Wissen aus dem folgt, welches Aktivitäten bei welchem Reizen ausgelöst sind, werden in kognitiven Einheiten geordnet und gespeichert
Schemata besitzen eine aktive Komponente, regen Kind an, verbunden Wissen anzuwenden
Man hat eine natürliche Tendenz, vorhandene Schemata zu praktizieren, sammelt dadurch Erfahrungen die zu einer Veränderung des bereits verfügbaren Wissens bzw. dem jeweilig entsprechenden Schemata führen können.
ZB die Rassel macht interessante Geräusche
Assimilation
Man nutzt gegenwärtige Schemata, um die äußere Welt zu interpretieren
Informationen werden vom Kind verarbeitet oder abgeändert um sie im Einklang zu bringen, was er schon von der Welt weiß
ZB. Neuer Gegenstand wird mit dem Schemata assimiliert, indem der Gegenstand in den Mund gesteckt wird
Akkommodation
Verändert die inneren Strukturen, bis sie mit den Anforderungen der Realität in Einklang steht. Wenn das neue Objekt, dem Säugling begegnet zB einen bitter/spitzen Bleistift, entdeckt er, dass nicht alle Ding zum Saugen sind. Das Saugschema wird an die Wirklichkeit angepasst, indem er um einen Begriff erweitert wird
—> Durch Assimilation, ist das Kind imstande, neue Informationen mit Hilfe alter Vorstellungen zu begreifen, durch Akkommodation, kann es seine Vorstellungen, wenn nötig ändern und verschafft dem Kind vorübergehend einen Zustand des Gleichgewichts oder der kognitiven Balance, bei dem Schema und Erfahrungen einigermaßen in Einklang sind.
Nachahmen ist eine besondere Art der AKK
—> Gelegenheit zur Erweiterung der kindlichen Schemata beim Spiel, Lesen, Experimentieren
ASS und AKK
Kommen fast immer gemeinsam Vor. Kinder versuchen eine Erfahrung zunächst mithilfe vorhandener Gedanken zu Lösen/Begreifen (ASS). Wenn das nicht funktioniert, müssen sie ihre Strukturen oder Verständnis ändern (AKK)
Adaption
Ein ständiger Anpassungsprozess des Organismus durch die Bindung von kognitiven Schemata
Äquilibration
Der Prozess des Herstellens eines Gleichgewichts durch die Anpassung der Umwelt an den Organismus und die Annpassung des Organismus an die Umwelt
Wenn das Gleichgewicht gestört wird zB. Durch eine Begegnung mit etwas neuem stellen diese Prozesse es wieder her
Organisation
Jeder lebende Organismus hat die angeborene Tendenz zu Organisieren, dass heißt Erfahrungen im Umgang mir der Umwelt zu Strukturieren, sie zu ordnen und zu Systematisieren, um so aus einzelnen Teilen Ganzheiten zu bilden.
Sensomotorische Stufe
Die sensomotorische Stufe geht vom Säugling bis zum 2 Jährigen Kind und beinhaltet die Entwicklung von Reflexen zu koordinierten Schemata in 6 Perioden. Durch diese wird eine Objektpermanenz hergestellt, eine innere Repräsentation eines Gegenstandes. Sie entwickeln das „Wissen“ dass Gegenstände weiter existieren, und vergessen ihre Existenz nicht wie jüngere Kinder. Dieses Verständnis für Objekte führt zur Entwicklung einer Vorstellungsfähigkeit, damit können Probleme gelöst und Ziele erreicht werden.
Präoperationale Stufe
In der Stufe sind die Vorschulkinder noch nicht zu logischen Operationen fähig, können aber durch geistige Repräsentation in ihrer Vorstellung über Dinge nachdenken, wodurch sie nur lernen, diese geistigen Bilder realen Objekten und Erfahrungen zuzuordnen, also als Symbole zu verwenden. Der Egozentrismus ist zentraler Aspekt der Wirklichkeitsauffassung, was bedeutet, dass sie Kinder nur ihre eigene Perspektive sehen können. Ihr Denken wird begrenzt durch die starke Zentrierung auf die bloße Wahrnehmung
Konkretoperationale Stufe
Kinder in der Periode des konkret operationalen Denkes befinden sich ca. zwischen dem 7 bis 11 Lebensjahr (bis zum Beginn der Pubertät), sie entwickeln eine Reversibilität, die Fähigkeit Prozesse gedanklich rückgängig zu machen. Das egozentristische Denken verschwindet, welches in der vorherigen Periode dominierte, sie können sich nun in andere Perspektiven reinversetzen und ein schlussfolgerndes, kausal-logisches Denken wird möglich. Kinder sind nun in der Lage zu klassifizieren, also eine Gruppe von Objekten entsprechend ihrer Merkmale zu benennen und zu identifizieren.
Formal-operationale Stufe
Bei der Periode wird mit dem Beginn der Adoleszenz , ungefähr 12 Jahre, das Denken in seiner Beweglichkeit und Komplexität erweitert, diese führt unter anderem zu einem besseren Verständnis von Proportionen. Die Phase ist charaktisiert durch abstraktes Denken sowie das ziehen von logischen Schlussfolgerrungen aus vorhandenen Informationen. Sie benutzt allgemeine Theorien aller beeinflussenden Faktoren, daraus leiten sie dann spezifische Hypothesen ab. Darauf testen sie ihre Annahmen systematisch, was zur formalen- logischen Problemlösung führt. Auf der Grundlage von Erfahrungen und Reifung wird auch über das Denken selbst nachgedacht
Präoperationale Stufe (Besonderheiten)
Wirklichkeitsauffassung des Vorschulkinds
Egozentrismus, Animismus, Artifizialismus, Finalismus, kindlicher Realismus
Egozentrismus
In der Beziehung zur Umwelt hat das Kind nur sich selbst, seine Wünsche, Gefühle und Bedürfnisse als Bezugspunkt.
Es ist ein Blickwinkel, eine Denkperspektive, die davon ausgeht, dass die Welt so ist, wie man sie selbst sieht.
2-3 Jährige Kinder können Dinge nicht als objektiv sehen
Die Welt ist nur seinetwegen geschaffenen, das Kind ist nicht fähig, sich in andere Menschen hineinzuversetzen.
Animismus
Artifizialismus
Finalismus
Kindlicher Realismus
Das Kind glaubt, dass alles, was für es für real hält (Worte, Namen, Bilder) auch wirklich existieren.
Grenzen des Präoperationalen Denkens
Zentrierung, Irreversibilität, gehlende Klasseninklusion (historisches Denken)
Experiment Objektpermanenz
Experiment Drei Berge-Experiment
Experiment Umschüttversuch
Folgerung zur Förderung der kognitiven Entwicklungen von Kindern und Jugendlichen in Kindergarten und Schulen