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Zusammenfassung der wichtigsten soziologischen Fachbegriffe, Theorien und empirischen Daten aus den Vorlesungsnotizen zur Vorbereitung auf die Studien- und Prüfungsleistungen.
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Auguste Comte
Die Person, von der die Soziologie ihren Namen erhielt.
Soziologie
Eine Einzelwissenschaft, die auf die empirische und theoretische Erforschung sozialer Gebilde, Strukturen, Prozesse und des sozialen Verhaltens ausgerichtet ist.
Sozialstruktur
Relativ stabile, beständige Muster sozialer Beziehungen, Werte und Gebilde, auf die Individuen meist wenig Einfluss haben.
Sozialisation
Der Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt; im Sinne von „sozial machen“.
Birgit Pfau-Effinger
Eine Soziologin, die verschiedene Familienmodelle unterscheidet, darunter das Vereinbarkeitsmodell der Versorgerehe, das familienökonomische Modell und das Doppelversorgermodell.
Onlinesucht
Zählt zu den nicht stoffgebundenen Süchten; entscheidend ist nicht das Gerät, sondern die Tätigkeit, die exzessiv ausgeübt wird, oft begünstigt durch belastende Situationen.
Soziale Tatsachen
Ein von Émile Durkheim geprägter Begriff für soziale Regelmäßigkeiten, die durch gemeinsame Glaubens- und Wertvorstellungen entstehen und von „außen“ auf den Einzelnen wirken.
Peergroup-Sozialisation
Sozialisation in einer Gruppe Gleichaltriger, geprägt durch erste Erfahrungen mit gleichberechtigten Beziehungen und experimentellem Umgang mit Normen.
Erziehungsstilmerkmale
Nach der Erziehungsstilforschung wird Elternverhalten nach dem Grad der „praktizierten Zuwendung“ und der „ausgeübten Kontrolle“ unterschieden.
Humboldtsches Bildungsideal
Die Einheit von Forschung und Lehre an Hochschulen mit dem Ziel, autonome Individuen und Weltbürger hervorzubringen.
Resilienz
Die Fähigkeit von Heranwachsenden, mit schwierigen Situationen oder belastenden Lebensumständen konstruktiv umzugehen.
Berufliche Sozialisation
Vermittlung von jobspezifischen Fertigkeiten und eines für die spezifische Arbeit geltenden Berufsethos.
Soziale Typisierung
Vorgang, bei dem Lehrer aufgrund sichtbaren Verhaltens im Kontext eines Machtgefälles Rückschlüsse auf die Gesamtpersönlichkeit eines Schülers ziehen.
Resozialisation
Das Erlernen und Verinnerlichen neuer Werte und Normen durch die Einnahme eines neuen Status (z.B. Heirat) oder den Eintritt in eine neue Institution.
Geschlechterstereotype
Stark vereinfachende, eingewurzelte Vorstellungen über angeblich charakteristische Merkmale von Frauen und Männern.
Zwillingsforschung (Genetik)
Erkenntnis, dass eineiige Zwillinge 100% und zweieiige Zwillinge 50% der Gene gemeinsam haben; Intelligenz gilt als zu 50% vererbt.
Pierre Bourdieu
Französischer Soziologe, der Gesellschaften nach der Ausstattung mit ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital unterteilt.
Subsidiaritätsprinzip
Regelt die Arbeitsleistung zwischen Familie, Staat und Wirtschaft und betrachtet Erziehung und Pflege primär als Aufgabe der Familie.
Serotonin
Ein Gewebshormon und Neurotransmitter, dessen Einfluss Manfred Spitzer am Beispiel kämpfender Flusskrebse zur Verdeutlichung der Wechselwirkung von Anlage und Umwelt beschrieb.
Kindheitsmobilität (Vergleich)
In den 1960erJahren waren Kinder täglich ca. 20km unterwegs, heute im Schnitt nur noch ca. 4km.
Rüdiger Peuckert
Familiensoziologe, der Familie als Lebensform definiert, die mindestens ein Kind und ein Elternteil umfasst und durch Solidarität bestimmt ist.
Mosuo
Ethnie in Südchina mit matriarchaler Struktur, in der Männer im Clan ihrer Mütter leben und keine Ehe im europäischen Sinne eingegangen wird.
Basil Bernstein
Untersuchte schichtspezifische Interaktionskulturen und den Unterschied zwischen „restringiertem“ und „elaboriertem“ Code.
Schloss Salem (Kosten)
Die Schulgebühren betrugen im Schuljahr 2011/2012 ca. 2500Euro pro Monat ohne Nebenkosten.
Leistungsunabhängiger Sozialisationsfilter
Ein von Rainer Geißler beschriebener Mechanismus, durch den Bildungserfolge bildungsferner Schichten bei Übergangsentscheidungen verloren gehen.
Verinselung der kindlichen Lebenswelt
Konzept von Helga Zeiher: Kindliche Lebensbereiche stehen in keinem direkten räumlichen Zusammenhang mehr und sind stark von den Möglichkeiten der Eltern abhängig.
Melvin Kohn
Stellte fest, dass Arbeiter-Eltern in der Erziehung besonderen Wert auf Konformität gegenüber äußeren Autoritäten (Gehorsam, Disziplin) legen.
Heimlicher Lehrplan
Nach Phillip Jackson (1968) ein Lehrplan, der sich auf die formalen Regeln der Organisation Schule sowie unterschwellig vermittelte Werte bezieht.
Slum
Siedlung mit unzumutbaren Unterkünften ohne Grundversorgung; Begriff entstand 1820 in London.
Kibera
Einer der größten Slums in Afrika mit einer geschätzten Bevölkerung von 500.000 bis 700.000 Menschen (2010).
Medienkompetenz
Fähigkeit nach Hurrelmann, Medien reflexiv und kreativ zu nutzen sowie für eigene Interessen produktiv in die Biografie einzubeziehen.
Autoritärer Erziehungsstil
Gekennzeichnet durch Dominanzausübung und Strafpraxis der Eltern sowie geringe Mitgestaltungsmöglichkeiten der Kinder.
Adam Smith
Wichtiger Begründer der Soziologie, der 1776 „Der Wohlstand der Nationen“ veröffentlichte.
Institutionalisierung
Der Prozess der „Verfestigung“ von Mustern regelmäßig wiederkehrenden Verhaltens zu Institutionen.
Astrid Lindgren
Schwedische Autorin, die ab 1945 mit Pippi Langstrumpf Kinderrechte und ein aktives Rollenbild gegen Stereotypen einforderte.
Olympe de Gouges
Historische Figur der Frauenrechte, lebte von 1748 bis 1793.
Summerhill School
Bekannteste liberale Schule England, gegründet von Alexander Sutherland Neill mit dem Ziel des „self-government“.
Sozialisationsinstanzen
Gesellschaftliche Gruppen oder Organisationen (Familie, Peers, Schule, Medien), die zur Vermittlung von Werten, Normen und Wissen beitragen.