Soziologie und Sozialisation: Studien- und Prüfungsleistungen

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Zusammenfassung der wichtigsten soziologischen Fachbegriffe, Theorien und empirischen Daten aus den Vorlesungsnotizen zur Vorbereitung auf die Studien- und Prüfungsleistungen.

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38 Terms

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Auguste Comte

Die Person, von der die Soziologie ihren Namen erhielt.

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Soziologie

Eine Einzelwissenschaft, die auf die empirische und theoretische Erforschung sozialer Gebilde, Strukturen, Prozesse und des sozialen Verhaltens ausgerichtet ist.

3
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Sozialstruktur

Relativ stabile, beständige Muster sozialer Beziehungen, Werte und Gebilde, auf die Individuen meist wenig Einfluss haben.

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Sozialisation

Der Prozess der Entstehung und Entwicklung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von der gesellschaftlich vermittelten sozialen und materiellen Umwelt; im Sinne von „sozial machen“.

5
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Birgit Pfau-Effinger

Eine Soziologin, die verschiedene Familienmodelle unterscheidet, darunter das Vereinbarkeitsmodell der Versorgerehe, das familienökonomische Modell und das Doppelversorgermodell.

6
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Onlinesucht

Zählt zu den nicht stoffgebundenen Süchten; entscheidend ist nicht das Gerät, sondern die Tätigkeit, die exzessiv ausgeübt wird, oft begünstigt durch belastende Situationen.

7
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Soziale Tatsachen

Ein von Émile Durkheim geprägter Begriff für soziale Regelmäßigkeiten, die durch gemeinsame Glaubens- und Wertvorstellungen entstehen und von „außen“ auf den Einzelnen wirken.

8
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Peergroup-Sozialisation

Sozialisation in einer Gruppe Gleichaltriger, geprägt durch erste Erfahrungen mit gleichberechtigten Beziehungen und experimentellem Umgang mit Normen.

9
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Erziehungsstilmerkmale

Nach der Erziehungsstilforschung wird Elternverhalten nach dem Grad der „praktizierten Zuwendung“ und der „ausgeübten Kontrolle“ unterschieden.

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Humboldtsches Bildungsideal

Die Einheit von Forschung und Lehre an Hochschulen mit dem Ziel, autonome Individuen und Weltbürger hervorzubringen.

11
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Resilienz

Die Fähigkeit von Heranwachsenden, mit schwierigen Situationen oder belastenden Lebensumständen konstruktiv umzugehen.

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Berufliche Sozialisation

Vermittlung von jobspezifischen Fertigkeiten und eines für die spezifische Arbeit geltenden Berufsethos.

13
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Soziale Typisierung

Vorgang, bei dem Lehrer aufgrund sichtbaren Verhaltens im Kontext eines Machtgefälles Rückschlüsse auf die Gesamtpersönlichkeit eines Schülers ziehen.

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Resozialisation

Das Erlernen und Verinnerlichen neuer Werte und Normen durch die Einnahme eines neuen Status (z.B. Heirat) oder den Eintritt in eine neue Institution.

15
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Geschlechterstereotype

Stark vereinfachende, eingewurzelte Vorstellungen über angeblich charakteristische Merkmale von Frauen und Männern.

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Zwillingsforschung (Genetik)

Erkenntnis, dass eineiige Zwillinge 100%100\,\% und zweieiige Zwillinge 50%50\,\% der Gene gemeinsam haben; Intelligenz gilt als zu 50%50\,\% vererbt.

17
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Pierre Bourdieu

Französischer Soziologe, der Gesellschaften nach der Ausstattung mit ökonomischem, kulturellem und sozialem Kapital unterteilt.

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Subsidiaritätsprinzip

Regelt die Arbeitsleistung zwischen Familie, Staat und Wirtschaft und betrachtet Erziehung und Pflege primär als Aufgabe der Familie.

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Serotonin

Ein Gewebshormon und Neurotransmitter, dessen Einfluss Manfred Spitzer am Beispiel kämpfender Flusskrebse zur Verdeutlichung der Wechselwirkung von Anlage und Umwelt beschrieb.

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Kindheitsmobilität (Vergleich)

In den 1960erJahren1960er\,\text{Jahren} waren Kinder täglich ca. 20km20\,\text{km} unterwegs, heute im Schnitt nur noch ca. 4km4\,\text{km}.

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Rüdiger Peuckert

Familiensoziologe, der Familie als Lebensform definiert, die mindestens ein Kind und ein Elternteil umfasst und durch Solidarität bestimmt ist.

22
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Mosuo

Ethnie in Südchina mit matriarchaler Struktur, in der Männer im Clan ihrer Mütter leben und keine Ehe im europäischen Sinne eingegangen wird.

23
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Basil Bernstein

Untersuchte schichtspezifische Interaktionskulturen und den Unterschied zwischen „restringiertem“ und „elaboriertem“ Code.

24
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Schloss Salem (Kosten)

Die Schulgebühren betrugen im Schuljahr 2011/20122011/2012 ca. 2500Euro2500\,\text{Euro} pro Monat ohne Nebenkosten.

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Leistungsunabhängiger Sozialisationsfilter

Ein von Rainer Geißler beschriebener Mechanismus, durch den Bildungserfolge bildungsferner Schichten bei Übergangsentscheidungen verloren gehen.

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Verinselung der kindlichen Lebenswelt

Konzept von Helga Zeiher: Kindliche Lebensbereiche stehen in keinem direkten räumlichen Zusammenhang mehr und sind stark von den Möglichkeiten der Eltern abhängig.

27
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Melvin Kohn

Stellte fest, dass Arbeiter-Eltern in der Erziehung besonderen Wert auf Konformität gegenüber äußeren Autoritäten (Gehorsam, Disziplin) legen.

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Heimlicher Lehrplan

Nach Phillip Jackson (19681968) ein Lehrplan, der sich auf die formalen Regeln der Organisation Schule sowie unterschwellig vermittelte Werte bezieht.

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Slum

Siedlung mit unzumutbaren Unterkünften ohne Grundversorgung; Begriff entstand 18201820 in London.

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Kibera

Einer der größten Slums in Afrika mit einer geschätzten Bevölkerung von 500.000500.000 bis 700.000700.000 Menschen (20102010).

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Medienkompetenz

Fähigkeit nach Hurrelmann, Medien reflexiv und kreativ zu nutzen sowie für eigene Interessen produktiv in die Biografie einzubeziehen.

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Autoritärer Erziehungsstil

Gekennzeichnet durch Dominanzausübung und Strafpraxis der Eltern sowie geringe Mitgestaltungsmöglichkeiten der Kinder.

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Adam Smith

Wichtiger Begründer der Soziologie, der 17761776 „Der Wohlstand der Nationen“ veröffentlichte.

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Institutionalisierung

Der Prozess der „Verfestigung“ von Mustern regelmäßig wiederkehrenden Verhaltens zu Institutionen.

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Astrid Lindgren

Schwedische Autorin, die ab 19451945 mit Pippi Langstrumpf Kinderrechte und ein aktives Rollenbild gegen Stereotypen einforderte.

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Olympe de Gouges

Historische Figur der Frauenrechte, lebte von 17481748 bis 17931793.

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Summerhill School

Bekannteste liberale Schule England, gegründet von Alexander Sutherland Neill mit dem Ziel des „self-government“.

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Sozialisationsinstanzen

Gesellschaftliche Gruppen oder Organisationen (Familie, Peers, Schule, Medien), die zur Vermittlung von Werten, Normen und Wissen beitragen.