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Vokabel-Karteikarten zu den Themen Wirtschaftsordnungen, Marktformen, Preisfunktionen, Homo Oeconomicus und Soziale Marktwirtschaft.
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Wirtschaftsordnung
Alle Rahmenbedingungen, innerhalb derer die Wirtschaftsbeziehungen und wirtschaftlichen Veränderungen in einer Volkswirtschaft ablaufen; bildet neben Rechtsordnung und Sozialordnung eine wichtige Säule der Gesellschaftsordnung.
Freie Marktwirtschaft
Auf Adam Smith (Ökonom aus dem 18. Jahrhundert) zurückgehende Wirtschaftsordnung, basierend auf Individualismus, Liberalismus und Privateigentum an Produktionsmitteln, in der Unternehmen und Haushalte selbstständig planen und steuern.
Zentrale Verwaltungswirtschaft
Wirtschaftsordnung basierend auf Kollektivismus und Sozialismus mit sozialisiertem Eigentum, in der eine zentrale Planungsbehörde den Wirtschaftsprozess lenkt und steuert.
Planungssystem (Wirtschaftsordnung)
Mechanismus der freien Marktwirtschaft, in dem Unternehmen und private Haushalte Käufe und Produktion selbstständig planen.
Koordinationssystem (Wirtschaftsordnung)
Mechanismus der freien Marktwirtschaft, bei dem der Markt den Preis über Angebot und Nachfrage steuert.
Anreizsystem (Wirtschaftsordnung)
Mechanismus der freien Marktwirtschaft, der Leistungsanreize durch Einkommenschancen wie Gewinne und Löhnerhöhungen schafft.
Kontrollsystem (Wirtschaftsordnung)
Mechanismus der freien Marktwirtschaft, bei dem Marktteilnehmer vom Markt verdrängt werden, wenn sie keine entsprechende Leistung erbringen.
Signal- und Informationsfunktion des Preises
Preisfunktion, bei der der Preis über die relative Knappheit eines Gutes informiert.
Lenkungs- und Allokationsfunktion des Preises
Preisfunktion, die die Produktion dahin lenkt, wo die Produktionsmittel am produktivsten eingesetzt werden.
Ausgleichs- und Planabstimmungsfunktion des Preises
Preisfunktion, die die Pläne von Haushalten und Unternehmen miteinander abstimmt.
Verteilungs- und Zuteilungsfunktion des Preises
Preisfunktion, über die das Angebot den Nachfragern zugeteilt wird.
Anreizfunktion des Preises
Preisfunktion, die Marktteilnehmern einen Anreiz bietet, sparsam mit knappen Gütern umzugehen.
Auslesefunktion des Preises
Preisfunktion, die leistungsschwache Unternehmen sanktioniert und vom Markt verdrängt.
Polypol
Marktform mit vielen Anbietern oder vielen Nachfragern (z. B. zweiseitiges Polypol bei vielen Anbietern und vielen Nachfragern).
Oligopol
Marktform mit wenigen Anbietern oder wenigen Nachfragern (z. B. Angebotsoligopol bei wenigen Anbietern und vielen Nachfragern).
Monopol
Marktform mit nur einem Anbieter oder nur einem Nachfrager (z. B. Angebotsmonopol bei einem Anbieter und vielen Nachfragern).
Bewegung auf der Kurve
Veränderung der nachgefragten oder angebotenen Menge, die entsteht, wenn sich nur der Parameter Preis (P) ändert und alles andere (wie das Einkommen) konstant bleibt.
Verschiebung der Nachfragekurve
Veränderung der Nachfrage bei konstantem Preis, ausgelöst durch die Änderung anderer Parameter oder der Nachfrager.
Homo Oeconomicus
Modellmensch der Wirtschaftswissenschaften mit 4 Merkmalen: vollständige Marktinformation, rationales Handeln, Nutzenmaximierung und festgestellte Präferenzen.
Prohibitivpreis
Der Preis im Marktdiagramm, bei dem die nachgefragte Menge genau gleich null ist.
Sättigungsmenge
Die nachgefragte Menge im Marktdiagramm, wenn der Preis genau gleich null ist.
Konsumentenrente
Preisdifferenz zwischen dem Betrag, den ein Käufer bereit wäre zu zahlen (z. B. 9€), und dem tatsächlich am Markt gezahlten Gleichgewichtspreis (z. B. 5€), woraus sich eine KR von 4€ ergibt.
Produzentenrente
Preisdifferenz zwischen dem Preis, zu dem ein Verkäufer verkaufen würde (z. B. 3€), und dem tatsächlich am Markt erzielten Gleichgewichtspreis (z. B. 5€), woraus sich eine PR von 2€ ergibt.
Angebotsüberhang
Marktsituation, in der das Angebot hoch ist, aber kaum Nachfrage besteht.
Nachfrageüberhang
Marktsituation, in der die Nachfrage hoch ist, aber kaum ein entsprechendes Angebot am Markt bereitgestellt wird.
Soziale Marktwirtschaft
Wirtschaftsordnung (wie in Deutschland), bei der die Lenkung grundsätzlich durch freien Markt und Wettbewerb erfolgt, der Staat jedoch korrigierend eingreift, um soziale Gerechtigkeit herzustellen.
Nachtwächterstaat
Rolle des Staates in der freien Marktwirtschaft, der keine Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen vornimmt, sondern lediglich Schutz- und Ordnungsmaßnahmen bereitstellt.
Zweckentfremdungsverbot
Staatliche Regelung in der Sozialen Marktwirtschaft, die es Vermietern verbietet, Wohnraum ohne Genehmigung anderweitig (z. B. für Gewerbebetriebe) zu nutzen.
Tarifautonomie
Das Recht von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, Löhne und Arbeitsbedingungen im Rahmen der Koalitionsfreiheit ohne staatliche Einmischung auszuhandeln.