Wirtschaftsordnungen und Marktlehre

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Vokabel-Karteikarten zu den Themen Wirtschaftsordnungen, Marktformen, Preisfunktionen, Homo Oeconomicus und Soziale Marktwirtschaft.

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29 Terms

1
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Wirtschaftsordnung

Alle Rahmenbedingungen, innerhalb derer die Wirtschaftsbeziehungen und wirtschaftlichen Veränderungen in einer Volkswirtschaft ablaufen; bildet neben Rechtsordnung und Sozialordnung eine wichtige Säule der Gesellschaftsordnung.

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Freie Marktwirtschaft

Auf Adam Smith (Ökonom aus dem 18. Jahrhundert) zurückgehende Wirtschaftsordnung, basierend auf Individualismus, Liberalismus und Privateigentum an Produktionsmitteln, in der Unternehmen und Haushalte selbstständig planen und steuern.

3
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Zentrale Verwaltungswirtschaft

Wirtschaftsordnung basierend auf Kollektivismus und Sozialismus mit sozialisiertem Eigentum, in der eine zentrale Planungsbehörde den Wirtschaftsprozess lenkt und steuert.

4
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Planungssystem (Wirtschaftsordnung)

Mechanismus der freien Marktwirtschaft, in dem Unternehmen und private Haushalte Käufe und Produktion selbstständig planen.

5
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Koordinationssystem (Wirtschaftsordnung)

Mechanismus der freien Marktwirtschaft, bei dem der Markt den Preis über Angebot und Nachfrage steuert.

6
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Anreizsystem (Wirtschaftsordnung)

Mechanismus der freien Marktwirtschaft, der Leistungsanreize durch Einkommenschancen wie Gewinne und Löhnerhöhungen schafft.

7
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Kontrollsystem (Wirtschaftsordnung)

Mechanismus der freien Marktwirtschaft, bei dem Marktteilnehmer vom Markt verdrängt werden, wenn sie keine entsprechende Leistung erbringen.

8
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Signal- und Informationsfunktion des Preises

Preisfunktion, bei der der Preis über die relative Knappheit eines Gutes informiert.

9
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Lenkungs- und Allokationsfunktion des Preises

Preisfunktion, die die Produktion dahin lenkt, wo die Produktionsmittel am produktivsten eingesetzt werden.

10
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Ausgleichs- und Planabstimmungsfunktion des Preises

Preisfunktion, die die Pläne von Haushalten und Unternehmen miteinander abstimmt.

11
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Verteilungs- und Zuteilungsfunktion des Preises

Preisfunktion, über die das Angebot den Nachfragern zugeteilt wird.

12
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Anreizfunktion des Preises

Preisfunktion, die Marktteilnehmern einen Anreiz bietet, sparsam mit knappen Gütern umzugehen.

13
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Auslesefunktion des Preises

Preisfunktion, die leistungsschwache Unternehmen sanktioniert und vom Markt verdrängt.

14
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Polypol

Marktform mit vielen Anbietern oder vielen Nachfragern (z. B. zweiseitiges Polypol bei vielen Anbietern und vielen Nachfragern).

15
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Oligopol

Marktform mit wenigen Anbietern oder wenigen Nachfragern (z. B. Angebotsoligopol bei wenigen Anbietern und vielen Nachfragern).

16
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Monopol

Marktform mit nur einem Anbieter oder nur einem Nachfrager (z. B. Angebotsmonopol bei einem Anbieter und vielen Nachfragern).

17
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Bewegung auf der Kurve

Veränderung der nachgefragten oder angebotenen Menge, die entsteht, wenn sich nur der Parameter Preis (PP) ändert und alles andere (wie das Einkommen) konstant bleibt.

18
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Verschiebung der Nachfragekurve

Veränderung der Nachfrage bei konstantem Preis, ausgelöst durch die Änderung anderer Parameter oder der Nachfrager.

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Homo Oeconomicus

Modellmensch der Wirtschaftswissenschaften mit 4 Merkmalen: vollständige Marktinformation, rationales Handeln, Nutzenmaximierung und festgestellte Präferenzen.

20
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Prohibitivpreis

Der Preis im Marktdiagramm, bei dem die nachgefragte Menge genau gleich null ist.

21
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Sättigungsmenge

Die nachgefragte Menge im Marktdiagramm, wenn der Preis genau gleich null ist.

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Konsumentenrente

Preisdifferenz zwischen dem Betrag, den ein Käufer bereit wäre zu zahlen (z. B. 99\,\text{€}), und dem tatsächlich am Markt gezahlten Gleichgewichtspreis (z. B. 55\,\text{€}), woraus sich eine KR von 44\,\text{€} ergibt.

23
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Produzentenrente

Preisdifferenz zwischen dem Preis, zu dem ein Verkäufer verkaufen würde (z. B. 33\,\text{€}), und dem tatsächlich am Markt erzielten Gleichgewichtspreis (z. B. 55\,\text{€}), woraus sich eine PR von 22\,\text{€} ergibt.

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Angebotsüberhang

Marktsituation, in der das Angebot hoch ist, aber kaum Nachfrage besteht.

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Nachfrageüberhang

Marktsituation, in der die Nachfrage hoch ist, aber kaum ein entsprechendes Angebot am Markt bereitgestellt wird.

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Soziale Marktwirtschaft

Wirtschaftsordnung (wie in Deutschland), bei der die Lenkung grundsätzlich durch freien Markt und Wettbewerb erfolgt, der Staat jedoch korrigierend eingreift, um soziale Gerechtigkeit herzustellen.

27
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Nachtwächterstaat

Rolle des Staates in der freien Marktwirtschaft, der keine Eingriffe in das Wirtschaftsgeschehen vornimmt, sondern lediglich Schutz- und Ordnungsmaßnahmen bereitstellt.

28
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Zweckentfremdungsverbot

Staatliche Regelung in der Sozialen Marktwirtschaft, die es Vermietern verbietet, Wohnraum ohne Genehmigung anderweitig (z. B. für Gewerbebetriebe) zu nutzen.

29
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Tarifautonomie

Das Recht von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, Löhne und Arbeitsbedingungen im Rahmen der Koalitionsfreiheit ohne staatliche Einmischung auszuhandeln.