Deutsch, Kopp-Schmerzen: 172 Begriffe Edition

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Ich blass mir gleich den Kopp weg

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177 Terms

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Erzählebenen

Drei Ebenen: Autor (reale Person), Erzähler (fiktive Instanz), Handlung (fiktive Welt).

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Autor

Reale Person, die den Text geschrieben hat.

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Erzähler
Vom Autor geschaffene fiktive Instanz, die die Geschichte vermittelt. Kann allwissend, eingeschränkt oder neutral sein.
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Handlungsebene
Ebene, auf der die Figuren und Ereignisse der erzählten Welt stattfinden.
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Erzählsituation
Verhältnis zwischen Erzähler, Geschehen und Leser/Zuhörer. Wenn der Erzähler den Leser direkt anspricht, wird er als Vermittler spürbar.
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Erzählrede
Art, wie der Erzähler spricht: entweder als Erzählbericht (sachlich) oder als Erzählerkommentar (wertend).
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Erzählbericht
Sachlich zusammenfassende Wiedergabe von Geschehen. Bsp. (Das Parfum): "Er wurde an einem der heissesten Tage des Jahres geboren..."
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Erzählerkommentar
Wertende oder erklärende Einmischung des Erzählers. Zeichen für auktoriales Erzählen. Bsp. (Das Parfum): Erzähler vergleicht Grenouille mit Verbrechern wie de Sade.
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Erzählperspektive
Blickwinkel, aus dem die Geschichte erzählt wird: neutral, personal oder auktorial.
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neutrale Erzählperspektive
Erzähler berichtet nur, was von aussen sichtbar ist. Keine Gedanken, keine Gefühle, keine Wertungen. Wie eine Kamera.
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personale Erzählperspektive
Geschehen wird aus Sicht einer Figur dargestellt; Wissen ist auf diese Figur begrenzt. Bsp. (Ruhm): Man erlebt die Welt durch Eblings Augen und seine Verwirrung mit.
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auktoriale Erzählperspektive
Allwissender Erzähler mit Überblick über Figuren, Gedanken und Zukunft. Bsp. (Das Parfum): Erzähler kennt Grenouilles Gedanken, Motive und Zukunft.
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Ich-Form
Erzählung in der 1. Person ("ich"). Kann personal (beschränkte Sicht) oder auktorial (rückblickend, allwissend) sein.
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Er-Form
Erzählung in der 3. Person ("er/sie"). Häufigste Form, z.B. in Das Parfum.
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erzählte Zeit
Zeitspanne, die die Handlung inhaltlich umfasst. Bsp. (Das Parfum): knapp 29 Jahre (1738-1767).
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Erzählzeit
Zeit, die man zum Lesen der Geschichte braucht.
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Zeitdeckung
Erzählzeit und erzählte Zeit sind ungefähr gleich lang. Typisch bei Dialogen.
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Zeitraffung
Langer Zeitraum wird in kurzer Erzählzeit zusammengefasst. Bsp.: "Sieben Jahre verbrachte Grenouille in der Höhle." Jahre in einem Satz.
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Zeitdehnung
Kurzer Moment wird sehr ausführlich erzählt. Bsp. (Das Parfum): Ein einziger Atemzug/Geruch wird seitenlang geschildert.
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Zeitsprung
Sprunghafter Wechsel in der Zeit; ein Abschnitt wird ausgelassen. Zwischen zwei Kapiteln vergehen plötzlich Jahre.
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Pause
Die Handlung steht still, während der Erzähler beschreibt oder kommentiert. Erzählte Zeit = 0. Bsp.: Die Beschreibung des stinkenden Paris in Das Parfum.
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Chronologie
Ereignisse werden in der Reihenfolge erzählt, in der sie geschehen. Das Parfum ist weitgehend chronologisch: Geburt → Kindheit → Morde → Tod.
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Rückblende

Sprung in ein früheres Geschehen. Bsp. (Ödipus): Das Stück deckt nach und nach die Vergangenheit auf (Aussetzung des Kindes, Vatermord).

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Vorausdeutung

Hinweis auf spätere Ereignisse. Bsp. (Das Parfum): Grenouille wird schon zu Beginn als "genialste und abscheulichste Gestalt" angekündigt.

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Ort
Schauplatz der Handlung.
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Funktion des Raumes
Räume spiegeln den inneren Zustand der Figuren oder haben symbolische Bedeutung. Bsp. (Das Parfum): Die Höhle = Grenouilles Isolation. Bsp. (Die Physiker): Das Irrenhaus = die Falle, aus der es kein Entkommen gibt.
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Figur
Erfundene Person einer erzählten oder dramatischen Handlung.
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direkte Charakterisierung
Eigenschaften einer Figur werden ausdrücklich genannt. Bsp. (Das Parfum): Erzähler beschreibt Grenouille direkt als zeckenartiges Wesen.
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indirekte Charakterisierung
Eigenschaften zeigen sich durch Verhalten, Sprache oder Wirkung auf andere. Bsp. (Ruhm): Eblings Einsamkeit zeigt sich daran, wie er auf fremde Anrufe reagiert.
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Figurenrede
Sprachliche Äusserungen von Figuren: direkte Rede, erlebte Rede, innerer Monolog.
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erlebte Rede
Gedanken einer Figur in 3. Person Präteritum, ohne "er dachte". Mischform aus Erzähler und Figur. Bsp.: "Er musste diesen Duft haben. Nein, er musste ihn sich zu eigen machen."
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innerer Monolog
Gedanken einer Figur direkt in Ich-Form und Präsens. Kein Erzähler dazwischen. Bsp.: "Ich muss diesen Duft haben. Ich werde ihn mir holen."
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Ereignis
Wichtiger Vorfall innerhalb der Handlung.
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Haupthandlung
Zentraler Erzählstrang. Bsp. (Das Parfum): Grenouilles Suche nach dem perfekten Duft.
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Nebenhandlung
Zusätzliche, untergeordnete Handlungslinie. Bsp. (Das Parfum): Das Schicksal des Parfümeurs Baldini.
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Rahmenhandlung
Äussere Handlung, die eine andere Geschichte umschliesst.
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Binnenhandlung
In eine Rahmenhandlung eingebettete innere Geschichte. Bsp. (Ruhm): Die einzelnen Erzählungen sind Binnenhandlungen, die sich gegenseitig durchdringen.
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Komposition der Handlung
Aufbau und Anordnung der Handlungsteile.
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Schlüsselstelle
Besonders wichtiger Punkt: Wendepunkt, Höhepunkt, symbolisch aufgeladene Szene. Bsp. (Das Parfum): Der Mord am Mirabellen-Mädchen, wo Grenouille seine Obsession entdeckt.
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Spannungsaufbau

Steigerung von Erwartung durch Andeutungen, offene Fragen, Cliffhanger, Zeitdruck.

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Ironie
Es ist etwas anderes gemeint als wörtlich gesagt. Bsp. (Das Parfum): Die euphorische Beschreibung von Grenouilles "Genie", das dem Morden dient.
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sprechender Name
Name, der Eigenschaften einer Figur andeutet. Bsp.: "Grenouille" = franz. "Frosch" (kaltblütig, abstossend, lauert im Verborgenen).
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Stilaspekte
Auffällige sprachliche Merkmale: Satzbau, Wortwahl, Bilder, Klang. Bsp.: Das Parfum hat extrem sinnlichen, detailreichen Stil bei Geruchsbeschreibungen.
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Erzählung
Kürzerer epischer Text mit einem Handlungsstrang und wenigen Figuren.
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Kurzgeschichte
Kurzer Prosatext mit unvermitteltem Anfang, Alltagsbezug und offenem oder pointiertem Schluss.
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Novelle

Mittellange Erzählung mit "unerhörter Begebenheit", straffer Handlung, oft mit Dingsymbol. Bsp.: Kleider machen Leute.

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Roman
Langer epischer Text mit vielschichtiger Handlung und Figurenwelt. Bsp.: Das Parfum, Ruhm.
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Volksmärchen
Mündlich überliefert, kein bekannter Autor, typische Figuren (König, Hexe), Gut vs. Böse, "Es war einmal...". Bsp.: Grimms Märchen.
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Kunstmärchen
Vom Autor bewusst geschrieben, komplexer, oft dunkler. Bsp.: Hoffmann, Der Sandmann.
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Sage
Erzählung mit historischem Kern und übernatürlichen Elementen. Bsp.: Wilhelm Tell.
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Fabel
Kurze lehrhafte Erzählung mit Tieren als Träger menschlicher Eigenschaften, Moral am Ende. Bsp.: Äsop, Der Fuchs und die Trauben.
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Parabel

Lehrhafte Erzählung mit Bildhälfte (erzählte Geschichte) und Sachhälfte (gemeinte Botschaft). Leser muss selbst herausfinden, was die Geschichte eigentlich meint

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Anekdote
Kurze, pointierte Erzählung über eine auffällige Begebenheit, oft mit bekannter Person.
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Aphorismus
Kurzer, prägnanter Gedankenspruch. Bsp.: Nietzsche: "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker."
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Figur/Person/Rolle
Im Drama: Figur = die dargestellte Gestalt, Person = die Bühnenfigur, Rolle = ihre Funktion im Stück.
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Protagonist
Hauptfigur. Bsp. (Die Physiker): Möbius. Bsp. (Emilia Galotti): Emilia bzw. Odoardo.
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Antagonist
Gegenspieler des Protagonisten. Bsp. (Emilia Galotti): Der Prinz + Marinelli. Bsp. (Die Physiker): Die Irrenärztin von Zahnd.
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Charakter
Individuell gezeichnete, komplexe Figur mit Widersprüchen und Entwicklung.
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Typ
Vereinfachte, auf eine Eigenschaft reduzierte Figur (der Geizige, der Intrigant). Typisch in Fabeln.
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Dialog
Gespräch zwischen zwei oder mehr Figuren.
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Monolog
Eine Figur spricht allein, zu sich selbst oder zum Publikum. Bsp. (Die Physiker): Möbius' Rede über die Verantwortung der Wissenschaft.
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Stichomythie
Sehr schneller Redewechsel in kurzen Sätzen/Versen, oft in Konfliktsituationen. Typisch für antike Dramen wie Ödipus.
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Beiseitesprechen

Figur spricht zum Publikum, die anderen Figuren auf der Bühne "hören" es nicht.

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Botenbericht
Eine Figur berichtet über Geschehen ausserhalb der Bühne (Schlachten, Gewalt etc.). Bsp. (Ödipus): Bote bringt die Nachricht vom Tod des Polybos.
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Mauerschau

Eine Figur beschreibt von der Bühne aus, was draussen geschieht. Das Publikum sieht es nicht, sondern erfährt es durch die Beschreibung.

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äussere Handlung
Sichtbar ablaufende Ereignisse auf der Bühne. Bsp. (Emilia Galotti): Die Intrige gegen Appiani, die Entführung Emilias.
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innere Handlung
Gefühle, Gedanken, seelische Konflikte. Bsp. (Emilia Galotti): Odoardos Gewissenskonflikt, ob er seine Tochter töten darf.
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Akt
Grosser Hauptabschnitt eines Dramas. Klassisch: 5 Akte.
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Szene
Unterabschnitt innerhalb eines Aktes, oft markiert durch Auf- oder Abtreten einer Figur.
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dramatische Ironie
Das Publikum weiss mehr als die Figuren. Bsp. (Ödipus): Das Publikum weiss, dass Ödipus selbst der Mörder ist, während er noch nach dem Schuldigen sucht.
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Zeit und Raum im Drama
Zeitliche und räumliche Gestaltung der Bühnenhandlung. Im klassischen Drama durch die drei Einheiten geregelt. Ohne Erzähler müssen Zeitsprünge über Aktwechsel, Botenberichte oder Dialoge vermittelt werden.
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analytisches Drama
Drama, in dem ein vergangenes Ereignis schrittweise aufgedeckt wird. Spannung rückwärtsgewandt: Was ist geschehen? Bsp.: Ödipus.
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synthetisches Drama
Drama, das vorwärts auf ein Ziel zuläuft. Spannung vorwärtsgewandt: Was wird geschehen? Bsp.: Emilia Galotti.
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Inszenierung
Konkrete szenische Umsetzung eines Dramentextes auf der Bühne.
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Stück
Der dramatische Text / das Theaterwerk.
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Regisseur
Leitet die szenische Umsetzung, trifft künstlerische Entscheidungen.
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Dramaturg
Betreut ein Stück inhaltlich und konzeptionell, vermittelt zwischen Text und Inszenierung.
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Schauspieler
Person, die eine Rolle auf der Bühne verkörpert.
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Regieanweisung
Anweisung im Dramentext (oft kursiv/in Klammern) zu Bewegung, Mimik, Bühnenbild.
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Bühnenbild
Visuelle Gestaltung des Bühnenraums: Kulisse, Requisiten, Licht.
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Chor
Gruppe von Sprechern im antiken Drama, die das Geschehen kommentiert und reflektiert. Bsp. (Ödipus): Chor der thebanischen Ältesten.
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Prolog
Einleitender Teil vor der eigentlichen Handlung, erklärt Ausgangssituation.
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Aristotelische Poetik
Aristoteles' Lehre über den Aufbau der Tragödie: tragischer Konflikt, Ständeklausel, Fallhöhe, Katharsis, drei Einheiten.
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tragischer Konflikt
Unlösbarer Konflikt, in dem jede Entscheidung ins Verderben führt. Bsp. (Ödipus): Wahrheitssuche rettet Theben, aber zerstört ihn selbst.
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Ständeklausel
In der klassischen Tragödie dürfen nur hochgestellte Personen (Könige, Adel) Hauptfiguren sein. Lessing bricht diese Regel mit Emilia Galotti.
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Fallhöhe
Je höher die gesellschaftliche Stellung, desto tragischer der Sturz. Ein König, der fällt, erschüttert mehr als ein Bettler.
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Katharsis
"Reinigung" der Zuschauer durch Mitleid (eleos) und Furcht (phobos). Bsp. (Ödipus): Mitleid mit dem unwissend Schuldigen, Furcht, selbst so getroffen zu werden.
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drei Einheiten
Klassische Forderung: Einheit von Ort, Zeit und Handlung.
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Einheit des Ortes
Handlung spielt an einem einzigen Ort. Bsp. (Die Physiker): Alles im Salon des Irrenhauses.
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Einheit der Zeit
Handlung umfasst maximal einen Tag (24h). Bsp. (Ödipus): Die Enthüllung geschieht an einem Tag.
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Einheit der Handlung
Nur ein Handlungsstrang, keine Nebenhandlungen.
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Komödie

Drama mit heiterem Ausgang, oft Verwechslungen und Satire.

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Tragödie
Drama mit tragischem Ausgang. Klassischer Aufbau in 5 Akten: 1. Exposition, 2. steigende Handlung, 3. Peripetie (Wendepunkt), 4. fallende Handlung (retardierendes Moment), 5. Katastrophe.
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Exposition
1. Akt: Einführung der Figuren, des Ortes, der Ausgangslage und des Konfliktkeims.
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steigende Handlung
2. Akt: Konflikt entwickelt sich, Spannung steigt ("erregendes Moment").
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Höhepunkt

  1. Akt: Wendepunkt, das Schicksal der Hauptfigur kippt.

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retardierendes Moment
4. Akt: Kurze Verzögerung in der fallenden Handlung, letzte Hoffnung, die dann zerstört wird.