VL 2 Biopsychologie Evolution, Gene, Verhalten

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Irreführende Dichotomie 1: Was beschreibt das Problem des Dualismus (René Descartes) ?

Was entstammt vom Körper und was von der Seele? Ist es okay, Untersuchugen zu machen, die nicht körperlich sind?

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Dichotomie 2: Ist ein bestimmtes Verhalten angeboren oder erlernt? (nature vs nurture)

1. Begründung (Watson)-> Erziehung ist dominant. Jeder, der aus schlechte Familie kommt, jedoch zB mit anderen Erziehungsberechtigten aufwachsen, werden gute Menschen

2. Begründung-> Ethologie begründet instinktives Verhalten, angeboren dominiert (Fixed Action Pattern (FAP) ist ein festgelegtes, angeborenes Verhaltensmuster, das bei Tieren durch einen bestimmten Reiz (Schlüsselreiz) automatisch ausgelöst wird)

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Was sind Beweise gegen Dichotomie?

1) Schäden oder Stimulation bestimmter Hirnregionen können komplexe psychologische Veränderungen (wie Emotionen, Gedächtnis oder Selbstbewusstsein) auslösen. Das zeigt, dass Verhalten stark von der biologischen Struktur abhängt.

2) Es gibt nicht-menschliche Spezies, die über komplexe Fähigkeiten verfügen, von denen man denkt, sie sind rein psychologisch und menschlich (nature) -> es braucht eine Interaktion zwischen den beiden Phänomenen Nature und Nurture

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Was ist das Neglect-Syndrom?

ignoriert eine betroffene Person eine Seite des Raumes oder des eigenen Körpers, meist die linke Seite, weil bestimmte Gehirnregionen beschädigt sind (oft in der rechten Gehirnhälfte). Dies betrifft die Aufmerksamkeit, nicht das Sehen an sich.

5
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Zusammenhang zwischen Neglect und nature vs nurture?

wie stark biologische Faktoren (Nature) das Verhalten beeinflussen können. Die Schädigung bestimmter Gehirnregionen führt zu massiven Wahrnehmungsstörungen, die nicht durch psychologische Faktoren (Nurture) allein erklärt werden können. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer Interaktion zwischen biologischen und psychologischen Prozessen.

6
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Was ist der Spiegeltest?

prüft, ob ein Lebewesen sich selbst im Spiegel erkennen kann. Dabei wird ein sichtbares Zeichen (z.B. ein Farbklecks) auf den Körper des Tieres gemacht. Erkennt das Tier, dass das Spiegelbild es selbst zeigt, wird es versuchen, den Fleck an seinem eigenen Körper zu entfernen.

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Wie hängt der Spiegeltest mit Nurture und Nature zusammen?

Nature (Anlage): Die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung könnte genetisch und biologisch verankert sein.

Nurture (Umwelt): Training oder Erfahrung kann Selbstbewusstsein fördern, was den Einfluss der Umwelt zeigt.

8
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Aus welchen Bestandteilen entsteht unser Verhalten? (von Dichotomie zu Interaktionen)

1) genetische Veranlagung

2) Erfahrungen

3) Wahrnehmung der aktuellen Situation

9
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Ist Depression psychologisch oder physiologisch bedingt?

Es kommt auf die persönliche Schwelle/Belastungsschwelle drauf an. Je nach Disposition (Anlage) können Stressoren (Umwelt) und Ressourcen diese Schwelle überschreiten und eine Depression auslösen.

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Was besagt Darwins Theorie der Evolution?

Arten entwickeln sich, indem sie sich systematisch aus vorher existierenden Arten verändern.

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Was bedeutet natürliche Selektion?

Individuen einer Art unterscheiden sich (strukturell, physiologisch, im Verhalten). Eigenschaften, die mit hohen Überlebenschancen verbunden sind, werden eher an die nächste Generation weitergegeben.

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Was versteht man unter Fitness in der Evolution?

Es ist die Fähigkeit eines Organismus, zu überleben, sich fortzupflanzen und seine Gene an die nächste Generation weiterzugeben.

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Nenne ein Beispiel für natürliche Selektion

Die Evolution der Schnäbel bei Finken auf den Galapagos-Inseln. Unterschiedliche Schnabelformen helfen beim Überleben in verschiedenen Umgebungen. Oder Mammals entstanden aus Reptilien, weil in Mamas Bauch ist man geschützter als in einem Ei

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Für welche Art von Aufgaben ist der Hirnstamm zuständig?

Reflex-Aktivitäten

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Für welche Art von Aufgaben ist Grosshirn zuständig?

komplexe, adaptive Prozesse. Grössenzuwachs mit der Zeit am grössten beim ________

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Was ist die Gyrifizierung?

Durch Zunahme der Anzahl Windungen (Furchen) hat sich Oberfläche stark vergrössert

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Welche Gehirnregionen sind in der Evolution gewachsen?

Assoziiationen und komplexere Gedanken

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Was versteht man unter dem Default Mode Network (DMN)?

Netzwerk von Gehirnregionen, das aktiv ist, wenn das Gehirn nicht auf äußere Reize reagiert, z.B. beim Tagträumen oder Nachdenken über sich selbst.

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Welche Hirnnetzwerke sind bei allen Spezies (Mensch, Primat, Nagetier) vorhanden?

Default Mode Network (DMN), das Salience Network, das Limbic Network, das Somatomotor Network und das Visual Network sind bei allen Spezies vorhanden, allerdings unterschiedlich ausgeprägt.

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Welche Hirnnetzwerke zeigen eine stärkere Ausprägung beim Menschen im Vergleich zu Primaten und Nagetieren?

Default Mode Network und das Control Network stärker ausgeprägt. Diese Netzwerke sind wichtig für komplexes Denken, Selbstreflexion und kognitive Kontrolle.

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Was sind Chromosomen?

fadenförmige, paarige Strukturen in jedem Zellkern (23 Paare)

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Aus was besteht der genetische Code?

A, T, G, C (A-T und G-C)

23
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Was ist Genexpression?

Prozess, durch Instruktionen in DNA funktionelles Produkt zB Protein umgewandelt wird

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Welche zwei Phasen der Genexpression gibt es?

Transkription (DNA in mRNA) und Translation und mRNA-> Protein

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Was sind Strukturgene?

kodieren Proteine

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Was sind Regulatorgene?

kodieren keine Proteine, sondern steuern Expression von Strukturgene

27
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Welche zwei Regulatoren gibt es?

Aktivatoren und Repressoren

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Was untersucht die Epigenetik?

Veränderungen der Genfunktion, die nicht auf Veränderungen der DNA-Sequenz beruhen, aber an Tochterzellen weitergegeben werden.

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Was bewirkt die DNA-Methylierung?

Methylgruppen an die DNA angehängt, wodurch bestimmte Gene inaktiviert oder abgeschaltet werden.

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Wie beeinflusst die Histon-Modifikation die Genaktivität?

______(z.B. Acetylierung) kann die DNA enger oder lockerer gewickelt werden. Locker gepackte DNA wird aktiver abgelesen.

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Können epigenetische Mechanismen durch bestimmte Erfahrungen ausgelöst werden und ganzes Leben lang andauern?

Ja, sie können sogar auf nächste Generationen übertragen werden, ohne Primärstruktur der DNA zu verändern

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Erkläre Kirschblütenexperiment

Angstkonditionierung von Ratten gegenüber von Kirschblüten. Erste Nachkommen haben noch nie Kirschblüten gesehen, aber zeigen Angstreaktion. Kinder der Kinder müssen nicht umbedingt mehr eine Reaktion ausweisen

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Was war das Ziel von Tryons Experiment (1934) mit Ratten?Wie wurde die Leistung der Ratten im Labyrinth gemessen?Welche Kontrollmethode wurde im Experiment angewendet, um Umwelteinflüsse auszuschließen?Wie entwickelte sich die Leistung der Ratten über Generationen hinweg

wollte untersuchen, ob Lernfähigkeit vererbt werden kann, indem er Ratten züchtete, die im Labyrinth entweder besonders gut ("Maze-bright") oder besonders schlecht ("Maze-dull") waren.Die Leistung wurde anhand der Anzahl der Fehler im Labyrinth bewertet. Ratten mit wenigen Fehlern galten als Maze-bright, solche mit vielen Fehlern als Maze-dull. Ratten wurden durch Fremdpflege (cross-fostering) aufgezogen, um sicherzustellen, dass die Unterschiede im Verhalten nicht durch die Erziehung, sondern durch die Gene verursacht wurden. Maze bright Ratten getrauten sich mehr, also mehr Erfahrung. Mit der Zeit machten nächste Generationen etwa gleich viele Fehler

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Was ist Epigenetik?

Entwicklung als Produkt des Zusammenspiels von genetischen und erfahrungsbedingten Faktoren, die wahrsch. durch epigenetische Mechanismen vermittelt werden

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Wie beeinflusste die Umgebung die Fehlerquote der Ratten im Labyrinth?

angereicherten Umgebung machten sowohl „kluge“ als auch „dumme“ Ratten ähnlich viele Fehler. In einer verarmten Umgebung machten die „Labyrinth-dummen“ Ratten jedoch deutlich mehr Fehler als die „Labyrinth-klugen“.