Aggressives und impulsives Verhalten

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28 Terms

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Aggressives Verhalten

zielt auf die Schädigung einer oder mehrerer Lebewesen Tiere oder der Zerstörung von Gegenständen ab

2
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Aggression

Tatsächliche Handlung

3
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Aggressivität

Aggressionsbereitschaft

4
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Ausdrucksformen

Feindselig vs. Instrumentell

Offen vs. Verdeckt

Reaktiv vs. Aktiv

5
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Ethologie und Psychoanalyse

Aggression ist ein angeborener Trieb / eine Instinktreaktion

6
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Evolutionspsychologie

Kampf um Status und reproduktive Ressourcen

7
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Frustrations-Aggressions-Hypothese bzw. Frustrations- Erregungs-Hypothese

Frustrationen führen zu einer gesteigerten Aggressionsbereitschaft

8
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Lerntheorien

Kinder lernen am Modell, erleben aggressives Verhalten als erfolgreich oder reagieren mit Aggression auf konditionierten Stimulus

9
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Sozialpsychologische Erklärungsmodelle

Konflikt um Ressourcen, Out-Group-Homogeneity, Verteidigung oder Erlangung bestimmter sozialer Rollen in einer Gruppe, kogn. Dissonanz, Sex-Aggression-Link …

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Sensation Seeking

Aggression als Nervenkitzel oder aus sadistischen Neigungen

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Konkrete Anlässe für Aggressives Verhalten

Durchsetzung eigener Interessen

Reaktion auf vermeintliche Bedrohung

Appell für mehr Zuwendung

Identität oder Selbstbewusstsein gewinnen

Ungeschickte Kontaktaufnahme

Hilflosigkeit

Antwort auf Provokation

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Störung mit oppositionellen Trotzverhalten

1.Wutanfälle / Irritabilität

2. Argumentatives / oppositionelles Verhalten

3. Rachsucht („Vindictiveness“)

Mind. über einen Zeitraum von 6 Monaten

Störungen müssen häufiger auftreten als bei gleichaltrigen Kindern

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Hauptkennzeichen einer Störung mit oppositionellen Trotzverhaltens

Irritabilität

Argumentatives Verhalten

Rachsucht

14
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Störung des Sozialverhaltens

sich wiederholende Verhaltensmuster, die die Verletzung grundlegender Rechte anderer sowie wichtige altersrelevante Normen/ Regeln umfassen

Im Zeitraum von 12 Monaten mind. 3, während 6 Monaten mind. ein Symptom (Bereiche: aggressives Verhalten gegenüber Menschen/Tieren; Zerstörung von Eigentum; Betrug/ Diebstahl; Schwere Regelverstöße)

15
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Intermittierende explosible Störung (Wutsyndrom)

Wiederholte und häufige Ausbrüche aggressiven Verhaltens ohne Vorankündigung (verbal, physisch, Zerstörung von Eigentum)

Unfähigkeit aggressive Verhaltensimpulse zu kontrollieren

Intensität entspricht in keiner Weise einer angemessenen Reaktion (z. B. auf eine Provokation)

Verhalten ist nicht instrumentell

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Epidemiologie

Aggressives Verhalten kann funktional sein ( es wirkt!) und ist zum Teil vorübergehend mit positiven Konsequenzen verknüpft, daher schwer abzubauen:

• Erreichung eines gewünschten Zielzustandes (positive Verstärkung)

• Abwehr von Bedrohung (negative Verstärkung)

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Komorbidität: Störungen des Sozialverhaltens und Störung mit oppositionellem Trotzverhalten

Kindesalter: Verhaltensweisen im Spektrum oppositionelles Trotzverhalten

mit steigendem Alter in zunehmenden Maße Symptome, die der Störung des Sozialverhaltens zuzuordnen sind

Hohes komorbides Auftreten deutet darauf hin, dass es sich nicht um zwei eigenständige Störungsbilder handelt, sondern dass SSV aus oppos. Trotzverhalten hervorgehen kann

Bei frühem Beginn ungünstige Prognose! Sehr intensive pädagogische Anstrengungen notwendig! —> pädagogische Verhaltensmodifikation

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Komorbidität: aggressive Störung und Aufmerksamkeitsstörungen

Aufmerksamkeitsstörungen in der frühen Kindheit stellen einen Prädiktor für aggressive Störungen dar, umgekehrt jedoch nicht

Die betreffenden Kinder

—> haben häufiger psychosoziale Beeinträchtigungen und stärkere Funktionsdefizite (Impulskontrolle/ sozial-kognitive Informationsverarbeitung)

—> sind von einem stabileren Störungsverlauf betroffen: delinquentes und aggressives Verhalten bleibt lange bestehen

—> haben ein höheres Risiko für weitere psychische Störungen (z.B. Depression)

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Komorbidität: Aggressive Störungen und Depression

im Kindesalter treten aggressive Symptome häufig an die Stelle depressiver Symptome

—> Aggression kann einer Depression vorausgehen, bzw. eine Depression als Folge der aggressiven Störung auftreten (z.B. durch vermehrte Zurückweisung durch Gleichaltrige)

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Früher Störungsbeginn

Vorschulzeit

Familiäres Umfeld, v.a. frühe Eltern- Kind-Interaktion sehr wichtig

Massive Probleme

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Später Störungsbeginn

Späte Kindheit oder frühes Jugendalter

Großer Einfluss durch Gleichaltrige

Therapie aussichtsreich

Verhalten normalisiert sich meist im Erwachsenenalter

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Interentionsmöglichkeiten: Stufe 1

Veränderung der Wahrnehmungsgewohnheiten

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Interentionsmöglichkeiten: Stufe 2

Verringerung der Gewohnheitsstärke für aggressives Verhalten

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Interentionsmöglichkeiten: Stufe 3

Verstärkung der Hemmungspotentiale für aggressives Verhalten

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Interentionsmöglichkeiten: Stufe 4

Neubewertung möglicher Folgen

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Ziele von Intervention und Therapie

nicht sofortige Symptomfreiheit sondern Symptomreduktion sowie Zunahme prosozialen Verhaltens und positive Veränderung des sozialen Umfelds

Empathie, Selbstkontrolle, Stressmanagement, Entspannungstechniken, soziale Fertigkeiten und Bindungen, Konfliktlösungsfähigkeiten …

Erziehungsverhalten der Eltern / Bindung zu Eltern

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Therapeutische Bausteine

Entwicklung von Gruppenregeln und Maßnahmen bei Nicht-Einhalten

Erwerb von Techniken zur Kontrolle von Ärger und emotionaler Erregung

rechtzeitige Wahrnehmung von Ärger

Problemlösungsstrategien und kleinschrittiges Üben sozialer Kompetenz in Modellrollenspielen (Diskussionen, Rollenspiele und Videofilme …)

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Elterntrainings

Steuern statt strafen“, Verhindern von ungünstigem Erziehungsverhalten

Aufbau einer positiven Beziehung zum Kind

Förderung der kindlichen Entwicklung + Erlernen neuer Verhaltensweisen

Konstruktiver, konsequenter Umgang mit aggressivem und trotzigem Verhalten des Kindes

Fördern positiver Verhaltensweisen des Kindes

Nicht zu viel erwarten und auf sich selbst aufpassen