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Aggressives Verhalten
zielt auf die Schädigung einer oder mehrerer Lebewesen Tiere oder der Zerstörung von Gegenständen ab
Aggression
Tatsächliche Handlung
Aggressivität
Aggressionsbereitschaft
Ausdrucksformen
Feindselig vs. Instrumentell
Offen vs. Verdeckt
Reaktiv vs. Aktiv
Ethologie und Psychoanalyse
Aggression ist ein angeborener Trieb / eine Instinktreaktion
Evolutionspsychologie
Kampf um Status und reproduktive Ressourcen
Frustrations-Aggressions-Hypothese bzw. Frustrations- Erregungs-Hypothese
Frustrationen führen zu einer gesteigerten Aggressionsbereitschaft
Lerntheorien
Kinder lernen am Modell, erleben aggressives Verhalten als erfolgreich oder reagieren mit Aggression auf konditionierten Stimulus
Sozialpsychologische Erklärungsmodelle
Konflikt um Ressourcen, Out-Group-Homogeneity, Verteidigung oder Erlangung bestimmter sozialer Rollen in einer Gruppe, kogn. Dissonanz, Sex-Aggression-Link …
Sensation Seeking
Aggression als Nervenkitzel oder aus sadistischen Neigungen
Konkrete Anlässe für Aggressives Verhalten
Durchsetzung eigener Interessen
Reaktion auf vermeintliche Bedrohung
Appell für mehr Zuwendung
Identität oder Selbstbewusstsein gewinnen
Ungeschickte Kontaktaufnahme
Hilflosigkeit
Antwort auf Provokation
Störung mit oppositionellen Trotzverhalten
1.Wutanfälle / Irritabilität
2. Argumentatives / oppositionelles Verhalten
3. Rachsucht („Vindictiveness“)
Mind. über einen Zeitraum von 6 Monaten
Störungen müssen häufiger auftreten als bei gleichaltrigen Kindern
Hauptkennzeichen einer Störung mit oppositionellen Trotzverhaltens
Irritabilität
Argumentatives Verhalten
Rachsucht
Störung des Sozialverhaltens
sich wiederholende Verhaltensmuster, die die Verletzung grundlegender Rechte anderer sowie wichtige altersrelevante Normen/ Regeln umfassen
Im Zeitraum von 12 Monaten mind. 3, während 6 Monaten mind. ein Symptom (Bereiche: aggressives Verhalten gegenüber Menschen/Tieren; Zerstörung von Eigentum; Betrug/ Diebstahl; Schwere Regelverstöße)
Intermittierende explosible Störung (Wutsyndrom)
Wiederholte und häufige Ausbrüche aggressiven Verhaltens ohne Vorankündigung (verbal, physisch, Zerstörung von Eigentum)
Unfähigkeit aggressive Verhaltensimpulse zu kontrollieren
Intensität entspricht in keiner Weise einer angemessenen Reaktion (z. B. auf eine Provokation)
Verhalten ist nicht instrumentell
Epidemiologie
Aggressives Verhalten kann funktional sein ( es wirkt!) und ist zum Teil vorübergehend mit positiven Konsequenzen verknüpft, daher schwer abzubauen:
• Erreichung eines gewünschten Zielzustandes (positive Verstärkung)
• Abwehr von Bedrohung (negative Verstärkung)
Komorbidität: Störungen des Sozialverhaltens und Störung mit oppositionellem Trotzverhalten
Kindesalter: Verhaltensweisen im Spektrum oppositionelles Trotzverhalten
mit steigendem Alter in zunehmenden Maße Symptome, die der Störung des Sozialverhaltens zuzuordnen sind
Hohes komorbides Auftreten deutet darauf hin, dass es sich nicht um zwei eigenständige Störungsbilder handelt, sondern dass SSV aus oppos. Trotzverhalten hervorgehen kann
Bei frühem Beginn ungünstige Prognose! Sehr intensive pädagogische Anstrengungen notwendig! —> pädagogische Verhaltensmodifikation
Komorbidität: aggressive Störung und Aufmerksamkeitsstörungen
Aufmerksamkeitsstörungen in der frühen Kindheit stellen einen Prädiktor für aggressive Störungen dar, umgekehrt jedoch nicht
Die betreffenden Kinder
—> haben häufiger psychosoziale Beeinträchtigungen und stärkere Funktionsdefizite (Impulskontrolle/ sozial-kognitive Informationsverarbeitung)
—> sind von einem stabileren Störungsverlauf betroffen: delinquentes und aggressives Verhalten bleibt lange bestehen
—> haben ein höheres Risiko für weitere psychische Störungen (z.B. Depression)
Komorbidität: Aggressive Störungen und Depression
im Kindesalter treten aggressive Symptome häufig an die Stelle depressiver Symptome
—> Aggression kann einer Depression vorausgehen, bzw. eine Depression als Folge der aggressiven Störung auftreten (z.B. durch vermehrte Zurückweisung durch Gleichaltrige)
Früher Störungsbeginn
Vorschulzeit
Familiäres Umfeld, v.a. frühe Eltern- Kind-Interaktion sehr wichtig
Massive Probleme
Später Störungsbeginn
Späte Kindheit oder frühes Jugendalter
Großer Einfluss durch Gleichaltrige
Therapie aussichtsreich
Verhalten normalisiert sich meist im Erwachsenenalter
Interentionsmöglichkeiten: Stufe 1
Veränderung der Wahrnehmungsgewohnheiten
Interentionsmöglichkeiten: Stufe 2
Verringerung der Gewohnheitsstärke für aggressives Verhalten
Interentionsmöglichkeiten: Stufe 3
Verstärkung der Hemmungspotentiale für aggressives Verhalten
Interentionsmöglichkeiten: Stufe 4
Neubewertung möglicher Folgen
Ziele von Intervention und Therapie
nicht sofortige Symptomfreiheit sondern Symptomreduktion sowie Zunahme prosozialen Verhaltens und positive Veränderung des sozialen Umfelds
Empathie, Selbstkontrolle, Stressmanagement, Entspannungstechniken, soziale Fertigkeiten und Bindungen, Konfliktlösungsfähigkeiten …
Erziehungsverhalten der Eltern / Bindung zu Eltern
Therapeutische Bausteine
Entwicklung von Gruppenregeln und Maßnahmen bei Nicht-Einhalten
Erwerb von Techniken zur Kontrolle von Ärger und emotionaler Erregung
rechtzeitige Wahrnehmung von Ärger
Problemlösungsstrategien und kleinschrittiges Üben sozialer Kompetenz in Modellrollenspielen (Diskussionen, Rollenspiele und Videofilme …)
Elterntrainings
Steuern statt strafen“, Verhindern von ungünstigem Erziehungsverhalten
Aufbau einer positiven Beziehung zum Kind
Förderung der kindlichen Entwicklung + Erlernen neuer Verhaltensweisen
Konstruktiver, konsequenter Umgang mit aggressivem und trotzigem Verhalten des Kindes
Fördern positiver Verhaltensweisen des Kindes
Nicht zu viel erwarten und auf sich selbst aufpassen