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Psychologische Skalen
Forschung: Theorie + Empirie
Theoretischer Teil: Strukturierung & Definition von Fähigkeiten, Merkmalen, Eigenschaften,…
Empirischer Teil: Überprüfung einer Theorie durch Messmodelle
Naturwissenschaft: Konstrukte präzise mit Messinstrumenten & exakten Maßeinheiten erfassbar
Psychologie: meist nicht „greifbar“
—> Konstrukte müssen operationalisiert & skaliert werden
Untersch. Skalenniveaus bilden Realität untersch. genau ab
Metrisch / nicht metrisch
Optische Darstellung von Daten
Nominal-, Ordinal-, Verhältnis-, Intervall- & Absolutskala
Pulford et al. (2018): theoretischer Hintergrund
akademischer Erfolg
Relevant: Fähigkeiten, Motivation, Selbstvertrauen
Selbstvertrauen beeinflusst Lernbereitschaft & Leistung
Soziale Vergleiche im akademischen Kontext
Selbstwahrnehmung durch Vergleiche beeinflusst
Routinemäßiger Vergleich
Soziale Vergleiche & Selbstvertrauen
Aufwärts- & Abwärtsvergleiche können Selbstvertrauen beeinflussen
Soziale Vergleiche & Geschlecht
Meist mit eigenem Geschlecht
Frauen:
Höherer akademischer Stress
Geringeres Selbstvertrauen
Aufwärtsvergleiche —> Rückgang Selbstvertrauen
Pulford et al. (2018): Hypothesen
H1: Academic Social Comparison Scale ASCS bildet Faktoren ab:
Aufwärtsvergleich
Abwärtsvergleich
Kein Vergleich
H2: Studierende vergleichen sich häufiger als dass sie es nicht tun
H3: Art der Vergleiche ist über Zeit hinweg stabil
H4: häufigere AUfwärtsvergleiche —> geringeres akademisches Selbstvertrauen
H5: M&F unterscheiden sich in Art des Vergleichs
Pulford et al. (2018): Methode
325 Psychologiestudierende
18-44 Jahre
36 Studierende nach 6 Wochen nochmals teilgenommen
Fragebogenstudie (online)
Individual Learning Profile (ILP):
Selbstvertrauen in akademischen Fähigkeiten
6 spezifische Domänen
40 Items
Academic Social Comparison Scale (ASCS):
Neu entwickelt
Erfassung, wie Studierende sich mit anderen in akademischen Bereichen unterscheiden
48 Items
Pulford et al. (2018): Ergebnisse
Vergleichsverhalten
ASCS misst Aufwärts- & Abwärtsvergleich & kein Vergleich (H1)
Studierende vergleichen sich häufig (H2)
Am stärksten Aufwärtsvergleiche
Vergleiche über Zeit stabil —> Charaktereigenschaft (H3)
Zsmhang mit Selbstvertrauen
Aufwärtsvergleiche —> signifikant geringeres akademisches Selbstvertrauen (H4)
Keine Vergleiche —> höheres Selbstvertrauen
Abwärtsvergleiche —> kein Effekt
Geschlechtsunterschiede (H5)
Frauen: häufiger Aufwärtsvergleiche
Männer: häufiger Abwärtsvergleiche
Pulford et at al. (2018): Diskussion
warum schadet Aufwärtsvergleich dem Selbstvertrauen
Kontrasteffekt: Vergleich mit Besserem —> eher schlecht fühlen statt inspiriert
Big-Fish-Little-Pond Effect: ständige Vergleiche in leistungsstarkem Umfeld —> Bedrohung Selbstvertrauen
Bestätigt durch Kontrasteffekt
Warum kein Effekt bei Abwärtsvergleichen
soziale Erwünschtheit: „unfreundlich“ auf Schwächere herabzuschauen —> ungern ehrlich in Fragebogen
Mangelnde Relevanz: bereits selbstbewusste Studierende nutzen Abwärtsvergleich nicht zur Regulation des Selbstwerts
Interpretation Geschlechtsunterschiede
Frauen: geringeres Selbstvertrauen & mehr Aufwärtsvergleiche
Möglich: geringes Selbstvertrauen = Folge des Vergleichsverhaltens
„Henne-Ei-Problem“ (Kausalität)
Studie ist korrelativ (Querschnitt)
Frage:
Häufiges Vergleichen —> geringeres Selbstvertrauen
Unsichere Personen —> eher öfters vergleichen
Experimentelle Forschung zeigt: Vergleiche können Selbstvertrauen kausal beeinflussen
Reduktion negativer Folgen sozialer Vergleiche
soziale Vergleiche basieren auf Assimilation (=Gefühl der Ähnlichkeit) statt Kontrastierung —> Selbstvertrauen stärker werden
Soziale Medien: soziales Genießen statt sozialer Vergleich —> Selbstwertgefühl & Verbundenheit steigern
Veränderung von Theorien über Intelligenz & Zuschreibung von Erfolg/Misserfolg —> Reduktion neg. Folgen sozialer Vergleiche in Gruppenarbeiten
Psychotherapeutisches Setting: versch. Tools zur Reduktion neg. Auswirkungen sozialer Vergleiche bei Entstehung & Aufrechterhaltung psychischer Erkrankungen
Faktorenanalyse
Reduziert Dimensionen eines Instruments
Deskriptive Analyse
Beschreibt & stellt Variablen zusammenfassend dar
Bivariate Korrelation
Prüft den statistischen Zusammenhang zwischen zwei Variablen
Mithilfe Korrelationskoeffizient r
t-Test
Vergleicht Mittelwerte zweier Stichproben