Genetik V01: Einführung, Personalisierte Medizin & Grundlagen

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Sammlung von Vokabel-Lernkarten basierend auf der ersten Vorlesung im Genetik-Modul (BIO 111/117) an der Universität Zürich.

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Molekulare Genetik

Teilgebiet der Genetik, das die Weitergabe und Verarbeitung biologischer Information von der DNA bis zur Aktivität der Gene innerhalb und zwischen Zellen untersucht.

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Klassische Genetik

Auch Vererbungslehre genannt; erforscht die Weitergabe von genetischen Informationen und Merkmalen von den Eltern an die Kinder innerhalb einer Familie.

3
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Populationsgenetik

Teilgebiet der Genetik, das die Verteilung und Veränderung genetischer Informationen über mehrere Generationen hinweg innerhalb von Populationen untersucht.

4
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Personalisierte Medizin

Hier werden Therapien auf ein Individuum massgeschneidert. Dabei gibt es vier gründe dazu:

  • Risikoeinschätzung

  • Prävention

  • Diagnose

  • Therapie

Beispiel: BRCA1 Angelina Jolie: Erhöhung von Krebs in den Eierstöcke und Brüste → Masektomie und Eierstöcke entfernen

5
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Pharmakogenetik

Fachgebiet zur Vorhersage von Wirkung und Toxizität von Medikamenten basierend auf dem individuellen genetischen Profil von Patientinnen und Patienten.

Beispiel Darmkrebs: Nur Patienten ohne RAS profitieren an der Therapie, also muss dies pharmakogenetisch untersucht werden für eine precision oncology

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GUMG

Schweizer Bundesgesetz über genetische Untersuchungen beim Menschen (in Kraft seit 1. Dez. 2022), welches u. a. festlegt, dass medizinische Gentests nur von Ärzt:innen veranlasst werden dürfen.

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Direct-to-Consumer (DTC) Gentests

Genetische Untersuchungen, die direkt über das Internet bestellt werden können (z. B. für Risikoprofile oder Ahnenforschung); Schweizer Anbieter dürfen nach GUMG nur nicht-medizinische Tests anbieten.


  • Medizin: Krankheiten, Risikofaktoren sowie Pharmakogenetik

  • Ausserhalb der Medizin: Ethinische Herkunft, Phenotypen, Physiologische Eigenschaften ()Stoffwechsel)

  • DNA Profile: Abstammung, DNA Spuren und Personenprofil


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NIPT

Nicht-invasiver Pränataltest aus Mutterblut zur Feststellung fötaler gesundheitlicher Eigenschaften wie Chromosomenanomalien (z. B. Trisomie 21).

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Gentech-Moratorium

Schweizer Verbot der Anwendung genetisch veränderter Organismen (GVO) in der Landwirtschaft, basierend auf einer Volksinitiative von 2005 und verlängert bis Ende 2030.

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Neue Gentechnologien (NGT)

Genom-Editierungsverfahren wie CRISPR/Cas9, mit denen gezielte Genveränderungen ohne Einfügen fremder DNA durchgeführt werden, sodass der Eingriff nicht von konventioneller Züchtung nachweisbar ist.

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Präimplantationsdiagnostik (PID)

Untersuchung von künstlich befruchteten Embryonen (IVF) vor dem Einsetzen in die Gebärmutter auf genetische Erkrankungen (in der Schweiz seit 1. Sept. 2017 erlaubt).

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Retterbaby

Ein Kind, das mittels IVF und PID gezielt ausgewählt wird, um als gewebekompatibler Spender für ein schwer krankes Geschwisterkind zu dienen (in der Schweiz verboten).

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Prokaryonten

Einzellige Organismen (Bakterien und Archaeen) ohne Zellkern und Organellen mit einer Zellgrösse von 110μm1\text{–}10\,\mu\text{m} und meist einem zirkulären DNA-Molekül.

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Eukaryonten

Ein- oder vielzellige Organismen (Pilze, Algen, Pflanzen, Tiere) mit Zellkern, Organellen und mehreren linearen Chromosomen bei einer Zellgrösse von 10100μm10\text{–}100\,\mu\text{m}.

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Mitose

Zellkernteilung somatischer Zellen, die 22 genetisch identische diploide Tochterzellen (2n2n) für Wachstum und Regeneration erzeugt.

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Meiose

Zweistufige Reduktionsteilung in den Keimzellen zur Bildung von 44 haploiden (1n1n), genetisch unterschiedlichen Gameten mit Rekombination.

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Keimbahn

Zelllinie, die ihr genetisches Material über Gameten an die nächste Generation weitergibt und potenziell unsterblich ist.

18
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Soma

Gesamtheit der Körperzellen eines Organismus, die im Gegensatz zur Keimbahn sterblich sind und deren Erbgut nicht vererbt wird.

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Somatic Cell Nuclear Transfer (SCNT)

Klonierungsverfahren, bei dem der Kern einer somatischen Zelle in eine entkernte Eizelle übertragen wird (bekannt durch das Klon-Schaf Dolly, 1997).

20
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Induzierte pluripotente Stammzellen (iPSCs)

Ausdifferenzierte Körperzellen (z. B. Hautzellen), die durch das Einfügen von 44 Transkriptionsfaktoren (OSKM-Gene) in einen pluripotenten Zustand umprogrammiert wurden.

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Modellorganismus

Eine biologische Art, die wegen einfacher Genetik, kurzer Generationszeit, guter Reproduzierbarkeit und evolutionär konservierter Mechanismen stellvertretend in der Forschung untersucht wird.