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Diese Flashcards decken die zentralen Begriffe der Biopsychologie ab, einschließlich neuroanatomischer Strukturen, biochemischer Signalübertragungen und muskulärer Funktionsweisen.
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Zentrales Nervensystem (ZNS)
Die Gesamtheit der Nervenstruktur in Gehirn und Rückenmark.
Mind-Brain-Isomorphismus
Die Auffassung, dass Psyche und Physis den gleichen Prozess auf unterschiedlichen Ebenen darstellen, wie z. B. Angst und die Aktivität der Amygdala.
Korrelation
Gibt die Stärke und Richtung des systematischen Zusammenhangs zwischen zwei psychischen oder biologischen Variablen an, erlaubt jedoch keine Kausalitätsaussage.
Variation Physiologischer Variablen
Die systematische Messung von psychischen Variablen (AV) unter der Variation phiosologischer Variablen (UV), z. B. Gäbe eines Medikaments und Messung des psychischen Erlebens
Intervenierende Variable (Mediatorvariable)
Eine Variable, die die Beziehung zwischen einer unabhängigen Variable (UV) und einer abhängigen Variable (AV) erklärt, wie z. B. Persönlichkeitsmerkmale beim Stresserleben.
Kognitive Neurowissenschaften
Ein interdisziplinärer Teilbereich der Neurowissenschaften, der kognitive Prozesse wie Gedächtnis, Sprache und Denken und deren neuronale Grundlagen untersucht.
Neuron
Eine elektrisch erregbare Zelle, die durch chemische Signale Informationen empfängt, verarbeitet und weiterleitet und von einer semipermeablen Membran umschlossen ist.
Soma (Zellkörper)
Der Teil des Neurons, der den Nucleus (Zellkern) enthält und die Proteinbiosynthese durchführt.
Dendriten
Verzweigungen am Neuron, die zur Informationsleitung zum Soma hin dienen und Kontaktstellen zu anderen Neuronen bilden.
Axon
Ein Fortsatz am Neuron zur beidseitigen Informationsweiterleitung zwischen Soma und anderen Neuronen über den synaptischen Spalt.
Ranvier-Schnürringe
Regelmäßige, myelinfreie Abschnitte am Axon, die die Leitgeschwindigkeit der Nervenimpulse beschleunigen.
Mitochondrien
Zellorganellen, die als Kraftwerke der Zelle fungieren und durch die Aufnahme von Fett, Zucker und Proteinen ATP als Energiequelle produzieren.
Golgi-Apparat
Zellstoffwechsel + Stofftransport von Proteinen
Endoplasmatisches Reticulum
Netzartiges Zellorganell für die Proteinbiosynthese (raus Er) + Abtransport von Schadstoffen (glattes Er)
Gliazellen
Nichtneuronale Zellen im Nervensystem, die keine Impulse generieren, sondern Neuronen isolieren, ernähren, stützen und Abfallstoffe abtransportieren.
Oligodendrozyten
Gliazellen im Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark), die für die Bildung der Myelinschicht verantwortlich sind.
Astrozyten
Gliazellen an den Blutgefäßen im Gehirn, die Teil der Blut-Hirn-Schranke sind und die Synapsenbildung sowie Signalübertragung regulieren.
Schwann-Zellen
Vollständige Ummantelung eines Axons für Schutz und erhöhte Leitgeschwindigkeit
Mikroglia
Zur Aufnahme von Abfallstoffen und Übertragung von Alarmsignalen um Immpunprozesse und Zellteilung zur Zellneubildung zu aktivieren
Blut-Hirn-Schranke
Eine semipermeable Schutzbarriere aus Endothelzellen und Astrozyten, die schädliche Substanzen hemmt und notwendige Stoffe wie Glukose, CO2 und O2 passieren lässt.
Woraus setzt sich die Blut-Hirn-Schränke zusammen?
Endothelzellen und Astrozyten
Was passiert bei MS mit den Gliazellen?
Die Abwehrzellen greifen die Myelinscheide an.
Daraus entstehende Entzündungen beeinträchtigen die Nervenleitfähigkeit, was Sinneswahrnehmungen und Bewegungsabläufe hemmt.
Plaques im Gehirn verhärtet, was zu Sehstörungen, Empfindungsstörungen und Gleichgewichtsstörungen führt.
Tight Junctions
Spezielle Berührungsstellen der Endothelzellen in den Blutgefäßen des Gehirns, die physikalische Barrieren für Stoffe bilden.
Synapse
Die Übergangsstelle zur Informationsübertragung zwischen zwei Neuronen, bestehend aus präsynaptischer Membran, synaptischem Spalt und postsynaptischer Membran.
Neurotransmitter
Chemische Botenstoffe, die in Vesikeln gespeichert und im synaptischen Spalt für eine schnelle Signalübertragung freigesetzt werden.
Welche Arten von postsynaptischen Rezeptoren gibt es?
ionotrop
metabotrop
Ionotroper Rezeptor
Rezeptor selbst ist ein Ionenkanal (direkte Wirkung)
Metabotroper Rezeptor
An G-Proteine gekoppelter Rezeptor (indirekte Wirkung)
Unterschied: Ionotroper vs. metabotroper Rezeptor
Geschwindigkeit: schnell vs. langsam
Wirkung: kurz vs. langanhaltend
Aufgabe: Reflexe vs.Stoffwechsel
Kotransmitter (Modulatoren)
Meist aus Peptiden bestehende Stoffe, die die Intensität und Wirkdauer von Neurotransmittern modulieren.
Gap Junction
Eine elektrische Synapse, die durch engen Zellkontakt und direkten Ionenaustausch eine fast verzögerungsfreie Signalübertragung ermöglicht.
Aktionspotenzial
Eine kurzfristige Änderung des Membranpotenzials für die Reizweiterleitung, die bei Überschreitung eines Schwellenwertes ausgelöst wird.
Depolarisation
Na+-Kanäle werden aktiviert
Spannungsunterschied sinkt
EPSP entsteht
Repolarisation
Na+-Kanäle inaktivieren
K+-Kanäle öffnen
K+ strömt aus der Zelle
Hyperpolarisation
verzögertes Schließen der K+-Kanäle
Mebranpotenzial ist kurz negativer als das Ruhepotenzial
Ruhepotenzial
Der Spannungsunterschied von −70mV zwischen dem Inneren und Äußeren eines nicht erregten Neurons.
EPSP
Exzitatorisches postsynaptisches Potenzial; eine Depolarisation an der postsynaptischen Membran, die die Wahrscheinlichkeit eines Aktionspotenzials erhöht.
IPSP
Inhibitorisches postsynaptisches Potenzial; eine Hyperpolarisation, die die Wahrscheinlichkeit senkt, dass ein Neuron feuert.
Welche Neurotransmitterklassen zur chemischen Signalübertragung gibt es?
Monoamine
Aminosäuren
Neuropeptide
Unkonventionelle Transmitter
Funktionen von Neuropeptiden
Schmerzübertragung
Stressreaktion
Emotionsregulation
Sexualverhalten
Welche Aminosäuren gibt es?
Glutamat
GABA
Glycin
Wie wirkt Glutamat? Welche Funktion hat es?
erregend
Lernen + Gedächtnis
3 Katecholamine
Dopamin
Noradrenalin
Adrenalin
Wirkung von Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin?
aktivierende Wirkung
Funktionen von Dopamin
Motorik
Belohnung
Wahrnehmung
Stimmung
Funktionen von Noradrenalin
Aufmerksamkeit
Stress
Wachheit
Vorkommen von Acetylcholin
ZNS
autonomes NS
Arten von Acetylcholin-Rezeptoren?
Nikotinerg (Ionotrop)
Muskarinerg (metabotrop)
Arten von Monoamine
Katecholamine
Serotonin
Funktionsweise von SSRI
SSRI verhindern die Wiederaufnahme des Serotonins aus dem synaptischen Spalt (längere Wirkdauer) durch eine Blockade der Transporter
SSRI
Selective Serotonine Reuptake Inhibitor
Dura Mater
Harte Knochenhaut
Arachnoidea Mater
Weiche, feinfasrige und kollagenhaltige Haut, von der Dura Mater durch den Subduralspalt getrennt
Pia Mater
Zarte, mit Gehirn und Rückenmark verwachsene innere Hirnhaut
Liquorräume
Bereiche in Gehirn und Rückenmark mit Nervenwasser
Innere Liquorräume
4 gefüllte Ventrikel: 2 Seitenventrikel, 1 Ventrikel im Zwischenhirn und 1 im Rautenhirn
Äußere Liquorräume
Subarachnoidalraum zwischen Arachnoidea und Pia Mater mit dämpfender Funktion zwischen Knochen und Nervengewebe zum Schutz vor mechanischen Krafteinwirkungen
Areale des Gehirns
Vorderhirn (Proencephalon)
Mittelhirn (Mesencephalon)
Großhirn (Telencephalon)
Großhirn =
Kortex + Basalganglien
Hemisphären des Großhirns
Linke Hemisphäre: Sprache, Mathematik, Logik
Rechte Hemisphäre: Kreativität, Visuell-räumliche Prozesse
getrennt durch Corpus Callossum
Wie wirken GABA und Glycin?
hemmend
Wie bindet GABAA & GABA im Gegensatz zu GABA?
GABAA und GABAC: ionotrop
GABAB: metabotrop
SSRI (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer)
Antidepressiva, die den Transporter für den Reuptake blockieren, wodurch Serotonin länger im synaptischen Spalt wirkt.
Meningen
Die drei Schichten der Hirnhäute (Dura Mater, Arachnoidea mater, Pia mater), die das ZNS zum Schutz umgeben.
Telencephalon (Großhirn)
Der größte Teil des Gehirns (ca. 85% des Gewichts), bestehend aus Kortex und Basalganglien, dessen Hemisphären durch den Corpus Callosum verbunden sind.
Allokortex
Olfaktorische Verarbeitung + Gedächtnisbildung
Neokortex
Integrative Prozesse
Planung, Motorik, Sensorik
Aufgaben des Neokortex
Spracherzeugung
Planung und Ausführung von Strategien
Künstlerische Expression
Persönlichkeitsentwicklung
Gewohnheiten
Eigenwahrnehmung
Kortexeinheiten
Frontallappen
Temporallappen
Parietallappen
Okzipitallappen
Größte Sensorendichte beim Homununculus
Hände
Lippen
Finger
Funktionen des Frontallappens
Planung und Ausführung von Bewegungsabläufen und Motorik
Frontales Augenfeld
Broca-Sprachzentrum
Präfrontaler Kortex (Inhibition, Impulskontrolle, Erinnerungen)
Funktionen des Parietallappens
Aufmerksamkeit
Visuelle und räumliche Orientierung
Funktionen des Okzipitallappens
Verarbeitung externer Stimuli (visueller Kortex)
Bedeutung externer Stimuli (sekundärer visueller Kortex)
Visuelle Informationsweiterleitung
Areale des Temporallappens
primäre Hörrinde
Sekundärer auditiver Kortex
Wernicke Areal
Amygdala
Sprachzentrum =
Wernicke Areal + Broca Areal
Homunculus
Ein Modell, das veranschaulicht, dass Muskelgruppen oder Sensoren je nach funktioneller Wichtigkeit (z. B. Hände, Lippen) unterschiedlich große Areale im Kortex einnehmen.
Frontallappen
Hirnareal, das für die Planung und Ausführung von Motorik (Motorkortex), Sprachbildung (Broca-Areal) und Impulskontrolle zuständig ist.
Hippocampus
Struktur im Allokortex, die zentral für die Gedächtnisbildung, kontextuelles Lernen und die Überführung von Kurzzeit- in Langzeitgedächtnisinhalte ist.
Amygdala
Ein im Temporallappen gelegenes Zentrum des limbischen Systems, das entscheidend für die Entstehung und Regulation von Emotionen wie Angst ist.
Weiße Substanz
Besteht primär aus myelinisierten Axonen und sorgt für eine schnelle elektrische Signalweiterleitung zwischen verschiedenen Hirnregionen.
Graue Substanz
Teil des ZNS bestehend aus Zellkörpern, wenigen Axonen und Dendriten
Diencephalon (Zwischenhirn)
Gehirnbereich bestehend aus Epithalamus, Thalamus und Hypothalamus.
Thalamus
Die als "Tor zum Bewusstsein" bezeichnete Kernstruktur, die sensorische Informationen filtert, selektiert und an den Kortex weiterleitet.
Epithalamus =
Epiphyse + Ephiphysenstiele
Epithalamus
Verbindungsglied zwischen limbischem System und anderen Gehirnstrukturen, das Einfluss auf die Hormonproduktion, den Schlaf-Wach-Rhythmus, Nahrungsaufnahme und Bewegungsaktivitäten nimmt.
Hypothalamus
Steuert vegetative Prozesse (Verbindung Sympathikus + Parasympathikus), Herz-Kreislauf-Funktionen, Atmen und Nährstoffaufnahme
Teile des Hirnstamms
Medulla oblongata
Pons
Mesencephalon
Arten von Muskelgewebe
Herzmuskulatur
Glatte Muskulatur
Quergestreifte Muskulatur
Herzmuskulatur
Besteht aus einkernigen Zellen, den Schrittmacherzellen, durch die die Herztätigkeit automatisiert abläuft, indem selbstständig Aktionspotenziale generiert werden.
Glatte Muskulatur
Findet sich an den Wänden der Blutgefäße, Atemwege und Organen im Bauch-Beckenraum und ist durch Schrittmacherzellen oder Synapsen automatisiert.
Quergestreifte Muskulatur
Ausführendes Element der Bewegung, welches 40% des Körpergewichts und 650 Muskeln ausmacht und aus vierkernigen Fasern besteht, die in motorischen Einheiten organisiert sind.
Eigenschaften Quergestreifter Muskulatur
Erregbarkeit
Kontraktion
Dehnbarkeit
Elastizität
Aufbau der Skelettmuskulatur (von außen nach innen)
Faszie
Epimysium
Sehne
Muskelfaser
Myofibrillen
Sarkomer
Faszie
Äußere Bindegewebshülle, die den Muskel in Form und Lage hält
Epimysium
Äußerste Muskelhülle, die in die Sehne übergeht
Sehne
Verbindet Muskel und Knochen und überträgt die Muskelkraft auf den Knochen
Muskelfaser
Einzelne, sehr lange Muskelzelle, die von einem Sarcolemm (= Zellmembran) umgeben ist
Faszikel
Muskelfaserbündel