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Diese Flashcards decken die zentralen Begriffe der Biopsychologie ab, einschließlich neuroanatomischer Strukturen, biochemischer Signalübertragungen und muskulärer Funktionsweisen.
Zentrales Nervensystem (ZNS)
Die Gesamtheit der Nervenstruktur in Gehirn und Rückenmark.
diploid
Doppelter Chromosomensatz
X und Y Chromosomenanzahl beim Mann
22 Autosomen und 1 X Chromosom + 1 Y Chromosom
X und Y Chromosomen bei der Frau
22 Autosomen und 2 X Chromosomen
Gameten
Ei- und Samenzellen
haploid
Einfacher Chromosomensatz
Wozu führt ein Defekt im SRY Gen?
Swyer-Syndrom = weiblicher Phänotyp trotz männlichem Genotyp
DNA
Nukleinsäure, die aus einer linearen Kette von Nukleotiden gebildet wird
Woraus besteht ein Nukleotid?
Base + Zucker + Phosphatrest
Histone
Basische, positiv geladene Histonproteine
Nukleosom
Komplex aus DNA + Histon
Chromatin
Gesamtheit von DNA, Histonen und weiteren relevanten Strukturproteinen
Heterochromatin
Dicht gepackte DNA
exprimieren
ablesen von Genen
Euchromatin
Aufwindung der DNA zur Verdopplung bei der Zellteilung
4 Nukleotide
Adenin
Guanin
Cytosin
Thymin
Im DNA-Doppelstrang liegen sich jeweils…
... 2 Basen (T und A bzw. C und G) gegenüber und sind über Wasserstoffbrücken verbunden
Codon
Triplett-Abfolge der Nukleotide
Gene
Definierte Sequenzen
Genexpression
Umsetzung der DNA-Sequenz in mRNA (Transkription) und daraufhin Aminosäuren (Translation)
Transkription
Umschreiben der DNA in messenger RNA
Translation
Verknüpfung von Aminosäuren zur Bildung von Peptiden und Proteinen
Introns
nicht-codierende Zwischensequenzen
Exons
codierende Sequenzen
Ribosom
Makromolekülkomplex aus ribosomaler RNA (rRNA) und Proteinen
Glykosylierung
Anhängen von Zuckerresten an bestimmte Proteine
Peptide
Kurze Aminosäureketten
lange (ab 100) Aminosäureketten
Proteine
Replikation
DNA-Verdopplung für die Zellteilung
Mutation
Veränderung der Nukleotid-Basen-Sequenz
Epigenom
Gesamtheit der epigenetischen Mechanismen
Epigenetik
Fachgebiet, das sich mit Modifikationen der DNA beschäftigt, die nur den Phänotyp verändern
Gen-Silencing
Abschalten eines Gens
Methylierung
Anhängen von Methylresten an ein Molekül
microRNA
RNA-Variante aus wenigen Nukleotiden, die durch Bindung an mRNA deren Translation behindert
Biomarker
Indikatoren von biologischen und pathophysiologischen Prozessen
Verhaltensgenetik
Untersucht die Übereinstimmung von Merkmalen bei unterschiedlichen Personen und Personengruppen
Konkordanz
Übereinstimmung
Quantitativ-genetische Ansätze
Einfluss von genetischen und Umgebungsfaktoren auf unterschiedliche Verhaltensmerkmale
Molekulargenetische Ansätze
Identifikation von einzelnen Genen bei Personengruppen, die im Zusammenhang mit Peraönlichkeitsmerkmalen und Verhalten stehen
Suszeptibilitätsgen
Gen, das bei einer entsprechenden Ausprägung und in Abhängigkeit von Umwelteinflüssen die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung erhöht
Polymorphismus
Auftreten mehrerer funktioneller Allele eines Gens, die zu alternativen Merkmalsausprägungen führen können
Allel
Genvariante
Single Nucleotide Polymorphismus (SNPk
Variationen von einzelnen Basenpaaren
Repeats
Seuqenzwiederholungen
monogenes Merkmal
Merkmal, das von einem Gen determiniert wird
polygenes Merkmal
Merkmal, das von mehreren Genen determiniert wird
Emergenz
Auftreten neuer Merkmale durch die Konfiguration genetischer Anlagen
Mind-Brain-Isomorphismus
Die Auffassung, dass Psyche und Physis den gleichen Prozess auf unterschiedlichen Ebenen darstellen, wie z. B. Angst und die Aktivität der Amygdala.
Korrelation
Gibt die Stärke und Richtung des systematischen Zusammenhangs zwischen zwei psychischen oder biologischen Variablen an, erlaubt jedoch keine Kausalitätsaussage.
Variation Physiologischer Variablen
Die systematische Messung von psychischen Variablen (AV) unter der Variation phiosologischer Variablen (UV), z. B. Gäbe eines Medikaments und Messung des psychischen Erlebens
Intervenierende Variable (Mediatorvariable)
Eine Variable, die die Beziehung zwischen einer unabhängigen Variable (UV) und einer abhängigen Variable (AV) erklärt, wie z. B. Persönlichkeitsmerkmale beim Stresserleben.
Kognitive Neurowissenschaften
Ein interdisziplinärer Teilbereich der Neurowissenschaften, der kognitive Prozesse wie Gedächtnis, Sprache und Denken und deren neuronale Grundlagen untersucht.
Neuron
Eine elektrisch erregbare Zelle, die durch chemische Signale Informationen empfängt, verarbeitet und weiterleitet und von einer semipermeablen Membran umschlossen ist.
Soma (Zellkörper)
Der Teil des Neurons, der den Nucleus (Zellkern) enthält und die Proteinbiosynthese durchführt.
Dendriten
Verzweigungen am Neuron, die zur Informationsleitung zum Soma hin dienen und Kontaktstellen zu anderen Neuronen bilden.
Axon
Ein Fortsatz am Neuron zur beidseitigen Informationsweiterleitung zwischen Soma und anderen Neuronen über den synaptischen Spalt.
Ranvier-Schnürringe
Regelmäßige, myelinfreie Abschnitte am Axon, die die Leitgeschwindigkeit der Nervenimpulse beschleunigen.
Mitochondrien
Zellorganellen, die als Kraftwerke der Zelle fungieren und durch die Aufnahme von Fett, Zucker und Proteinen ATP als Energiequelle produzieren.
Golgi-Apparat
Zellstoffwechsel + Stofftransport von Proteinen
Endoplasmatisches Reticulum
Netzartiges Zellorganell für die Proteinbiosynthese (raus Er) + Abtransport von Schadstoffen (glattes Er)
Gliazellen
Nichtneuronale Zellen im Nervensystem, die keine Impulse generieren, sondern Neuronen isolieren, ernähren, stützen und Abfallstoffe abtransportieren.
Oligodendrozyten
Gliazellen im Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark), die für die Bildung der Myelinschicht verantwortlich sind.
Astrozyten
Gliazellen an den Blutgefäßen im Gehirn, die Teil der Blut-Hirn-Schranke sind und die Synapsenbildung sowie Signalübertragung regulieren.
Schwann-Zellen
Vollständige Ummantelung eines Axons für Schutz und erhöhte Leitgeschwindigkeit
Mikroglia
Zur Aufnahme von Abfallstoffen und Übertragung von Alarmsignalen um Immpunprozesse und Zellteilung zur Zellneubildung zu aktivieren
Blut-Hirn-Schranke
Eine semipermeable Schutzbarriere aus Endothelzellen und Astrozyten, die schädliche Substanzen hemmt und notwendige Stoffe wie Glukose, CO2 und O2 passieren lässt.
Woraus setzt sich die Blut-Hirn-Schränke zusammen?
Endothelzellen und Astrozyten
Was passiert bei MS mit den Gliazellen?
Die Abwehrzellen greifen die Myelinscheide an.
Daraus entstehende Entzündungen beeinträchtigen die Nervenleitfähigkeit, was Sinneswahrnehmungen und Bewegungsabläufe hemmt.
Plaques im Gehirn verhärtet, was zu Sehstörungen, Empfindungsstörungen und Gleichgewichtsstörungen führt.
Tight Junctions
Spezielle Berührungsstellen der Endothelzellen in den Blutgefäßen des Gehirns, die physikalische Barrieren für Stoffe bilden.
Synapse
Die Übergangsstelle zur Informationsübertragung zwischen zwei Neuronen, bestehend aus präsynaptischer Membran, synaptischem Spalt und postsynaptischer Membran.
Neurotransmitter
Chemische Botenstoffe, die in Vesikeln gespeichert und im synaptischen Spalt für eine schnelle Signalübertragung freigesetzt werden.
Welche Arten von postsynaptischen Rezeptoren gibt es?
ionotrop
metabotrop
Ionotroper Rezeptor
Rezeptor selbst ist ein Ionenkanal (direkte Wirkung)
Metabotroper Rezeptor
An G-Proteine gekoppelter Rezeptor (indirekte Wirkung)
Unterschied: Ionotroper vs. metabotroper Rezeptor
Geschwindigkeit: schnell vs. langsam
Wirkung: kurz vs. langanhaltend
Aufgabe: Reflexe vs.Stoffwechsel
Kotransmitter (Modulatoren)
Meist aus Peptiden bestehende Stoffe, die die Intensität und Wirkdauer von Neurotransmittern modulieren.
Gap Junction
Eine elektrische Synapse, die durch engen Zellkontakt und direkten Ionenaustausch eine fast verzögerungsfreie Signalübertragung ermöglicht.
Aktionspotenzial
Eine kurzfristige Änderung des Membranpotenzials für die Reizweiterleitung, die bei Überschreitung eines Schwellenwertes ausgelöst wird.
Depolarisation
Na+-Kanäle werden aktiviert
Spannungsunterschied sinkt
EPSP entsteht
Repolarisation
Na+-Kanäle inaktivieren
K+-Kanäle öffnen
K+ strömt aus der Zelle
Hyperpolarisation
verzögertes Schließen der K+-Kanäle
Mebranpotenzial ist kurz negativer als das Ruhepotenzial
Ruhepotenzial
Der Spannungsunterschied von −70mV zwischen dem Inneren und Äußeren eines nicht erregten Neurons.
EPSP
Exzitatorisches postsynaptisches Potenzial; eine Depolarisation an der postsynaptischen Membran, die die Wahrscheinlichkeit eines Aktionspotenzials erhöht.
IPSP
Inhibitorisches postsynaptisches Potenzial; eine Hyperpolarisation, die die Wahrscheinlichkeit senkt, dass ein Neuron feuert.
Welche Neurotransmitterklassen zur chemischen Signalübertragung gibt es?
Monoamine
Aminosäuren
Neuropeptide
Unkonventionelle Transmitter
Funktionen von Neuropeptiden
Schmerzübertragung
Stressreaktion
Emotionsregulation
Sexualverhalten
Welche Aminosäuren gibt es?
Glutamat
GABA
Glycin
Wie wirkt Glutamat? Welche Funktion hat es?
erregend
Lernen + Gedächtnis
3 Katecholamine
Dopamin
Noradrenalin
Adrenalin
Wirkung von Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin?
aktivierende Wirkung
Funktionen von Dopamin
Motorik
Belohnung
Wahrnehmung
Stimmung
Funktionen von Noradrenalin
Aufmerksamkeit
Stress
Wachheit
Vorkommen von Acetylcholin
ZNS
autonomes NS
Arten von Acetylcholin-Rezeptoren?
Nikotinerg (Ionotrop)
Muskarinerg (metabotrop)
Arten von Monoamine
Katecholamine
Serotonin
Funktionsweise von SSRI
SSRI verhindern die Wiederaufnahme des Serotonins aus dem synaptischen Spalt (längere Wirkdauer) durch eine Blockade der Transporter
SSRI
Selective Serotonine Reuptake Inhibitor