VL Alkane & radikalische Substitution

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Alkane (Atome, Formel, Restformel, Bindungen, Gruppen, Winkel, Hybridisierung, Dipole, 4 Eigenschaften der Bindung, Wasser, Aggregatzustand, Schmelz und Siedepunkt)

  • Zusammensetzung nur aus C und H

  • Allgemeine Formel: CnH2n+2

  • Formel Rest: CnH2n+1

  • Nur C-C Einfachbindungen (Sigma), keine funktionelle Gruppen

  • Bindungswinkel H-C, C-C-H, C-C-C -> 109,5° (da nur sp3 hybridisierte C-Atome)

  • Bindungslänge C-C -> 154pm / C-H -> 108pm

  • Keine permanenten Dipole

  • Sehr unpolare kovalente Verbindungen

  • Lipophil, hydrophob

  • Nicht mischbar mit Wasser (geringe Dichte)

  • C1-C4 gasförmig bei Raumtemperatur / C5-C17 Öl / ab C18 Wachs, Feststoff

  • Haben niedrigen Schmelz- und Siedepunkt weil keine WBB

<ul><li><p>Zusammensetzung nur aus C und H</p></li><li><p>Allgemeine Formel: CnH2n+2</p></li><li><p><span style="color: rgb(246, 7, 7);">Formel Rest: CnH2n+1</span></p></li><li><p>Nur C-C Einfachbindungen (Sigma), keine funktionelle Gruppen</p></li><li><p>Bindungswinkel H-C, C-C-H, C-C-C -&gt; 109,5° (da nur sp3 hybridisierte C-Atome)</p></li><li><p>Bindungslänge C-C -&gt; 154pm / C-H -&gt; 108pm</p></li><li><p><span style="color: rgb(252, 252, 252);">Keine permanenten Dipole</span></p></li><li><p><span style="color: rgb(246, 9, 9);">Sehr unpolare kovalente Verbindungen</span></p></li><li><p>Lipophil, hydrophob</p></li><li><p>Nicht mischbar mit Wasser (geringe Dichte)</p></li><li><p>C1-C4 gasförmig bei Raumtemperatur / C5-C17 Öl / ab C18 Wachs, Feststoff</p></li><li><p><span style="color: rgb(241, 10, 10);">Haben niedrigen Schmelz- und Siedepunkt weil keine WBB</span></p></li></ul><p></p>
2
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Apolarität und Polarität (Dipol wann, Methan, Wasser, VDWW)

  • Methan: kleine EN Differenz zwischen C und H Atomen (Dipol=Summe der Partialladungen=0), tetraedrische Anordnung führt zur gegenseitigen Aufhebung der Dipolmomente -> kein permanentes Dipolmoment (temp. Und induz. Dipol -> London-Dispersions-Kräfte)

  • Wasser: große EN Differenz zwischen O und H Atomen, gewinkelte Anordnung führt nicht zur Aufhebung der Dipolmomente -> hat permanentes Dipolmoment (Perm. Dipol -> polare Kräfte)

  • Van der Waals Wechselwirkungen: alle intermolekularen Kräfte einschließlich Dipol/Dipol, Dipol/induz. Dipol und London Dispersion (induz. Dipol/induz. Dipol)

3
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Nomenklatur verzweigter Alkane (3 Schritte)

  1. Längste Kette: längste unverzweigte Kohlenstoffkette bestimmt Stammname, Namen der Substituenten (alle an Kette gebundenen Reste außer H) auch bestimmen

  2. Kettennummerierung: längste Kette durchnummerieren -> Substituenten am C-Atom mit niedrigster Nummer am besten

  3. Mehrere Substituenten: Nummerierung so wählen, dass Summe der Plätze an denen Substituenten stehen möglichst klein ist, alphabetisch ordnen und mit Positionsnummern dem Stamm voranstellen (Zahlwörter in alphabetischer Ordnung nicht beachten)

<ol type="1"><li><p><span>Längste Kette: längste unverzweigte Kohlenstoffkette bestimmt Stammname, Namen der Substituenten (alle an Kette gebundenen Reste außer H) auch bestimmen</span></p></li><li><p><span>Kettennummerierung: längste Kette durchnummerieren -&gt; Substituenten am C-Atom mit niedrigster Nummer am besten</span></p></li><li><p><span>Mehrere Substituenten: Nummerierung so wählen, dass Summe der Plätze an denen Substituenten stehen möglichst klein ist, alphabetisch ordnen und mit Positionsnummern dem Stamm voranstellen (Zahlwörter in alphabetischer Ordnung nicht beachten)</span></p></li></ol><p></p>
4
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Reaktionen von Alkanen (5+1)

Heterolytische Spaltung -> beide Bindungselektronen gehen zu einem der beiden Atome

  • nucleophile Substitution Sn1/2  (Halogenalkan -> anderes substituiertes Alkan)

  • Eliminierung E1/E2 (Halogenalkan -> Alken)

  • Elektrophile Addition (Alkene -> Alkane)

  • Elektrophile aromatische Substitution (Aromat -> substituierter Aromat)

  • Nukleophile aromatische Substitution (Halogenaromat -> substituierter Aromat)

 

Homolytische Spaltung -> jedes Atom enthält ein Elektron aus Bindung -> Radikale

  • Radikalische Substitution (unsubstituiertes Alkan -> substituiertes Alkan)

5
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Reaktionen von unsubstituierten Alkanen (wie, warum, Verwendung, 4 Reaktionen)

  • Sind reaktionsträge da C-C und C-H unpolar -> Verwendung als inerte Lösungsmittel

  • Cracken von Rohöl: Abspaltung von längeren Alkanketten in kürzere wertvolle Alkane/Alkene -> Bindungsbrüche durch hohe Temperaturen initiieren und durch fraktionierte Destillation durch verschiedene Siedepunkte aufreinigen (Pyrolyse)

  • können oxidiert werden

  • Höherkettige Alkane neigen zum Rußen (unvollständige Verbrennung) -> es fehlt der benötigte Sauerstoff zur CO2 Bildung

  • Verbrennungsreaktionen typisch (Radikalreaktion) -> homolytische Spaltung C-C oder C-H

6
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Reaktion substituierter Alkane (wie, warum, Reaktion, Ergebnisse)

  • H ist durch Heteroatom ersetzt -> polar durch unterschiedliche EN -> reaktiver

  • Heterolytische Spaltung -> Anionen und Kationen entstehen (kurzlebig)

  • Carbokationen: enthalten positiv geladenes C-Atom, stabilisiert durch +I

  • Carbanionen: haben negative Ladung an C-Atom, stabilisiert durch -I

7
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Radikalische Substitution, Radikale (was passiert, Radikale, Bildung wodurch, Hybridisierung, Stabilisierung)

  • Austausch von H durch Halogen

Radikale:

  • Verbindungen mit ungepaartem Elektron

  • hochreaktiv

  • Bildung erfolgt durch homolytische Spaltung der schwächsten Bindung -> jedes Fragment enthält ein Elektron

  • sp2 hybridisiert

  • können stabilisiert werden durch Hyperkonjugation (Abgabe von Elektronendichte durch benachbarte C-H Bindung) -> induktiver Effekt -> radikalisches Zentrum stabilisiert, trotzdem noch reaktiv

8
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Halogenierung von Kohlenwasserstoffen (was passiert, Iodierung, Bromierung, Chlorierung, Fluorierung, Stabilitäten, Enfluss von Cl auf Siedepunkt)

  • mehrere Kohlenwasserstoffe eines Alkane können ausgetauscht werden -> unterschiedliche Halogenatome können eingesetzt werden (gleichwertiger Bindungsbruch)

    • Iodierung: Reaktion läuft nicht ab, Ea kann nicht überwunden werden, stark endotherm

    • Bromierung: leicht endotherm, selektiv, tertiäres H-Atom leichter durch Brom substituiert als primäres H-Atom, Stabilität indirekt proportional zur aufgewandten Dissoziationsenthalpie

    • Chlorierung: leicht endothermer Schritt einmal aufzubringen bevor Kettenreaktion anfängt (keine Reaktion im Dunkeln) -> Reaktion leicht exotherm (langsame Reaktion), (Siedepunkt steigt mit zunehmender Anzahl an Chloratomen weil van der waals kräfte und dipol-dipol ww auftreten denn C-Cl Bindung ist polarisiert)

    • Fluorierung: ungünstig, niedrige Ea Barriere, stark exotherm -> explosionsartig

  • Hohe Stabilität -> geringer Energieaufwand / geringe Stabilität -> höherer Energieaufwand

<ul><li><p>mehrere Kohlenwasserstoffe eines Alkane können ausgetauscht werden -&gt; unterschiedliche Halogenatome können eingesetzt werden (gleichwertiger Bindungsbruch)</p><ul><li><p>Iodierung: Reaktion läuft nicht ab, Ea kann nicht überwunden werden, stark endotherm</p></li><li><p>Bromierung: leicht endotherm, <span style="color: rgb(249, 10, 10);">selektiv, tertiäres H-Atom leichter durch Brom substituiert als primäres H-Atom, Stabilität indirekt proportional zur aufgewandten Dissoziationsenthalpie</span></p></li><li><p>Chlorierung:<span style="color: rgb(255, 255, 255);"> </span><span style="color: rgb(255, 255, 255);">leicht endothermer Schritt einmal aufzubringen bevor Kettenreaktion anfängt (keine Reaktion im Dunkeln)</span><span style="color: rgb(255, 255, 255);"> </span>-&gt; Reaktion leicht exotherm (<span style="color: rgb(247, 10, 10);">langsame Reaktion), (Siedepunkt steigt mit zunehmender Anzahl an Chloratomen weil van der waals kräfte und dipol-dipol ww auftreten denn C-Cl Bindung ist polarisiert)</span></p></li><li><p>Fluorierung: ungünstig, niedrige Ea Barriere, stark exotherm -&gt; explosionsartig</p></li></ul></li><li><p><span style="color: rgb(247, 10, 10);">Hohe Stabilität -&gt; geringer Energieaufwand / geringe Stabilität -&gt; höherer Energieaufwand</span></p></li></ul><p></p>
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Beispiel: Methan und Brom (3 Schritte)

  • Kettenstart (Radikalbildung): Brom liegt immer Molekül vor -> 2 Atome verbunden, Lichtenergie spaltet Elektronenverbindung -> Radikale entstehen

  • Kettenreaktion: reaktives Bromradikal verbindet sich mit H von Methan -> Bromwasserstoff entsteht und Methylradikal bleibt übrig, Methylradikal verbindet sich mit Brommolekül -> Brommethan, Bromradikal bleibt übrig -> kann sich immer wiederholen

  • Abbruchreaktion: 2 (Methyl)Radikale reagieren zu Ethan oder ein Bromradikal und ein Methylradikal reagieren zu Brommethan oder 2 Bromradikale reagieren zu Brom

10
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Hammond Postulat (Theorie, exotherm, endotherm, Selektivität)

  • Energetisch ähnliche Zustände sind auch geometrisch und strukturell ähnlich

  • Bei exergonischen Reaktionen sind Strukturen von Übergangszuständen Edukten ähnlich

  • Bei endergonischen Reaktionen ist es umgekehrt da Übergangszustände energetisch und geometrisch den Produkten näher sind

  • -> je unreaktiver ein Reaktand umso selektiver ist Reaktion und umgekehrt