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Was ist Technologiemanagement?
Management von technologischen Möglichkeiten und Risiken
Erkläre Technologie als entscheidender Erfolgsfaktor.
Technologien haben Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens
Neue Technologien im Unternehmen als strategische Ressource
Neue Technologien außerhalb des Unternehmens als Bedrohung der Erfolgsposition
Erkläre Technologiemanagement als Lösung.
Technologiemanagement als inhaltlicher Teilbereich der Unternehmensführung
beinhaltet Planungsaktivitäten zur Entstehung, langfristigen Sicherung und Stärkung der Marktposition
Fokus von Technologiemanagement:
Entwicklung einer neuen Technologie
Änderung einer Technologie
Änderung eines Produkts
Änderung einer Produkttechnologie
Nenne die Phasen des mehrstufigen Technologiemanagement-Prozess.
Ausgangspunkt: Technologiestrategie → Entwicklung einer stabilen Unternehmensstrategie zur technologischen Ausrichtung
Erkennen
Planen
Entwickeln
Verwerten
Schützen
Bewerten
Erkläre den mehrstufigen Technologiemanagement-Prozess in etablierten Unternehmen.
Technologiestrategie:
Entwicklung einer stabilen Unternehmensstrategie zur technologischen Ausrichtung
Erkennen:
Erkenntnis von Veränderungsprozessen und Ungleichgewichten
Informationsbewertung und -beschaffung
Planen:
Ableitung von Handlungsoptionen
Entwicklung einer Produkt Roadmap mit detaillierter Projektplanung
Entwickeln:
Beschaffung der Technologie durch interne F&E oder durch externe Quellen (Zukauf oder open Innovation etc.)
Verwerten:
Einsatz und Kommerzialisierung der Technologie
Schützen:
Strategie zur Vermeidung von Know-how Diebstahl und Produktpiraterie
Erkennen, Planen, Entwickeln, Verwerten = Bestandteil des Bewerten
6. Bewerten: Abgleich mit bestehender Produkt-Roadmap und Bestimmung eines Handlungsbedarfes
In jeder Phase bewerten, ob es rentabel/sinnvoll ist

Was ist das S-Kurven-Konzept von McKinsey und wofür wird es verwendet?
Zweck: Beschreibung der Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit vom F&E-Aufwand
Mit zunehmendem kumulierten F&E-Aufwand steigt auch die Leistungsfähigkeit einer Technologie
Embryonische Technologie → Schrittmachern Technologie - Schlüsseltechnologie → Basistechnologie
Basistechnologien sind Standard und am Ende ihres Lebenszykluses
Unternehmen müssen richtigen Zeitpunkt für den Wechsel von einer Technologie zur anderen erkennen (Wechsel von einer S-Kurve zur nächsten)

Nenne die fünf Dimensionen einer Technologiestrategie.
A: Technologieauswahl: Welche Technologien werden betrachtet?
B: Technologische Leistungsfähigkeit: Wie nahe am Stand der Technik soll agiert werden?
C: Technologietiming: Wann erfolgt mit den Technologien der Markteintritt? (Pionier vs. Folger)
D: Technologiequelle: Woher sollen die Technologien bezogen werden? (Selbstentwickeln vs. externe Entwicklung)
E: Technologieverwertung: Wie sollen die Technologien später genutzt werden? (Verkauf vs. Eigeneinsatz)
Nenne die fünft Prozessschritte die zur Entwicklung der Technologiestrategie durchlaufen werden.
Interne Analyse
Umfeldanalyse
Differenzierung der Technologiefelder
Strategieformulierung
Konsistenzprüfung
Erkläre womit sich bei den einzelnen Prozessschritten zur Entwicklung der Technologiestrategie befasst wird.
Interne Analyse:
Analyse der eingesetzten Technologien
Produktionstechnologien
Prozesstechnologien
Umfeldanalyse:
Analyse der externen verfügbaren Technologien
Alternative/neue Technologien
Wettbewerbstechnologien
Trends/Herausforderungen
Differenzierung der Technologiefelder:
Differenzierung der Technologiefelder nach:
Wertigkeit
Seltenheit
Imitierbarkeit
Substituierbarkeit
→ Durch welches Technologiefeld erhält man Kernkompetenzen (wenn Technologie hohen Wert stiftet und nicht leicht imitierbar ist, hilft sie eine Kernkompetenz zu erhalten)
Strategieformulierung:
Formulierung der Strategie im Hinblick auf die Dimensionen:
Auswahl
Leistungsfähigkeit
Timing
Quelle
Verwertung
→ Dimensionen der Technologiestrategien so formulieren, das sie alle untereinander passen
Konsistenzprüfung:
Überprüfung des “Fits” zwischen
Funktionalstrategien
Strategiedimensionen
Nenne die Basisaktivitäten der strategischen Früherkennung von Technologien.
Scanning
Monitoring
Scouting
Beschreibe die Basisaktivitäten der strategischen Früherkennung von Technologien.
Scanning:
Abtasten nach Signalen ohne festen Themenbezug
Informal: Konferenzen, Messen, Seminare, Kundeninterviews, -umfragen, persönliche Kontakte
Abtasten nach Signalen mit speziellen Themenbezug
Formal: Fachzeitschriften, Geschäftsberichte
Monitoring:
Beobachtung und vertiefende Suche nach Informationen mit speziellem Themenbezug eines bereits identifizierten Signals
Formal: Datenbanken, Patente und Lizensierungen, Standards
Scouting:
Auftragsmäßige Beschaffung von Detailinformationen zu speziellen Technologen
Formal: Kooperation mit speziellen Dienstleistern
=> Ziel der Früherkennung: rechtzeitig relevante Informationen über Veränderungen im technologischen Umfeld des Unternehmens bereitstellen, um potenzielle Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen
Nenne die Schritte des Entscheidungsprozesses für Informationen über technologische Veränderungen.
Bestimmung des Informationsbedarfs
Beschaffung der Informationen
Bewertung der Informationen
Kommunikation der Informationen
Erkläre, wie Technologiefrüherkennung die Entscheidungsprozesse für Informationen über technologische Veränderungen unterstützt.
Bestimmung des Informationsbedarfs:
Ableiten der Informationsbedürfnisse der Technologiefrüherkennung
Grundsätzliches Ausrichten der Technologiefrüherkennung
Ableiten der technologischen Suchfelder
Aufbereiten des Informationsbedarfes
Beschaffung der Informationen:
Festlegung der Zuständigkeit für die Informationsbeschaffung
Auswählen der Informationsquellen
Ermittlung des Informationszugangs
Festlegung des Detaillierungsgrads der Suche
Recherchearbeit
Bewertung der Informationen:
Strukturierung und Aggregation der gesammelten Informationen
Berücksichtigung der Entscheidungssituation
Nutzung von Bewertungsansätzen und —methoden
Kommunikation der Informationen:
Festlegung von Kommunikationswegen und -formen
Verteilung der Informationen

Mit was kann die Kommunikation der Technologien erfolgen?
Kommunikation kann über standardisierte Technologiesteckbriefe erfolgen
Wofür werden standardisierte Technologiesteckbriefe verwendet? Erkläre ihren Aufbau kurz.
Nutzung für die Kommunikation der Technologie
Technologiename und -bereich: Bezeichnung der Technologie und Einordnung in die zugehörige Technologiegruppe
Kurzbeschreibung: Beschreibung des Technologie- oder Verfahrensprinzips, grundlegende Wirkmechanismen und Besonderheiten
Vor-und Nachteile: Auflistung allgemeiner oder anwendungsfallspezifischer Vor- und Nachteile der Technologie
Anwendung: Beschreibung des Anwendungsgebiets (Produkte, Branche, Materialien etc.) sowie des technologischen Reifegrades
Quellen: Auflistung von Technologiequellen und weiterführenden Informationsquellen/Kontakte
Bild: Bilder von Beispielbauteilen, Maschinen, Prozessaufnahmen sowie Darstellung des Verfahrensprinzips zur Veranschaulichung
Aus welchen Quellen/Bereichen können Informationen für die technologische Früherkennung kommen?
Ausgangspunkt: Informationsbedarf in der Technologiefrüherkennung
Artefakte stellen Wissensbasis bereit (explizites Wissen)
z.B. Wiki, Bücher, Journal
Individuen besitzen individuelles Wissen (implizites Wissen)
Institutionen besitzen kollektives Wissen (implizites Wissen)
Sammlung des Wissens führt zu belastbare Entscheidungsgrundlage für die Technologieplanung
In was lassen sich die Methoden der Technologiefrüherkennung unterscheiden?
Unterscheidung zwischen quantitativ, qualitativ und Zeithorizont der Relevanz der Technologie
z.B. Expertenbefragungen, Portfolio → Qualitativ und in den ersten Jahren
z.B. Simulation, Patent- und Literaturanalysen → Quantitativ und in den ersten Jahren
z.B. Szenarien, Delphistudien → Qualitativ und nach einigen Jahren

Erkläre das Ziel, den Anwendungsbezug, das Ergebnis, die Vorgehensweise und Anwendbarkeit der Lead-User-Analyse als Methode zur Technologiefrüherkennung.
Ziel: Identifikation kommender technologischer Neuerungen
Anwendungsbezug zu dem Prozess der Technologiefrüherkennung: Bestimmung des Informationsbedarfs, Beschaffung der Informationen, Analyse der Informationen
Ergebnis: Geforderte technologische Neuerungen, technologische Kundenbedürfnisse
Vorgehensweise:
Bestimmung der Lead-User
Bestimmung des Informationsbedarfs
Bewertung, Priorisierung und ggf. Vergleich mit den Innovationszielen
Anwendbarkeit: Aufwand: gering bis mittel; Zeithorizont; bis 5Jahre; Erforderliche Methodenkompetenz: mittel; Qualitativ/Quantitativ: Qualitativ
Was versteht man unter Lead-User bei der Lead-User-Analyse (Methode der Technologiefrüherkennung)
= wertvolle Kundengruppe und potenzielle Kunden, die zur Identifizierung zukünftiger Möglichkeiten und zur Bewertung neu entstehender Konzepte beitragen können
Eigenschaften von Lead-Usern: zeigen Wünsche und Bedürfnisse bereits Monate/Jahre bevor der Markt diese zeigt
Welche Arten der Bewertungsmethoden für Technologien und Projekte gibt es?
qualitative Bewertungsmethoden
quantitative Bewertungsmethoden
Nenne die Aufgaben der Bewertungsmethoden für Technologien und Projekte im Technologiemanagement, den Anwendungsbereich und nenne Beispiele für die jeweiligen Methoden.
Qualitative Bewertungsmethode:
Aufgaben im Technologiemanagement: Technologiefrüherkennung, Technologieplanung, Technologieentwicklung, Technologieverwertung
Anwendung: Unterstützung des Entscheidungsprozesses durch “weiche” qualitative Methoden in frühen Phasen
Fokus in Phase der Technologiefrüherkennung- und Planung
Quantitative Bewertungsmethoden:
Aufgaben im Technologiemanagement: Technologieverwertung, Technologieentwicklung, Technologieplanung, Technologiefrüherkennung
Anwendung: Unterstützung des Entscheidungsprozesses durch quantitative (monetäre) Methoden in späten Phasen
Voraussetzung für monetäre Verfahren: Gewissheit des Unternehmens über den zukünftige Anwendungszusammenhang der betrachteten Technologie (intern oder extern, Produkte oder Prozesse, technischer Nutzen)
Zweck Bewertungsmethoden für das Technologiemanagement: Entscheidung über Fortsetzung, Abbruch, Verzögerung eines Projektes in der Entwicklungsphase
Beispiele: Break-Even-Analyse, Kapitalwertmethoden (quantitativ), Entscheidungsbaumanalyse, Amortisationsrechnung, Checklisten (qualitativ), Nutzwertanalyse, Kosten-Nutzen-Vergleich, Portfolio-Ansätze

Welche Rentabilitätskennzahlen gibt es? Wie lassen sie sich berechnen und interpretieren?
Rentabilitätskennzahlen = setzten eine Ergebnisgröße in Verhältnis zu der eingesetzten Kapitalbasis oder zum Umsatz
(KPIs müssen im üblichen Industrie %-Bereich liegen, damit Projekt rentabel ist)
Return on Investment (ROI):
Gewinn/Gesamtkapital
Bedeutung: Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals (aus Sicht der EK-Geber)
10-12% (je nach Industrie)
Return on Assets (ROA):
(Gewinn + FK-Zinsen)/Eigenkapital
Bedeutung: Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals (aus Sicht aller Kapitalgeber)
Return on Equity (ROE):
Gewinn/Eigenkapital
Bedeutung: Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals
20-25%
Umsatzrentabilität:
Gewinn/Umsatz
Bedeutung: Verzinsung des Umsatzes
5-6%

Nenne die Aufgaben/Dimensionen der Technologieplanung.
Technologieauswahl, Technologische Leistungsfähigkeit, Technologiequelle, Technologietiming (Eselsbrücke: umfasst genau dieselbe wie die Dimensionen der Technologiestrategie, außer Technologieverwertung)
+ Synchronisation → Für welche Produkte sind die Technologien wichtig?
Wirtschaftliche Bewertung → Welche Technologie ist aus Kostensicht die effizienteste?
Projektierung → Verantwortlichkeit, Zeitplan, Ressourceneinsatz etc.
Wozu wird das Kano-Modell genutzt und wie funktioniert es?
Betrachtung der Kundenzufriedenheit im Verhältnis der Erfüllung der Kundenforderungen
Begeisterungsmerkmale werden über die Zeit mehr und mehr zu Leistungsmerkmale und schließlich zu Basisforderungen
→ es müssen nach einiger Zeit aktiv neue Begeisterungsmerkmale umgesetzt werden um Einzigartigkeit zu erreichen

Zeige, dass Technologieentwicklung und Produktentwicklung einen unterschiedlichen Fokus/ eine unterschiedliche Ausrichtung haben.
Technologieentwicklung: Kundennutzen, Kreativität, Innovationshöhe
→ radikale Innovation
Produktentwicklung: Kosten, Zeit, Qualität
→ existierendes Produkt inkrementell Verbessern
→ Bei Verschmelzung der beiden Bereiche fokussieren sich Unternehmen oft auf Produktentwicklung, weil sie kurzfristig risikoärmer sind, langfristig wird Technologieentwicklung daher oft vernachlässigt
Nenne die Phasen/Stufen und Meilensteine des Technologieentwicklungsprozesses.
Entdeckung:
Ideengenerierung
Meilenstein: Ideenbewertung
Machbarkeit:
Technologiebasisstudien (Gedanken auf Papier):
Meilenstein: Prinziptauglichkeit
Erweiterte Technologiestudien (Labor, Gedanken über konkrete Anwender etc.) :
Meilenstein: Konzepttauglichkeit
Prototypenentwicklung:
Meilenstein: Anwendungstauglichkeit
→ Prozess soll sicherstellen, dass alle Ideen bewertet, strukturiert werden und das Ressourcen erst in Ideen gesteckt werden, wenn es ein gewisses Level an Sicherheit für die Ideen gibt

Wann erfolgt mit den Technologien der Markteintritt (Technologietiming)?
Unternehmen müssen Moore´s chasm überwinden:
Unternehmen steht in verschiedenen Zeitpunkten unterschiedlichen Kundengruppen gegenüber
Innovatoren & Early Adopter: erforderlich, um das Geschäft zu Starten (kaufen neue Produkte; sehen Vorteile der Produkte)
Frühe und Späte Mehrheit-Kunden: Generieren die Cash-Flows des Unternehmens (kaufen, nachdem sie vom Vorteil der Produkte überzeugt wurden)
Abstimmung der Kundenbedürfnisse mit den Lösungen der Firma als zentrale Schlüsselkompetenz
Verwendung einer Produkt-Kunden-Matrix: Verfolgen, wie Kundenwünsche und Produktlösungen über den Lebenszyklus des Unternehmens übereinstimmen

Erkläre das “Window of Opportunity” als kritischen Faktor beim Markteintritt (Technologietiming).
Für den Erfolg und die Profitabilität einer Markteintrittsstrategie ist der Zeitpunkt des Eintritts bedeutend
First-Mover/Pionier langfristig erfolgreicher als Folger

Wie verwertet man eine Technologie?
Technologieverwertung beinhaltet den Einsatz und die Kommerzialisierung von unternehmensinternen Technologien
Primärstrategisch:
primärstrategisch = Wettbewerbsvorteile über eigene technologische Erfolgsposition ausbauen/festigen
interne Technologieverwertung: Anwendung von Technologien in Produkten, Produktion und/oder Dienstleistungen des eigenen Unternehmens
führt zu Erfolgsposition
Sekundärstrategisch:
sekundärstrategisch = Verbesserung des unternehmerischen Handlungsspielraums durch Mittelzuflüsse aus externer Verwertung
externe Technologieverwertung: Vermarktung von Technologien ohne deren Integration in Produkte, Produktion oder Dienstleistungen; lediglich transferieren von technologischem Wissen
führt zu sekundärstrategischem Mittelzufluss und dadurch zur Erfolgsposition
z.B. geeignet wenn Technologie schon am ende seines Lebenszykluses steht

Nenne zwei Beispiele von Primärstrategien.
Coca-Cola: Formel wurde nie veröffentlicht
Apple iPod touch: kaum Kompartibilitätsmöglichkeiten für andere Endgeräte als Apple
Nenne Vorteile von Sekundärstrategien, wie sie erreicht werden und Beispiele.
Industriestandards etablieren:
Bedeutung:
Aufbau einer Technologielandschaft fördern, damit genügend Schnittstellen/Feedback existiert
Externe Technologieverwendung fördert erfolgreiche Kommerzialisierung
Erreichen durch: Anregung von Komplementärtechnologien die Kommerzialisierung eigener Produkte ermöglichen
Beispiele: VHS Technologie verdrängte andere Video-Formate durch intensive Lizensierung und kostenloser Vertrieb der eigenen Technologie
Beispiel: Elon Musk: Öffnet Patente, damit Tankstellen sich nach seiner Technologie richten und es kompartible wird
Kommerzialisierung unterstützen:
Bedeutung:
Joint-Ventures, Allianzen, Lizensierungen und “Partnern” als Möglichkeit Technologien zu kommerzialisieren
v.a. bei Produktions-/ Liquiditätsengpässen
Erreichen durch: Verbreitung des Produktes durch Zusammenarbeit mit starken Partnern
Beispiel: Flachbildschirme wurden gemeinsam als Joint-Venture eines kleinen Marktteilnehmers mit der Idee und großen Elektrokonzernen verbreitet
Intellectual Property managen:
Bedeutung:
Technologieschutz durch Patente nicht immer wirkungsvoll (bspw. limitierte Patentierbarkeit oder Kontrollmöglichkeit
Monopolrechtliche Stellung durch Patente kann in kartell-rechtlichen Strafen enden
Erreichen durch: Geringe Umsatzbeteiligung beim “Kopieren” durch Lizensierung
Beispiele: Lizensierung eines Impfstoffes in den USA - da die US Regierung den Preis zu hoch findet droht sie mit Monopolklage, die sich durch Lizensierung vermeiden lässt
Nenne Möglichkeiten für Unternehmen zur externen Technologieverwertung.
Gemeinschaftliche Nutzung: Joint-Venture, strategische Allianz, F&E-Kooperation
Monetäre Kompensationsleistungen für Lizenzgeschäfte: Pauschalgebühren, laufende Lizenzgebühren (“Royalities”), Einnahmen aus Verkauf, Gebühren für Unterstützung und Service
Lizensierung: In anderen Regionen oder Branchen, An Wettbewerber oder Lieferanten
Nicht monetäre Kompensationsleistungen für Lizenzgeschäfte: Rücklieferung der erzeugten Güter zu Sonderkonditionen, gegenseitiger Lizenztausch (“cross-licensing”), Gebühren in Form von Kapitalbeteiligungen
Technologieverkauf: Verkauf des Patents oder der Technologie, Ausgründung
Ausgründungstypen: Realteilung, Betriebsaufspaltung, De-Merger, Equity Carve-Out, Split-Up, Split-Off, Management Buy-Out, Leveraged Buy-Out
Nenne drei Beispiele für Produkt- und Markenpiraterie, die die Relevanz von Technologieschutz hervorheben.
Flow International (Maschinen- und Anlagebau):
Umsatzverlust durch Produkt- und Markenpiraterie
Partnair Flug 394, Oslo-Hamburg (Luftfahrt-Komponenten):
Absturz nach Abbruch des Leitwerks durch gefälschte Schrauben und Hülsen → Tote und Insolvenz
Novartis (Pharmaindustrie):
Pillenfälschungen aus Borsäure, Bohnerwachs und gelber Farbe für Fahrbahnmarkierungen → gefälschte Malaria-Pillen → Tote in Afrika
Welche Szenarien des Kundenverhaltens in Abhängigkeit von Kundenpräferenz und Identifikationsfähigkeit bzgl. der Imitationen gibt es? (kundenseitige Möglichkeiten für Unternehmen Folgen von Produktpiraterie zu reduzieren)
Fall 1: Identifizierbarkeit der Imitation durch den Kunden + keine Ausschließliche Präferenz des Kunden für das Original
Positionsbedingter Cash-Flow Verlust
Kein Imageverlust
Keine Produkthaftungsklagen
→ Unternehmen muss Präferenz beim Kunden für das Original generieren
Fall 2: Identifizierbarkeit der Imitation durch den Kunden + Ausschließliche/Keine Ausschließliche Präferenz des Kunden für das Original
Kein Cash-Flow Verlust
Kein Imageverlust
Keine Produkthaftungsklagen
Fall 3: Keine Identifizierbarkeit der Imitation durch den Kunden (unbewusste Substitution)
Cash-Flow Verlust abhängig von Vertriebsstruktur
Ggf. Imageverlust bei Käufern der Imitation
Ggf. Kosten durch Produkthaftungsklagen bei Käufern der Imitation
→ Unternehmen muss sicherstellen, dass sein Produkt für den Kunden identifizierbar ist

Welche informellen Schutzmechanismen/Gegenaktionen des Innovators) können bei Imitation eingesetzt werden? (Produktpiraterie-seitige Möglichkeiten für Unternehmen Folgen von Produktpiraterie zu reduzieren)
Imitationsobjekt auswählen ← Imitation unattraktiv machen (z.B. Integration individualisierte Komponenten in Produkt)
Know-How aufbauen ← Know-How-Aufbau erschweren (z.B. Einbau von Blackboxen in das Produkt, die sich beim Versuch des Auseinandernehmens zerstören)
Imitation produzieren ← Produktion erschweren (z.B. Einsatz langjähriger Schmiermittel, um besser als Piratenprodukt zu sein)
Imitation vermarkten ← Vermarktung erschweren (z.B. Produkte mit Services kombinieren, neue Produktversionen herausbringen)
Über Kooperation entscheiden ← Angebot zur Kooperation

Lernkontrollfrage: Technologiemanagement fokussiert sich auf ...
a. Entwicklung einer neuen Technologie
b. Änderung einer Produktionstechnologie
c. Änderung einer Vermarktungsstrategie
d. Verbesserung von Produktfehlern
e. Änderung einer Technologie
a. Entwicklung einer neuen Technologie
b. Änderung einer Produktionstechnologie
e. Änderung einer Technologie
Lernkontrollfrage: Welche/r Wissensbereich/e steht/en für die Technologiefrüherkennung zur Verfügung?
a. Explizites Wissen
b. Kollektives Wissen
c. Radikales Wissen
d. Implizites Wissen
e. Individuelles Wissen
a. Explizites Wissen
b. Kollektives Wissen
d. Implizites Wissen
e. Individuelles Wissen
Lernkontrollfrage: Welche Dimensionen hat das Kano-Modell?
a. Erfüllung der Kundenforderungen
b. Kundennutzen
c. Kundenzufriedenheit
d. Neuartigkeit der Technologie
e. Technologiebegeisterung der Kunden
a. Erfüllung der Kundenforderungen
c. Kundenzufriedenheit
Lernkontrollfrage: Was sind Teile eines standardisierten Technologiesteckbriefs?
a. Business Case
b. Quellen
c. Verantwortlicher
d. Kurzbeschreibung
e. Vor- und Nachteile
b. Quellen
d. Kurzbeschreibung
e. Vor- und Nachteile