Lernskript für die Aufnahmeprüfung Bachelor Psychologie 2026

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Diese Flashcards decken die wesentlichen Konzepte des Lernskripts ab, einschließlich Geschichte, Methodenlehre, biologischer Grundlagen, sowie der Kernfächer Allgemeine, Entwicklungs-, Sozial- und Persönlichkeitspsychologie.

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30 Terms

1
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Woraus setzt sich das Wort Psychologie wörtlich übersetzt zusammen?

Es leitet sich von den griechischen Wörtern „psyche“ (= Seele, Gemüt) und „logos“ (= Kunde, Wissenschaft) ab und bedeutet wörtlich „Seelenkunde“.

2
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Was sind die vier Hauptziele der wissenschaftlichen Psychologie?

Erleben und Verhalten zu beschreiben, zu erklären, vorherzusagen und zu verändern.

3
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Welchen Unterschied macht das Elaboration-Likelihood-Model (ELM) bei der Persuasion?

Es unterscheidet zwischen der zentralen Route (systematische Verarbeitung bei hoher Motivation/Kapazität) und der peripheren Route (heuristische Verarbeitung bei niedriger Motivation/Kapazität).

4
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Welches Jahr markiert die Geburtsstunde der experimentellen Psychologie und durch wen?

Das Jahr 18791879 durch Wilhelm Wundt, der das erste Labor für experimentelle Psychologie an der Universität Leipzig gründete.

5
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Was versteht man unter dem Begriff „Kognition“?

Abgeleitet von „cognoscere“ (= erkennen), ist es ein Sammelbegriff für mentale Fähigkeiten und Prozesse wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Gedächtnis, Denken und Problemlösen.

6
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Welche fünf ethischen Grundsätze hat die American Psychological Association (APA) formuliert?

  1. Wohltätigkeit und Nicht-Schaden, 2. Loyalität und Verantwortung, 3. Integrität, 4. Gerechtigkeit, 5. Respekt für die Rechte und Würde von Personen.
7
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Was bezeichnet das Hindsight-Bias (Rückschaufehler)?

Den Umstand, dass Menschen im Nachhinein den Eindruck haben, sie hätten den Ausgang eines Geschehnisses bereits vorher richtig voraussagen können.

8
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Welche Voraussetzungen müssen für einen Kausalschluss (Kausalität) erfüllt sein?

  1. Kovariation von Variable A und B, 2. A tritt zeitlich vor B auf, 3. Andere Ursachen außer A können ausgeschlossen werden.
9
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Wie unterscheiden sich manifeste von latenten Merkmalen?

Manifeste Merkmale sind direkt beobachtbar/messbar (z. B. Körpergröße), während latente Merkmale nicht direkt fassbar sind (z. B. Intelligenz) und durch Indikatoren operationalisiert werden müssen.

10
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Was gibt das Skalenniveau einer Variable an?

Es bestimmt den Informationsgehalt der Daten: Nominalskala (Klassifikation), Ordinalskala (Rangfolge), Intervallskala (Abstände definiert), Verhältnisskala (natürlicher Nullpunkt).

11
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Was beschreibt der „Rosenthal-Effekt“?

Ein Effekt, bei dem die Erwartungen der Versuchsleitung das Ergebnis einer Untersuchung unbewusst im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung beeinflussen.

12
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Wie wird das arithmetische Mittel MM berechnet?

M=i=1NxiNM = \frac{\sum_{i=1}^{N} x_{i}}{N}, wobei NN die Gesamtanzahl der Werte und xix_{i} die einzelnen Werte sind.

13
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Was ist der Unterschied zwischen der absoluten und der relativen Refraktärphase eines Neurons?

In der absoluten Phase ist die Membran gar nicht erregbar; in der relativen Phase kann nur eine erhöhte Erregungsstärke ein zweites Aktionspotenzial auslösen.

14
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Welche Funktion hat die Myelinschicht am Axon?

Sie schützt vor mechanischer Beanspruchung und ermöglicht durch saltatorische Erregungsleitung eine deutliche Erhöhung der Leitungsgeschwindigkeit.

15
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Welche vier Lappen bilden den cerebralen Cortex?

Frontallappen (Stirn), Parietallappen (Scheitel), Temporallappen (Schläfe) und Okzipitallappen (Hinterhaupt).

16
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Was ist der „Blinde Fleck“ im menschlichen Auge?

Die Stelle an der Augenrückseite, an der der Sehnerv austritt und sich keine Photorezeptorzellen befinden.

17
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Wie unterscheiden sich Stäbchen und Zapfen in der Retina?

Stäbchen sind lichtempfindlich (Dämmerungssehen), während Zapfen für das Farbsehen und scharfe Wahrnehmung bei Licht zuständig sind.

18
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Welche drei Stufen der Wahrnehmung werden unterschieden?

  1. Sensorische Empfindung (Reizaufnahme), 2. Perzeptbildung (mentales Abbild), 3. Klassifikation (Einordnung in Kategorien).
19
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Was besagt die Millersche Zahl hinsichtlich des Arbeitsgedächtnisses?

Dass die Kapazität auf etwa 7±27 \pm 2 Informationseinheiten (Chunks) beschränkt ist.

20
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Was beschreibt die „Objektpermanenz“ nach Jean Piaget?

Das Verständnis, dass Objekte auch dann weiter existieren, wenn sie nicht mehr unmittelbar sichtbar sind (entwickelt sich im sensumotorischen Stadium).

21
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Welche drei Niveaus der Moralentwicklung postulierte Lawrence Kohlberg?

Das präkonventionelle Niveau (Eigennutz/Strafe), das konventionelle Niveau (soziale Normen) und das postkonventionelle Niveau (universelle ethische Prinzipien).

22
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Was misst die „Fremde-Situation“ von Mary Ainsworth?

Die Bindungsqualität eines Kindes (Typ A: unsicher-vermeidend, Typ B: sicher, Typ C: unsicher-ambivalent, Typ D: desorganisiert).

23
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Was ist der „Bystander-Effekt“?

Das Phänomen, dass die Wahrscheinlichkeit für Hilfeleistung sinkt, je mehr Personen in einer Notsituation anwesend sind (wegen Verantwortungsdiffusion).

24
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Was sind die „Big Five“ der Persönlichkeitspsychologie (OCEAN)?

Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus.

25
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Was versteht man unter dem Belohnungsaufschub (Marshmallow-Test)?

Die Fähigkeit, auf eine sofortige Belohnung zugunsten einer wertvolleren, aber zeitlich verzögerten Belohnung zu verzichten.

26
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Wie ist das Drei-Instanzen-Modell von Sigmund Freud aufgebaut?

Es besteht aus dem ES (Lustprinzip), dem ÜBER-ICH (Moralitätsprinzip) und dem ICH (Realitätsprinzip/Vermittler).

27
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Was charakterisiert das Minimalgruppenparadigma nach Tajfel?

Dass Diskriminierung der Outgroup und Bevorzugung der Ingroup bereits durch völlig willkürliche Gruppeneinteilungen (ohne reale Konkurrenz) ausgelöst werden kann.

28
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Was besagt die Gegenfarbentheorie von Ewald Hering?

Dass das Farbsehen auf drei gegensätzlich wirkenden Farbpaaren beruht: Rot-Grün, Blau-Gelb und Schwarz-Weiß.

29
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Wie definiert sich eine Reizgeneralisierung?

Wenn auf einen konditionierten Reiz (CS) ähnliche Reize ebenfalls eine konditionierte Reaktion (CR) auslösen.

30
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Was ist die Kernannahme des Behaviorismus nach John B. Watson?

Dass Psychologie sich ausschließlich auf das beobachtbare Verhalten als Reaktion auf äußere Reize konzentrieren sollte (Ablehnung von Bewusstseinsprozessen).