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Diese Flashcards decken die wesentlichen Konzepte des Lernskripts ab, einschließlich Geschichte, Methodenlehre, biologischer Grundlagen, sowie der Kernfächer Allgemeine, Entwicklungs-, Sozial- und Persönlichkeitspsychologie.
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Woraus setzt sich das Wort Psychologie wörtlich übersetzt zusammen?
Es leitet sich von den griechischen Wörtern „psyche“ (= Seele, Gemüt) und „logos“ (= Kunde, Wissenschaft) ab und bedeutet wörtlich „Seelenkunde“.
Was sind die vier Hauptziele der wissenschaftlichen Psychologie?
Erleben und Verhalten zu beschreiben, zu erklären, vorherzusagen und zu verändern.
Welchen Unterschied macht das Elaboration-Likelihood-Model (ELM) bei der Persuasion?
Es unterscheidet zwischen der zentralen Route (systematische Verarbeitung bei hoher Motivation/Kapazität) und der peripheren Route (heuristische Verarbeitung bei niedriger Motivation/Kapazität).
Welches Jahr markiert die Geburtsstunde der experimentellen Psychologie und durch wen?
Das Jahr 1879 durch Wilhelm Wundt, der das erste Labor für experimentelle Psychologie an der Universität Leipzig gründete.
Was versteht man unter dem Begriff „Kognition“?
Abgeleitet von „cognoscere“ (= erkennen), ist es ein Sammelbegriff für mentale Fähigkeiten und Prozesse wie Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Gedächtnis, Denken und Problemlösen.
Welche fünf ethischen Grundsätze hat die American Psychological Association (APA) formuliert?
Was bezeichnet das Hindsight-Bias (Rückschaufehler)?
Den Umstand, dass Menschen im Nachhinein den Eindruck haben, sie hätten den Ausgang eines Geschehnisses bereits vorher richtig voraussagen können.
Welche Voraussetzungen müssen für einen Kausalschluss (Kausalität) erfüllt sein?
Wie unterscheiden sich manifeste von latenten Merkmalen?
Manifeste Merkmale sind direkt beobachtbar/messbar (z. B. Körpergröße), während latente Merkmale nicht direkt fassbar sind (z. B. Intelligenz) und durch Indikatoren operationalisiert werden müssen.
Was gibt das Skalenniveau einer Variable an?
Es bestimmt den Informationsgehalt der Daten: Nominalskala (Klassifikation), Ordinalskala (Rangfolge), Intervallskala (Abstände definiert), Verhältnisskala (natürlicher Nullpunkt).
Was beschreibt der „Rosenthal-Effekt“?
Ein Effekt, bei dem die Erwartungen der Versuchsleitung das Ergebnis einer Untersuchung unbewusst im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung beeinflussen.
Wie wird das arithmetische Mittel M berechnet?
M=N∑i=1Nxi, wobei N die Gesamtanzahl der Werte und xi die einzelnen Werte sind.
Was ist der Unterschied zwischen der absoluten und der relativen Refraktärphase eines Neurons?
In der absoluten Phase ist die Membran gar nicht erregbar; in der relativen Phase kann nur eine erhöhte Erregungsstärke ein zweites Aktionspotenzial auslösen.
Welche Funktion hat die Myelinschicht am Axon?
Sie schützt vor mechanischer Beanspruchung und ermöglicht durch saltatorische Erregungsleitung eine deutliche Erhöhung der Leitungsgeschwindigkeit.
Welche vier Lappen bilden den cerebralen Cortex?
Frontallappen (Stirn), Parietallappen (Scheitel), Temporallappen (Schläfe) und Okzipitallappen (Hinterhaupt).
Was ist der „Blinde Fleck“ im menschlichen Auge?
Die Stelle an der Augenrückseite, an der der Sehnerv austritt und sich keine Photorezeptorzellen befinden.
Wie unterscheiden sich Stäbchen und Zapfen in der Retina?
Stäbchen sind lichtempfindlich (Dämmerungssehen), während Zapfen für das Farbsehen und scharfe Wahrnehmung bei Licht zuständig sind.
Welche drei Stufen der Wahrnehmung werden unterschieden?
Was besagt die Millersche Zahl hinsichtlich des Arbeitsgedächtnisses?
Dass die Kapazität auf etwa 7±2 Informationseinheiten (Chunks) beschränkt ist.
Was beschreibt die „Objektpermanenz“ nach Jean Piaget?
Das Verständnis, dass Objekte auch dann weiter existieren, wenn sie nicht mehr unmittelbar sichtbar sind (entwickelt sich im sensumotorischen Stadium).
Welche drei Niveaus der Moralentwicklung postulierte Lawrence Kohlberg?
Das präkonventionelle Niveau (Eigennutz/Strafe), das konventionelle Niveau (soziale Normen) und das postkonventionelle Niveau (universelle ethische Prinzipien).
Was misst die „Fremde-Situation“ von Mary Ainsworth?
Die Bindungsqualität eines Kindes (Typ A: unsicher-vermeidend, Typ B: sicher, Typ C: unsicher-ambivalent, Typ D: desorganisiert).
Was ist der „Bystander-Effekt“?
Das Phänomen, dass die Wahrscheinlichkeit für Hilfeleistung sinkt, je mehr Personen in einer Notsituation anwesend sind (wegen Verantwortungsdiffusion).
Was sind die „Big Five“ der Persönlichkeitspsychologie (OCEAN)?
Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit und Neurotizismus.
Was versteht man unter dem Belohnungsaufschub (Marshmallow-Test)?
Die Fähigkeit, auf eine sofortige Belohnung zugunsten einer wertvolleren, aber zeitlich verzögerten Belohnung zu verzichten.
Wie ist das Drei-Instanzen-Modell von Sigmund Freud aufgebaut?
Es besteht aus dem ES (Lustprinzip), dem ÜBER-ICH (Moralitätsprinzip) und dem ICH (Realitätsprinzip/Vermittler).
Was charakterisiert das Minimalgruppenparadigma nach Tajfel?
Dass Diskriminierung der Outgroup und Bevorzugung der Ingroup bereits durch völlig willkürliche Gruppeneinteilungen (ohne reale Konkurrenz) ausgelöst werden kann.
Was besagt die Gegenfarbentheorie von Ewald Hering?
Dass das Farbsehen auf drei gegensätzlich wirkenden Farbpaaren beruht: Rot-Grün, Blau-Gelb und Schwarz-Weiß.
Wie definiert sich eine Reizgeneralisierung?
Wenn auf einen konditionierten Reiz (CS) ähnliche Reize ebenfalls eine konditionierte Reaktion (CR) auslösen.
Was ist die Kernannahme des Behaviorismus nach John B. Watson?
Dass Psychologie sich ausschließlich auf das beobachtbare Verhalten als Reaktion auf äußere Reize konzentrieren sollte (Ablehnung von Bewusstseinsprozessen).