2. Visualisierung der Stimmlippenschwingungen

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Visualisierung der Stimmlippenschwingungen durch:

  • Stroboskopie

  • Videokymographie

  • Hochgeschwindigkeitsglottographie

  • Elektroglottographie

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Stroboskopie

  • währen Phonation in der MSL haben Stimmlippen eine Grundfrequenz von 80-400 Hz

  • kann menschliches Auge nicht erfassen

  • Wir können Max. 15 Einzelbilder/s erkennen

  • Es erfolgt eine Abfolge von Lichtblitzen

  • Ein stehendes Bild entsteht: wenn die Frequenz der Lichtblitze und Schwingungen der Stimmlippen gleich ist

  • Ein bewegendes Bild: wenn Frequenz der Lichtblitze um einige Hertz (steuerbar durch Untersucher) von Schwingungsfrequenz abweicht

➤ dadurch werden Stimmlippenschwingungen zu jeweils anderen Phasen des Schwingungsablaufs beleuchtet

➤ Auge setzt diese Einzelbilder zu scheinbar langsamen Schwingung zusammen

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Beurteilungskriterien

  • Amplituden (Schwingungsweite) d. Stimmlippen (entsprechen Schwingung des M. vocalis)

  • Randkantenverschiebungen (entsprechen Bewegung der oberflächen Schleimhaut, die sich auf Gleitschicht des Reinke- Raums über dem Muskel bewegt)

  • Glottischluss während Phonation

  • Zeitliche und räumliche Symmetrie der Schwingungen auf beiden Seiten (= Regularität, Phasenverschiebungen etc.)

  • Bei ansteigender Lautstärke nehmen physiologischerweise Amplituden und Randkantenverschiebung + Dauer der Schlussphase zu

➤ mit ansteigender Tonhöhe nehmen sie ab

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Anmerkung

  • je stärker Stimme gestört, desto weniger geeignet ist die Stroboskopie:

➤ d.h. Bei Aphonie und Aperiodizität anderer Ursache ist Stroboskopie nicht möglich

➤ hängt stark von Erfahrung des Untersuchers ab

  • Bedarf zusätzlich einer auditiven Befundung, da Stroboskopie alleine Symptome der Dysphonie nicht zuverlässig bewerten kann (wie stark Heiserkeit ist)

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Reinke- Raum

  • schmaler Gewebsraum zwischen Stimmband und Schleimhaut

  • Schleimhaut liegt locker auf dem Ligamentum vocale

  • Schleimhaut kann sich vom Stimmband leicht lösen und hin und her gleiten