LERNEN IN BEWEGTBILDERN: VIDEOS UND ANIMATIONEN (MERKT, SCHWAN 2020) – Vokabular

0.0(0)
studied byStudied by 0 people
GameKnowt Play
learnLearn
examPractice Test
spaced repetitionSpaced Repetition
heart puzzleMatch
flashcardsFlashcards
Card Sorting

1/21

flashcard set

Earn XP

Description and Tags

Vokabelkarten zu zentralen Begriffen und Konzepten aus den Notizen zu Bewegtbildern, Videos und Animationen im Lernkontext.

Study Analytics
Name
Mastery
Learn
Test
Matching
Spaced

No study sessions yet.

22 Terms

1
New cards

Bewegtbilder

Dynamische Darbietung von Informationen (Videos, Animationen); Veränderung in der Zeit; Spannungsverhältnis zwischen Eignung für dynamische Sachverhalte und den kognitiven Ressourcen der Lernenden.

2
New cards

Videos

Fotorealistische Darstellungen mit hoher Realitätsnähe; helfen, Objekte in der Realität zu erkennen; laut Salomon 1984 tendenziell oberflächlichere Verarbeitungsweisen und oft fehlende Interaktion.

3
New cards

Animationen

Zeichnungen oder computererzeugte Bilder; eher zur schematischen Vereinfachung komplexer Sachverhalte geeignet; liefern mehr Informationen und zeigen Vorteile insbesondere für motorisch-prozedurales Lernen.

4
New cards

Realitätsgrad

Grad der Realitätsnähe von Bewegtbildern; Videos sind in der Regel fotorealistisch, Animationen oft abstrakter/zeichnerisch.

5
New cards

Prozedurales Wissen

Wissen über Abläufe und Handlungen; Bewegtbilder zeigen keinen konsistenten Vorteil gegenüber Bilderserien; meta-analytische Befunde deuten auf keinen signifikanten Effekt hin.

6
New cards

Deklaratives Wissen

Faktenwissen; Bewegtbilder können hier Vorteile bieten, laut Metaanalysen im Vergleich zu prozeduralem Wissen.

7
New cards

Konzeptuelles Wissen

Verständnis von Konzepten und Zusammenhängen; Bewegtbilder können hier Vorteile beim Erwerb zeigen.

8
New cards

Salomon 1984

„Television is easy and print is tough“: Videos führen zu oberflächlicher Verarbeitung; Texte ermöglichen Selbststeuerung; Interaktion bei Videos oft fehlen; kein klarer Vorteil beim Erschließungserfolg.

9
New cards

Berny & Betrancourt 2016

Meta-Analyse: Kein statistisch bedeutsamer Effekt von Bewegtbildern auf prozedurales Wissen; Vorteile bestehen eher für Fakten- und konzeptuelles Wissen.

10
New cards

Höffler & Leutner 2007

Dekorative Bewegtbilder schaffen keinen zusätzlichen Wissensgewinn; sie können ablenken oder falsche Erwartungen wecken.

11
New cards

Dekorative Bewegtbilder

Bewegtbilder, die primär ästhetisch oder oberflächlich informativ sind und Lernprozesse nicht unterstützen; potenziell ablenkend.

12
New cards

Interaktionsmöglichkeiten

Möglichkeiten, Bewegtbilder zu steuern (z. B. Pausen, Navigieren); Fehlen oder Vorhandensein beeinflusst Lernprozesse erheblich.

13
New cards

Raumzeitliche Organisation

Gestaltung von Bewegtbildern durch räumliche und zeitliche Struktur, beeinflusst Verarbeitung von Lerninhalten (Kameraposition, Kontinuität der Bewegungen, Zeitlupen/Zeitraffer).

14
New cards

Kamerastandpunkt

Standpunkt und Blickwinkel der Kamera; Lernende profitieren, wenn aus ihrer Perspektive gefilmt wird.

15
New cards

Zeitlupe

Verlangsamung von Ereignissen, um Details besser sichtbar zu machen; Teil der zeitlichen Organisation.

16
New cards

Zeitraffer

Beschleunigung von Abläufen, um lange Prozesse kompakt darzustellen; Teil der zeitlichen Organisation.

17
New cards

Weglassen redundanter Abschnitte

Redundante oder nicht-informationstragende Sequenzen weglassen, um Lerninhalte zu komprimieren.

18
New cards

Interaktive Inhaltsverzeichnisse

Strukturierte, interaktive Navigationshilfen, die Lernenden gezielt zu Inhalten führen und Pausen oder Sprünge ermöglichen.

19
New cards

Cueing

Aufmerksamkeitslenkung durch gezielte Signale (Pfeile, Farbkodierungen, Zooms); kann problematisch werden, wenn Kontextinformationen verdeckt oder irrelevante Inhalte hervorgehoben werden.

20
New cards

Saliente Inhalte

Prominente, auffällige Inhalte, die mit relevanten Inhalten konkurrieren und Aufmerksamkeit ggf. von Wesentlichem abziehen.

21
New cards

Visuelle Aufmerksamkeitslenkung

Techniken zur Steuerung der Aufmerksamkeit durch visuelle Signale (Pfeile, Farben, Zooms).

22
New cards

Gesamtkontext beachten

Hinweise oder akzentuierende Gestaltungselemente müssen den Gesamtkontext der Lerninhalte berücksichtigen, sonst gehen wichtige Zusammenhänge verloren.