1/21
Vokabelkarten zu zentralen Begriffen und Konzepten aus den Notizen zu Bewegtbildern, Videos und Animationen im Lernkontext.
Name | Mastery | Learn | Test | Matching | Spaced |
---|
No study sessions yet.
Bewegtbilder
Dynamische Darbietung von Informationen (Videos, Animationen); Veränderung in der Zeit; Spannungsverhältnis zwischen Eignung für dynamische Sachverhalte und den kognitiven Ressourcen der Lernenden.
Videos
Fotorealistische Darstellungen mit hoher Realitätsnähe; helfen, Objekte in der Realität zu erkennen; laut Salomon 1984 tendenziell oberflächlichere Verarbeitungsweisen und oft fehlende Interaktion.
Animationen
Zeichnungen oder computererzeugte Bilder; eher zur schematischen Vereinfachung komplexer Sachverhalte geeignet; liefern mehr Informationen und zeigen Vorteile insbesondere für motorisch-prozedurales Lernen.
Realitätsgrad
Grad der Realitätsnähe von Bewegtbildern; Videos sind in der Regel fotorealistisch, Animationen oft abstrakter/zeichnerisch.
Prozedurales Wissen
Wissen über Abläufe und Handlungen; Bewegtbilder zeigen keinen konsistenten Vorteil gegenüber Bilderserien; meta-analytische Befunde deuten auf keinen signifikanten Effekt hin.
Deklaratives Wissen
Faktenwissen; Bewegtbilder können hier Vorteile bieten, laut Metaanalysen im Vergleich zu prozeduralem Wissen.
Konzeptuelles Wissen
Verständnis von Konzepten und Zusammenhängen; Bewegtbilder können hier Vorteile beim Erwerb zeigen.
Salomon 1984
„Television is easy and print is tough“: Videos führen zu oberflächlicher Verarbeitung; Texte ermöglichen Selbststeuerung; Interaktion bei Videos oft fehlen; kein klarer Vorteil beim Erschließungserfolg.
Berny & Betrancourt 2016
Meta-Analyse: Kein statistisch bedeutsamer Effekt von Bewegtbildern auf prozedurales Wissen; Vorteile bestehen eher für Fakten- und konzeptuelles Wissen.
Höffler & Leutner 2007
Dekorative Bewegtbilder schaffen keinen zusätzlichen Wissensgewinn; sie können ablenken oder falsche Erwartungen wecken.
Dekorative Bewegtbilder
Bewegtbilder, die primär ästhetisch oder oberflächlich informativ sind und Lernprozesse nicht unterstützen; potenziell ablenkend.
Interaktionsmöglichkeiten
Möglichkeiten, Bewegtbilder zu steuern (z. B. Pausen, Navigieren); Fehlen oder Vorhandensein beeinflusst Lernprozesse erheblich.
Raumzeitliche Organisation
Gestaltung von Bewegtbildern durch räumliche und zeitliche Struktur, beeinflusst Verarbeitung von Lerninhalten (Kameraposition, Kontinuität der Bewegungen, Zeitlupen/Zeitraffer).
Kamerastandpunkt
Standpunkt und Blickwinkel der Kamera; Lernende profitieren, wenn aus ihrer Perspektive gefilmt wird.
Zeitlupe
Verlangsamung von Ereignissen, um Details besser sichtbar zu machen; Teil der zeitlichen Organisation.
Zeitraffer
Beschleunigung von Abläufen, um lange Prozesse kompakt darzustellen; Teil der zeitlichen Organisation.
Weglassen redundanter Abschnitte
Redundante oder nicht-informationstragende Sequenzen weglassen, um Lerninhalte zu komprimieren.
Interaktive Inhaltsverzeichnisse
Strukturierte, interaktive Navigationshilfen, die Lernenden gezielt zu Inhalten führen und Pausen oder Sprünge ermöglichen.
Cueing
Aufmerksamkeitslenkung durch gezielte Signale (Pfeile, Farbkodierungen, Zooms); kann problematisch werden, wenn Kontextinformationen verdeckt oder irrelevante Inhalte hervorgehoben werden.
Saliente Inhalte
Prominente, auffällige Inhalte, die mit relevanten Inhalten konkurrieren und Aufmerksamkeit ggf. von Wesentlichem abziehen.
Visuelle Aufmerksamkeitslenkung
Techniken zur Steuerung der Aufmerksamkeit durch visuelle Signale (Pfeile, Farben, Zooms).
Gesamtkontext beachten
Hinweise oder akzentuierende Gestaltungselemente müssen den Gesamtkontext der Lerninhalte berücksichtigen, sonst gehen wichtige Zusammenhänge verloren.