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Toleranzkurve
Beschreibt die Abhängigkeit der Lebensaktivität eines Organismus von einem Umweltfaktor, hier der Temperatur.
Minimum
Die Temperatur unterhalb derer kein Leben möglich ist.
Optimum
Der Temperaturbereich mit maximaler Aktivität eines Organismus.
Maximum
Die Temperatur oberhalb derer kein Leben möglich ist.
Pessimum
Bereiche zwischen Minimum und Optimum sowie Optimum und Maximum, in denen die Aktivität eines Organismus eingeschränkt ist.
Euryöke Arten
Arten, die eine breite Toleranz gegenüber Umweltbedingungen haben.
Stenöke Arten
Arten, die eine enge Toleranz gegenüber Umweltbedingungen haben.
RGT-Regel
Besagt, dass eine Temperaturerhöhung um 10 °C die Reaktionsgeschwindigkeit biochemischer Prozesse etwa verdoppelt bis verdreifacht. Gilt nur für wechselwarme Tiere und nur innerhalb des physiologischen Toleranzbereichs.
Allensche Regel
Tiere einer Art oder nah verwandter Arten haben in kälteren Klimazonen relativ kürzere Körperanhänge (Ohren, Schwanz, Beine) als in wärmeren Klimazonen.
Bergmannsche Regel
Tiere einer Art oder nah verwandter Arten haben in kälteren Klimazonen einen größeren Körper als in wärmeren Klimazonen.
Oberflächen-Volumen-Verhältnis
Das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen ist entscheidend für den Wärmehaushalt eines Tieres.
Maus-Elefanten-Kurve
Kleine Tiere (Maus) haben ein großes Oberflächen-Volumen-Verhältnis. Sie verlieren relativ viel Wärme und müssen daher einen hohen spezifischen Energieumsatz (pro kg Körpergewicht) haben. Große Tiere (Elefant) haben ein kleines Oberflächen-Volumen-Verhältnis, verlieren relativ wenig Wärme und haben einen niedrigen spezifischen Energieumsatz.
Stoffwechselrate
Die spezifische Stoffwechselrate (Energieumsatz pro kg Körpergewicht) nimmt mit zunehmender Körpergröße ab. Die absolute Stoffwechselrate (Gesamtenergieumsatz) nimmt mit zunehmnder Körpergröße zu.
Physiologischer Arbeitsbereich
Der gesamte Temperaturbereich zwischen Minimum und Maximum, in dem die Lebensprozesse eines Organismus grundsätzlich möglich sind. Umfasst Optimum und Pessimum.