Tetrapoda: Lurche, Amniot (Vögel, Reptilien)

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Ursprung der Landwirbeltiere

  • Fischmerkmale: Schuppen, Flossen, Kiemen und Lungen

  • Tetrapodamerkmale: Hals, Rippen, Flossenskelett, flacher Schädel, Augen auf dem Schädeldach

  • -> Zwischenform Tiktaalik (vor 375 Mio. Jahren)

  • Fische paraphyletisch / Tetrapoda monophyletisch

  • Quastenflosser (Actinistia) und Lungenfische (Dipnoi -> direkte Schwesterngruppe) als nächste Verwandte der Tetrapoda

  • Quastenflosser (fossil) Rhipidistia -> wahrscheinlich nächster Verwandte der Tetrapoda

<ul><li><p><span>Fischmerkmale: Schuppen, Flossen, Kiemen und Lungen</span></p></li><li><p><span>Tetrapodamerkmale: Hals, Rippen, Flossenskelett, flacher Schädel, Augen auf dem Schädeldach</span></p></li><li><p><span>-&gt; Zwischenform Tiktaalik (vor 375 Mio. Jahren)</span></p></li><li><p><span>Fische paraphyletisch / Tetrapoda monophyletisch</span></p></li><li><p><span>Quastenflosser (Actinistia) und Lungenfische (Dipnoi -&gt; direkte Schwesterngruppe) als nächste Verwandte der Tetrapoda</span></p></li><li><p><span>Quastenflosser (fossil) Rhipidistia -&gt; wahrscheinlich nächster Verwandte der Tetrapoda</span></p></li></ul><p></p>
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Anforderung an Landleben

  • Mechanik: Anforderungen an Skelett und Muskeln bei Fortbewegung

  • Atmung: Sauerstoff muss aus der Luft statt dem Wasser gewonnen werden

  • Austrocknungsgefahr

  • Sinnesorgane müssen angepasst werden

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Lurche (Lissamphibia)

  • Wechselwarm (poikilotherm)

  • Haut bietet keinen wirksamen Schutz gegen Wasserverlust -> im Wasser oder an Land mit Verbindung zu Feuchtigkeit

  • Hautstruktur: Schleimdrüsen (Mucopolysaccharid-Sekret), Körnerdrüsen (Giftdrüsen -> Amine, Peptide, Enzyme) -> Schutz vor Feinden, bakterizid, fungizid

  • Haut- und Mundbodenatmung

  • Komplexer biphasischer Lebenszyklus mit ontogenetischem Habitatswechsel -> Lebensraum der Larven sehr unterschiedlich zu dem von Adulten

  • Komplexe unterschiedliche Fortpflanzungsstrategien

<ul><li><p><span>Wechselwarm (poikilotherm)</span></p></li><li><p><span>Haut bietet keinen wirksamen Schutz gegen Wasserverlust -&gt; im Wasser oder an Land mit Verbindung zu Feuchtigkeit</span></p></li><li><p><span>Hautstruktur: Schleimdrüsen (Mucopolysaccharid-Sekret), Körnerdrüsen (Giftdrüsen -&gt; Amine, Peptide, Enzyme) -&gt; Schutz vor Feinden, bakterizid, fungizid</span></p></li><li><p><span>Haut- und Mundbodenatmung</span></p></li><li><p><span>Komplexer biphasischer Lebenszyklus mit ontogenetischem Habitatswechsel -&gt; Lebensraum der Larven sehr unterschiedlich zu dem von Adulten</span></p></li><li><p><span>Komplexe unterschiedliche Fortpflanzungsstrategien</span></p></li></ul><p></p>
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Brutpflege

  • Gladiatorfrosch in Südamerika baut swimming-pools am Gewässerrand, legt Lauchballen ab und Männchen bewachen diese

  • Glasfrösche legen terrestrisch Eier (Unterseite von Blättern), Männchen bewachen diese und schützen sie vor Insekten- und Parasitenbefall

  • Afrikanischer Frosch baut unterirdische Höhlen für Eier/Larven -> nach Regen wird Kanal zu Gewässer gebaut um Jungtiere freizulassen

  • Einige tragen Eier oder Larven auf dem Rücken (Beutel durch Hautlappen bei Beutelfrosch, Einbettung in Rückenhaut bei Wabenkröte)

  • Magenbrütende Frösche (ausgestorben)

  • Schaumnester: schützt Laich vor Austrocknung und Räubern, Ml oder wl produzieren Schaum durch Bewegung der Beine, aquatisch/terrestrisch, an Boden oder Bäumen -> entstanden unabhängig voneinander 20x auf allen Kontinenten mit tropischen Wäldern

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Gefährdung

  • Habitatzerstörung: wichtigster Faktor!

  • Pestizidbelastung: Missbildungen, Unfruchtbarkeit, vorzeitige Mortalität, Immunschwäche

  • Klimaerwärmung: verschärft andere Faktoren

  • Bioinvasoren: Fische oder andere Amphibien (immer mehr Fische durch Fehlen der Periodizität von Gewässern)

  • Entnahme durch den Menschen: kommerzieller Handel, Konsum

  • Krankheiten: Chytridpilze führen global zu Massensterben, Bsal (Pathogen) eingeschleppt durch andere Tiere oder Menschen -> Froschlurche & Fadenmolch bisher resistent, europäische Salamandriden besonders gefährdet

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Blindwühlen (Apoda)

  • Jungtiere ernähren sich von Haut der Mutter (Jungtiere haben spezielle Zähne dafür)

  • Reduzierte Gliedmaßen, Hautmuskelschlauch

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Froschlurche (Anura) - Merkmale

  • Fast gesamter Globus außer vereiste Zonen und Wüsten

  • 5-8 Wirbel im Rückenskelett

  • Kaulquappe: stark abgeleitet, herbivor, sehr langer Darmtrakt, Kiemen wachsen in fortgeschrittenen Stadien um, einzigartiges Mundfeld mit Hautpapillen, Keratinschnabeln und Keratin-Lippenzähnchen

  • Atmung: Überdruckatmer -> Rachenboden abgesenkt, Luft über Nasenlöcher eingesogen, mit geschlossenen Nasenlöchern und geöffneter Glottis wird Luft in Lunge gedrückt indem Rachenboden hochgezogen wird, Mundhöhle ventiliert rhythmisch , Lungen entleert durch Kontraktion der Körperwandmuskulatur und elastische Rückstellkraft

8
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Froschlurche - Reproduktion

  • Reproduktion: Laichschnüre (Erdkröte), Laichballen (Grasfrosch)

  • Äußere Befruchtung, mehrere Männchen versuchen sich mit einem Weibchen zu paaren (scarmble competition)

  • Reproduktionserfolg erreicht auch durch nachträgliches Befruchten abgesetzter Laichballen

  • Männliche Moorfrösche blau -> visuelle Erkennung bei scramble competition

  • Schwanzfrösche (ursprünglichste Froschlurche) haben innere Befruchtung

    • Atlantische Urwälder Nordamerikas, schnell fließende Gebirgsbäche

    • Rückenskelett mit 9 freien Wirbeln

    • Männchen haben an Kloake ausstülpbare Verlängerung für direkte Übertragung der Spermien in Ovidukt des Weibchens

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Schwanzlurche (Urodela)

  • Gemäßigte Zonen der Nordhalbkugel, Südostasien, Sudamerika

  • Larve: plesiomorph, ähnelt Larve von Lungenfischen und ursprünglichen Actinopterygii

  • Innere Befruchtung -> Weibchen haben mehr Kontrolle, Männchen müssen aufwendige Paarungsspiele vollziehen, befruchtete Eier können sich direkt in der Mutter zum Jungtier entwickeln, Speicherung von Samen über längere Zeiträume möglich -> Mehrfachvaterschaften möglich -> höhere Fitness

  • Feuersalamander

    • einziger larvengebärender Schwanzlurch (Ovoviviparie)

    • Mehrfachvaterschaften (Fitness-Vorteil, Pathogenübertragung)

  • Alpensalamander bringen voll entwickelte Jungtiere zur Welt (Viviparie)

<ul><li><p><span>Gemäßigte Zonen der Nordhalbkugel, Südostasien, Sudamerika</span></p></li><li><p><span>Larve: plesiomorph, ähnelt Larve von Lungenfischen und ursprünglichen Actinopterygii</span></p></li><li><p><span>Innere Befruchtung -&gt; Weibchen haben mehr Kontrolle, Männchen müssen aufwendige Paarungsspiele vollziehen, befruchtete Eier können sich direkt in der Mutter zum Jungtier entwickeln, Speicherung von Samen über längere Zeiträume möglich -&gt; Mehrfachvaterschaften möglich -&gt; höhere Fitness</span></p></li><li><p><span>Feuersalamander</span></p><ul><li><p><span>einziger larvengebärender Schwanzlurch (Ovoviviparie)</span></p></li><li><p><span>Mehrfachvaterschaften (Fitness-Vorteil, Pathogenübertragung)</span></p></li></ul></li><li><p><span>Alpensalamander bringen voll entwickelte Jungtiere zur Welt (Viviparie)</span></p></li></ul><p></p>
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Feuersalamandar - Lebenszyklus

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Begriffe: endotherm, ektotherm homoiotherm, poikilotherm, ovipar, ovovivipar, vivipar, lecithotroph, matrotroph

  • Endotherm: Temperatur wird durch körpereigenen Metabolismus bestimmt

  • Ektotherm: Temperatur wird durch Energie außerhalb des Körpers bestimmt

  • Homoiotherm: konstante Körpertemperatur

  • Poikilotherm: variierende Körpertemperatur

  • Ovipar: eierlegend

  • Ovovivipar: Eier mit sehr weit entwickelten Embryonen, die während oder gleich nach der Eiablage schlüpfen

  • Vivipar: Jungtiere werden geboren (viele haben plazentaartige Strukturen zur Ernährung des Embryos)

  • Lecithotroph: Embryo bezieht gesamte Energie für Entwicklung aus Dottersack

  • Matrotroph: Embryo bezieht Nährstoffe vom Muttertier (z.B. von Plazenta)

<ul><li><p><span>Endotherm: Temperatur wird durch körpereigenen Metabolismus bestimmt</span></p></li><li><p><span>Ektotherm: Temperatur wird durch Energie außerhalb des Körpers bestimmt</span></p></li><li><p><span>Homoiotherm: konstante Körpertemperatur</span></p></li><li><p><span>Poikilotherm: variierende Körpertemperatur</span></p></li><li><p><span>Ovipar: eierlegend</span></p></li><li><p><span>Ovovivipar: Eier mit sehr weit entwickelten Embryonen, die während oder gleich nach der Eiablage schlüpfen</span></p></li><li><p><span>Vivipar: Jungtiere werden geboren (viele haben plazentaartige Strukturen zur Ernährung des Embryos)</span></p></li><li><p><span>Lecithotroph: Embryo bezieht gesamte Energie für Entwicklung aus Dottersack</span></p></li><li><p><span>Matrotroph: Embryo bezieht Nährstoffe vom Muttertier (z.B. von Plazenta)</span></p></li></ul><p></p>
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Amniota

  • Monophyletisch

  • Definiert durch amniotisches Ei mit 4 extraembryonalen Membranen:

    • Chorion: ganz außen, tauscht Atemgase zwischen Embryo und Außenluft aus -> Sauerstoff und Kohlendioxid diffundieren ungehindert durch Poren der Eischale

    • Allantois: Speicherort für Stoffwechselendprodukte des Embryos, Membran fungiert auch als Atmungsorgan

    • Dottersack: umhüllt Dottermasse (Nährstoffvorrat), Blutgefäße in der Membran transportieren Nährstoffe zum Embryo, weitere Nährstoffe im Albumin gespeichert (besteht aus Protein Ovalbumin)

    • Amnion: innen, schützt Embryo in Amnionhöhle, die Austrocknung verhindert und mechanische Erschütterung abfängt

  • Säugetiere (und viele Reptilien) haben Eientwicklung im Körper -> extraembryonale Membranen reduziert (Chorion wird Plazenta)

<ul><li><p><span>Monophyletisch</span></p></li><li><p><span>Definiert durch amniotisches Ei mit 4 extraembryonalen Membranen:</span></p><ul><li><p><span>Chorion: ganz außen, tauscht Atemgase zwischen Embryo und Außenluft aus -&gt; Sauerstoff und Kohlendioxid diffundieren ungehindert durch Poren der Eischale</span></p></li><li><p><span>Allantois: Speicherort für Stoffwechselendprodukte des Embryos, Membran fungiert auch als Atmungsorgan</span></p></li><li><p><span>Dottersack: umhüllt Dottermasse (Nährstoffvorrat), Blutgefäße in der Membran transportieren Nährstoffe zum Embryo, weitere Nährstoffe im Albumin gespeichert (besteht aus Protein Ovalbumin)</span></p></li><li><p><span>Amnion: innen, schützt Embryo in Amnionhöhle, die Austrocknung verhindert und mechanische Erschütterung abfängt</span></p></li></ul></li><li><p><span>Säugetiere (und viele Reptilien) haben Eientwicklung im Körper -&gt; extraembryonale Membranen reduziert (Chorion wird Plazenta)</span></p></li></ul><p></p>
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Einteilung nach Schädel

Anapsid

  • Geschlossenes Dermatocranium (Schädeldach)

  • Lediglich Nasen- und Augenöffnung, kein Schläfenfenster

  • Basale Tetrapoda und Testudines

Synapsid

  • 1 Schläfenfenster

  • Bei Synapsida, Vorfahren der Mammalia

  • -> modifiziert bei rezenten Mammalia

Diapsid

  • 2 Schläfenfenster

  • Teile des hinteren Schädeldachs und der Schläfenreihe reduziert

  • Bei Lepidosauria und Archosauria (modifiziert bei Squamata)

<p><span><u>Anapsid</u></span></p><ul><li><p><span>Geschlossenes Dermatocranium (Schädeldach)</span></p></li><li><p><span>Lediglich Nasen- und Augenöffnung, kein Schläfenfenster</span></p></li><li><p><span>Basale Tetrapoda und Testudines</span></p></li></ul><p><span><u>Synapsid</u></span></p><ul><li><p><span>1 Schläfenfenster</span></p></li><li><p><span>Bei Synapsida, Vorfahren der Mammalia</span></p></li><li><p><span>-&gt; modifiziert bei rezenten Mammalia</span></p></li></ul><p><span><u>Diapsid</u></span></p><ul><li><p><span>2 Schläfenfenster</span></p></li><li><p><span>Teile des hinteren Schädeldachs und der Schläfenreihe reduziert</span></p></li><li><p><span>Bei Lepidosauria und Archosauria (modifiziert bei Squamata)</span></p></li></ul><p></p>
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Phylogenetische Einteilung

Synapsida

  • Säugetiere

  • Säugetierähnliche Reptilien (ausgestorben)

Lepidosauria

  • Sphenodontia (Brückenechsen)

  • Squamata (Echsen, Schlangen)

Archosauria

  • Krokodile

  • Dinosaurier (ausgestorben)

  • Flugsaurier (ausgestorben)

  • Schildkröten

  • Vögel

  • Krokodile und Vögel Schwesterngruppen da beide Kaumagen, geschlossene Herzscheidewand, Oviparie, Brutpflege, Nestbau

<p>Synapsida</p><ul><li><p><span>Säugetiere</span></p></li><li><p><span>Säugetierähnliche Reptilien (ausgestorben)</span></p></li></ul><p>Lepidosauria</p><ul><li><p><span>Sphenodontia (Brückenechsen)</span></p></li><li><p><span>Squamata (Echsen, Schlangen)</span></p></li></ul><p>Archosauria</p><ul><li><p><span>Krokodile</span></p></li><li><p><span>Dinosaurier (ausgestorben)</span></p></li><li><p><span>Flugsaurier (ausgestorben)</span></p></li><li><p><span>Schildkröten</span></p></li><li><p><span>Vögel</span></p></li></ul><ul><li><p><span>Krokodile und Vögel Schwesterngruppen da beide Kaumagen, geschlossene Herzscheidewand, Oviparie, Brutpflege, Nestbau</span></p></li></ul><p></p>
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Reptilien

  • Primäres Kiefergelenk aus Quadratum und Articulare

  • Paraphyletisch: beinhaltet Krokodile, Schildkröten, Echsen, Schlangen, Brückenechsen)

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Testudines - Schildkröten

  • Fehlende Schläfenfenster -> wahrscheinlich abgeleitet

  • Frühstes Fossil älter als 200 Millionen Jahre (Trias)

  • Im Kiefer keine Zähne, Kiefer umgeben von Hornscheiden

  • Eierlegend

  • Vorkommen an Land, Meer, Süßwasser

  • Geschlossener Panzer: Rückenpanzer (Carapax) und Bauchpanzer (Plastron)

  • Panzer besteht aus Knochenplatten (modifizierte Wirbelfortsätze, Rippen & Teile des Beckens)

  • Panzer bedeckt von Hornschildern (epidermal)

  • Riesenschildkröte 2x unabhängig voneinander auf Inseln -> bis zu 250kg

  • Meeresschildkröten: nur marin, kommen zur Eiablage an Land

  • Halsberger (Cryptodira): Kopf wird vertikal in Panzer gezogen

  • Halswender (Pleurodira): Kopf wird lateral in Panzer geklappt

<ul><li><p><span>Fehlende Schläfenfenster -&gt; wahrscheinlich abgeleitet</span></p></li><li><p><span>Frühstes Fossil älter als 200 Millionen Jahre (Trias)</span></p></li><li><p><span>Im Kiefer keine Zähne, Kiefer umgeben von Hornscheiden</span></p></li><li><p><span>Eierlegend</span></p></li><li><p><span>Vorkommen an Land, Meer, Süßwasser</span></p></li><li><p><span>Geschlossener Panzer: Rückenpanzer (Carapax) und Bauchpanzer (Plastron)</span></p></li><li><p><span>Panzer besteht aus Knochenplatten (modifizierte Wirbelfortsätze, Rippen &amp; Teile des Beckens)</span></p></li><li><p><span>Panzer bedeckt von Hornschildern (epidermal)</span></p></li><li><p><span>Riesenschildkröte 2x unabhängig voneinander auf Inseln -&gt; bis zu 250kg</span></p></li><li><p><span>Meeresschildkröten: nur marin, kommen zur Eiablage an Land</span></p></li><li><p><span>Halsberger (Cryptodira): Kopf wird vertikal in Panzer gezogen</span></p></li><li><p><span>Halswender (Pleurodira): Kopf wird lateral in Panzer geklappt</span></p></li></ul><p></p>
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Krokodile - Crocodylia

  • Knochenplatten unter den Schuppen, sek. Gaumen, Herzventrikel vollständig getrennt

  • Ruderschwanz, Schwimmhäute zwischen Zehen, verschließbare Nasenlöcher und Gehörgänge

  • Alligatoridae (Alligatoren und Kaimane): Mittel- und Südamerika, Ost China, können in Regionen leben wo Temperatur unter Gefrierpunkt sinken könnte, Nestbau und Brutpflege

  • Crocodylidae (echte Krokodile): Afrika, Südost-Asien, Mittel- und Südamerika, intensive Brutpflege - Nestbau und Bewachen der Eier sowie Jungtiere

  • Gavialidae (Gaviale): zwei Gattungen mit je einer Art, aquatisch, heute in vielen Gebieten Ausgestorben

<ul><li><p><span>Knochenplatten unter den Schuppen, sek. Gaumen, Herzventrikel vollständig getrennt</span></p></li><li><p><span>Ruderschwanz, Schwimmhäute zwischen Zehen, verschließbare Nasenlöcher und Gehörgänge</span></p></li><li><p><span>Alligatoridae (Alligatoren und Kaimane): Mittel- und Südamerika, Ost China, können in Regionen leben wo Temperatur unter Gefrierpunkt sinken könnte, Nestbau und Brutpflege</span></p></li><li><p><span>Crocodylidae (echte Krokodile): Afrika, Südost-Asien, Mittel- und Südamerika, intensive Brutpflege - Nestbau und Bewachen der Eier sowie Jungtiere</span></p></li><li><p><span>Gavialidae (Gaviale): zwei Gattungen mit je einer Art, aquatisch, heute in vielen Gebieten Ausgestorben</span></p></li></ul><p></p>
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Brückenechsen - Tuatara

(Sphenodon punctatus)

  • Einzige überlebende Art einer ehemals weltweit verbreiteten Ordnung

  • Nur noch auf kleinen Inselgruppe vor Neuseeland

  • An kühles, feuchtes Klima angepasst, nachtaktiv

  • Sehr langlebig, Weibchen erst mit 13 Jahren geschlechtsreif

  • Kein Penis oder Hemipenis -> Männchen presst Kloake auf die des Weibchens

  • Akinetischer diapsider Schädel -> obere kleine Schädelöffnung urtümlich -> steuert Tag-Nacht-Rhythmus

  • Jugale bildet Brücke (Schläfenbogen)

<p><span><u>(Sphenodon punctatus)</u></span></p><ul><li><p><span>Einzige überlebende Art einer ehemals weltweit verbreiteten Ordnung</span></p></li><li><p><span>Nur noch auf kleinen Inselgruppe vor Neuseeland</span></p></li><li><p><span>An kühles, feuchtes Klima angepasst, nachtaktiv</span></p></li><li><p><span>Sehr langlebig, Weibchen erst mit 13 Jahren geschlechtsreif</span></p></li><li><p><span>Kein Penis oder Hemipenis -&gt; Männchen presst Kloake auf die des Weibchens</span></p></li><li><p><span>Akinetischer diapsider Schädel -&gt; obere kleine Schädelöffnung urtümlich -&gt; steuert Tag-Nacht-Rhythmus</span></p></li><li><p><span>Jugale bildet Brücke (Schläfenbogen)</span></p></li></ul><p></p>
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Squamata - Schuppenkriechtiere

  • Artenreichste Reptiliengruppe (ca. 9550) -> überall außer Antarktis

  • Kloakenspalt quer, paarig evertibler Hemipenis in Schwanzwurzel (Synapomorphie)

  • Femoralporen: für chemische Kommunikation (nicht bei allen Squamata)

  • Unteres Schläfenfenster unvollständig, Quadratum beweglich

  • Schmale gegabelte Zunge (nicht bei allen - Geckos)

  • Schleuderzunge bei Chamäleons und (weniger ausgeprägt) auch einigen Agamen

  • Zunge bei den meisten zum Riechen -> Duftstoffe beim Züngeln vom Jacobsonschen Organ aufgenommen, in Munddach verarbeitet und analysiert

<ul><li><p><span>Artenreichste Reptiliengruppe (ca. 9550) -&gt; überall außer Antarktis</span></p></li><li><p><span>Kloakenspalt quer, paarig evertibler Hemipenis in Schwanzwurzel (Synapomorphie)</span></p></li><li><p><span>Femoralporen: für chemische Kommunikation (nicht bei allen Squamata)</span></p></li><li><p><span>Unteres Schläfenfenster unvollständig, Quadratum beweglich</span></p></li><li><p><span>Schmale gegabelte Zunge (nicht bei allen - Geckos)</span></p></li><li><p><span>Schleuderzunge bei Chamäleons und (weniger ausgeprägt) auch einigen Agamen</span></p></li><li><p><span>Zunge bei den meisten zum Riechen -&gt; Duftstoffe beim Züngeln vom Jacobsonschen Organ aufgenommen, in Munddach verarbeitet und analysiert</span></p></li></ul><p></p>
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Geckos

  • Ursprünglichste Squamata, mehr als 1500 Arten

  • Meistens nachtaktiv, gibt aber auch tagaktive

  • 2 Eier gelegt (1 bei miniaturisierten), hartschalig

  • Haftflächen aus Millionen kleiner Setae die verzweigt in Spatulae enden -> nahezu perfekter Kontakt an glatten Flächen (durch Vergrößerung der Kontaktoberfläche)

  • Haftwirkung durch elektronische Kräfte -> konvergent auch bei Leguanen

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Halsbandechsen - Lacertidae

  • In Afrika, Europa, Asien

  • Benannt nach typischem ventralen Halsband

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Iguania: Leguane, Agamen, Chamäleons

  • Leguane: pleurodonte Bezahnung, Süd- und Nordamerika (Beispiel Anolis: unterschiedliche Ökotypen auf verschiedenen Karibik-Inseln), Galapagosleguane einzige rezente marine Squamaten

  • Agamen: acrodonte Bezahnung, ökologisches Pendant der Leguane in der alten Welt, Afrika, Asien, Australien

  • Chamäleons: Madagaskar, Afrika, spezialisierte Schleuderzunge, Augen unabhängig voneinander beweglich, jeweils 2+3 und 3+2 Finger und Zehen zu einer Kneifzange verwachsen -> optimaler Halt auf Ästen, miniaturisierte Erdchamäleons gehören zu kleinsten Amnioten weltweit

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Varanidae - Warane & Helodermatidae - Krustenechsen

  • Varanidae (Warane)

    • Enthalten größten Echsen weltweit (Varanus komodensis)

  • Helodermatidae (Krustenechsen)

    • Einzige echte Giftechsen weltweit (Holoderma suspectum und horridum)

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Schlangen - Serpentes (Merkmale)

  • Weltweit verbreitet

  • Blindschlangen, Riesenschlangen, moderne Schlangen

  • Gift-Zusammensetzung: 90% Proteine mit großen Enzymen, 10% kleine toxische Peptide

  • Giftdrüsen leiten sich von bestimmten Speicheldrüsen ab (Duvernoys gland)

  • Ursprünglichsten Schlangen (grabende Blindschlangen) haben reduzierte Augen (manche abgeleitete haben auch reduzierte Augen)

  • Hypothese: Vorfahren der Schlangen -> Reduzierung der Extremitäten und Augen durch Anpassung an unterirdische Lebensweise

  • Vipern und Riesenschlangen können Wärme durch bestimmte Organe wahrnehmen

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Schlangen - Einteilung

  • Aglyph: nicht giftig (viele Nattern, alle Riesenschlangen)

  • Trugnattern (opistoglyph): Zahn hinten im Kiefer vergrößert, mit Furche zur Leitung von Gift -> innere Blutung durch Blutgerinnungshemmer (Giftnattern)

  • Elapidae (proteroglyph): festsitzender Giftzahn vorne mit fast geschlossener Furche zur Giftinjektion -> neurotoxisch, Lähmung (Taipane, Kobras)

  • Viveridae (solenoglyph): herausklappbarer Giftzahn vorne mit geschlossener Furche zur Giftinjektion -> Blutgerinnungshemmer, Nekrosen, Lähmungen (Vipern, Klapperschlangen)

<ul><li><p><span><u>Aglyph</u>: nicht giftig (viele Nattern, alle Riesenschlangen)</span></p></li><li><p><span><u>Trugnattern</u> (opistoglyph): Zahn hinten im Kiefer vergrößert, mit Furche zur Leitung von Gift -&gt; innere Blutung durch Blutgerinnungshemmer (Giftnattern)</span></p></li><li><p><span><u>Elapidae</u> (proteroglyph): festsitzender Giftzahn vorne mit fast geschlossener Furche zur Giftinjektion -&gt; neurotoxisch, Lähmung (Taipane, Kobras)</span></p></li><li><p><span><u>Viveridae</u> (solenoglyph): herausklappbarer Giftzahn vorne mit geschlossener Furche zur Giftinjektion -&gt; Blutgerinnungshemmer, Nekrosen, Lähmungen (Vipern, Klapperschlangen)</span></p></li></ul><p></p>
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Vögel - Aves

  • Monophyletisch

  • Archaeopteryx aus Übergangsform zwischen Tetrapoda und Vögeln (dickwandige Knochen, S-förmiger Hals, Klauen an Fingern der Flügel, Bezahnung, Schwanz mit vielen Wirbeln)

  • Ulna (Elle) länger als Humerus (Oberarmknochen)

  • Echter Hornschnabel und Reduktion der Zähne

  • Hoch entwickelte Augen

  • Rückbildung linker Aortenbogen

<ul><li><p><span>Monophyletisch</span></p></li><li><p><span>Archaeopteryx aus Übergangsform zwischen Tetrapoda und Vögeln (dickwandige Knochen, S-förmiger Hals, Klauen an Fingern der Flügel, Bezahnung, Schwanz mit vielen Wirbeln)</span></p></li><li><p><span>Ulna (Elle) länger als Humerus (Oberarmknochen)</span></p></li><li><p><span>Echter Hornschnabel und Reduktion der Zähne</span></p></li><li><p><span>Hoch entwickelte Augen</span></p></li><li><p><span>Rückbildung linker Aortenbogen</span></p></li></ul><p></p>
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Neornithes

  • Alle heute lebenden Vögel, mehr als 10000 Arten

  • Endotherm -> Vögel erzeugen eigene Körperwärme, meist 42°C, Isolation durch Federkleid

  • Schnabel aus Knochen und Keratinscheide außen

  • Keine Zähne aber z.B. Gänse haben zahnartige Lamellen am Kiefer und Zungenrand

  • Paleognathae: Gondwane-Verbreitungsmuster, 57 Arten, größtenteils flugunfähig (Strauße, Nandus, Kasuare, Emus, Kiwis)

  • Neognathae: weltweit, >10000 Arten

    • Galloanserae (Hühner- und Entenvögel)

    • Neoaves: hochdivers, Vielzahl von Anpassungsformen

<ul><li><p><span>Alle heute lebenden Vögel, mehr als 10000 Arten</span></p></li><li><p><span>Endotherm -&gt; Vögel erzeugen eigene Körperwärme, meist 42°C, Isolation durch Federkleid</span></p></li><li><p><span>Schnabel aus Knochen und Keratinscheide außen</span></p></li><li><p><span>Keine Zähne aber z.B. Gänse haben zahnartige Lamellen am Kiefer und Zungenrand</span></p></li><li><p><span>Paleognathae: Gondwane-Verbreitungsmuster, 57 Arten, größtenteils flugunfähig (Strauße, Nandus, Kasuare, Emus, Kiwis)</span></p></li><li><p><span>Neognathae: weltweit, &gt;10000 Arten</span></p><ul><li><p><span>Galloanserae (Hühner- und Entenvögel)</span></p></li><li><p><span>Neoaves: hochdivers, Vielzahl von Anpassungsformen</span></p></li></ul></li></ul><p></p>
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Wichtige Merkmale!!! (Anpassungen an Fliegen)

Gut ausgebildete Schwungfedern an Handschwinge und Armschwinge

  • Evolutiv entstanden zuerst Daunenfedern -> später komplexere Konturfedern und Schwungfedern

  • Federäste verzweigen sich weiter in Hakenstrahlen und Bogenstrahlen, welche durch feine Häkchen miteinander verzahnt sind

Flugmuskulatur

  • Musculus pectoralis major entspringt am crista sterni -> zieht Flügel abwärts

  • Musculus supracoracoideus entspringt am Basalteil der crista sterni, an der Coracoide und der Furcula -> hebt Flügel

Lunge: Möglichkeit des Querstroms in nur eine Richtung durch dünne Luftkanäle (Parabronchien), Kreuzstromprinzip (Blut in Gegenrichtung zum Luftstrom)

Pneumatisierte Knochen (mit luftgefüllten Hohlräumen)

<p>G<strong>ut ausgebildete Schwungfedern</strong> an Handschwinge und Armschwinge</p><ul><li><p>Evolutiv entstanden zuerst Daunenfedern -&gt; später komplexere Konturfedern und Schwungfedern</p></li><li><p>Federäste verzweigen sich weiter in Hakenstrahlen und Bogenstrahlen, welche durch feine Häkchen miteinander verzahnt sind</p></li></ul><p><strong>Flugmuskulatur</strong></p><ul><li><p>Musculus pectoralis major entspringt am crista sterni -&gt; zieht Flügel abwärts</p></li><li><p>Musculus supracoracoideus entspringt am Basalteil der crista sterni, an der Coracoide und der Furcula -&gt; hebt Flügel</p></li></ul><p><strong>Lunge:</strong> Möglichkeit des Querstroms in nur eine Richtung durch dünne Luftkanäle (Parabronchien), Kreuzstromprinzip (Blut in Gegenrichtung zum Luftstrom)</p><p><strong>Pneumatisierte</strong> Knochen (mit luftgefüllten Hohlräumen)</p><p></p>