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Eine umfassende Sammlung von Vokabel-Flashcards zu den Themen Kognitionspsychologie, Wissensrepräsentation, Problemlösen und kognitive Heuristiken basierend auf dem Vorlesungsskript.
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Womit befasst sich die Kognitive Psychologie
Mit mentalen Aktivitäten wie Denken, Wissen, Erinnern und Kommunizieren.
Was definiert Denken?
Die Informations- und Wissensverarbeitung, das Ziehen von Schlussfolgerungen, Problemlösen und Erreichen von Einsichten.
Metakognition
Das Denken über das Denken.
Was ist ein Schemata?
Eine mentale Ordnungsstruktur → diese können auch vom Erlernen anderer Schemata verändert werden → erleichtern die Objektwahrnehmung, Pakete die aus Informationen über Objekte im Kopf haben
Was ist deklaratives Wissen?
Explizites Fakten- oder Weltwissen, das unmittelbar zugänglich ist und sich gut beschreiben lässt (z. B. Hund ist ein Tier, Paris ist die Hauptstadt von Frankreich)
Wie wird deklaratives Wissen repräsentiert?
In Schemata → Schemata fassen Begriffe nach Ordnungsprinzipien zsm, sorgen für Kontinuität im Erleben
Was ist Prozedurales Wissen
Implizites Wissen (Nicht unmittelbara zugänglich): über Abläufe, Fertigkeiten und motorische Komponenten (z. B. Fahrradfahren), eher automatisch, es ist schwer in Worte zu fassen
Wie wird prozeduales Wissen repräsentiert?
Durch Skripte, also gespeicherte typische Handlungsabläufe
Skript (Skripten)
Gespeicherte, typische Handlungsabläufe im Gedächtnis, die Begriffe und Merkmale in einen raum-zeitlichen Kontext verknüpfen → komplexere Handlungen im Gedächtnis zB Restaurantbesuch
Initialschema (Teil der Informationsintegration)
Anlegen des Schemas
Equilibrium
Ein Zustand des kognitiven Gleichgewichts bei der Informationsintegration.
Disequilibrium
Ein Zustand des kognitiven Ungleichgewichts.
Assimilation
Die Integration neuer Informationen in ein bereits bestehendes Schema, um das Equilibrium wiederherzustellen.
Akkomodation
Das Anlegen eines neuen Schemas, wenn Informationen nicht in bestehende Schemata assimiliert werden können.
Kategorisierung
Lebenswichtige Anpassungsprozesse, bei denen Gegenstände oder Menschen in Schemata eingeordnet werden, um Orientierung zu geben und Ressourcen zu sparen.
Warum ist Kategorisierung so wichtig?
Sie gibt uns in unbekannten Kontexten Orientierung → ohne sie wäre jedes Objekt einzigartig und müsste dementsprechend mit viel energie- und zeitlichen Ressourcen behandelt werden
Was ist ein Stereotyp?
Schemata über Personengruppen: Eine soziale Kategorisierung, die Wissen, Überzeugungen und Erwartungen über eine soziale Gruppe von Menschen enthält.
Linguistischer Determinismus
Die Annahme, dass die Sprache das Denken prägt und unterschiedliche Sprachen in unterschiedlicher Wahrnehmung der Welt resultieren. → Siehe zweisprachige Menschen
Problemlösen
Die Überführung eines Ist-Zustands in einen Soll-Zustand durch bewusste Denkprozesse gegen Widerstände.
Arten des Problemlösens: Einfaches Problemlösen
Ein Prozess, bei dem Ausgangs- und Zielzustand bekannt sind und die notwendigen Operatoren zur Verfügung stehen. Z.B. Schach
Arten des Problemlösens: Komplexes Problemlösen
Ein Prozess, bei dem Ausgangs- und Zielzustand oft nicht klar definiert sind und Operatoren erst gefunden werden müssen. ZB Bührung eines Arbeitsteams
Kontrollierter Denkprozess
Ein absichtsgeleiteter, willentlicher, aufwändiger und bewusster Vorgang unter Kontrolle des Individuums.
Automatischer Prozess
Ein Vorgang, der ohne Absicht, Aufwand oder Bewusstheit abläuft und keine gleichzeitig auftretenden Prozesse stört.
Zwei Arten von Denken: Schnelles Denken
Ein unbewusster, emotionaler und stereotypisierender Modus, der automatisch und immer aktiv ist. Eher impulsiv und dementsprechend intuitiv
Zwei Arten von Denken: Langsames Denken
Ein logischer, berechnender und bewusster Modus, der anstrengend ist und seltener aktiviert wird, abgewogen und genau
Heuristik
Eine mentale Faustregel für schnelle Urteilsbildungen oder Entscheidungen, die ressourcensparend, aber fehleranfällig ist.
Repräsentativitätsheuristik
Eine Denkabkürzung, bei der man danach beurteilt, wie typisch oder passend etwas erscheint, anstatt nach statistischen Wahrscheinlichkeiten zu bewerten
Beispiel für eine Repräsentativitätsheuristik
Ruhige, analytische, matheliebhabende Person → welcher Beruf? Eher Informatiker oder Verkäufer? Informatiker - obwohl es viel mehr Verkäufer gibt
Verfügbarkeitsheuristik
Bedeutet, dass Menschen Wahrscheinlichkeiten danach einschätzen, wie schnell ihnen Beispiele einfallen → je erinnerbarer/präsenter etwas ist, desto wichtiger erscheint es einem
Beispiel für eine Verfügbarkeitsheuristik
Rettungssanitäter überschätzt die Gefahr eines Unfalls eher, während normaler Autofahrer diese eher unterschätzt → Rettungssanitäter hat viel häufiger mit Unfällen zu tun
Ankerheuristik
Die unbewusste Orientierung an einem ersten Ausgangswert (Anker) bei einer Entscheidung oder Schätzung.
Beispiel für eine Ankerheuristik
Tshirt kostet erst 200€, wird runtergesetzt auf 120€ → Man empfindet es als günstig obwohl es immernoch teuer ist, weil man sich unbewusst am ursprünglichen Preis → Anker orientiert