Skript 5: Sprach-, Kognitions- und Denksysteme

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Eine umfassende Sammlung von Vokabel-Flashcards zu den Themen Kognitionspsychologie, Wissensrepräsentation, Problemlösen und kognitive Heuristiken basierend auf dem Vorlesungsskript.

Last updated 10:13 PM on 6/19/26
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<p>Womit befasst sich die Kognitive Psychologie</p>

Womit befasst sich die Kognitive Psychologie

Mit mentalen Aktivitäten wie Denken, Wissen, Erinnern und Kommunizieren.

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Was definiert Denken?

Die Informations- und Wissensverarbeitung, das Ziehen von Schlussfolgerungen, Problemlösen und Erreichen von Einsichten.

3
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Metakognition

Das Denken über das Denken.

4
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Was ist ein Schemata?

Eine mentale Ordnungsstruktur → diese können auch vom Erlernen anderer Schemata verändert werden → erleichtern die Objektwahrnehmung, Pakete die aus Informationen über Objekte im Kopf haben

5
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Was ist deklaratives Wissen?

Explizites Fakten- oder Weltwissen, das unmittelbar zugänglich ist und sich gut beschreiben lässt (z. B. Hund ist ein Tier, Paris ist die Hauptstadt von Frankreich)

6
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Wie wird deklaratives Wissen repräsentiert?

In Schemata → Schemata fassen Begriffe nach Ordnungsprinzipien zsm, sorgen für Kontinuität im Erleben

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Was ist Prozedurales Wissen

Implizites Wissen (Nicht unmittelbara zugänglich): über Abläufe, Fertigkeiten und motorische Komponenten (z. B. Fahrradfahren), eher automatisch, es ist schwer in Worte zu fassen

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Wie wird prozeduales Wissen repräsentiert?

Durch Skripte, also gespeicherte typische Handlungsabläufe

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Skript (Skripten)

Gespeicherte, typische Handlungsabläufe im Gedächtnis, die Begriffe und Merkmale in einen raum-zeitlichen Kontext verknüpfen → komplexere Handlungen im Gedächtnis zB Restaurantbesuch

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Initialschema (Teil der Informationsintegration)

Anlegen des Schemas

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Equilibrium

Ein Zustand des kognitiven Gleichgewichts bei der Informationsintegration.

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Disequilibrium

Ein Zustand des kognitiven Ungleichgewichts.

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Assimilation

Die Integration neuer Informationen in ein bereits bestehendes Schema, um das Equilibrium wiederherzustellen.

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Akkomodation

Das Anlegen eines neuen Schemas, wenn Informationen nicht in bestehende Schemata assimiliert werden können.

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Kategorisierung

Lebenswichtige Anpassungsprozesse, bei denen Gegenstände oder Menschen in Schemata eingeordnet werden, um Orientierung zu geben und Ressourcen zu sparen.

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Warum ist Kategorisierung so wichtig?

Sie gibt uns in unbekannten Kontexten Orientierung → ohne sie wäre jedes Objekt einzigartig und müsste dementsprechend mit viel energie- und zeitlichen Ressourcen behandelt werden

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Was ist ein Stereotyp?

Schemata über Personengruppen: Eine soziale Kategorisierung, die Wissen, Überzeugungen und Erwartungen über eine soziale Gruppe von Menschen enthält.

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Linguistischer Determinismus

Die Annahme, dass die Sprache das Denken prägt und unterschiedliche Sprachen in unterschiedlicher Wahrnehmung der Welt resultieren. → Siehe zweisprachige Menschen

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Problemlösen

Die Überführung eines Ist-Zustands in einen Soll-Zustand durch bewusste Denkprozesse gegen Widerstände.

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Arten des Problemlösens: Einfaches Problemlösen

Ein Prozess, bei dem Ausgangs- und Zielzustand bekannt sind und die notwendigen Operatoren zur Verfügung stehen. Z.B. Schach

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Arten des Problemlösens: Komplexes Problemlösen

Ein Prozess, bei dem Ausgangs- und Zielzustand oft nicht klar definiert sind und Operatoren erst gefunden werden müssen. ZB Bührung eines Arbeitsteams

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Kontrollierter Denkprozess

Ein absichtsgeleiteter, willentlicher, aufwändiger und bewusster Vorgang unter Kontrolle des Individuums.

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Automatischer Prozess

Ein Vorgang, der ohne Absicht, Aufwand oder Bewusstheit abläuft und keine gleichzeitig auftretenden Prozesse stört.

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Zwei Arten von Denken: Schnelles Denken

Ein unbewusster, emotionaler und stereotypisierender Modus, der automatisch und immer aktiv ist. Eher impulsiv und dementsprechend intuitiv

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Zwei Arten von Denken: Langsames Denken

Ein logischer, berechnender und bewusster Modus, der anstrengend ist und seltener aktiviert wird, abgewogen und genau

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Heuristik

Eine mentale Faustregel für schnelle Urteilsbildungen oder Entscheidungen, die ressourcensparend, aber fehleranfällig ist.

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Repräsentativitätsheuristik

Eine Denkabkürzung, bei der man danach beurteilt, wie typisch oder passend etwas erscheint, anstatt nach statistischen Wahrscheinlichkeiten zu bewerten

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Beispiel für eine Repräsentativitätsheuristik

Ruhige, analytische, matheliebhabende Person → welcher Beruf? Eher Informatiker oder Verkäufer? Informatiker - obwohl es viel mehr Verkäufer gibt

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Verfügbarkeitsheuristik

Bedeutet, dass Menschen Wahrscheinlichkeiten danach einschätzen, wie schnell ihnen Beispiele einfallen → je erinnerbarer/präsenter etwas ist, desto wichtiger erscheint es einem

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Beispiel für eine Verfügbarkeitsheuristik

Rettungssanitäter überschätzt die Gefahr eines Unfalls eher, während normaler Autofahrer diese eher unterschätzt → Rettungssanitäter hat viel häufiger mit Unfällen zu tun

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Ankerheuristik

Die unbewusste Orientierung an einem ersten Ausgangswert (Anker) bei einer Entscheidung oder Schätzung.

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Beispiel für eine Ankerheuristik

Tshirt kostet erst 200€, wird runtergesetzt auf 120€ → Man empfindet es als günstig obwohl es immernoch teuer ist, weil man sich unbewusst am ursprünglichen Preis → Anker orientiert