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Flashcards zur Einführungsveranstaltung Externe Berichterstattung über Rechnungszwecke, Bilanzpolitik, Regulierung sowie Einzel- und Konzernabschlüsse nach HGB und IFRS.
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Externes Rechnungswesen
Rechnungslegungssystem (auch Bilanzierung oder Berichterstattung), das der Vermittlung von Informationen an außenstehende Adressaten dient und auf vorgegebenen Regeln (z. B. HGB oder IFRS) basiert.
Internes Rechnungswesen
Auf interne Adressaten (vor allem das Management) ausgerichtetes Rechnungslegungssystem (z. B. Kostenrechnung, Controlling), das nicht auf gesetzlichen Regeln basiert, sondern der Planung, Steuerung und Kontrolle betrieblicher Prozesse dient.
True and Fair View
Grundsatz gemäß § 264 Abs. 2 HGB, wonach der Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln hat.

Ball & Brown (1968)
Empirische Kapitalmarktstudie, die nachweist, dass Kapitalmärkte am Tag der Ergebnisbekanntgabe (t=0) auf Gewinnüberraschungen reagieren und Rechnungslegungsinformationen entscheidungsnützlich für Investoren sind.
Zahlungsbemessungsfunktion
Funktion der Rechnungslegung (insbesondere des HGB-Einzelabschlusses), bei der der ermittelte Gewinn als Grundlage für den zeitlichen Anfall und die Höhe von Steuerzahlungen, Dividendenausschüttungen und ergebnisabhängigen Bonuszahlungen dient.
Bilanzpolitik
Zielgerichtete Beeinflussung der externen Rechnungslegung unter Ausnutzung von Wahlrechten und Ermessensspielräumen, um private Vorteile zu erlangen oder Stakeholder über die wirtschaftliche Lage zu beeinflussen.
Gewinnglättung
Bilanzpolitisches Ziel, schwankende Unternehmensergebnisse über mehrere Perioden hinweg auf ein möglichst stabiles Niveau auszugleichen.
Big Bath Accounting
Bilanzpolitisches Phänomen (häufig bei Antritt eines neuen CEO), bei dem in einer Periode einmalig extrem hohe Wertberichtigungen vorgenommen werden, um künftige Perioden von Aufwendungen zu entlasten.
Maßgeblichkeitsprinzip
Grundsatz gemäß § 5 Abs. 1 EStG, wonach die handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) maßgeblich für die steuerliche Gewinnermittlung in der Steuerbilanz sind.
Einzelabschluss
Nach § 242 HGB von jedem Kaufmann verpflichtend zu erstellender Jahresabschluss einer rechtlichen Einheit, der nach HGB aufgestellt wird und der Ausschüttungs- sowie Steuerbemessung dient.
Konzernabschluss
Rechnungslegungswerk, das die Einzelabschlüsse eines Mutterunternehmens und seiner Tochterunternehmen so zusammenfasst, als ob die gesamte wirtschaftliche Einheit ein einzelnes Unternehmen wäre.
Beherrschung (Control) gemäß IFRS 10.7
Voraussetzung für die Konsolidierungspflicht im Konzernabschluss; liegt vor bei Verfügungsgewalt über das Tochterunternehmen, Risikobelastung durch schwankende Renditen und der Möglichkeit, diese Renditen durch die Verfügungsgewalt zu beeinflussen.
§ 315e HGB
Gesetzliche Vorschrift, die kapitalmarktorientierte Mutterunternehmen dazu verpflichtet, ihren Konzernabschluss nach den von der EU gebilligten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen.
Enforcement-Mechanismen
Kontrollstrukturen zur Gewährleistung der Regeleinhaltung und Fehlerfreiheit von Abschlüssen, bestehend aus der Abschlussprüfung durch Wirtschaftsprüfer und der Bilanzkontrolle durch die BaFin.
Prinzip der intellektuellen Souveränität
Leitlinie für den KI-Einsatz im Studium, nach der das eigene Verstehen Pflicht bleibt und Studierende jede mit KI erstellte Lösung selbst erklären, nachvollziehen und verteidigen können müssen.